Chiasso hat Illegale unter Kontrolle

Chiasso hat Illegale unter Kontrolle

Dalla Nzz del 12 luglio 2016

Im Tessin kommen zurzeit vor allem Migranten aus Afrika an. An der Südgrenze hat die Zahl der rechtswidrigen Aufenthalter massiv zugenommen. In Chiasso, wo die meisten Flüchtlinge ankommen, herrscht angespannte Ruhe.

Das Grenzstädtchen Chiasso schmort wie gelähmt in der Julihitze. Doch im Bahnhof stellt man Hektik fest. Viele Uniformen sind zu sehen, vor allem die blauen der Grenzwächter und einige der Tessiner Kantonspolizei. Die Beamten durchsuchen jeden einzelnen Zug, der aus Italien kommt, nach illegalen Flüchtlingen. Dazu haben sie allen Grund: Tendenziell wählt eine knappe Mehrzahl der Migranten, die offiziell oder heimlich in der Schweiz Zuflucht suchen oder auf der Durchreise sind, den Weg mit dem Zug über Chiasso – und in den letzten Wochen hat sich die Zahl der klandestinen Personen gleich mehr als verdreifacht.

Noch im Mai griffen die Grenzwächter in Chiasso insgesamt etwa 1200 «rechtswidrige Aufenthalter» auf. Also Personen, welche die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen für die Schweiz oder den Schengenraum nicht erfüllen und die nicht in jedem Fall Flüchtlinge sind. Diese Menge entsprach ungefähr der Zahl vom Vorjahr, denn in den Sommermonaten nimmt der Andrang der Migranten an der Südgrenze immer zu.

Zehn Personen pro Zug
Doch seit Ende Mai steigt die Zahl der wöchentlichen illegalen Ankömmlinge drastisch: Wie das Grenzwachtkorps am Montag mitgeteilt hat, sind allein letzte Woche 1321 rechtswidrige Aufenthalter von den Beamten registriert worden. Rechnet man alle vorangegangenen Wochen bis Anfang Juni dazu, ergibt sich eine Zahl von ungefähr 5000 Personen. Die meisten stammen aus Eritrea, es folgen Afghanen und Gambier.

Fast in jedem Zug aus Italien griffen die Grenzwächter etwa zehn bis zwölf verdächtige Personen auf, sagt ein Lokomotivführer. Er macht gerade Pause in der Bahnhofsbar, und trotz seiner Auskunftsfreudigkeit möchte er seinen Namen nicht nennen. Aus seiner Sicht hat sich generell in der letzten Zeit die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber mehr als verdoppelt, aber beunruhigt ist er momentan nicht. Der Lokomotivführer hofft einfach, dass nicht noch mehr kämen. Auch Chiassos freisinniger Stadtpräsident Bruno Arrigoni bleibt eher gelassen. Bund und Kanton hätten die Stadt schon vor geraumer Zeit informiert, dass mit einem massiven Zustrom illegaler Aufenthalter zu rechnen sei. Zudem kämen die Grenzwächter mit der Situation so gut zurecht, dass bisher keine Probleme aufgetaucht seien.

Gemäss Arrigonis Worten lassen die Bundesbehörden auch das mögliche Szenario nicht ausser acht, dass mehr als 5000 Illegale in einem einzigen Monat nach Chiasso gelangen. Dies hänge stark von der italienisch-österreichischen Grenze am Brenner ab: Würde dieser Übergang scharf kontrolliert und landeten auch mehr Flüchtlingsschiffe in Sizilien, dann begänne sich der Sindaco der Grenzstadt Sorgen zu machen.

