Consegna del marchio «Città dell’energia» al Comune di Gordola

Consegna del marchio «Città dell’energia» al Comune di Gordola

In occasione della consegna del marchio “Città dell’energia” ho saluto i presenti. Ecco il discorso che ho pronunciato:

Signor Sindaco,
Signor vice Sindaco,
Egregi signori Municipali,
Egregio signor König,
Care Cittadine e cari Cittadini,

È con grande piacere che vi porgo il mio saluto, a nome del Consiglio di Stato del Cantone Ticino, in questa giornata di festa all’insegna dell’energia.
Per il sottoscritto, è sempre un privilegio poter visitare le diverse regioni e i differenti Comuni del nostro splendido Ticino, incontrando di persona le Autorità locali così come tutte le Cittadine e tutti i Cittadini. E questo in particolare in giornate speciali come quella di oggi qui a Gordola.
Sì, perché oggi il Municipio afferma con forza uno dei valori fondamentali della nostra – tanto invidiata – democrazia diretta: la volontà delle Istituzioni di servire la comunità. Una volontà senza la quale il nostro Paese, fondato sul principio del federalismo, non potrebbe continuare a esistere.
D’altra parte, è la stessa Costituzione svizzera, con il suo principio di sussidiarietà, che afferma che il lavoro dello Stato deve partire dalla dimensione più vicina al cittadino, quella del Comune, e che solo in seguito può svilupparsi ai livelli superiori.
Ed è proprio grazie a questo meccanismo dal basso, che è possibile dare senso e vigore alle nostre Istituzioni, proteggendo e valorizzando il margine di manovra degli enti locali, ovvero lo spazio che serve per promuovere idee innovative e soprattutto adatte alle differenti realtà locali.
In questo senso, il vostro Comune sta dando oggi una chiara dimostrazione pratica di queste mie parole e di come questi principi fondanti del nostro Paese possono essere concretizzati a favore della cittadinanza.
Presentandovi il marchio «Città dell’energia», il Municipio dimostra, infatti, di essersi impegnato, in piena autonomia e con spirito federalista, in un’iniziativa nella quale ha creduto fortemente, e con la quale punta ad aumentare la qualità di vita della propria popolazione.
Non posso dunque che esprimere i miei più sinceri complimenti alle Autorità comunali, che ho potuto conoscere e apprezzare anche in altri ambiti legati alle attività del mio Dipartimento, per questo progetto che oggi presentano con orgoglio alla cittadinanza.
Vi auguro di cuore di vivere molte altre giornate come questa e di mantenere il vostro Comune dinamico e capace di affrontare le numerose sfide con le quali esso – ma penso anche al Locarnese tutto e all’intero Ticino – sarà confrontato nell’avvenire.
Infine, care Cittadine e cari Cittadini, vi invito a continuare a tenere acceso il “fuoco” federalista; questa energia, restando nel tema della giornata, che dal basso anima le differenti realtà locali, portandole a costruire insieme la società in cui viviamo.
Un fuoco e un’energia che devono essere alimentati in maniera costante, affinché venga sempre messo al centro di ogni iniziativa e di ogni progetto il benessere della comunità e di tutti i cittadini.
Vi ringrazio per l’attenzione e vi auguro una buona giornata all’insegna dell’energia e dell’amore per la nostra comunità.

Schweizer Tunnelblicke

Schweizer Tunnelblicke

L’Handelsblatt mi ha intervistato nelle scorse settimane sul tema del risanamento autostradale del San Gottardo. Ecco l’articolo, integrale dove si possono leggere anche le mie risposte.

Der Streit um eine zweite Autoröhre durch den Gotthard entzweit die Schweizer. Es geht um die Unversehrtheit ihres Berges – und um ihre Souveränität. Eine Annäherung an den Mythos Gotthard von Holger Alich.

