Tessiner Gefängnisse sind voll – weil der Kanton eine Transitzone für Drogenkuriere ist

Tessiner Gefängnisse sind voll – weil der Kanton eine Transitzone für Drogenkuriere ist

Im Grenzkanton Tessin nehmen die Straftaten zu, die Gefängnisse sind am Anschlag. Die Hoffnungen liegen in der Westschweiz. Doch eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Die Tessiner Justiz hat ein akutes Problem: Sie findet kaum noch Platz für ihre Angeklagten und vor allem Verurteilten. Der Südkanton verfügt über drei Haftanstalten, die sich alle in der Agglomeration Lugano befinden. Derzeit sind die 159 Plätze im regulären Gefängnis La Stampa voll belegt, ebenso die 88 Plätze im Untersuchungsgefängnis La Farera. Von den 45 Plätzen im offenen Strafvollzug Lo Stampino sind nur 6 frei.
Ende Dezember sah die Situation noch anders aus. Damals waren im Tessin erst 83 Prozent der insgesamt 292 Gefängnisplätze belegt. Dies geht aus der Statistik des Schweizerischen Kompetenzzentrums für den Justizvollzug hervor. Danach lag die Auslastung im Südkanton im vergangenen Jahr zwischen 80 und 88 Prozent, während sie gesamtschweizerisch zwischen 89 und 94 Prozent lag.
Die Situation im Süden hat sich also im letzten Monat massiv zugespitzt. Die Tessiner Gefängnisse sind voll. Zu denken gibt, dass die Behörden darin keine vorübergehende Spitze sehen und auch keine Trendwende erwarten. Es häuften sich ganz bestimmte Arten von Straftaten, erklärt der Regierungsrat und Justizdirektor Norman Gobbi. Dies liege daran, dass der Grenzkanton Tessin die wichtigste Transitregion zwischen Nord und Süd sei.
Damit meint Gobbi vor allem folgende drei Deliktarten: Drogenhandel, Einbrüche im Grenzgebiet und Straftaten im Zusammenhang mit der Migration. In diesen Bereichen ist es zu breit angelegten Polizeiaktionen gekommen, die eine grössere Zahl von Personen hinter Gitter gebracht haben. Alles in allem ist die Kriminalität aber nicht gestiegen. Stattdessen werden eher Straftaten begangen, die zwingend mit einer Gefängnisstrafe verbunden sind.
Spitzenreiter sind die Drogendelikte. Derzeit sitzt rund die Hälfte der im Tessin inhaftierten Personen wegen Handels oder Schmuggels von Drogen ein. Oder wegen der Beschaffungskriminalität, die sich auch in Überfällen auf Tankstellen äussert. Das Problem sei geografisch bedingt, sagt Andreotti, Leiterin des kantonalen Justizamtes. Steige der Drogenkonsum in den Grossagglomerationen nördlich und südlich des Tessins, würden auch mehr Drogen im Kanton selber auftauchen. «Das Tessin ist eine sehr stark genutzte Transitzone für Drogenkuriere», so Andreotti.

Häftlingsverlegung in die französische Schweiz
Die letzten sechs freien Gefängnisplätze befinden sich alle im offenen Vollzug und werden wohl bald besetzt sein. Da auch das Untersuchungsgefängnis voll belegt ist, könnte man noch einige Polizeizellen in Anspruch nehmen, aber nur für kurze Zeit. Eine Lösung könnte in der Mitgliedschaft des Tessins beim Strafvollzugskonkordat der lateinischen Kantone liegen. Das heisst, bei Voll- oder Überbelegung dürfen einzelne Häftlinge in Anstalten der französischen Schweiz gebracht werden.
Der Haken: Auch die Gefängnisse der Romandie sind am Anschlag. Für eine Häftlingsverlegung aus dem Tessin müssten normkonforme Haftplätze zur Verfügung stehen, sagt der Sekretär des lateinischen Konkordats Blaise Péquignot. Aber er bestätigt, dass die Gefängnisse dieses Konkordats insgesamt zur Überbelegung tendieren. Das zeigt auch die Statistik: Ende Dezember waren die Haftanstalten der Romandie und des Tessins zusammen zu 101 Prozent ausgelastet. Einige Gefängnisse des Kantons Genf waren im Schnitt mit 109 Prozent und einige des Waadtlandes mit 115 Prozent deutlich überfüllt.
Daher sollte sich das Tessin eher an die Deutschschweiz richten, was schon in der letzten Zeit der Fall war. Einweisungen sind laut Stefan Weiss, dem Sekretär der Deutschschweizer Strafvollzugskonkordate, im Einzelfall möglich. Jedoch bestehen einige bürokratische Schwierigkeiten, zum Beispiel die unterschiedliche Landessprache im Aktenverkehr. Ausserdem sind gemäss Weiss derzeit auch die Deutschschweizer Gefängnisse stark ausgelastet. Noch Ende Dezember wies die Statistik für die Deutschschweiz insgesamt eine Belegung von 87 Prozent aus. In bestimmten Haftanstalten einzelner Deutschschweizer Kantone war die Auslastung aber 100 Prozent oder höher.