Keine Migranten aus Syrien
Jedoch wundert sich Arrigoni, wo die Syrer geblieben sind. Laut dem Tessiner Justiz- und Polizeidirektor Norman Gobbi (Lega) sind gegenwärtig keine Syrer in Chiasso anzutreffen. Vielmehr handle es sich um Migranten aus afrikanischen Ländern, in denen kein Krieg herrsche. Daher fordert Gobbi eine klare Trennung zwischen Kriegs- und Armutsflüchtlingen. Er plädiert für eine harte Linie angesichts der Tatsache, dass momentan kaum Flüchtlinge aus Konfliktgebieten in Erscheinung treten. Dennoch erwarte man wie vor einem Jahr auch heuer einen «heissen Sommer», so der Polizeidirektor. – Laut der Schweizerischen Depeschenagentur hat das Grenzwachtkorps zwischen Januar und Juni 2016 insgesamt 14 600 Menschen aufgegriffen, die sich illegal in der Schweiz aufhielten. Das waren etwa halb so viele wie im ganzen Jahr 2015. Gemäss dem Datenmaterial der Eidgenössischen Zollverwaltung nahm von den heurigen illegalen Ankömmlingen bisher die Hälfte den Weg über Chiasso; hierbei schafften die Grenzwächter seit Jahresbeginn ungefähr 2000 dieser Personen nach Italien zurück. Das ist etwa ein Drittel der rechtswidrigen Aufenthalter in Chiasso in diesem Jahr. Allerdings hat die Grenzwacht von den 1321 Personen, die allein letzte Woche ankamen, gleich 966 nach Italien zurückgeschickt. Ist das der Beginn einer härteren Linie?

Polizisten als Grenzschützer
In einem «Asylnotfall» würden Polizeiangehörige Aufgaben der Grenzwache übernehmen. Von Lisa Wildi
Im April 2016 haben Bund, Kantone, Städte und Gemeinden im «Notfallplan Asyl» die Aufgabenbereiche im Falle eines raschen und starken Anstiegs von Asylgesuchen definiert. Demnach würden dem Grenzwachtkorps (GWK) kantonale Polizeikorps beistehen, mit Patrouillen im grenznahen Raum. Bei sehr grossen Flüchtlingsbewegungen würde das GWK zudem mit bis zu 2000 Armeeangehörigen und Material in den Bereichen Logistik, Bau, Transport und Verkehr unterstützt. Um das Grenzwachtkorps auch mit Militärpolizisten zu verstärken, würden sie beim Schutz ausländischer diplomatischer Vertretungen durch Milizsoldaten ersetzt, die im Alltag Polizisten sind. Kritische Stimmen mahnen, Polizisten und Militärpolizisten könnten Grenzwächter zwar unterstützen, aber nicht ersetzen, weil sie nicht über die entsprechende Ausbildung verfügten. Doch inwiefern unterscheiden sich die Ausbildungen der Grenzwache, der Militärpolizei und der Polizei tatsächlich?

Feine Unterschiede
Die Ausbildung der Militärpolizei und der Polizei ist seit 2010 identisch, seither absolvieren Militärpolizisten die zivile Polizeiausbildung. Die Ausbildungen der Polizei und der Grenzwache wiederum sind sich inhaltlich und strukturell in vielen Bereichen sehr ähnlich. Dies zeigen ein Vergleich von Ausbildungsprogrammen und Lehrplänen sowie mehrere Unterrichtsbesuche und Gespräche mit Ausbildungsverantwortlichen. Die Grundausbildung dauert sowohl bei der Polizei wie auch der Grenzwache ein Jahr und endet mit einer eidgenössischen Berufsprüfung. Grenzwächter müssen jedoch nach der Grundausbildung zwei obligatorische Weiterbildungsjahre durchlaufen und gleichzeitig an zweien der drei künftigen Einsatzorte (mobile Patrouillen, Flughafen oder Bahn) tätig sein. Polizeineulinge absolvieren oft auch Eingliederungsprogramme in ihren Stammkorps, doch erreichen sie meist keine drei Jahre Ausbildungszeit wie ihre Kollegen der Grenzwache.

Ein gemeinsamer inhaltlicher Schwerpunkt der Grenzwacht- und der Polizeiausbildung ist die Sicherheits- und Interventionstaktik (Selbstverteidigung, Umgang mit Zwangsmitteln, Einsatztaktik usw.). In manchen dieser Fächer werden sogar dieselben Lehrmittel genutzt. Weitere gemeinsame Ausbildungsteile, allerdings mit unterschiedlich vielen Lektionen, bilden unter anderem die Fächer Ordnungsdienst, Verkehrskontrolle, Kriminalistik und Community Policing (bürgernahe Polizeiarbeit). Die beiden letztgenannten Fächer bilden Schwerpunkte der Polizeiausbildung, sie werden in der Grenzwachtausbildung weniger detailliert behandelt.