Es ist ein unwirtlicher Ort, tief unten im Berg. Schmutz klebt auf den einstmals weißen Kacheln.Fahles Neonlicht fällt von
der an ungezählten Stellen ausgebesserten Decke. Unablässig rollen Autos und Laster vorbei, die Wände lassen den Lärm iderhallen.
Der Tunnel rauscht wie ein wütendes Meer. Jürg Röthlisberger machen Lärm und Staub nichts aus. Im dunklen Anzug wirft er sich in Pose, blickt Richtung Italien, dreht sich um die eigene Achse. Der 51-Jährige leitet das Schweizer Bundesamt
für Straßen (Astra), er hat zum Fotoshooting geladen. Denn Röthlisberger ist im Wahlkampf. Für seinen Tunnel. Durch den Gotthard. Es ist eine historische Wahl, die die Schweizer am 28. Februar fällen. Oberflächlich geht es um Baupläne, Teer und Schutt. Man muss aber nicht tief bohren, um zu erkennen: Unterschwellig geht es um innerste Schweizer Befindlichkeiten.
Um die Unversehrtheit ihres Berges. Um ihre Souveränität. Was also, bitte, steht zur Wahl? Der Straßentunnel durch den Gotthard aus dem Jahr 1980, der Göschenen im Kanton Uri mit Airolo im Tessin verbindet, muss saniert werden. Die Regierung will den Tunnel in dieser Zeit sperren – und vorher eine zweite Röhre in das Felsmassiv bohren, um das Tessin während der Bauarbeiten nicht abzuschneiden.
Der Plan stößt auf eine bunt gemischte Gegnerschaft. Ex-Minister, Bau-Ingenieure und Umweltschützer, sogar die „Neue Zürcher Zeitung“, die sich sonst eher staatstragend gibt, protestieren: Das Vorhaben sei zu teuer, obendrein letztlich überflüssig. Tatsächlich sollen Tunnel und Sanierung 2,8 Milliarden Franken kosten. Aber vor allem glauben die Gegner der Regierung nicht, dass sie später beide Röhren mit nur je einer Spur betreiben wird. Sie fürchten Verkehr auf vier Spuren. Und mehr Spuren im Berg heißen mehr Laster im Berg.
Röthlisberger versichert zwar, man könne das durch Verfassung und Gesetz verhindern. Aber: „Was einmal gebaut wird, das wird eines Tages auch genutzt“, warnt Manuel Herrmann. Er trägt Bartstoppel im Gesicht und rote Turnschuhe. Herrmann spricht für die Alpenschutz-Initiative, einen der lautesten Gegner der zweiten Röhre. Ein vierspuriger Straßentunnel wäre ein gewichtiger
Konkurrent für den neuen Gotthard-Basistunnel der Bahn, der im Juni eröffnet (siehe Kasten).
Doch Herrmann hat noch mehr zu sagen: „Warum sollten wir der Europäischen Union gratis eine neue Transitstrecke für ihre Lkws bauen?“
Das ist der kritische Punkt, um den es in den Augen vieler Schweizer letztendlich geht: um ihr Verhältnis zur EU. Dass
sich dieser Punkt nun am Gotthard manifestiert, macht die Sache nicht einfacher, im Gegenteil. Die Zeitungen sind
voll mit Kommentaren, kaum ein Schweizer, der sich noch nicht zum Bauexperten erklärt hat.
Der Gotthard ist eben ein Mythos. Das Massiv zählt zu den Gründungslegenden des Landes, die Region gilt als Wiege der Schweiz. Als die Armee im Zweiten Weltkrieg eine Alpenfestung in das Massiv sprengte, wurde dieses sogenannte Reduit zum Symbol der Eidgenossen zur Verteidigung ihrer Unabhängigkeit.
In gewisser Weise haben es die Schweizer dem Gotthard sogar zu verdanken, dass ihr Land die Wirren der Geschichte berdauerte, wie André Holenstein, Professor für Schweizer Geschichte an der Universität Bern, erklärt:
Der Historiker verweist auf den Wiener Kongress von 1815, als Europa neu geordnet wurde. Die Schweiz bekam die Rolle des neutralen Pufferstaates zugewiesen. Sie sollte kritische Verkehrswege über die Alpen wie den Gotthard kontrollieren.
Zwei Tage dauerte es damals mit der Kutsche von Basel nach Mailand. Schon seit dem 13. Jahrhundert ist das Gotthard-
Massiv passierbar, aber bis ins 19. Jahrhundert ging es nur über den Pass nach Italien. 1882 eröffnete dann der erste Eisenbahntunnel – 15 Kilometer lang und seinerzeit der längste Tunnel der Welt. Es sollte noch mal fast 100 Jahre dauern, bis erstmals Autos durch den Berg rollten. Durch jenen StraßenStraßentunnel, der heute erneut die Gemüter der Eidgenossen erhitzt.
In einem schlichten Besprechungsraum im Betriebszentrum neben dem Tunneleingang in Göschenen ergreift nun Röthlisberger das Wort und eine Fernbedienung. „Fangen wir mit dem Fakt an, den niemand bestreitet“, sagt er und lässt per Knopfdruck die erste
Seite seiner Präsentation zur Tunnelsanierung an die Wand werfen. Eine Million Laster und fünf Millionen Autos im Jahr haben dem Tunnel arg zugesetzt:
Die Zwischendecke muss erneuert werden, ebenso der Fahrbahnbelag, ganz zu schweigen von Lüftung, Rettungstunnel, Stromanlage und, und, und.
Die Arbeiten an sich seien nicht kompliziert, sagt Röthlisberger. „Was die Dinge schwierig macht, ist die Tatsache, dass der Tunnel 17 000 Meter lang ist.“Über 200 Varianten haben seine Leute untersucht, „der zweite Tunnel ist die beste Variante“. Dann seien auch spätere Sanierungen einfacher und billiger.
Vor allem aber gehe es um Sicherheit: Ohne Gegenverkehrt sinke die Unfallgefahr gewaltig. Wer erinnert sich nicht an
die schrecklichen Bilder jener Katastrophe von 2001, als zwei Laster frontal ineinanderrasten und ausbrannten. Innerhalb
von Minuten stiegen die Temperaturen im Tunnel auf 1000 Grad Celsius, elf Menschen starben.
Röthlisberger referiert besonnen, man merkt ihm an, dass er den Vortrag schon oft gehalten hat. Und doch lässt auch den Spitzenbeamten das Thema Gotthard nicht kalt.
Bei Fragen zu der Kritik seiner Gegner wird er schnell emotional. Was ist zum Beispiel mit dem Argument, die Sanierung werde teurer als nötig, weil ja der Tunnel an neue technische Normen angepasst werden müsse? „Unfug.“ Wäre mehr Autoverkehr auf der Schiene keine Alternative zum Bau einer zweiten Röhre? Nein, niemand wolle die Grundstücke für die notwendigen Verladeterminals verkaufen. „Das haben wir alles geprüft.“ Seine Überzeugung, dass der Gotthard eine zweite Röhre braucht, ist so unverrückbar wie das Massiv.
Felsenfest ist auch die Überzeugung von Manuel Herrmann. Zum Gespräch in einem Café in Altdorf, wenige Kilometer vom Eingang zum Straßentunnel entfernt, ist er mit einer dicken Aktenmappe angerückt, gefüllt mit Daten und Zahlen.
Unweit von hier hat man auf einer Brücke eine gute Aussicht auf das Gotthard-Massiv – und die Straße, die sich in das Alpenpanorama frisst.
Herrmann blickt auf die Laster hinab, die unter ihm hindurchrollen. Sie machten aus der Schweiz eine „Transit-Hölle“, warnt seine Initiative. Die Alpenschützer hatten schon 1994 durchgesetzt, Lkw-Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Per Gesetz ist die Zahl der Transit-Laster auf 650 000 begrenzt, aber die Zahl wird längst überschritten.
Wenn Herrmann von der Hölle spricht, hat er allerdings mehr im Sinn als den Dreck und Lärm der Laster.
Herrmann verdächtigt die Regierung, eine versteckte Agenda zu haben. „Die Tunnelnutzung mit vier Spuren kann als Faustpfand in den Verhandlungen mit der EU eingesetzt werden“, vermutet er.
Es gibt ja nicht gerade wenige Streitfragen mit der EU zu klären – man denke nur an jenen Beschluss der Schweizer, die Zuwanderung auch aus der EU wieder zu begrenzen. Die Frage der Tunnelnutzung könnte im politischen Gemenge quasi zum Tausch angeboten werden, fürchtet Herrmann.
Ganz klar: Die Europäer haben ein Interesse an einer problemlosen Passage durch die Schweiz, und ein bilaterales Abkommen verbietet es der Schweiz, die Straßenkapazitäten durch die Alpen künstlich zu beschränken. Allerdings hat die EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc der Schweiz in einem Brief versichert, dass es das Abkommen nicht verletzen würde, später beide Röhren mit nur je einer Spur zu nutzen. Die Kapazität des Tunnels bliebe ja im Vergleich zur heutigen
Situation die gleiche.
Doch was ist ein Brief wert von einer EU-Kommissarin, die bei Fertigstellung des Tunnels wohl nicht mehr im Amt ist?
Längst haben sich erfahrene Kämpfer zu den Alpenschützern gesellt.
Auch Thomas Minder sagt: „Solche Zusagen halte ich nicht für sehr belastbar.“ Der Unternehmer, dessen Name in der Schweiz vor allem für Zahnpasta und andere Kosmetikprodukte steht, ist auch Politiker – einer der wenigen, die jenseits der Alpen bekannt sind. Er lancierte die „Abzocker-Initiative“, die 2013 eine Mehrheit fand; öffentlichkeitswirksam unterstützte er auch die europaweit umstrittene Volksinitiative „Gegen Masseneinwanderung“.
Seit 2011 vertritt Minder im Ständerat den Kanton Schaffhausen ganz im Norden.
Er befürchtet, dass sich die Schweiz mit dem Bau einer zweiten Röhre gegenüber der EU „erpressbar“ mache. Er entwirft
dafür ganz eigene Szenarien: „Sollte eines Tages der Brenner-Pass zum Beispiel nach einen Erdbeben gesperrt werden
müssen, wird der Druck von der EU massiv werden, alle vier Spuren im Tunnel zu öffnen, um den Alpentransit zu gewährleisten.“
Auch betriebswirtschaftlich hält er nichts von der zweiten Röhre. „Es ist doch finanzpolitischer Unfug, für 1,4 Milliarden Franken einen Standstreifen zu bauen“, empört er sich. Minder ist parteilos, sitzt aber im Parlament bei den Abgeordneten der nationalkonservativen SVP – die wiederum sind für die zweite Röhre. Der Tunnel entzweit politisch Gleichgesinnte, so wie er auch die Fronten zwischen den politischen Lagern verschiebt.
Das beobachtet Norman Gobbi, der von Süden aus auf den Tunnel blickt. Er amtiert im Kanton Tessin als Regierungspräsident, vergleichbar mit einem deutschen Ministerpräsidenten, und wundert sich: „Die Linken, die sonst für eine offene Schweiz und eine Annäherung an die EU plädieren, sind gegen die neue Röhre. Die Bürgerlichen, die eher EU-skeptisch sind wie ich, sind dafür.” Die Schweizer so durcheinander zu bringen, das schafft nur der Gotthard.

