«Das ist ein Traum von mir»

«Das ist ein Traum von mir»

Matteo Cocchi, Tessiner Polizeikommandant und oberster Polizist der Schweiz, über die Frauen-EM, die Super League und Tendenzen in Italiens Fussball.

Sie sind oberster Polizist der Schweiz. Wie haben Sie die Frauen-EM erlebt? 
Matteo Cocchi: Sehr positiv. Es war ein Fest ganz im Sinne des Sports, das international ausgestrahlt hat. Die Menschen gingen mit einer anderen mentalen Vorbereitung an die Spiele, als wir es manchmal in der Super League erleben: Sie wollten eine positive, friedliche und fröhliche Atmo-sphäre erleben. Es wäre wünschenswert und schön, könnten wir so etwas auch bei allen internationalen Männer-Nationalmannschaften oder sogar bei Spielen der Super League sehen. Das ist ein Traum von mir. Vielleicht wird er ja eines Tages wahr.

Im Vorfeld hat das Bundesamt für Informatik vor Cyberangriffen gewarnt. Gab es solche?
Nein, es gab sie nicht. Wir hatten zwar aufgrund unserer Erfahrungen mit Grossanlässen eine Liste mit möglichen Bedrohungen aufgestellt. Darin waren auch Cyberangriffe enthalten. Doch die Euro verlief tatsächlich sehr ruhig. Könnte man sich wünschen, wie ein Grossanlass verlaufen sollte, wäre die Frauen-EM das Musterbeispiel. 

Vor der Männer-Euro 2008 war die Situation anders. Die Nervosität war hoch, Bundesrat Samuel Schmid führte im Vorfeld Terrorübungen durch.
Ich war zwar 2008 noch nicht Polizeikommandant, sondern Berufsoffizier in der Armee. Klar ist aber: Seit der Euro 2008 gab es eine deutliche Entwicklung. Wir haben in dieser Zeit sehr viel gelernt, auch wegen der Terroranschläge von 2015 in Europa. Wir haben Polizeitaktiken neu konzipiert, die Dispositive weiterentwickelt. Die Partner im Sicherheitsverbund Schweiz arbeiten heute viel enger zusammen als damals.

Sorgten Grossanlässe wie Euro 2008, WEF , Wiederaufbau-Konferenz in Lugano und Bürgenstock-Konferenz für eine Art Routine?
Wir und alle beteiligten Sicherheitspartner bereiteten die Frauen-EM im Hintergrund so vor, wie wir heute jeden Grossanlass vorbereiten: ohne allzu grosse Öffentlichkeitsarbeit. Selbstverständlich gibt es eine sehr enge Zusammenarbeit der verschiedenen Polizeikorps innerhalb der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten der Schweiz KKPKS. Sagen wir es so: Die Maschine ist gut geölt. 

Gibt es polizeitaktisch einen wesentlichen Unterschied zwischen der Euro 2008 und der Euro 2025? 
Der Einsatz im Jahr 2008 verlief damals im Sinne der Vereinbarung über die interkantonalen Polizeieinsätze, auch weil ein wesentlich grösseres Polizeiaufgebot nötig war. 2025 waren die Kantone und Städte selbst für die Sicherheit verantwortlich, sie bewältigten die Einsätze selbstständig und unterstützten sich, wo nötig, innerhalb der Polizeikonkordate. Der Führungsstab Polizei erbrachte an der Euro 2025 stärkere Leistungen in der Koordination und in der Beurteilung der Lage als bei anderen Veranstaltungen.

Wer gehört dem Führungsstab Polizei an?
Geführt wird er von Andreas Moschin, dem Leiter der Flughafenpolizei Zürich und stellvertretenden Kommandanten der Kantonspolizei Zürich. Ihm stehen sämtliche Kanäle des Sicherheitsverbunds Schweiz offen, um ein Lagebild zu erstellen. Dazu gehören auch der Nachrichtendienst des Bundes und das Bundesamt für Polizei. Jeder Kanton ist mit einer Person im Stab vertreten. Wichtig ist, dass sich bei einem Grossanlass alle Partner des Sicherheitsverbundes Schweiz austauschen können.