Auch im Bereich «Recht» und «Psychosoziale Kompetenzen» sind inhaltliche Überschneidungen festzustellen. Polizisten wie Grenzwächter setzen sich mit Straf- und Strassenverkehrsrecht, mit Konflikt- und Krisenmanagement sowie Berufsethik und Menschenrechten auseinander. Bei all den Gemeinsamkeiten gibt es dennoch kleine, aber feine Unterschiede. Etwa beim Fach Recht, bei dem es klare Grenzwacht- und Polizeithemen gibt. Ein Aspirant der Grenzwache setzt sich beispielsweise intensiv mit zollrechtlichen Fragen auseinander, lernt im Gegensatz zu einem Aspiranten der Polizei jedoch keine zivilrechtlichen Grundlagen. Im Fach Psychologie werden angehende Polizisten umfassender ausgebildet als Angehörige des GWK. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sie im späteren Alltag öfter mit Schicksalsschlägen und zwischenmenschlichen Konflikten konfrontiert sind. Daneben gibt es auch Themenblöcke, die dem GWK eigen sind, wie die Fahndung, die Dokumentenprüfung und die sogenannten «allgemeinen Grenzwachtfächer», in denen unter anderem Schengen/Dublin-Abläufe, Asylverfahren und Rückübernahmeabkommen behandelt werden.

Nachschulung erforderlich
Die Ausbildung der Grenzwache unterscheidet sich somit von derjenigen der Polizei in der Länge und in der internationalen Ausrichtung einiger Ausbildungsteile, in welchen auch für den «Notfallplan Asyl» relevante Themen wie Dokumentenprüfung, Asylverfahren oder Dublin-Abkommen behandelt werden. Die sicherheitspolizeilichen und ordnungsdienstlichen Fächer sind jedoch quasi identisch, genauso wie der Unterricht zu den Sozialkompetenzen, zum Konflikt- und Krisenmanagement. Dies würde sich bei einem ausgeprägten «Asylnotfall» als nützlich erweisen.

Zudem könnten Polizisten dank ihrer Ausbildung und oft ihrer Erfahrung auch für die Betreuung von Flüchtlingen eingesetzt werden. Auch bei der Militärpolizei kann man wohl auf Erfahrungen zurückgreifen, weil Militärpolizisten bis 2009 das GWK oft unterstützt haben. Für eine noch stärkere Einbindung von (Militär-)Polizisten in die Arbeit des GWK im Asylbereich müssten diese aber mindestens hinsichtlich Asylverfahren und Dubliner Abkommen nachgeschult werden. Demnach kann ein Polizist einen Grenzwächter aufgrund der Ausbildung tatsächlich nicht eins zu eins ersetzen, genauso wenig wie umgekehrt, könnte aber in einem «Asylnotfall» in vielen Bereichen problemlos Aufgaben übernehmen.

Lisa Wildi ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre for Security Studies (CSS) an der ETH Zürich.

Addio alla Lugano da 100.000 abitanti

Addio alla Lugano da 100.000 abitanti

Dal Giornale del popolo del 12 luglio 2016

Riprende il dialogo sul Piano cantonale delle aggregazioni e con esso si avvia al tramonto lo scenario di una Città asso pigliatutto. Salgono le quotazioni dei due comprensori di Collina Nord e di Collina Sud
La strada verso l’attuazione del Piano cantonale delle aggregazioni (PCA) è lunga, ma a piccoli passi si sta tracciando l’assetto comunale del Ticino del domani. Ieri un nuovo importante tassello è stato aggiunto all’iter del PCA. Il direttore del Dipartimento delle istituzioni (DI) Norman Gobbi ha infatti incontrato in mattinata a Lugano i sindaci e i municipali dei Comuni dell’area urbana di Lugano, per una riunione sul tema. E non sono mancate le novità: il DI ha infatti proposto di abbandonare il progetto aggregativo del Medio Vedeggio e la creazione di due nuovi comparti, ovvero Collina Nord e Collina Sud.
«Sul comprensorio Medio Vedeggio (che raggrupperebbe i Comuni di Bedano, Cadempino, Lamone e TorricellaTaverne) – ha spiegato il presidente dell’ERSL e sindaco di Massagno Giovanni Bruschetti – il DI ha optato per l’abbandono di tale scenario; ciò significa che i 4 Comuni saranno assorbiti dai comprensori circostanti, come quello di Alto Vedeggio o di Malcantone Est. Ma è ancora tutto da definire. La novità più importante riguarda invece i comparti Collina Nord e Collina Sud». Il PCA, ricordiamo, prevede l’unione di Lugano con altri 15 Comuni circostanti (Massagno, Paradiso, Canobbio, Porza, Savosa, Vezia, Cureglia, Comano, Muzzano, Sorengo, Collina d’Oro, Grancia, Melide, Vico Morcote e Morcote), operazione che porterebbe la Città a quota 100.000 abitanti.