«Wir sind nicht bereit, Tausende Flüchtlinge aufzunehmen»

Da SRF.CH l Österreich will seine Südgrenze besser kontrollieren. Die Massnahme könnte die Flüchtlingsroute in neue Bahnen lenken – etwa über Italien in die Schweiz. Der Tessiner Sicherheitsdirektor Norman Gobbi fordert eine politische Reaktion. Norman Gobbi warnt: Die Flüchtlinge könnten neue Wege gehen – und die Schweiz müsse sich wappnen. KEYSTONE

SRF News: Wäre das Tessin auf eine mögliche Verlagerung der Flüchtlingsroute vorbereitet?

 

Norman Gobbi: Wir sind vorbereitet. Die Pläne stehen, damit wir eine ausserordentliche Lage bewältigen könnten. Wir könnten damit umgehen, wenn mehrere Hundert Flüchtlinge an der Grenze in Chiasso ankommen. Wir haben aber auch Probleme aufgezeigt, die der Bund lösen muss. Denn nachdem wir die Flüchtlinge kontrolliert haben, müssen sie an die anderen Kantone verteilt werden. Und wir hätten etwa auch ein Transportproblem; denn die SBB kann nicht alle Menschen aufnehmen. Darum haben wir dem Bund eine Liste mit Forderungen unterbreitet.

Was fordern Sie konkret?

Sicher auch, dass politisch ohne Tabus über diese Themen diskutiert wird. Wenn alle Staaten um uns herum Massnahmen treffen, fliesst der Flüchtlingsstrom durch die Schweiz und den Kanton Tessin. Das ist meine Befürchtung. Bislang hat nur Italien keine Massnahmen getroffen, es bleibt das einzige offene Tor zwischen dem Mittelmeer und Europa. Wir sind nicht bereit, pro Tag oder monatlich Tausende aufzunehmen. Dann haben wir zunächst ein Problem im Tessin, und dann im Rest der Schweiz.

Sie fordern also systematische Kontrollen an der schweizerisch-italienischen Grenze?

Sicher müssen wir Massnahmen treffen, die es heute nur zum Teil gibt. Wir üben bereits Druck aus, haben mit den italienischen Behörden Massnahmen getroffen, um die Rückübernahme sicherzustellen. Es muss aber auch auf Bundesebene etwas getan werden. Heute mag die Ost- und Nordwestschweiz betroffen sein. In ein paar Monaten wird es sicher die Südschweiz sein. Normalerweise ist die Mittelmeer-Route zwischen April und Oktober offen – und schon im letzten Jahr haben wir die Erfahrung einer sehr schnellen Steigerung der Flüchtlingszahlen an der Südgrenze gemacht.

« Es darf keine politischen Tabus geben. »

Schon oft wurde gewarnt, die Zahl der Flüchtlinge könnte stark ansteigen. Passiert ist dann jeweils nicht ganz so viel. Sollte man nicht erst einmal abwarten, was effektiv passiert, bevor man Massnahmen ergreift?

Wir müssen die Massnahmen bereits planen, aber auch schon Ideen haben, wie man mit solch eine ausserordentliche Lage umgeht. Sonst nehmen wir unsere Aufgabe als Grenzkanton und ich als Sicherheitsdirektor nicht wahr.

Sie sagen, es brauche Massnahmen auf Bundesebene. Wo stehen Sie bei den Verhandlungen?

Wir haben allfällige Massnahmen diskutiert – ein bisschen. Denn es gibt auf Bundesebene politische Tabus, Höchstzahlen zu fixieren oder das Wort auch nur zu nennen. Wir müssen davon ausgehen, dass die Kantone nicht Tausende von Migranten aufnehmen können. Wir haben weder die Plätze noch die Ressourcen für die Betreuung. Zum Schluss müssen wir auch an die finanziellen Konsequenzen für Bund und Kantone denken.