Rekrutierung von Personal aus anderen Kantonen
Um die überfüllten Tessiner Gefängnisse schnell zu entlasten, gelangt in letzter Zeit bei leichteren Fällen vermehrt der Hausarrest mit elektronischem Fussband zur Anwendung. Zudem wird die Einführung von Haftcontainern geprüft, wie sie in einigen Deutschschweizer Gefängnissen zum Einsatz kommen.
Die Erfahrungen mit solchen Containern sind allerdings unterschiedlich. Ihr Einsatz muss laut dem Konkordatssekretär Weiss immer im Einzelfall genau geprüft werden, um den tatsächlichen Nutzen und eine ausreichende Sicherheit im Verhältnis zu den hohen Kosten zu erkennen. Das Tessiner Justizdepartement plant deshalb, eine solche Anstalt zu besuchen, um die Machbarkeit und die maximal mögliche Platzzahl abzuklären. Auch dies wäre jedoch nur eine Übergangslösung.
Schwierigkeiten hat das Tessin auch mit dem Gefängnispersonal im Bereich der Untersuchungshaft. Während früher ein Aufseher durchschnittlich 15 Insassen betreute, sind es heute doppelt so viele. Die Behörden erwägen deshalb, ehemalige Aufseher zu rekrutieren und geschultes Personal aus anderen Kantonen anzustellen.

https://www.nzz.ch/schweiz/tessiner-gefaengnisse-sind-voll-vor-allem-mit-drogendelinquenten-ld.1814370

Da www.nzz.ch

C’è l’ok all’acquisto Ma sullo stabile EFG si andrà alle urne

C’è l’ok all’acquisto Ma sullo stabile EFG si andrà alle urne

Al termine di un acceso dibattito il Parlamento ha approvato il credito per comperare l’edificio della banca ma ha anche avallato lo strumento del referendum finanziario

«Due funzionari hanno negoziato il prezzo? Ma per chi ci prendete?». Basterebbe questa piccata risposta di Christian Vitta per inquadrare perfettamente la temperatura dell’aula durante la discussione sull’acquisto dello stabile EFG per insediarvi la cittadella della Giustizia. Una frase detta in risposta a una dichiarazione di Tiziano Galeazzi (UDC), il quale sosteneva che la negoziazione fra Stato e banca sarebbe stata portata avanti, appunto, da «due funzionari della logistica». Insomma, lo avrete capito: fra accuse, risposte e momenti di grande (se non totale) confusione, la discussione sul dossier del progetto di riammodernamento di tutto il settore della Giustizia ticinese ha vissuto momenti complicati. Anche perché il credito di 76 milioni di franchi (circa 82 in totale compresa la progettazione per adeguare lo stabile) si è mischiato inevitabilmente con le oltre 20 ore del dibattito precedente sul Preventivo. Ma tant’è. Il succo, alla fine di un lungo pomeriggio, è questo: il Parlamento ha sì approvato con 54 voti favorevoli, 26 contrari e un astenuto l’acquisto dello stabile EFG. Ma, subito dopo, ha anche scelto di abbracciare per la seconda volta nella storia del Cantone (la prima riguardava le misure di compensazione per gli affiliati alla Cassa pensioni dello Stato) lo strumento del referendum finanziario obbligatorio. Uno strumento che porta direttamente il popolo al voto. A favore di questa soluzione (servivano 25 deputati favorevoli) hanno votato l’UDC, i Verdi, Avanti con Ticino & Lavoro, nonché alcuni deputati di Centro, PS e PLR. La Lega, invece, si è astenuta.

Niente delusione
Per Norman Gobbi, direttore del Dipartimento delle istituzioni, si tratta quindi di una vittoria a metà. Il credito è stato approvato, ma il progetto resta appeso all’esame popolare. Deluso? «Io non sono mai deluso se devono essere i cittadini a doversi esprimere», taglia corto il consigliere di Stato. «Soprattutto quando si parla di un investimento a favore della Giustizia, un servizio essenziale alla collettività. Dare una casa alla Giustizia ticinese, in particolar modo a quella cantonale che non andrà a sottrarre la presenza territoriale garantita dalle Preture e dalle future Preture di protezione cantonali, significa dare una dignità alla magistratura ticinese ma anche ai cittadini e alle aziende del cantone ». A questo punto, si apre però la campagna per il voto. «In aula ho ricordato la storia che ha portato all’edificazione dell’attuale Palazzo di giustizia di Lugano», commenta ancora Gobbi. «Abbiamo dovuto attendere 41 anni e cinque messaggi governativi per arrivare a tetto. Auspico quindi che non si debba attendere così tanto, perché viste le contingenze non possiamo più stare nell’attuale sede a causa dello stato dell’infrastruttura ». Altre soluzioni? «L’affitto. Ma significa spendere soldi senza entrare in proprietà».

Una questione di soldi
C’è da scommetterci che gli avversari, invece, faranno leva anche sui «costi eccessivi» dell’acquisto. Come l’UDC, pronta – se non fosse passato in aula il referendum finanziario obbligatorio – a raccogliere le firme per andare comunque al voto. Non a caso, il capogruppo democentrista Sergio Morisoli ha ricordato in Parlamento il «costo esorbitante » dello stabile EFG. Una spesa del genere, poi, stonerebbe «in un momento di crisi finanziaria in cui si chiedono sacrifici ai cittadini». Per questo, durante il dibattito, l’UDC ha proposto degli emendamenti (poi bocciati) per abbassare il prezzo di acquisto e di progettazione di oltre 11 milioni. «Daremmo una base solida e concreta al Governo per riaprire la negoziazione con la certezza di avere le spalle coperte dal Gran Consiglio », ha spiegato Morisoli. Inoltre, «il venditore saprebbe chiaramente qual è la soglia massima ‘‘di dolore’’». A «tirare » sul prezzo ci ha pensato anche Samantha Bourgoin dei Verdi, con un emendamento (pure questo stralciato dall’aula) che prevedeva un abbassamento del prezzo addirittura di 30 milioni.