Una prospettiva, però, in passato osteggiata da parecchi Comuni limitrofi, poco o nulla propensi a farsi “risucchiare” dalla grande Lugano. Per elaborare delle alternative valide, a fine maggio i sindaci delle zone collinari si erano riuniti, presentando poi le soluzioni di Collina Nord e Collina Sud. «Il DI, ieri, ha accolto queste proposte e le ha legittimate per la prima volta», ha specificato Bruschetti. Secondo questa nuova visione, la Lugano da 100.000 abitanti verrebbe suddivisa in tre comparti importanti: Lugano, ovviamente, più Collina Nord e Collina Sud. Collina Nord potrebbe quindi in futuro essere composta da Massagno, Canobbio, Porza, Savosa, Vezia, Cureglia, Cadempino, Lamone e magari pure Torricella-Taverne, mentre Collina Sud da Collina d’Oro, Sorengo e Muzzano (e forse anche Grancia). In merito al nuovo scenario, i Municipi dei Comuni coinvolti dovranno pronunciarsi ufficialmente entro il prossimo 30 settembre.

Il retroscena dell’incontro di ieri

Nella prima fase di consultazione la proposta del PCA aveva suscitato contrarietà in particolare nei comprensori Medio Vedeggio, Capriasca e Luganese (area urbana), mentre erano stati maggiormente condivisi gli scenari relativi al Malcantone e all’Alto Vedeggio. Il Consiglio di Stato si era così impegnato – negli incontri avvenuti nel 2014 con i sindaci dell’agglomerato urbano e l’Ente regionale di sviluppo del Luganese – a sottoporre ai Comuni del Luganese nuovi possibili scenari di aggregazione, sostanzialmente diversi da quelli posti in consultazione nella prima fase. Possibili scenari, come visto, emersi durante la riunione di ieri. «Lo scopo del PCA – ha concluso Bruschetti – è quello di rendere il territorio più coeso e competitivo; il lavoro svolto dall’ERSL e dai vari Comuni sta portando i suoi frutti; quanto indicato ieri da parte del Cantone, difatti, dimostra una convergenza importante con gli scenari immaginati dall’ERSL».

Fusioni – Concessa l’indipendenza alle colline

Fusioni – Concessa l’indipendenza alle colline

Dal Corriere del Ticino del 12 luglio 2016

Dietrofront del Dipartimento delle istituzioni sul Piano cantonale delle aggregazioni – Al via le nuove consultazioni Buona parte dei Comuni a ridosso di Lugano avrà la possibilità di unirsi senza essere costretta a far parte della città
Il Piano cantonale delle aggregazioni (PCA) non è un totem e il Luganese non verrà suddiviso dall’alto tracciando delle linee con il righello come fecero le potenze coloniali con l’Africa. È questo, in estrema sintesi, il messaggio che il Dipartimento delle istituzioni ha dato ieri durante l’incontro tra il consigliere di Stato Norman Gobbi e i sindaci del distretto. E il Dipartimento, aprendo ufficialmente la seconda fase di consultazione del progetto, lo ha dimostrato accogliendo alcune delle proposte e delle non poche critiche piovute sul PCA dai Municipi del Luganese.
Una realtà in più
Nel novembre del 2013 il PCA, quando venne presentato, prevedeva un Luganese diviso in soli sette Comuni: Vedeggio, Medio Vedeggio, Capriasca, Malcantone est, Malcantone ovest, Lugano e Val Mara. Con la «nuova versione» il PCA prevede invece la creazione anche dei Comuni di Collina nord e Collina sud. Inizialmente il Dipartimento intendeva infatti dar vita a una «grandissima Lugano» inglobando nella città anche Massagno, Paradiso, Canobbio, Porza, Savosa, Vezia, Cureglia, Muzzano, Sorengo, Collina d’Oro, Grancia, Melide, Vico Morcote e Morcote. Una proposta che aveva portato a una vera levata di scudi da parte di buona parte dei Municipi «costretti» ad entrare in Lugano. Il Dipartimento ha dunque riconosciuto l’unicità (geografica, politica e anche economica)dell’immediata periferia della città garantendo appunto la possibilità di preservarne anche in futuro l’autonomia. Collina sud potrebbe dunque un giorno essere composta da Collina d’Oro, Sorengo e Muzzano (e forse anche Grancia), mentre Collina nord da Massagno, Canobbio, Porza, Savosa, Vezia, Cureglia, Cadempino, Lamone e forse anche Torricella-Taverne. Il Dipartimento ha comunque assicurato ai sindaci l’intento di «fluidificare e promuovere» le dinamiche di agglomerato. In sostanza i Comuni – perlomeno quelli a confine tra una realtà e l’altra – potranno dire la loro e «scegliere» con chi andare. Questo sembra valere soprattutto per Massagno, Canobbio, Porza e Savosa (cui non viene affatto negata l’ipotesi di unirsi a Lugano). Meno scelta, perlomeno nella visione cantonale, avranno invece probabilmente Paradiso (con Grancia?) e Mezzovico-Vira, chiamati ad entrare rispettivamente in Lugano e Monteceneri in quanto «enclave territoriali».
Medio Vedeggio addio
Cancellato invece dalle mappe del PCA l’ipotizzato futuro Comune di Medio Vedeggio (si immaginava potesse essere composto da Bedano, Cadempino, Lamone e Torricella-Taverne) e questo perché – a detta dei Municipi interessati – sarebbe stato «troppo piccolo» (7.600 abitanti) rispetto ai giganti creati attorno e in più concepito senza tener conto dei legami storici e geografici. È così che, con la nuova versione, Cadempino e Lamone potrebbero entrare a far parte di Collina nord mentre Taverne e Bedano sarebbero «in bilico» tra Vedeggio, Malcantone est e Collina nord.