« Wir müssen den Schwarzen Peter nicht von der EU übernehmen. »

Hat Ihnen Justizministerin Simonetta Sommaruga bereits konkrete Lösungen und Massnahmen in Aussicht gestellt?

Der Bund konzipiert eine Vorsorgeplanung zur Bewältigung der Krise. Das gilt aber nur für die Erstaufnahme. Die Verteilung und Unterbringung der Migranten in den Kantonen ist deren Sache. Aber wir haben in den Kantonen schon heute Mühe, diese Leute unterzubringen und anschliessend zu betreuen. Das Personal fehlt. Zum Schluss gibt es auch finanzielle Probleme: Zur Bewältigung der Migration müssen wir Millionen, wenn nicht sogar Milliarden zur Verfügung stellen. Wir müssen diese Gelder aus anderen Bereichen abziehen.

Heisst das nun, dass Sie vom Bund systematische Grenzkontrollen fordern und nur eine gewisse Anzahl Flüchtlinge über die Grenze gelassen wird?
Es ist klar: Wir haben Abkommen unterschrieben, zum Beispiel Dublin und Schengen. Wir wissen aber seit jeher, dass Italien diese zwei Abkommen nicht korrekt umsetzt – es registriert nicht alle Migranten, und diese deponieren auch nicht alle ihr Asylgesuch im ersten Dublin-Staat. Wir müssen den Schwarzen Peter nicht übernehmen.

Norman Gobbi: «Es braucht eine politische Diskussion ohne Tabus»

Trotzdem: Höchstzahlen sind aktuell ein Tabu. Sogar ihr Parteikollege von der SVP, Heinz Brand, sagt, dass Obergrenzen mit der Flüchtlingskonvention nicht vereinbar sind.

Eigentlich schon. Aber wenn es die anderen EU-Mitgliedstaaten machen, können wir es uns erlauben. Die Schweiz ist ein kleines Land. Und wenn die «Grande Nation» Frankreich nur 30’000 Migranten aufnehmen will – weniger als die Schweiz im letzten Jahr – zeigt das, dass die EU ein Problem hat. Eines, das sie nicht lösen will. Ich stehe nicht dafür ein, dass die Schweiz die Probleme der EU löst.

Das Gespräch führte Roger Aebli. srf/imhm; eglc

http://www.srf.ch/news/schweiz/wir-sind-nicht-bereit-tausende-fluechtlinge-aufzunehmen

http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=2a1b5379-3934-4df9-9e2e-820495660938

Legge sulle aggregazioni e separazioni dei Comuni: proposte alcune modifiche

Legge sulle aggregazioni e separazioni dei Comuni: proposte alcune modifiche

Il Consiglio di Stato ha deciso di sottoporre al Gran Consiglio il messaggio che propone alcune modifiche alla Legge sulle aggregazioni e separazioni dei Comuni (LAggr). L’obiettivo è di rendere possibile la separazione coatta di una frazione o parte di un Comune per aggregarla in un nuovo Comune.

Proponendo l’inserimento di un nuovo articolo 9a e l’adattamento degli articoli 2b, 5 e 6 della Laggr, il Governo ha seguito l’indicazione rilasciata dal Tribunale federale nella sentenza dell’agosto del 2015 riguardo al progetto di aggregazione che interessava la Valle Verzasca. La massima istanza, proprio per l’assenza di una base legale sufficiente, aveva infatti accolto il ricorso del Comune di Lavertezzo, contrario alla separazione dalla sua frazione di valle e alla sua inclusione – insieme ai territori vallerani del Comune di Cugnasco-Gerra – nel progetto aggregativo che interessava le località verzaschesi di Brione Verzasca, Corippo, Frasco, Sonogno e Vogorno.

«La polenta fatta da lucernesi non sarà la stessa cosa»

«La polenta fatta da lucernesi non sarà la stessa cosa»

Da GdP.CH l Oltre alla delusione per la scelta del catering per l’inaugurazione di AlpTransit, si è discusso di lavoratori distaccati e chiusura dei valichi commerciali. Il capo del Governo Gobbi e la consigliera nazionale Pantani. (foto Crinari)

Al consueto incontro tra la deputazione ticinese alle Camere e il Governo, in preparazione della sessione federale primaverile, a tenere banco sono stati diversi temi, dai lavoratori distaccati alle dogane commerciali.

A fare le veci di Merlini – assente per malattia – era presente la vice presidente della deputazione, Roberta Pantani (Lega), che ha sottolineato come uno dei punti focali per il Ticino, durante la prossima sessione delle Camere, sarà quello relativo alla Legge sui lavoratori distaccati, con un inasprimento del tetto massimo delle sanzioni da 5mila a 30mila franchi per chi infrange le regole.

Abusi dei distaccati

«Il tema – ha ricordato Pantani – sarà in discussione il 1. marzo al Nazionale. Si tratta di misure importanti, che potranno aiutare l’economia ticinese». Opinione ribadita anche dal capo del Governo Norman Gobbi, che ha sottolineato come questo tema confermi «il buon lavoro di squadra svolto». «Se oggi possiamo dire che raggiungeremo qualcosa in più nell’ambito della lotta agli abusi che danneggiano la nostra economia locale – ha detto Gobbi – è perché è stata portata avanti una manovra su più fronti da parte dei nostri deputati alle Camere, cercando anche di presentare diversi atti parlamentari, coordinati con il Consiglio di Stato».

I valichi commerciali

Un altro tema caldo per il Ticino è quello della paventata chiusura del valico commerciale di Ponte Tresa, un tema affrontato in mattinata dalla deputazione, come ha confermato Roberta Pantani: «Abbiamo ricevuto già diverse prese di posizione, queste misure saranno in consultazione fino al 18 marzo, quindi abbiamo un po’ di tempo per inoltrare le nostre osservazioni. Abbiamo deciso che ne parleremo con il consigliere federale Maurer, in un incontro previsto il 9 marzo».

«Delusi per il catering»

Disappunto è invece stato espresso da Norman Gobbi, in merito alla scelta del catering per l’inaugurazione di AlpTransit. «Il CdS si è mosso per tempo – ha spiegato Gobbi – e ha segnalato la nostra disponibilità nell’offrire prodotti ticinesi. Siamo delusi e già il 3 febbraio scorso abbiamo espresso questo sentimento in una lettera in cui ricordavamo l’importanza politica di riconoscere il ruolo del catering al Ticino».