L’unica soluzione
Proposte criticate da più parti, in particolare dal PLR. I liberali radicali, come noto, avevano firmato il rapporto di maggioranza del relatore Matteo Quadranti assieme alla Lega. Proprio Quadranti ha evidenziato, dopo aver ripercorso l’iter commissionale, la necessità di acquistare lo stabile per la Giustizia. Una necessità giunta «dopo 15 anni di valutazioni ». Appoggio anche da Natalia Ferrara, che ha spiegato: «L’acquisto è l’unica soluzione possibile. Volete davvero picconare anche la Giustizia? ». Contrari come visto i Verdi, con Bourgoin a parlare di «gigantismo». La maggioranza del PS era invece favorevole: Fabrizio Sirica, pur non risparmiando alcune critiche, ha ricordato la situazione indecorosa in cui versa l’attuale palazzo. Spaccato anche il Centro. Fiorenzo Dadò ha subito attaccato sia sulla centralizzazione, sia sul costo. «Come si può pensare di tagliare dappertutto, di ridurre le tasse ai ricchi e spendere 250 milioni per delle mura?». I suoi colleghi di partito Gianluca Padlina e Michel Tricarico, sottolineando lo stato dell’attuale stabile, si sono però esposti a favore.

Al termine dell’accesa discussione, come visto, il rapporto ha tenuto. Ma sarà il popolo, ancora, ad avere l’ultima parola.

Articolo pubblicato nell’edizione di giovedì 8 febbraio 2024 del Corriere del Ticino

Carceri piene, spunta l’ipotesi dei container

Carceri piene, spunta l’ipotesi dei container

Alla Stampa e alla Farera i detenuti sono in aumento e il sovraffollamento è costante.
L’emergenza spinge la Divisione della giustizia a presentare alcune misure per correre ai ripari: braccialetto elettronico e rientro in servizio degli agenti in pensione, in attesa di una nuova struttura.

«Ogni giorno è un po’ come giocare a Tetris». Una partita infinita, che per il direttore delle strutture carcerarie ticinesi si protrae da oltre un anno, nel tentativo di trovare nuovi spazi per collocare i detenuti. «Un anno di passione», lo definisce in effetti Laffranchini, con una situazione da «tutto esaurito» che è ulteriormente peggiorata negli ultimi due mesi. E per arginare la quale il Dipartimento delle istituzioni si è attivato con una serie di misure.

Ma andiamo con ordine. Attualmente, ci viene spiegato, nel carcere penale della Stampa sono rinchiuse 150 persone, in quello giudiziario della Farera ce ne sono 86 (con appena due posti liberi), mentre allo Stampino, nella sezione aperta, i detenuti sono 34. Numeri elevati, che raccontano di un sovraffollamento delle strutture carcerarie divenuto ormai una costante per il Ticino. «Non può più essere definita una situazione temporanea ed è difficile intravedere un’inversione di tendenza. Ci sono state un paio di inchieste concomitanti, che hanno portato dietro le sbarre un numero maggiore di persone, ma non è solo questo». Già, perché a rendere unico il nostro cantone è soprattutto la posizione geografica. «Siamo un territorio di frontiera e, di conseguenza, dobbiamo fare i conti con una serie di problematiche peculiari, che negli ultimi tempi si sono acuite. Parliamo di furti a cavallo del confine, di traffico di stupefacenti e di tutti i problemi che derivano dalla migrazione ». In generale, osserva Laffranchini, «non c’è stato un aumento della criminalità, ma probabilmente di un certo tipo di reati, per cui si rende necessaria la carcerazione». Ad esempio, un detenuto su due alla Stampa è incarcerato per droga. «Il 40% delle persone è detenuta per aver commesso infrazioni alla Legge federale sugli stupefacenti, un altro 10% per reati indirettamente collegati agli stupefacenti», sottolinea Laffranchini. In questo ambito rientrano ad esempio i furti alle stazioni di benzina, che spesso sono commessi da chi è in cerca di soldi per poter comprare le sostanze, oppure le aggressioni per il controllo del territorio. «Questo non significa certo che siamo un cantone di drogati. Ancora una volta, piuttosto, è conseguenza della nostra posizione geografica, che ci colloca in uno snodo centrale per il traffico di stupefacenti ». Per la stessa ragione, la maggior parte dei detenuti è straniera, soprattutto al carcere giudiziario. «Siamo attorno al 70% alla Stampa, mentre alla Farera tocchiamo il 90%. Ma questo è dovuto anche al fatto che nel carcere giudiziario vengono incarcerate le persone sotto indagine per cui esiste un pericolo di fuga o di recidiva. Un rischio più marcato per chi non è domiciliato qui».

Alla ricerca di spazio
Tutto ciò, fa sì che la situazione nelle strutture carcerarie oggi sia molto complicata. «Ogni giorno – dice Laffranchini – mi confronto con i miei collaboratori e, sulla base di arrivi e partenze nelle nostre strutture, capiamo come agire ». Per far fronte all’emergenza, ci teniamo pronti a recuperare 7 ulteriori posti sfruttando le celle di Polizia per la gestione dei detenuti di Lugano e Mendrisio, riservate ad adulti maggiorenni e in buone condizioni di salute. «Ma chiaramente sarebbe solo una soluzione temporanea», evidenzia il direttore. Non dovesse bastare ancora, si procederebbe al trasferimento dei detenuti in una delle altre strutture detentive del Concordato latino. «Finora è accaduto solo in quattro occasioni, ma anche in questo caso è molto complicato: anche le carceri della Romandia sono al limite, dunque normalmente si procede con uno scambio di detenuti». Insomma, «è urgente trovare una soluzione». Una posizione condivisa anche dal Dipartimento delle istituzioni. Non a caso, il consigliere di Stato Norman Gobbi ha annunciato l’intenzione di portare il tema in Governo. «Prima di tutto quale capo Dipartimento – premette Gobbi – ci tengo a ringraziare tutto il personale e la direzione delle strutture carcerarie cantonali per il grande impegno e il senso di responsabilità che stanno dimostrando in questa situazione che si sta protraendo da mesi». Una situazione «che tocca tutto il settore esecuzione pene, nonché la Magistratura e la Polizia». Nelle prossime settimane, prosegue, «porterò all’attenzione del Governo la situazione e presenterò una serie di misure per farvi fronte».