Welche Leistungen erbrachte der Führungsstab? 
Er erstellte etwa ein Konzept für die Drohnenabwehr in den acht verschiedenen Stadien, wo die Spiele ausgetragen wurden. Heute müssen sich die Einsatzkräfte bei jeder Grossveranstaltung auf Drohnenangriffe vorbereiten. Wir haben dies im Vorfeld zentral koordiniert, damit bei jedem Spiel die Abwehr gewährleistet war mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen.

Als Besucher fiel auf, dass die Städte unterschiedlich gewichteten. Bern sicherte die Fanzone beim Bundeshaus doppelt und sperrte für die Fanmärsche alle Seitenstrassen. In Basel waren die Seitenstrassen offen. Genf wiederum hatte eine hohe Polizeipräsenz. 
Genau wie in der Super League war eben jeder Kanton selbst für die Sicherheit von Spielen, Fanzonen und Fanmärschen verantwortlich. Bis auf wenige Empfehlungen machten weder der Führungsstab noch die Polizei kommandantenkonferenz Vorgaben auf Detailebene. Ich kann mir gut vorstellen, dass Schutzmassnahmen auch mit dem Standort verbunden waren. In der Innenstadt von Bern müssen andere Infrastrukturen geschützt werden als auf der Fanmarschroute in Basel.

Sie denken an Bundeshaus, Nationalbank und Berner Altstadt als Unesco-Weltkulturerbe?
Zum Beispiel. Grundsätzlich wenden wir im Ordnungsdienst die 3-D-Strategie an: Dialog, Deeskalation, Durchgreifen. Das ist die Basis. Die Frauen-EM konnten wir fast ausschliesslich über Dialog begleiten. 

Was kann der Männerfussball von der Frauen-EM lernen? 
So direkt lässt sich das nicht sagen. Der Unterschied liegt nicht in erster Linie beim Fussball selbst, sondern bei den Begleiterscheinungen um den Fussball herum. Besonders deutlich zeigt sich das jetzt in Italien. Da haben inzwischen mit der AC Milan und Inter Mailand Vereine selbst Massnahmen gegen gewalttätige Fans ergriffen.

Die AC Milan und Inter haben nach Ermittlungen gegen Ultra-Gruppierungen entschieden, «unerwünschte Fans», die gegen den Ethik-code der Vereine verstossen, nicht mehr ins San Siro zu lassen.
Genau. Wir müssen die Entwicklungen auch im Ausland beobachten. Sportveranstaltungen sind letztlich dafür da, allen Menschen Freude zu bereiten. Auch Familien sollen ohne Probleme an Fussballspiele gehen können. Deshalb wäre es schön und gut für alle, wenn Sportveranstaltungen generell so ablaufen würden wie die Spiele der Frauen-EM.

Wie beurteilen Sie die Situation heute in den Stadien der Super League? 
Wir müssen die Lage ständig neu beurteilen, weil wir Risiko-spiele haben. Mit dem Kaskadenmodell haben wir 2024 Massnahmen getroffen, die wir in dieser Saison weiterführen. 

Das Kaskadenmodell ist sehr umstritten, auch juristisch. 
Wir werden damit weiterfahren. Nach einer Saison lässt sich kein definitives Urteil fällen. Wir haben eine Linie und eine Modell-entwicklung und sind der Ansicht, dass sich die Situation damit verbessern lässt. Entscheidend bleibt allerdings der Dialog zwischen Bewilligungs-behörden, Polizei und Vereinen. Wir müssen ihn unbedingt weiterführen. Lösungen sind nur im Dialog möglich. Das sage ich in den Gremien immer wieder. Deshalb ist ein verstärkter Dialog auch die erste Massnahme im Kaskadenmodell, wenn etwas nicht gut läuft.

Führt die Polizei auch einen Dialog mit den Fans? 
Der Dialog mit den Fans ist ebenfalls Bestandteil unserer Arbeit. Er ist wichtig.

Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren will personalisierte Tickets. Wie sehen Sie das? 
Personalisierte Tickets sind ein mögliches Mittel, welches unter anderem dazu beitragen kann, die Einzeltäterverfolgung und die Sicherheit im Stadion generell zu verbessern. Dafür brauchen wir aber wohl gesetzliche Grundlagen. In anderen Ländern funktionieren personalisierte Tickets, das könnte auch bei uns so sein.