«Farci preparare il risotto e la polenta da svizzero tedeschi non sarà la stessa cosa» – ha aggiunto Gobbi – che ha anche ribadito l’importanza di «vigilare affinché l’Ufficio federale dei trasporti promuova il nostro territorio e i prodotti ticinesi» per un’opera che in ogni caso avrà «ricadute economiche rilevanti per il Ticino».

Clausola di salvaguardia

Un cenno infine, anche alla clausola di salvaguardia. «Stiamo lavorando attivamente dietro le quinte, presentando il modello ai deputati e agli alti funzionari dell’amministrazione federale per preparare il terreno in vista della presentazione ufficiale del modello. Per coinvolgere le Camere federali, sarà indispensabile il lavoro della deputazione».

(MS)

http://www.gdp.ch/cronache/ticino/la-polenta-fatta-lucernesi-non-sara-la-stessa-cosa-id110843.html

Piattaforma di dialogo Cantone-Comuni

Piattaforma di dialogo Cantone-Comuni

 

17La Piattaforma di dialogo Cantone-Comuni ha tenuto oggi a Bellinzona la prima seduta del 2016 – la 37. dalla sua costituzione – alla presenza del Consiglio di Stato, accompagnato dal Cancelliere dello Stato Giampiero Gianella e dal capo della Sezione enti locali Elio Genazzi, e dei rappresentanti dei Comuni ticinesi. La riunione ha consentito di affrontare alcuni temi di particolare attualità.

Il Consiglio di Stato – come anticipato durante l’ultima riunione della Piattaforma – ha anzitutto fornito alcune indicazioni di massima sulla manovra finanziaria di rientro per il periodo 2017/2019. È stato confermato che il piano di intervento riguarderà sia le uscite sia le entrate – per un impatto di circa 180 milioni di franchi sui conti del Cantone, a partire dal 1. gennaio 2017 – e che i suoi contenuti verranno presentati nel prossimo mese di aprile, dopo il rinnovo dei poteri comunali.

Per quanto riguarda le misure che interessano gli enti locali, il Consiglio di Stato ha anticipato che l’operazione avrà un impatto finanziario neutro per l’insieme dei Comuni; l’obiettivo di fondo è che la manovra risulti coerente e coordinata con il riordino di flussi e competenze previsto dalla riforma istituzionale «Ticino 2020».

È stato quindi deciso di rinviare alla prossima riunione della Piattaforma la discussione sul Rapporto strategico sul progetto «Ticino 2020»; le parti hanno comunque colto l’occasione per esprimere preliminarmente la loro soddisfazione per la solidità del lavoro presentato dal Gruppo di lavoro allargato.

Legge sulla protezione della popolazione

Il Dipartimento delle istituzioni ha quindi fornito alcune indicazioni sulla revisione parziale della Legge sulla protezione della popolazione, in particolare nella gestione delle situazioni di emergenza. Sono stati presentati la nuova struttura dello Stato maggiore cantonale – che prevede una responsabilità accresciuta per la Polizia cantonale – e i compiti che, a livello locale, saranno assegnati ai responsabili per l’approvvigionamento economico comunale. È stato chiarito che il cambiamento normativo non avrà conseguenze finanziarie per i Comuni.

Altri argomenti

Il Consiglio di Stato ha aggiornato i rappresentanti dei Comuni sulla revisione della Legge cantonale sui pompieri. Nel corso dell’anno il progetto dovrebbe essere portato a conclusione.

Il Dipartimento della sanità e della socialità ha fornito alcuni aggiornamenti in merito all’afflusso e alla gestione dei richiedenti l’asilo sul territorio cantonale. È stato chiarito che la situazione per il Cantone rimane al momento sotto controllo, come negli ultimi mesi. Occorrerà continuare a vigilare sulle quote di attribuzione dei rifugiati al Ticino, e mantenere un alto grado di prontezza per reagire a eventuali repentini cambiamenti, che potrebbero mettere sotto pressione in particolare i Cantoni di frontiera. È stata attirata l’attenzione sull’incremento negli arrivi di minorenni non accompagnati, e sulla necessità di assicurarne la scolarizzazione.

La Piattaforma ha infine preso atto delle conseguenze – per i docenti degli istituti comunali – della modifiche alla Legge sugli stipendi dei dipendenti cantonali e dei docenti, approvate dal Gran Consiglio nell’ambito del preventivo 2016 del Cantone. È stata approvata la comunicazione che verrà trasmessa a tutti i Municipi e ai Consorzi interessati, con l’invito ad applicare le modifiche normative.

I rappresentanti dei Comuni hanno inoltre chiesto e ottenuto una proroga generalizzata a fine agosto 2016 del termine per esprimersi in merito alla Legge sulla protezione delle acque.

La prossima seduta della Piattaforma è prevista per mercoledì 16 marzo.

Norman Gobbi: bisogna trovare soluzioni concrete

Norman Gobbi: bisogna trovare soluzioni concrete

Dal Mattino della domenica del 13 febbraio 2016

Immigrazione: il politicamente corretto a tutti i costi non risolve i problemi

Lo vediamo quotidianamente. Le discussioni sui diversi temi d’attualità sono ormai contagiate da quel “politicamente corretto a tutti i costi” che non aiuta a risolvere i problemi dei cittadini, ma che, anzi, contribuisce ad annacquare il dibattito; dibattito che, come il buon vino, necessita invece di essere anche fermo, ma sempre vero e sincero. Lo vediamo ad esempio nell’ambito dell’immigrazione, la grande questione che tocca oggi la nostra società. Spesso prevale la visione buonista, ideologicamente convinta che la politica delle porte aperte sia sempre giusta e doverosa, accusando di xenofobia tutti coloro che osano avanzare qualche obiezione. Un atteggiamento che, paradossalmente, in nome del politicamente corretto strumentalizza gli stessi valori che si dichiara voler tutelare. Un atteggiamento pericoloso, perché dimentica importanti fattori in gioco come la sicurezza dei cittadini e altri fenomeni sociali che toccano da vicino la nostra popolazione. Lo sa bene il sottoscritto chiamato, quale Direttore del Dipartimento delle istituzioni, a garantire la sicurezza e l’ordine pubblico del nostro Cantone e di tutti i cittadini, definito nel tempo – di frequente per soli fini politici – un orco, un lupo, una persona senza cuore.