La Divisione si muove
Una serie di misure che, come ci spiega la direttrice della Divisione della giustizia, Frida Andreotti, si snodano su tre tempi: corto, medio e lungo termine. «In prima battuta abbiamo deciso di coinvolgere tutte le autorità giudiziarie e la Polizia, nell’ottica di alleviare la pressione sulle strutture carcerarie ». In pratica, per il Ministero pubblico si tratta, laddove possibile, di adottare misure sostitutive all’arresto. «Ad esempio, negli ultimi mesi, consci del problema del sovraffollamento, le autorità giudiziarie stanno sfruttando maggiormente l’utilizzo del braccialetto elettronico». Oltre allo spazio, però, c’è anche il problema delle risorse umane. «Tutto il personale è molto sotto pressione», rileva Laffranchini. Non a caso, al carcere giudiziario, dove in situazioni normali è previsto un agente di custodia ogni 15 detenuti, «oggi ci troviamo a gestirne il doppio: 30 detenuti per ciascun agente. E questo porta inevitabilmente a lavorare con maggiore pressione». Insomma, «il contingente attuale non è più sufficiente». Anche perché non è solo una questione di quantità, ma anche di qualità. «Molti detenuti – spiega il direttore – sono aggressivi o mostrano comportamenti autolesionisti, e questo complica ulteriormente le cose per gli agenti». Per alleviare il carico di lavoro delle guardie carcerarie e, soprattutto, per cercare di reperire più personale, la Divisione della giustizia si è mossa su due fronti. «In primis, abbiamo pensato di reintegrare, tramite contratti a ore, gli agenti di custodia ancora in età non pensionabile che erano già in pensione. In seconda battuta, cercheremo di assumere personale già formato e proveniente da altri cantoni». In aggiunta, «per i compiti svolti dagli agenti di custodia per quanto riguarda i controlli di sicurezza all’esterno del carcere, che quindi nulla hanno a che vedere con la custodia dei detenuti (come ad esempio la ronda esterna del carcere oppure i controlli all’ingresso del palazzo di Giustizia), l’ipotesi è quella di affidare il mandato a società di sicurezza esterne o, in alternativa, agli ausiliari di Polizia». Un capitolo a parte, poi, riguarda la detenzione dei minori, soprattutto dei richiedenti l’asilo, che per legge devono stare in celle singole. «Per cercare di liberare posti, abbiamo rafforzato la collaborazione con il Centro federale d’asilo di Chiasso. In questo modo, non appena ci viene comunicato l’esito dell’esame che viene effettuato per accertarne l’età, se i richiedenti asilo sono maggiorenni possiamo procedere velocemente e gestire meglio gli spazi».

E il nuovo carcere?
A far discutere, però, potrebbe essere un’altra misura, che dovrebbe essere concretizzata di qui a qualche mese. «Per ovviare al problema del sovraffollamento, abbiamo assoluta necessità di creare nuovi spazi. Di conseguenza, sulla scorta di quanto avviene in alcune strutture della Svizzera interna, stiamo valutando di utilizzare alcuni container detentivi». Per contro, sembra tramontata l’ipotesi di trasferire una parte dei detenuti nel carcere Naravazz di Torricella-Taverne, chiuso dal 2013 e oggi utilizzato per alcune esercitazioni di Polizia. «Non è una soluzione percorribile a causa degli ingenti lavori di ristrutturazione che sarebbero necessari», dice Andreotti. A lungo termine, infine, resta il grande tema del nuovo carcere. «La Stampa, lo abbiamo chiarito più volte, è ormai giunta al termine del suo ciclo di vita. Occorre quindi progettare una nuova struttura ». Per il nuovo carcere serviranno tra i 100 e i 150 milioni, «anche se un terzo dei soldi ci verrebbe poi restituito dalla Confederazione», precisa la capo divisione. «Dopo lunghe discussioni, nelle prossime settimane chiederemo al Consiglio di Stato il via libera per riattivare la pianificazione del nuovo carcere di esecuzione pena». In prima battuta, si tratterà di capire dove potrà sorgere: «Sul tavolo ci sono una decina di terreni che avrebbero la metratura necessaria, poi toccherà al Governo decidere. È chiaro, però, che per tutta una serie di ragioni organizzative, il fondo a Cadro, proprio accanto alla Stampa, sarebbe la soluzione più adeguata».

Articolo pubblicato nell’edizione di lunedì 5 febbraio 2024 del Corriere del Ticino