Meist findet Gewalt im Zusammenhang mit Fussball heute ausserhalb der Stadien statt. 
Diese Gewalt hat auch mit dem Spiel zu tun. Klar ist: Im Stadion selbst muss der Verein für Ruhe und Ordnung sorgen, ausserhalb des Stadions die Polizei. Es braucht die Zusammenarbeit aller.

In Zürich versuchen Fans des FC Zürich, GC-Fans mit Gewalt aus der Stadt zu vertreiben. Für wie gravierend halten Sie die Situation?
Diese Frage müssen Sie den zuständigen Polizeikorps stellen. Ich kann die Situation in Zürichnicht beurteilen. Entscheidend ist, dass man in solchen Situationen etwas unternimmt. Das ist in Zürich der Fall.

Sie selbst haben als Kommandant der Kantonspolizei Tessin gezeigt, wie man reagieren kann. Als Ende 2024 Ultras des Fussballklubs Lugano normale Fans des Eishockeyklubs Ambri-Piotta gewalttätig angriffen, reagierten Sie und verhafteten siebzehn Personen. Muss man schnell handeln, um eine Situation wie in Zürich zu verhindern?
Sie haben ein sehr gutes Adjektiv gewählt: schnell. Wenn etwas geschieht, muss man sofort ermitteln, um Fehlbare möglichst schnell anhalten zu können. Nicht nur im Stadion, auch ausserhalb. 

Können Sie sagen, was mit den siebzehn festgenommenen Personen geschehen ist?
Wir ermitteln noch. Aber ich hoffe, dass diese Ermittlungen ein Zeichen sind gegenüber anderen möglichen Gewalttätern.

Wie schätzen Sie sich als Polizeikommandant selbst ein? Sind Sie ein Hardliner? Ich bin sicher kein Hardliner. Aber ich mache als Polizeikommandant meinen Job. Wir sind verantwortlich für Ruhe und Ordnung. Greifen präventive Massnahmen und Dialog nicht und es passiert etwas, muss die Polizei handeln. Für das Urteil ist dann die Justiz zuständig. 

Sie sind seit Ende 2024 oberster Polizist der Schweiz. Hat sich Ihr Leben verändert? 
Nein. Ich sass schon zuvor für die Schweiz jahrelang im Atlas-Verbund der europäischen Antiterror-Spezialeinheiten. Und ich war Direktor der Interventionskurse am Schweizerischen Polizei-Institut. Jetzt habe ich eine neue Herausforderung, die mir sehr gut gefällt. Ich bin ein Mann des Dialogs und glaube, dass ich damit einiges erreichen kann.

Intervista al comandante della Polizia cantonale Matteo Cocchi pubblicata su oggi Aargauer Zeitung, Luzerner Zeitung und St. Galler Tagblatt.

Pagina giornale

Licenziamenti alla Navigazione: prende la parola il Governo

Licenziamenti alla Navigazione: prende la parola il Governo

L’Esecutivo ticinese è azionista di minoranza della Società
Norman Gobbi: “Siamo stati informati a fatti già avvenuti. Questo atteggiamento non è quello che ci aspettiamo”