Quando però ci troviamo di fronte a problemi reali come quello dell’immigrazione, le Autorità devono intervenire per assicurare la sicurezza sul territorio. Penso all’emergenza migratoria dello scorso giugno, quando il Ticino era l’unica porta aperta verso il nord dell’Europa. Una situazione che non poteva essere risolta con il solo buonismo, dato che, tra le molte persone che giungevano ai nostri confini, potevano nascondersi anche dei potenziali criminali. In quel caso abbiamo subito intensificato i controlli ai nostri confini, attivando un dispositivo in collaborazione con le Autorità federali per contrastare il fenomeno. Ed è proprio per questo motivo che la guardia è e deve rimanere alta. Un atteggiamento fermo ma assolutamente necessario, che da taluni è tuttavia ancora visto come un tabù. C’è, infatti, una certa resistenza a descrivere le problematiche relative all’immigrazione che si manifestano in molte Città e in molti Paesi. I quartieri fuorilegge, la difficoltà nel rispettare i valori legati al territorio in cui si vive e quindi a integrarsi nella comunità, le percentuali di stranieri nelle popolazioni carcerarie. Tutto questo buonismo, tutto questo politicamente corretto, però, non aiuta; al contrario, il rischio è quello di favorire la ghettizzazione che può sfociare in fatti gravi come quelli che hanno colpito Parigi lo scorso novembre.

A sinistra soprattutto, la paura di rimettere in discussione alcuni di quelli che sono considerati dei pilastri intoccabili, come l’accoglienza sempre e comunque, ha generato l’effetto di una pentola a pressione: a furia di ignorare e relativizzare i problemi, insabbiando qua e là i nodi venuti al pettine, le valvole saltano. E colpiscono chiunque. Si sono dovuti verificare alcuni eventi intollerabili per portare una crepa nella dittatura concettuale ed editoriale del politicamente corretto, che si mostra molto ideologica e poco neutrale (e qui la mente torna inevitabilmente ai fatti di Colonia di fine anno). Per questa ragione ribadisco che, soprattutto quando si ricoprono ruoli esecutivi e si porta la responsabilità della gestione delle istituzioni, l’unico registro possibile è quello della realtà, nuda e cruda, e dei problemi dei nostri cittadini, che devono essere definiti in maniera chiara. Un registro che richiede la ricerca di soluzioni concrete e quindi anche di intervenire senza tentennamenti ideologici, garantendo così a tutti i cittadini la propria sicurezza e il proprio rispetto.

Nein würde viel Bitterkeit hinterlassen

Nein würde viel Bitterkeit hinterlassen

Oggi la Luzernerzeitung ha pubblicato una mia intervista a cura di Kari Kaelin

VERKEHR Der Gotthard-Strassentunnel sei für die Tessiner mehr als nur ein Ferientunnel, sagt Regierungspräsident Norman Gobbi. Für ihn steht am 28. Februar der nationale Zusammenhalt auf dem Spiel.

Norman Gobbi, der Kanton Tessin hiess die Alpeninitiative mit 63,8 Prozent gut und verwarf mit 55,7 Prozent Nein-Stimmen die Avanti-Vorlage, die den Bau einer zweiten Röhre vorsah. Ist die Stimmung nun tunnelfreundlicher?
Norman Gobbi: Der Kanton Tessin ist ein überzeugter Befürworter der Verlagerungspolitik. Nur: Das ist nicht Gegenstand der
Abstimmung vom 28. Februar. Wir stimmen über zwei Sanierungsvarianten ab: Können wir einen Sanierungstunnel bauen und so
auch die Sicherheit massiv verbessern, wie dies beispielsweise am Belchentunnel auf der A 2 in diesen Tagen ganz ohne Aufheben und Wehklagen geschieht, übrigens zu Kosten von 156 Millionen pro Kilometer, also rund 30 Prozent mehr, als der Sanierungstunnel am Gotthard kosten würde?

Am Gotthard gibt es aber Sparpotenzial. Der Bau einer Rollenden Landstrasse (RoLa) von Erstfeld nach Biasca und der Betrieb eines Autoverlads von Göschenen nach Airolo kämen deutlich günstiger als die 2,8 Milliarden Franken teure zweite Röhre.
Gobbi: Das ist trotzdem eine schlechte Option. Wollen wir wirklich strassenseitig einen ganzen Kanton während mehrerer Jahre vom Rest des Landes abhängen? Und dafür – je nach Variante – 1,2 bis 2 Milliarden Franken für provisorische Verladestationen
ausgeben, die nach der Sanierung wieder abgerissen werden müssen? Die Regierung des Kantons Tessin unterstützt den Sanierungstunnel unter anderem auch darum, weil die Sanierungsvariante mit einer RoLa einen Teil der Güterzüge aus dem
Basistunnel auf die bestehende Bergstrecke verdrängt. Oder anders formuliert: Die Variante ohne zweiten Tunnel sabotiert
die Verlagerungspolitik und behindert den Neat-Basistunnel, nicht umgekehrt.

Viele Tessiner Politiker vermitteln den Eindruck, der Kanton stehe geschlossen hinter dem zweiten Tunnel. Dabei kämpfen prominente Tessiner wie Clown Dimitri, der vom Ja- ins Nein- La ger wechselte, gegen das Projekt.

Gobbi: Es ist normal, dass die Debatte im Kanton Tessin besonders heftig geführt wird. Für uns ist der Gotthard-trassentunnel
nicht nur ein Ferientunnel. Er gehört zu unserem Alltag. Wir sind unmittelbar von diesem Entscheid betroffen. Die Zahlen
sprechen jedoch eine deutliche Sprache: Vier von fünf Staatsräten unterstützen den Sanierungsvorschlag des Bundesrates,
ebenso zwei Drittel des Kantonsparlaments, neun von zehn Bundesparlamentariern und gemäss erster SRG-Umfrage 76 Prozent der Tessiner Bevölkerung.