La casa della Giustizia e i soldi dei cittadini

La casa della Giustizia e i soldi dei cittadini

L’acquisto dello stabile EFG e una soluzione che attende da troppo tempo

Dello stato di salute del Palazzo di Giustizia di Lugano si parla e si scrive da quasi vent’anni. Nelle scorse settimane alla questione abbiamo dedicato un reportage che ha permesso di mostrare e descrivere l’inadeguatezza della struttura, degli spazi e della tecnologia (termine in realtà improprio), con dettagli oltre il limite della decenza e ridicolmente risibili come l’orologio alla parete sprovvisto ormai delle lancette. Il tempo dietro le mura esterne, grigie e segnate dalle intemperie e dall’usura che fa soffrire ogni stabile datato e dimenticato da tutti, non è solo inesorabilmente trascorso. Si potrebbe dire che si è fermato, ostaggio di una classe politica che si è dimostrata incapace di guardare oltre la punta del proprio naso, troppo presa nel cavillare per frenare un investimento che andava fatto anni fa e per il quale oggi si è giunti al punto limite senza sul tavolo una vera scelta bensì una via obbligata: l’acquisto dello stabile EFG in centro a Lugano, storicamente la Banca del Gottardo in quel sontuoso puzzle di palazzi che il trascorrere del tempo non ha intaccato a livello di prestigio. In via Pretorio il decoro è da considerare «questo sconosciuto» e la descrizione di alcuni spazi da parte di un magistrato incrociato pochi giorni fa in città è impietoso: «Nel mio ufficio ormai da tempo funziona solo un riscaldamento su due e quello che scalda fa un rumore che nessuno è stato in grado di identificare e riparare. Delle due tapparelle, una è rotta. E la toilette ormai da anni ha i riscaldamenti guasti. Inoltre, quando erano in corso i lavori di ristrutturazione del grande magazzino in via Pretorio fungeva da toilette pubblica essendo facile entrare a Palazzo di giustizia». Si potrebbe ironizzare sul Palazzo di Giustizia come vespasiano per viandanti, ma soprassediamo. La questione è troppo seria, troppo calda e troppo attuale per lasciarsi trascinare in battutine da osteria.

La prossima settimana il Gran Consiglio sarà chiamato a determinarsi su un dossier che da troppi anni è sul tavolo e sarà sottoposto alla prova del fuoco. Il paradosso è che tutti riconoscono il degrado della sede attuale, tutti sono coscienti che così non si può proprio andare avanti, ma una parte considerevole di questi «tutti» si adopereranno per impedire la sola possibilità che oggi è sul tavolo. Il tergiversare per anni non ha prodotto alternative da paragonare e sulle quali poter decidere ponderando vantaggi e svantaggi, ma ha lasciato acceso un solo lumicino, quello dello stabile EFG, come l’ultimo appiglio per compiere un passo in avanti. La volontà di creare una cittadella della Giustizia per riunire diversi rami dell’apparato della Giustizia sotto lo stesso tetto e fare in modo che questa trovasse posto in centro a Lugano ha portato a focalizzare l’attenzione sul palazzo in questione. E veniamo al nodo che sta venendo al pettine, la pietra d’inciampo sulla quale i contrari (sempre coloro che ritengono inadeguata la sede attuale) faranno leva per fare in modo che si torni ai piedi della scala. Sì, perché opporsi oggi non permetterà di usare la bacchetta magica domani ed essere pronti dopodomani. Il prezzo dello stabile ammonta a 76 milioni di franchi, dopo che una precedente trattativa lo aveva fissato a 80, ma negli ultimi mesi è stato applicato uno «sconto».

È il prezzo giusto? Su questo non ci si può improvvisare periti, occorre fidarsi delle valutazioni fatte, come accade ogni volta che si acquista un immobile. Vale per lo Stato e vale per un privato. C’è poi il capitolo della ristrutturazione degli spazi che in futuro ospiteranno il terzo potere del nostro ordinamento democratico. A conti fatti la futura cittadella costerà un po’ più di 200 milioni spalmati su diversi anni. Solo un paio di settimane fa il Parlamento ha stanziato un credito quadriennale di 195 milioni per le nostre strade. Stentiamo a credere che ciò che è possibile per cordoli e asfalto fonoassobente risulti impossibile per la nostra Giustizia che attende almeno dal 2008, anno in cui si era iniziato a discutere del degrado di quello che è uno dei palazzi nello stato peggiore nel centro di Lugano. Ma su tutto quanto pende anche l’incertezza del voto popolare. In aula ci sarà chi tenterà la via del referendum finanziario e, in caso di insuccesso, resta possibile la raccolta delle firme. Oggi c’è la possibilità di fare un passo avanti dal profilo logistico, informatico e compiutamente da quello tecnologico. La Giustizia non può più attendere i capricci e le lotte intestine della politica, investire in quel comparto non significa sperperare i soldi dei cittadini.

Il Palazzo EFG è «troppo bello o sontuoso» per l’apparato giudiziario? Non lo crediamo. È certamente importante, rappresentativo e trasmette autorevolezza. È una vera casa che non farà acqua alla prima pioggerella, con strutture dignitose e veri sistemi di sicurezza. Sono soldi ben investiti per un valore certo in un comparto strategico di Lugano dopo troppi anni di paralisi.

Editoriale di Gianni Righinetti pubblicato nell’edizione di giovedì 1 febbraio 2024 del Corriere del Ticino

Nuovo Palazzo di Giustizia di Lugano: un’occasione irripetibile

Nuovo Palazzo di Giustizia di Lugano: un’occasione irripetibile

Comunicato stampa

Il Direttore del Dipartimento delle istituzioni, Norman Gobbi, accompagnato dalla Direttrice della Divisione della giustizia, avv. Frida Andreotti, ha incontrato ieri, 9 gennaio 2024, i Presidenti delle Magistrature permanenti del Canton Ticino per la tradizionale riunione informativa nella quale sono stati presentati in particolare gli obiettivi 2024 del Dipartimento per la Giustizia cantonale. L’incontro ha avuto luogo presso la Centrale operativa della Polizia cantonale (CECAL) a Bellinzona.

È un appuntamento ricorrente quello voluto a partire dal 2017 dal Consigliere di Stato, Norman Gobbi, con i responsabili della Giustizia ticinese per condividere gli obiettivi dell’anno e fornire informazioni in ambito di amministrazione della giustizia. A Bellinzona erano presenti le direzioni del Tribunale d’Appello e del Ministero pubblico, nonché tutti i presidenti delle altre autorità giudiziarie (Preture, Pretura penale, Ufficio del giudice dei provvedimenti coercitivi, Tribunale di espropriazione, ecc.).