«È la regione più difficile»
J.R.
Come ribadito nel corso della discussione, prima del consolidamento del progetto il Dipartimento ha ora chiesto ai Municipi di pronunciarsi entro il prossimo 30 settembre. Soddisfatto comunque il ministro Norman Gobbi . «L’importante – ci spiega – è notare la sostanziale adesione dei Municipi del Luganese, che è il distretto più difficile da ordinare territorialmente. Questo perché da una parte conta ormai la maggior parte degli abitanti del Ticino, ma anche perché composto da una promisquità di realtà ben diverse tra di loro. È anche per questo che abbiamo aderito alla richiesta dei sindaci di varare una variante che intende creare i Comuni di collina nord e collina sud».

reazioni
Il clima è più rilassato ma siamo solo all’inizio
Nel 2013, quando il Piano cantonale delle aggregazioni venne presentato nella sua versione primordiale, molti sindaci del Luganese si inalberarono di fronte alla possibilità di vedere il loro Comune inglobato dalla città di Lugano. Tra di loro, per esempio, il sindaco di Massagno Giovanni Bruschetti che ha sempre rivendicato, per la collina residenziale nord, il diritto di esistere in autonomia (e ha anche sempre sostenuto che, più che di aggregazioni, il Luganese avesse bisogno di fattive collaborazioni). Oggi comunque Bruschetti è abbastanza soddisfatto. «Il Dipartimento ha recepito le risultanze e le critiche per quanto riguarda l’assetto dell’area urbana attorno Lugano, che non è più vista solo come un’unica città ma si compone di Lugano e due realtà importanti come Collina nord e Collina sud». Un passo in più dunque verso l’aggregazione? «Se fusione sarà – continua Bruschetti – lo diranno i posteri. Per quanto riguarda la Collina nord credo che in questo momento sia importante che i Comuni coinvolti restino coesi e facciano un discorso comune. Non necessariamente dovrà essere un’aggregazione. Potrebbe anche essere un luogo di forte collaborazione come del resto già oggi, con la conferenza dei sindaci della collina, stiamo tentando di fare». E di Collina nord potrebbe ora far parte anche Cadempino, prima confinata (un po’ obtortocollo) in Medio Vedeggio. «Quel progetto – ci spiega il sindaco Marco Lehner – non ci piaceva. Se proprio aggregazione deve essere (visto che per Cadempino non è urgente farla) meglio con Collina nord, anche se è importante coinvolgere Lamone. Ora vedremo come evolveranno le cose. Tutto è ancora da studiare».
«Sono state tenute in considerazione anche le osservazioni fatte da Collina d’Oro e questo è un punto di partenza positivo» commenta la sindaca Sabrina Romelli, che si dice soddisfatta. «Adesso bisognerà capire quali paesi rientreranno nel comparto Collina sud» aggiunge, ricordando: «Noi avevamo dato mandato per uno studio preliminare di aggregazione con Muzzano». Studio che ha benedetto l’unione tra i due paesi e che non esclude la possibilità di coinvolgere nel matrimonio anche i Comuni di Grancia e Sorengo (con cui c’è stato un incontro alla fine di giugno). «L’onorevole Gobbi ha parlato di affinità territoriali, personalmente – conclude Romelli – ritengo che Grancia e Sorengo abbiano più affinità con Collina d’Oro piuttosto che con Lugano». «Anni fa avevamo chiesto alla popolazione di esprimersi in merito a una fusione con Lugano e l’esito è stato sfavorevole» ricorda Andrea Imerico, vicesindaco di Grancia. «Con Collina d’Oro, invece, – aggiunge – abbiamo molte cose in comune e che ci legano».
NA.LI.-J.R.-GIU
E Lugano, che ne pensa? A livello regionale, per il sindaco Marco Borradori «è stato importante riprendere un discorso iniziato due anni fa, perché il rischio era quello di rimanere in una sorta di limbo». «Come Luganese, pensando ad AlpTransit e allo sviluppo di Zurigo e Milano, abbiamo l’opportunità d’inserirci a pieno titolo come comprensorio ‘di mezzo’ ed è importante incamminarsi». Ora quel comprensorio immaginato dal Cantone è un po’ più spezzettato rispetto a quello disegnato nel 2013, ma secondo Borradori non è un male: «Si può anche arrivare in due passaggi alla visione iniziale. Se avessimo tentato di applicare subito quella, le resistenze sarebbero state quasi insormontabili». Il passo intermedio, per il sindaco, è anche positivo in ottica strettamente luganese, perché la città avrà più tempo per consolidarsi a livello finanziario, organizzativo (riforma dell’amministrazione) e di rapporti coi quartieri.