Battelli nel caos, ora parla Gobbi. Il Consiglio di Stato del Canton Ticino, azionista di minoranza della Società di Navigazione del Lago di Lugano (SNL), è stato sollecitato da SEIDISERA giovedì riguardo ai licenziamenti ai danni di quattro dipendenti, annunciati mercoledì dalla società stessa. L’Esecutivo non sembra essere soddisfatto della situazione, in quanto la Navigazione aveva dato delle rassicurazioni al Governo dopo che, nei mesi scorsi, erano emersi problemi di varia natura.
Il Consiglio di Stato aveva quindi richiesto un incontro, avvenuto l’8 luglio scorso a Palazzo delle Orsoline, a cui erano presenti tre direttori di dipartimento su cinque (Istituzioni, Territorio e Finanze ed economia). In quel frangente il Governo aveva espresso il proprio disagio. Adesso lo conferma il presidente e capo del Dipartimento delle istituzioni, Norman Gobbi.
In questa faccenda esiste una dimensione “molto più pubblica”, ha dichiarato Norman Gobbi, e, ha continuato, lo hanno dimostrato i media “con l’attenzione posta al rapporto che la Società di Navigazione ha, come datore di lavoro, nei confronti dei propri collaboratori e con le associazioni sindacali”. Questo è stato un elemento “che ha portato poi il Consiglio di Stato a chiedere l’incontro urgente per poter chiarire questi elementi”, ha continuato, ma “come detto, anche per ripristinare un rapporto di fiducia che è comunque stato messo in discussione da parte del Consiglio di Stato”.
La SNL ha cercato di rassicurare il Governo e, secondo Gobbi, la direzione della società si è detta pronta a ripristinare un rapporto di fiducia basato anche sulla trasparenza. E qui veniamo ai licenziamenti di mercoledì, per cui i consiglieri sono “stati informati a fatti già avvenuti”, ha rimarcato Gobbi, quindi “a mio modo di vedere, questo atteggiamento non è ancora quello che il Consiglio di Stato si aspetta”.
Il Governo ha inoltre rivolto delle richieste puntuali alla SNL, la quale copre anche il trasporto sul lago Verbano, ma non sono state fatte delle verifiche su eventuali problemi sulla validità dei contratti di lavoro, perché, come riferito dal capo del Dipartimento delle istituzioni, il ruolo dell’Esecutivo, in questo caso, è quello di osservatore. Si potrà intervenire solo in qualità di mediatore, se le parti lo chiederanno. La richiesta però, al momento attuale, non c’è.
“Siamo presenti storicamente nell’azionariato di SNL”, ha spiegato Gobbi, ma “in maniera molto limitata”, però “abbiamo diritto a un rappresentante”, tuttavia “questo evidentemente non ci lega alle scelte che sono dell’azienda, e non degli azionisti”.
Se è ancora opportuno che il Cantone continui a essere azionista, anche se di minoranza, sarà “una discussione che faremo una volta ricevute le risposte, se mai arriveranno, ritenuto che il Cantone non ha lesinato sugli aiuti e sugli investimenti a SNL”. Dall’altra parte però “ci vuole un partner credibile”, il quale “non metta sempre in discussione quanto viene discusso e soprattutto non crei queste notizie negative che danneggiano l’immagine del settore”, ha concluso Gobbi.
La Società Navigazione del Lago di Lugano resta così sotto osservazione anche del Governo ticinese.              

https://www.rsi.ch/info/ticino-grigioni-e-insubria/Licenziamenti-alla-Navigazione-prende-la-parola-il-Governo–3013671.html

https://www.rsi.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:rsi:video:3013659

 