Sono due i principali obiettivi per la Giustizia definiti dal Dipartimento delle istituzioni/Divisione della giustizia per il 2024. Il primo è l’acquisto dello stabile ex Banca del Gottardo destinato al nuovo Palazzo di Giustizia di Lugano. Il secondo è l’elaborazione della strategia digitale della Giustizia e dei servizi giudiziari cantonali, che ingloberà, tra i vari progetti di digitalizzazione già in corso, anche quello nazionale di digitalizzazione e trasformazione della Giustizia denominato “Justitia 4.0”.

Il Direttore del Dipartimento delle istituzioni, Norman Gobbi ha ribadito come l’acquisto dello stabile ex Banca del Gottardo, in pieno centro a Lugano, costituisca un’occasione irripetibile per la Giustizia ticinese. Ha pure sottolineato come le Autorità giudiziarie che già oggi per legge sono ubicate a Lugano con questo progetto avranno una sede moderna, istituzionale e simbolica, dove poter lavorare in digitale dal 2027/2028, soprattutto per rispettare il diritto federale con l’entrata in vigore del progetto “Justitia 4.0”. L’acquisto del nuovo edificio consentirà pure di procedere alla ristrutturazione completa del vetusto e ormai inadeguato Palazzo di giustizia di Lugano. Norman Gobbi ha condiviso con i Magistrati le molteplici ragioni di questo importante e irripetibile investimento per la Giustizia e per chi vi opera, illustrando il lavoro svolto dal Dipartimento con la Divisione della giustizia in questi ultimi mesi che ha permesso di rispondere ai vari punti sollevati dalla Commissione Gestione e finanze, rafforzando la validità del progetto che rappresenta oggi l’unica e sola alternativa in centro a Lugano, per garantire una Giustizia ticinese moderna.

Dal canto suo, la Direttrice della Divisione della giustizia, Frida Andreotti, ha fatto presente come solo l’acquisto dello stabile ex Banca del Gottardo permetterà alle Autorità giudiziarie con sede a Lugano di poter ossequiare i termini imposti dalla Confederazione per “Justitia 4.0”. In tale ottica ha presentato i lavori in atto dell’elaborazione della Strategia digitale della Giustizia cantonale, che vedrà il coinvolgimento diretto degli stessi magistrati e collaboratori delle Autorità giudiziarie, come pure dell’Ordine degli avvocati. La Direttrice ha in conclusione condiviso una serie di comunicazioni di servizio in ambito finanziario, legislativo, operativo e di risorse umane che interessano l’attività della Magistratura cantonale.

Medicina legale, rivoluzione in Ticino

Medicina legale, rivoluzione in Ticino

Il 2024 coincide con l’apertura del primo Istituto cantonale – Dal primo gennaio il Cantone può contare su specialisti per le autopsie, senza dover ricorrere a professionisti esterni, e punta a formare nuove leve ticinesi

Dal primo gennaio il Canton Ticino può contare su specialisti di medicina legale, senza dover ricorrere a dei professionisti esterni. Quella che a prima vista può sembrare una riforma amministrativa, nasconde invece un vero e proprio cambiamento di paradigma, in un settore che richiede un alto grado di specializzazione. 

Quattro anni fa il governo ticinese aveva avviato una riflessione sui servizi dediti alla medicina forense (la scienza che, in sostanza, ha il compito di effettuare le autopsie, in particolare nell’ambito di inchieste giudiziarie). E il 2024 coincide, appunto, con l’apertura del primo Istituto cantonale di medicina legale. Sarà il referente e il fulcro di tutte quelle istituzioni che in Ticino si attivano alla presenza di decessi, sospetti e no. Pensiamo alla polizia, al ministero pubblico e anche ai tribunali. Ma mira anche a creare giovani medici ticinesi, proprio nel settore forense.

Tutto è nato dalla consapevolezza che, affidarsi a dei medici esterni, come si faceva finora, risultava anacronistico. Servono competenze scientifiche sempre più affinate e serve una rete efficace fra gli enti coinvolti, come i laboratori di ricerca, il ministero pubblico, i tribunali, gli ospedali e così via. Ecco, d’ora in poi i loro referenti saranno tre medici forensi, a cui presto se ne aggiungerà un quarto, guidati dalla dottoressa Rosa Maria Martinez. L’Istituto sarà autonomo e indipendente, seppur sotto il cappello del Dipartimento delle Istituzioni. Fra l’altro, su mandato della Confederazione, allestirà le perizie per accertare l’età dei richiedenti asilo che si dichiarano minorenni.

“Devo dire che la professionalità già era garantita qui in Canton Ticino, dai singoli esperti medico legali, ma con la creazione dell’Istituto, l’attività è stata allineata agli standard della medicina legale svizzera e poi, con il riconoscimento dell’Istituto come centro formativo FMH dell’Istituto Svizzero per la formazione medica, che intendo richiedere, sarà possibile per il Canton Ticino formare i futuri medici legali FMH”, afferma la dottoressa Martinez. “Questa sarà una grande opportunità per i giovani medici, rendendo anche il Canton Ticino ancora più attrattivo. Un’altra cosa, a Zurigo ho co-creato, co-direttore e insegnato nel CAS per infermieri forensi, che andiamo a sviluppare con la SUPSI, anche qui in Ticino”.          

https://www.rsi.ch/info/svizzera/Medicina-legale-rivoluzione-in-Ticino–2031522.html

Nasce il primo Istituto cantonale ticinese di medicina legale

Nasce il primo Istituto cantonale ticinese di medicina legale

Comunicato stampa

Dal 1° gennaio 2024 prenderà avvio l’attività dell’Istituto di medicina legale del Canton Ticino, il primo Istituto cantonale ticinese indipendente e autonomo che assicura le prestazioni in ambito di medicina legale a favore delle Autorità giudiziarie, Ministero pubblico in particolare.

