«Dieser Typ muss hinter Gitter!»

«Dieser Typ muss hinter Gitter!»

Da Blick.ch | BELLINZONA TI –   Christian R.* (42) lachte über die Schweizer Justiz und seine Verurteilung wegen Rasens durch den Gotthard-Tunnel. Das Vergehen des Deutschen soll nicht ungestraft bleiben. Regierungsrat Gobbi erklärt die Causa zur Chefsache.

Noch lacht sich Raser Christian R.* (42) ins Fäustchen. Der Deutsche war im Sommer 2014 mit 200 km/h durch den Gotthard-Tunnel gebrettert – überholte zehn Mal im Tunnel! Zu BLICK sagt der Schwabe sogar stolz: «Ich bin durchgebolzt wie ein Affe und es hat Spass gemacht!» Letzte Woche wurde er in Lugano TI deswegen zu 30 Monaten Haft verurteilt, davon zwölf unbedingt (BLICK berichtete).

Doch der Raser erschien nicht zum Prozess und sagte frech: «Das Urteil interessiert mich nicht. Ausserdem habe ich in der Schweiz schon alles gesehen.» BLICK weiss: Christian R. denkt nicht daran, gegen das Urteil zu rekurrieren. Der Kontakt zu seinem Schweizer Anwalt ist abgebrochen, der Raser wiegt sich trotz Schuldspruch in Deutschland in Sicherheit.

Regierungsrat will Haftbefehl erstellen

Im Tessin will man Christian R. nicht einfach so davonkommen lassen. Der Fall wird jetzt zur Chefsache. Lega-Regierungsrat Norman Gobbi (39) ist fest entschlossen: «Wir werden alles daran setzen, diesen Raser dingfest zu machen. Den Typen bringen wir hinter Gitter!»

Der Direktor des Justizdepartements ist eigentlich in den Ferien, aber der Fall lässt ihm keine Ruhe. Sobald das Urteil rechtskräftig sei, werde umgehend ein nationaler Haftbefehl erstellt. Gobbi zu BLICK: «Dafür sorge ich persönlich.» Sein Versprechen: Das Tessiner Zwangsmassnahmengericht werde das Bundesamt für Justiz anweisen, eine Auslieferung von Christian R. in die Schweiz zu beantragen.

Gobbi gibt Gas

Der Raser soll seine Strafe bekommen: «Wenn Deutschland ihn uns nicht ausliefert, soll er seine Freiheitsstrafe dort absitzen.» Weiter fordert der Tessiner: «Es muss geprüft werden, ob Christian R. überhaupt tauglich ist, Auto zu fahren. Sonst sollte man ihm den Führerschein wegnehmen. Für immer.» Denn: «Dieser Mann hat das Leben von anderen Menschen riskiert. Der Gotthard sei eine der gefährlichsten Strecken Europas.»

Das letzte Wort hat das Bundesamt für Justiz

Norman Gobbi will in seinem Kanton alle Mittel aufgleisen, auch wenn das letzte Wort dann immer noch das Bundesamt für Justiz hat. Nur dort kann bei der entsprechenden deutschen Behörde die Auslieferung von Christian R. beantragt und die Übertragung der Freiheitsstrafe auf andere Länder angefragt werden. Auch ein internationaler Haftbefehl ist nur von Bern aus möglich.

Dann allerdings könnte Christian R. ausserhalb Deutschlands verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert werden – und dort landen, wo Gobbi ihn haben will: Im Knast im Tessin.

http://www.blick.ch/news/schweiz/regierungsrat-norman-gobbi-39-will-den-gotthard-raser-im-knast-sehen-dieser-typ-muss-hinter-gitter-id6291843.html?utm_source=blick_app_ios&utm_medium=social_user&utm_campaign=blick_app_iOS

Gobbi: “Deve andare in carcere”

Gobbi: “Deve andare in carcere”

Da RSI.ch | Il consigliere di Stato ticinese vuole vedere il pirata della strada tedesco dietro le sbarre

“Faremo tutto il possibile affinché il pirata della strada tedesco finisca dietro le sbarre”, ha dichiarato martedì al Blick Norman Gobbi. Il consigliere di Stato ticinese ha promesso che si occuperà personalmente di emanare un mandato di cattura una volta che la sentenza sarà cresciuta in giudicato. L’intento è quello di assicurarsi che il 42enne germanico sconti la sua pena in patria o in Svizzera. “Se il pirata non verrà estradato, dovrà andare in prigione a casa sua”, ha ribadito Gobbi.

Il direttore del Dipartimento delle istituzioni ha poi aggiunto: “Quest’uomo ha messo in pericolo la vita di molte persone, perché il tunnel del Gottardo (che il conducente aveva attraversato sfrecciando a una velocità media di 140 km/h con punte di 270) è uno dei tratti autostradali più pericolosi d’Europa, perciò bisognerà valutare se sia idoneo alla guida e, se non lo fosse, pensare a un ritiro definitivo della patente”.

L’uomo – lo ricordiamo – è stato condannato in contumacia pochi giorni fa a Lugano a 30 mesi di carcere, di cui 12 mesi da scontare. L’ultima parola spetta ora all’Ufficio federale di giustizia.

http://www.rsi.ch/news/ticino-e-grigioni-e-insubria/Gobbi-Deve-andare-in-carcere-8783611.html