L’esercito sotto attacco

L’esercito sotto attacco

Tra problemi reali e strumentalizzazioni politiche

Il recente caso del presunto saluto nazista durante una cerimonia militare ha riacceso il dibattito sull’esercito svizzero, spingendo ancora una volta l’istituzione militare sotto i riflettori della critica. Tuttavia, dietro il legittimo interesse per episodi che meritano certamente attenzione e approfondimento, si nasconde spesso una strategia politica più ampia che va oltre la semplice preoccupazione per il buon funzionamento delle forze armate.
È innegabile che l’esercito svizzero stia attraversando un periodo di sfide significative”, esordisce il Consigliere di Stato Norman Gobbi, “i costi legati all’acquisizione degli F-35, le problematiche inerenti al progetto “droni” e altre difficoltà legate alla gestione di progetti complessi rappresentano questioni concrete che richiedono riflessioni serie e correzioni di rotta. L’istituzione militare non si sottrae a questo confronto critico e sta affrontando questi nodi con la serietà che meritano, consapevole che l’efficienza e la credibilità delle forze armate dipendono dalla capacità di evolversi e migliorarsi costantemente”.
Tuttavia, come giustamente evidenzia la Società Ticinese degli Ufficiali nel suo recente articolo, “l’esercito è lo specchio della società“, i militari non vivono in un sistema isolato. Gobbi condivide e sottolinea il concetto di “militi che provengono dalla società civile portando con sé valori, convinzioni e, purtroppo, anche i pregiudizi del tessuto sociale. In una società sempre più polarizzata, dove le posizioni estreme trovano crescente spazio nei dibattiti pubblici, non dovrebbe sorprendere che queste tendenze possano manifestarsi anche nelle formazioni militari”.
Il punto cruciale è distinguere tra critica costruttiva e strumentalizzazione politica. “Additare sistematicamente ogni problema o episodio controverso come prova dell’inadeguatezza strutturale dell’esercito rivela spesso un’agenda politica precisa”, sottolinea Gobbi. “Per parte della sinistra, l’obiettivo strategico rimane quello di delegittimare progressivamente l’istituzione militare fino alla sua abolizione. Ogni difficoltà diventa così un’arma dialettica per alimentare questo disegno politico”.
Per quanto attiene al presunto caso di estremismo, continua Gobbi citando il menzionato articolo, “l’esercito svizzero ha implementato strumenti concreti per affrontare le problematiche: controlli rigorosi durante il reclutamento, formazione dei quadri per gestire situazioni problematiche, politiche di tolleranza zero verso comportamenti illeciti e il Servizio specializzato per l’estremismo. Nonostante questi sforzi, è importante riconoscere che nessun sistema di controllo può essere perfetto al cento per cento, specialmente quando si tratta di prevedere l’evoluzione del pensiero umano nel tempo”.
La realtà è che i problemi ideologici e comportamentali che occasionalmente emergono nell’esercito sono il riflesso di dinamiche sociali più ampie. Come sottolinea la Società Ticinese degli Ufficiali, si tratta di “un problema globale, che trova la sua origine nella cultura, nell’educazione e nelle derive di una società disorientata e polarizzata“. La soluzione non può quindi limitarsi alla sola riforma dell’istituzione militare, ma richiede un impegno collettivo per rafforzare l’educazione civica e promuovere valori democratici.
In questo contesto, l’approccio più produttivo consiste nel riconoscere i problemi reali senza cadere nella trappola della demonizzazione sistematica. L’esercito svizzero, come ogni istituzione, deve continuare a migliorarsi e adattarsi alle sfide contemporanee. Tuttavia, trasformare ogni difficoltà in un atto d’accusa contro l’esistenza stessa delle forze armate serve solo a indebolire una componente fondamentale della sicurezza nazionale, alimentando divisioni che la Svizzera non può permettersi in un mondo sempre più instabile”, conclude Gobbi.

Articolo pubblicato nell’edizione di domenica 27 luglio 2025 del Mattino della domenica

 

Lega – Festa 1° agosto

Lega – Festa 1° agosto

Quest’estate sarà la Sezione di Monteceneri ad accogliere la Festa per il Natale della Patria della Lega dei Ticinesi, un evento sempre gradito e ben frequentato.
L’appuntamento è previsto sul piazzale antistate la palestra della caserma del Monte Ceneri o all’interno della struttura in caso di brutto tempo.
L’inizio è fissato per le ore 11.00 e dalle ore 12.15 sarà servito il pranzo offerto: antipasto con salametto, risotto con pasta di luganighetta e crostata.
Sempre sul mezzogiorno sono previsti alcuni interventi politici: prenderanno la parola il coordinatore cantonale Daniele Piccaluga, i Consiglieri di Stato Norman Gobbi e Claudio Zali e il Consigliere nazionale Lorenzo Quadri. La parte ufficiale terminerà con l’Inno nazionale per poi proseguire con l’intrattenimento musicale.
Per motivi organizzativi, si richiede di confermare la propria partecipazione contattando Rosanna al numero 079 247 49 88, dalle 14.00 alle 18.00, oppure scrivendo a info@lega-dei-ticinesi.ch.
Da Lugano sarà organizzato un viaggio in autobus con partenza alle ore 10.45 dallo Stadio Cornaredo (lato fiume). La prenotazione è obbligatoria chiamando sempre il numero 079 247 49 88 (Rosanna).

Pretore supplente straordinario: aperto il concorso pubblico

Pretore supplente straordinario: aperto il concorso pubblico

Comunicato stampa

Il Consiglio di Stato comunica che in data odierna è stato pubblicato sul Foglio ufficiale il concorso pubblico per la designazione del Pretore supplente straordinario presso la Pretura di Riviera, attivo al 50% e attribuito alla Pretura penale. Una designazione legata al progetto di trasformazione digitale della Giustizia ticinese, che figura tra gli indirizzi strategici definiti dal Governo in favore della Giustizia.