L’Istituto cantonale assume i compiti dell’Ufficio delle scienze forensi entrato in funzione il 1° ottobre 2022 e amplia la sua attività assumendo da gennaio il mandato conferitogli dalla Segreteria di Stato della migrazione del Dipartimento federale di giustizia e polizia per l’allestimento di perizie per l’accertamento dell’età per i richiedenti asilo presunti minorenni.

Attribuito amministrativamente al Dipartimento delle istituzioni/Divisione della giustizia, l’Istituto sarà diretto dalla Dr. med. Rosa Maria Martinez, specialista in medicina legale FMH. Sede dell’Istituto è Bellinzona, nello stabile dell’ex Archivio cantonale in via Carlo Salvioni 14.

Il Dipartimento delle istituzioni (DI) con la Divisione della giustizia presenteranno il nuovo Istituto cantonale di medicina legale a tutti gli interlocutori specializzati del settore, in un incontro esteso agli organi di stampa previsto per

Lunedì 19 febbraio 2024
alle ore 17:00
nella Sala del Gran Consiglio, Palazzo delle Orsoline a Bellinzona

Al termine dell’incontro è prevista la cerimonia di consegna dei diplomi ai neo Medici specializzati in Ispezioni legali (MSIL), a conclusione del corso organizzato dal Dipartimento delle istituzioni in collaborazione con l’Ufficio delle scienze forensi e la Federazione Cantonale Ticinese Servizi Autoambulanze (FCTSA), formazione destinata ai Medici che intervengono nella costatazione dei decessi avvenuta a seguito di cause non naturali.  

Maggiori dettagli, compresa la possibilità di visita della sede in via Carlo Salvioni 14, seguiranno nel corso del mese di gennaio.  

Il governo: sì ai tempi parziali anche per i magistrati

Il governo: sì ai tempi parziali anche per i magistrati

Ok del Consiglio di Stato alla mozione di Maddalena Ermotti-Lepori (Centro) e cofirmatari. Eccezioni per Ministero pubblico e Ufficio del gpc

Sì ai tempi parziali a Palazzo di giustizia. L’ok arriva dal Consiglio di Stato che, nero su bianco, si dice favorevole all’introduzione della “possibilità” di tempi parziali “anche per i magistrati e le magistrate”. Sul tema del grado di occupazione dei togati, il governo condivide quindi la proposta oggetto di una mozione depositata nel settembre del 2020 da Maddalena Ermotti-Lepori del Centro e sottoscritta da altri diciassette deputati di più partiti (Plr, Ps, Verdi, Più Donne, oltre al Centro), “convinti e convinte che la possibilità di lavoro a tempo parziale, in particolare per permettere alle persone di meglio conciliare lavoro e famiglia, sia un’opportunità interessante e vada promossa anche per le professioni qualificate”. Un’opportunità, sostengono inoltre i mozionanti, che “potrebbe portare pure a una organizzazione migliore all’interno della magistratura”.

Disposizione vigente ‘anacronistica e contraddittoria’
In Ticino eccezioni all’esercizio della funzione a tempo pieno di magistrato (appartenente all’ordine giudiziario) non sono oggi contemplate dalla legge, ricorda il governo prendendo posizione sull’atto parlamentare. Tuttavia, rileva, “l’attuale soluzione della Legge sull’organizzazione giudiziaria risulta non allineata rispetto a quanto regolarmente praticato nel resto della Svizzera, ma risulta anche, per certi versi, anacronistica e contraddittoria a livello cantonale, visto che da tempo funzionari, dipendenti e docenti dell’Amministrazione cantonale possono, nei limiti dettati dalle esigenze di servizio, lavorare a tempo parziale”.

Riserve da parte di Procura e Ufficio giudici dei provvedimenti coercitivi

La consultazione “effettuata presso le Magistrature permanenti del Cantone”, aggiunge il Consiglio di Stato, “ha raccolto un ampio consenso riguardo all’introduzione del principio del tempo parziale, con le significative eccezioni del Ministero pubblico e dell’Ufficio dei giudici dei provvedimenti coercitivi (gpc), che notoriamente confrontati con un elevato carico di lavoro, temono con questa novità di perdere in efficienza e rapidità decisionale”.

In altri cantoni

Sono peraltro “numerosi”, indica il Consiglio di Stato, i Cantoni che permettono l’impiego a tempo parziale per i magistrati: “Oltre al Canton Ginevra, citato come modello dagli autori della mozione, hanno legiferato in questo senso Zurigo, Zugo, Vaud, Uri, Soletta, San Gallo, Neuchâtel, Lucerna, Giura, Friborgo, Basilea-Città, Berna e Argovia. “Variegate” le disposizioni sul lavoro a tempo parziale dei togati: alcuni Cantoni “prevedono delle quote minime di occupazione a tempo parziale (esempio: 50% o 80%), altri limitano questa facoltà ai soli giudici, altri invece lo estendono anche alla funzione di procuratore pubblico”. In altri ancora “certe posizioni di rilievo come il presidente del Tribunale d’appello o il Procuratore generale sono riservate a incarichi a tempo pieno”. Osserva l’Esecutivo: “Il quadro che emerge dal confronto cantonale, pur nella sua diversità, è comunque quello di un’ampia possibilità di esercitare la funzione di magistrato a tempo parziale, nei limiti dettati dalle esigenze di organizzazione interna dei singoli tribunali e/o procure pubbliche”. Passando alla giurisdizione federale, l’esercizio dell’attività di giudice a tempo parziale “è ammessa al Tribunale penale federale, al Tribunale amministrativo federale e al Tribunale federale dei brevetti”.

Ora spetta al parlamento pronunciarsi
Il governo invita pertanto il Gran Consiglio ad “approvare” la mozione. In caso di luce verde, l’Esecutivo “provvederà a valutare l’implementazione dell’introduzione del lavoro a tempo parziale per le magistrate e i magistrati”. I mozionanti chiedono di non limitarsi alla soluzione del cinquanta per cento, ma di prevedere la possibilità di lavorare anche, per esempio, “all’ottanta o al settanta per cento”.