Auch bürgerliche Politiker wie Moreno Colombo (FDP), Stadtpräsident von Chiasso, lehnen einen weiteren Tunnel ab. Sehen Sie nicht auch die Gefahr, dass der Kanton Tessin in einer Verkehrslawine erstickt, es mehr Staus an der Grenze zu Italien gibt und sich die Luftqualität verschlechtert?
Gobbi: Die Sanierungsvariante des Bundesrates am Gotthard abzulehnen, weil man Mehrverkehr in Mendrisio fürchtet, ist reine Symbolpolitik. Nur ein Teil des Verkehrs in Mendrisio kommt oder geht Richtung Gotthard. Und die Sanierungsvariante des Bundesrates sieht keine Kapazitätserweiterung vor. Eine solche ist für die Sanierung des bestehenden Tunnels gar nicht notwendig. Die Debatte verläuft nicht zwischen rechts und links: Auch Sozialdemokraten wie die ehemalige Staatsrätin Patrizia Pesenti oder Gewerkschafter wie der langjährige Unia-Co-Präsident Renzo Ambrosetti unterstützten die Variante des Bundesrates.

Welche Gefahr droht denn dem Kanton Tessin Ihrer Ansicht nach, wenn das Volk eine zweite Röhre ablehnt?

Gobbi: Wir stünden vor einem Scherbenhaufen. Während mindestens zehn Jahren bestünde Unsicherheit über die Stabilität
und effektive Kapazität des Verkehrsmanagements während der mehrjährigen Sanierung. Noch nie haben wir in der Schweiz eine so riesige und komplexe RoLa realisiert. Diese langjährige Unsicherheit wäre Gift für die Wirtschaft meines Kantons: Wer soll in einem solchen Umfeld noch investieren? Für viele Betriebe in der Leventina wäre eine langjährige Schliessung des Tunnels der Todesstoss. Der Tourismus würde auch massiv leiden: Weit über die Hälfte unserer Feriengäste kommen mit dem Auto
ins Tessin. Busse und Camper können wahrscheinlich nicht verladen werden.

Sie malen schwarz.

Gobbi: Mitnichten. Die grösste Gefahr sehe ich für den nationalen Zusammenhalt. Kein Landesteil der Schweiz wäre bereit, während Jahren auf eine Strassenverbindung mit dem Rest des Landes zu verzichten. Kann man den Gubrist schliessen unter
Verweis auf die hervorragende S-Bahn und den neuen Tiefbahnhof in Zürich? Oder den Sonnenbergtunnel in Luzern, den man ja
auch viel billiger hätte sanieren können, wenn man den Verkehr einfach auf die Kantonsstrasse umgeleitet hätte, anstatt
teure Nachtarbeit anzuordnen? Und am Belchen auf der A 2 bauen wir nun für rund 30 Prozent höhere Kilometerkosten als am Gotthard einen dritten Tunnel, sodass der Verkehr nicht behindert wird durch eine einspurige Verkehrsführung während der Sanierung. Kurz: Eine Ablehnung des Sanierungsvorschlages des Bundesrates würde im Kanton Tessin als schwer verständliche Ungleichbehandlung empfunden und viel Bitterkeit hinterlassen.

Aber mit der RoLa von Erstfeld nach Biasca und dem Autoverlad von Göschenen nach Airolo bleibt der Kanton Tessin permanent
erreichbar. Genügt das nicht?

Gobbi: Natürlich wird man irgendwie im Notfall eine Verbindung herstellen können. Aber wir sind nicht mehr in den 70er-Jah ren. Der Kanton Tessin ist wie alle anderen Kantone auch angewiesen auf eine funktionierende Anbindung an den Rest des Landes auf Strasse und Schiene: Die beiden Verkehrsträger ergänzen sich. Wir dürfen sie nicht gegeneinander ausspielen.
Es ist nicht einzusehen, warum nur der Kanton Tessin plötzlich während Jahren auf eine Strassenverbindung verzichten
sollte, die zu unserem Alltag gehört. Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen seien so durchzuführen, dass «ein sicherer und flüssiger Verkehr gewährleistet» und «die Verfügbarkeit der Strasse möglichst uneingeschränkt » bleibe, schreibt Artikel 49 des Nationalstrassengesetzes vor. Das sollte im ganzen Land gelten, zumal ja eine Sanierungslösung vorliegt, die ein Kosten-Nutzen-Profil vorweist, das absolut vergleichbar ist mit vielen anderen Sanierungsprojekten auf dem Nationalstrassennetz.

Weshalb soll ein Westschweizer einen zweiten Tunnel am Gotthard befürworten?
Gobbi: Ich freue mich sehr über die Westschweizer: Es wäre einfach gewesen, in dieser Kampagne negative Stimmung zu machen gegen einen Tunnel, den man selten nutzt. Stattdessen wird die Sanierungsvariante des Bundesrates in der Westschweiz von vielen namhaften Politikern mit Engagement und Verve verteidigt. Sie tun dies, weil sie überzeugt sind, dass wir der Infrastruktur im ganzen Land Sorge tragen müssen, nach gleichen Werten und Kriterien, und dass dies eine Investition in die Wirtschaftskraft und den Zusammenhalt unseres Landes ist. «Unus pro omnibus, omnes pro uno» (Einer für alle, alle für einen) steht auf der Bundeshauskuppel. Merci, Romandie!

Il risanamento del Gottardo tra miti e leggende

Il risanamento del Gottardo tra miti e leggende

Un mio articolo d’opinione pubblicato su LaRegione del 10 febbraio 2016

Nelle ultime settimane si è infiammato il dibattito sul tema del risanamento del tunnel autostradale del San Gottardo. Non poteva essere altrimenti per un massiccio mitico che risveglia da sempre forti emozioni nell’animo dei cittadini svizzeri e in particolare di noi ticinesi, poiché “la via delle genti” rappresenta un pilastro imprescindibile della coesione nazionale. Benché sia naturale e salutare che il dibattito politico si sviluppi attorno a due schieramenti opposti e parecchio agguerriti, è fondamentale che l’analisi politica – e di conseguenza il voto – si concentri su fatti certi e accertabili, senza lasciarsi trascinare da racconti di fantasia.

La prima leggenda, vero e proprio cavallo di battaglia dei contrari al risanamento, profetizza che lo stesso aumenti la capacità della galleria autostradale e con essa il traffico sulle strade. Ma questo non accadrà! La Costituzione svizzera e le nostre leggi, infatti, lo proibiscono. Come previsto dalle attuali norme di sicurezza sia stradali che ferroviarie, i veicoli viaggeranno finalmente su una sola corsia all’interno dei due tunnel separati fisicamente (chi di noi non ha mai gettato uno sguardo preoccupato sulla corsia in senso contrario?). Io stesso, abitando alle radici del San Gottardo, sarei il primo a oppormi a strade e autostrade maggiormente trafficate, e come me molti altri concittadini, leventinesi e non. Se poi le future generazioni vorranno modificare la capacità della galleria, dovranno lanciare un’iniziativa popolare, raccogliere le firme necessarie e ottenere poi la maggioranza di consensi della popolazione e dei Cantoni. Verrebbe da dire: è il sistema elvetico, bellezza! Il nostro segreto, la nostra grande forza. Per questo mettere in dubbio la certezza di questa procedura significa svilire l’essenza stessa della nostra – invidiata – democrazia diretta.