Aggregazioni: spuntano due ‘Colline’

Aggregazioni: spuntano due ‘Colline’

Da LaRegione del 12 luglio 2016

Si delineano i contorni luganesi del Piano cantonale delle aggregazioni (Pca). La prima fase di consultazione aveva, infatti, suscitato contrarietà in particolare nei comprensori Medio Vedeggio, Capriasca e Luganese (area urbana), mentre erano stati maggiormente condivisi gli scenari relativi al Malcantone e all’Alto Vedeggio.

Un fronte polemico che aveva portato il Consiglio di Stato, dopo gli incontri avvenuti con i sindaci dell’agglomerato urbano e con l’Ente regionale di sviluppo del Luganese, a individuare nuovi possibili scenari di aggregazione, sostanzialmente diversi da quelli posti in consultazione nella prima e più controversa fase.

Nella riunione odierna avvenuta in mattinata a Lugano con i sindaci e i municipali dei Comuni dell’area urbana luganese, il capo del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi ha dato seguito a questa promessa e ha ribadito ai capi degli esecutivi dei comprensori di Capriasca, Medio Vedeggio e Luganese l’intento di “fluidificare e promuovere le dinamiche di agglomerato, definendo il perimetro della città di oggi e quella di domani, oltre a eventuali altri comprensori”. Una nuova ridefinizione territoriale nella quale spuntano due nuovi comparti «Collina Nord» e «Collina Sud», da realizzare, eventualmente – si legge nella nota stampa – anche con la separazione degli attuali territori interessati. Nell’attuale proposta del Dipartimento delle istituzioni non vi è invece alcuna sostanziale novità per il Comune della Capriasca, mentre si propone di abbandonare il progetto aggregativo del Medio Vedeggio.

Queste proposte e aperture da parte del dipartimento – rende ancora noto il comunicato giunto alle redazioni – “sono state accolte positivamente da alcuni sindaci in quanto danno seguito alle richieste e alle dinamiche già avviate tra alcuni Comuni”. Ma prima del consolidamento di queste ipotesi, Gobbi ha chiesto ai Municipi dei Comuni coinvolti di pronunciarsi ufficialmente entro il prossimo 30 settembre.

La conferma dell’irricevibilità dell’iniziativa costituzionale ‘Avanti con le nuove città di Locarno e Bellinzona’ – sancita il 3 giugno scorso dal Tribunale federale – ha in questo senso riattivato l’allestimento del Piano cantonale delle aggregazioni, in vista della seconda fase di consultazione, che avverrà non prima dei prossimi mesi.