Da www.laregione.ch

 

 
Agenti di custodia: sei ticinesi tra i neodiplomati

Agenti di custodia: sei ticinesi tra i neodiplomati

 Comunicato stampa

l Dipartimento delle istituzioni comunica che il 1° dicembre scorso ha avuto luogo a Friburgo l’annuale cerimonia di consegna dei diplomi di Agente di custodia, con attestato professionale federale, organizzata dal Centro svizzero di competenze in materia d’esecuzione di sanzioni penali (www.skjv.ch).  

Sono 162 i neo diplomati e tra essi vi sono sei ticinesi: Jorge Castaneda, Alfredo Marcionelli, Daniel Suter, Yuri Pietro Suter, Alan Mattia Zanchi e Ka Wai Pun, che è intervenuta davanti alle oltre 500 persone presenti, autorità e famigliari, condividendo in particolare l’esperienza del percorso formativo e lavorativo svolto a Friborgo.  

Gli agenti di custodia rappresentano nelle strutture detentive la dignità e la legalità dello Stato. Il rispetto della dignità umana e la tutela dei diritti fondamentali costituiscono i principi guida nel lavoro con persone in detenzione.

Gli agenti di custodia – all’incirca 2’800 nella novantina di penitenziari svizzeri – sono la colonna portante degli stabilimenti penitenziari, dove svolgono al contempo attività di sicurezza e inquadramento. Le loro mansioni sono estremamente variegate e vanno dal mantenimento della sicurezza all’assistenza individualizzata delle persone detenute (https://www.skjv.ch/it/esecuzione-delle-sanzioni-penali/lavorare-nel-settore-dellesecuzione-delle-sanzioni-penali/il).  

Il Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi si unisce alla Direzione della Divisione della giustizia e alla Direzione delle Strutture carcerarie cantonali , augurando ai neo diplomati una carriera ricca di soddisfazioni e successi professionali.  

Il Dipartimento delle istituzioni anticipa che nel corso del mese di gennaio 2024 verrà pubblicato il concorso di assunzione di agenti di custodia – femminili e maschili – presso le Strutture carcerare cantonali. La scuola per i futuri agenti di custodia avrà inizio indicativamente nel novembre 2024.   In allegato alcune immagini libere da diritti.

 “Stop alla violenza domestica!”

 “Stop alla violenza domestica!”

Per Norman Gobbi positive le misure messe in campo 

La violenza domestica è un fenomeno preoccupante, strutturale e trasversale a tutta la società. Non può più essere confinato all’interno delle quattro mura domestiche, ma deve interrogarci tutti, per le conseguenze negative che ha sull’intera società”. Il Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi è stato molto chiaro nel suo intervento durante la presentazione del bilancio dell’attività interdipartimentale alla lotta contro la violenza domestica e per il lancio della Giornata cantonale contro la violenza domestica – svoltasi ieri a Bellinzona – e delle azioni che sono in programma sino al 10 dicembre nell’ambito della campagna “16 giorni di attivismo contro la violenza domestica. “Per il Consiglio di Stato si tratta di un tema prioritario e in tal senso ci siamo mossi, presentando il Piano d’azione cantonale nel 2021 e il suo aggiornamento nel ’22. Adesso è tempo di fare un bilancio su quanto messo in campo. Un bilancio sostanzialmente positivo, nella misura in cui tutte le iniziative oggi sono coordinate tra loro. Non si lavora più “a silos”, dove ognuno fa il suo, senza però creare una rete. La collaborazione su questo fronte, come su altri, è essenziale. E così Dipartimento delle istituzioni, DSS e DECS promuovono attività tra loro coordinate. Nello stesso tempo i Comuni (in particolare le città, ma non solo), le associazioni e vari enti, insomma quella che si definisce “la società civile”, fanno fiorire una serie di iniziative, attraverso le quali il fenomeno viene trattato sotto più aspetti”, afferma il Consigliere di Stato Norman Gobbi.

Si è capito che se ognuno fa la sua parte nell’ambito di un Piano d’azione cantonale – che non limita le iniziative, ma anzi le promuove e le sollecita – i risultati ci sono. “In un mondo in cui l’uso della violenza è aumentato assistiamo in Ticino a una stabilizzazione degli atti di violenza domestica. Violenza che non viene esercitata sola dall’uomo verso la donna (spesso la compagna, l’amica o la moglie) come si è soliti pensare, ma nella misura del 25% anche dalla donna verso l’uomo. Un dato che ha sorpreso, ma non più di tanto se si seguono i comunicati della Polizia cantonale e le notizie sui giornali”, sottolinea Gobbi.

“L’obiettivo è quello di sconfiggere questo tipo di violenza. Ambizioso, lo riconosco. Per fare questo abbiamo bisogno di un profondo cambiamento culturale, grazie al quale non dovrebbe più esserci sopraffazione di genere, ma il riconoscimento di una pari dignità delle persone al di là del loro sesso. Un processo di cambiamento culturale che nasce all’interno della famiglia, nella scuola, in tutte le istituzioni. Più facile a dirsi che a farsi? No, se ognuno di noi fa la sua parte e prende coscienza che la violenza fisica e/o psicologica non è il rimedio per superare e risolvere un conflitto, di qualsiasi tipo esso sia. Anzi, la violenza genera ulteriore violenza! Riconosco che per alcune culture la strada sarà più dura, ma anche su questo ci dobbiamo lavorare”, conclude il Consigliere di Stato, Norman Gobbi.

Articolo pubblicato nell’edizione di domenica 26 novembre 2023 de Il Mattino della Domenica