La seconda leggenda narra che votare “no” al risanamento migliorerà la situazione viaria nel Sottoceneri. Anche questo però non accadrà! Le code e gli intasamenti giornalieri sulle strade del Mendrisiotto e del Luganese sono direttamente legati al traffico interno e transfrontaliero, che negli ultimi dieci anni è raddoppiato fino a raggiungere oltre 50mila veicoli al giorno. A questo proposito il Consiglio di Stato si sta impegnando per cercare soluzioni volte a diminuire il traffico a sud del Ticino, ben consci che il problema non giunge dal San Gottardo.

La leggenda numero tre sostiene che, in fondo, “la situazione non è grave come ci dicono, il risanamento del San Gottardo non è necessario”. Chi lo afferma probabilmente sottovaluta che un’infrastruttura realizzata negli anni 70 del secolo scorso non può più garantire gli attuali standard di sicurezza. I fatti dicono infatti che servono interventi sostanziali, da eseguire comunque al più tardi entro il 2035. In politica occorre tuttavia essere pragmatici e previdenti, anticipando gli eventi proprio perché è lo stesso Ufficio federale delle strade che sottolinea come sia sufficiente un incidente grave per generare un incendio che da solo potrebbe accelerare il sensibile peggioramento infrastrutturale, imponendo un brusco anticipo della chiusura totale. Bocciare il progetto del Consiglio federale significa spingere il nostro Cantone nelle mani dell’incertezza.

Leggenda numero quattro, “ça va sans dire”, i soldi. In termini finanziari, i contrari hanno escogitato alternative miracolose, in grado di farci risparmiare parecchi soldi. In realtà, invece, costruire un secondo tunnel significa investire 2,8 miliardi di franchi per una soluzione definitiva – quindi lungimirante – ai futuri risanamenti, necessari ogni 30-40 anni. L’“autostrada viaggiante”, per contro, ci farebbe spendere 1,7 miliardi per ogni risanamento, poiché dovrà essere ricostruita a nuovo e poi smantellata. Una soluzione inefficiente e precaria con notevoli ripercussioni, soprattutto sul nostro territorio.

Infine, quinta e ultima leggenda, che si potrebbe definire la “leggenda tecnologica” delle soluzioni perlomeno futuristiche come i “guardrail retrattili” e i veicoli autonomi, in grado fra pochi anni di risolvere i problemi di sicurezza dell’attuale tunnel. In questo contesto non possiamo però permetterci di giocare con ipotesi tecnologiche che attualmente non danno sufficienti garanzie. Relativizzare l’esigenza di separare i due sensi di marcia continua a costare vite umane. Dal 1980 a oggi nella galleria autostradale del Seelisberg i morti registrati con l’utilizzo monodirezionale dei due tunnel sono 3, contro i 36 morti del San Gottardo.

Da sempre mi batto per la sicurezza del cittadino, quando egli è nella sua abitazione così come quando è alla guida di un veicolo. Il tunnel di risanamento è quindi la soluzione migliore per il Ticino e per la Svizzera. Sfatiamo dunque queste leggende, che minano la vera e solida storia del nostro Paese e del nostro Cantone incarnata dal nostro San Gottardo. Per questo motivo, il sottoscritto e il governo vi invitano il prossimo 28 febbraio a votare un convinto “sì” al risanamento del San Gottardo (e allo smantellamento dei miti).

Emissione delle imposte di circolazione 2016

Emissione delle imposte di circolazione 2016

I dati sull’emissione delle imposte di circolazione per il 2016 mostrano una nuova flessione verso il basso dell’importo totale fatturato per i 317.739 automezzi interessati, ciò consolida una tendenza che si è accentuata a partire dal 2014. La somma totale che verrà raccolta ammonta a circa 127 milioni di franchi, ai quali si aggiungeranno 3,5 milioni per le imposte di navigazione.

La riduzione dell’importo fatturato a inizio 2016 – con l’emissione dell’imposta – è avvenuta nonostante la crescita delle immatricolazioni in Ticino. Ciò dimostra che la politica adottata dal Cantone, in particolare con la modifica della Legge sulle imposte e tasse di circolazione dei veicoli a motore adottata dal Gran Consiglio il 15 ottobre 2013, risulta efficace nel promuovere la trasformazione del parco veicoli ticinese e l’acquisto di vetture sempre meno inquinanti.
Il fatturato medio per ogni automobile è in costante diminuzione dal 2013, intervallo durante il quale lo stesso è passato da 469 agli attuali 451 franchi. A tal proposito, va sottolineato che il nuovo parametro introdotto per il calcolo degli ecoincentivi – le emissioni di CO2 – tenderà nei prossimi anni a diminuire ulteriormente, grazie all’avanzamento tecnologico, contribuendo così a consolidare la tendenza di riduzione delle imposte di circolazione registrata negli ultimi anni.

Il tema della mobilità responsabile è approfondito, insieme a quello della sicurezza al volante, nell’opuscolo recapitato ai conducenti insieme alla fattura dell’imposta di circolazione 2016; all’interno della busta, è presente pure un volantino che promuove l’attività del servizio di accompagnamento Nez Rouge in Ticino.

Il Dipartimento delle istituzioni coglie l’occasione per ricordare che il termine di pagamento dell’imposta di circolazione è fissato per il 1. marzo 2016, e che da un anno anche le fatture della Sezione della circolazione possono essere pagate con una procedura elettronica (e-fattura). La semplificazione della relazione fra cittadino e amministrazione pubblica è, infatti, un importante obiettivo a cui il Dipartimento delle istituzioni ha dedicato particolare attenzione nel corso degli anni, in modo da avvicinare ulteriormente le Istituzioni alla popolazione. Maggiori informazioni possono essere ottenute visitando la pagina internet www.ti.ch/circolazione, o rivolgendosi, in orari di ufficio, al contact center telefonico (091 814.97.00).