In data odierna è stato pubblicato sul Foglio ufficiale il concorso pubblico per la designazione da parte del Consiglio di Stato di un Pretore supplente straordinario presso la Pretura di Riviera, nella misura del 50% e attribuito alla Pretura penale. La designazione del Governo di un magistrato supplente straordinario ai sensi dell’articolo 24 della Legge sull’organizzazione giudiziaria, con l’accordo della Commissione giustizia e diritti del Gran Consiglio, s’inserisce nella trasformazione digitale della Giustizia ticinese, che verte anzitutto sull’ammodernamento dell’applicativo informatico in uso denominato MyABI/Juris. Un progetto fondamentale, dato che solo grazie all’applicativo informatico ammodernato le Autorità giudiziarie ticinesi potranno interagire direttamente con la piattaforma justitia.swiss, sviluppata nel progetto nazionale “Justitia 4.0” ai fini dello scambio elettronico di atti giudiziari tra rappresentanti legali e Autorità, che sarà imposto dalla legge federale.

Il potenziamento straordinario della Pretura penale deriva in particolare dalla necessità di sgravare il Pretore del Distretto di Riviera nella misura del 50%, con l’interessata che, oltre alle Preture, seguirà i lavori d’introduzione del software aggiornato anche presso la Pretura penale e le Giudicature di pace. Vista la durata dell’incarico sino al 31 maggio 2030, le tempistiche definite dello stesso nonché per ampliare il ventaglio degli interessati, il Governo ha indetto un concorso pubblico, aperto sino al 13 agosto 2025.

La trasformazione digitale della Giustizia ticinese procede dunque in modo spedito, richiamando il Messaggio n. 8600 licenziato dal Consiglio di Stato il 9 luglio 2025, che contempla, oltre ai potenziamenti straordinari legati al progetto di trasformazione digitale che in una prima fase tocca le Preture e il Ministero pubblico, anche il potenziamento ordinario della Pretura penale e la rispettiva modifiche delle competenze sanzionatorie. Tutte decisioni che seguono gli indirizzi strategici definiti dal Governo in favore della Giustizia ticinese, con la trasformazione digitale che modificherà in modo importante il lavoro delle Autorità giudiziarie, con l’obiettivo di migliorarne ulteriormente il funzionamento a beneficio della cittadinanza e della collettività.  

Massimo Bognuda e la sua passione verticale

Massimo Bognuda e la sua passione verticale

L’alpinista racconta il suo amore per la montagna e l’arrampicata, che oggi significa anche confrontarsi con le conseguenze del cambiamento climatico

Nel 1986, Massimo Bognuda ha aperto la sua prima via sul Poncione di Piotta. Nato nel 1969 con gli scarponi ai piedi, come si suol dire, da quella volta nella valle di Lodrino, l’alpinista ticinese non ha più smesso la sua passione per la verticalità. Oggi è responsabile dell’istruzione tecnica dei giovani al Cas e all’Utoe Bellinzona e Valli, nonché esperto GS nella formazione dei monitori.
Classe 1969, Massimo Bognuda, benché da allora siano passate svariate decine di anni, se la ricorda bene la sua prima volta: il 1° agosto 1986 a tracciare una via sul Poncione di Piotta, nella valle di Lodrino.
«Ero al seguito di Piero Menucelli, allora capocolonna, e Geo Weit, due esperti alpinisti del Club Alpino Svizzero sezione Bellinzona e Valli – premette Bognuda, responsabile dell’istruzione tecnica dei giovani in seno a Cas e Utoe Bellinzona ed esperto GS (Gioventù e Sport) nella formazione dei monitori –. Io, invece, avevo 17 anni. Ricordo che abbiamo aperto una via sul versante nord-est del Poncione di Piotta, che a tutt’oggi resta meno gettonato rispetto alle vie più classiche, anche perché la valle di Lodrino è più discosta rispetto ad altre falesie (tipo quelle del San Gottardo o della Val Bedretto). Quella prima volta è stata davvero speciale per me: ho potuto vedere come si tracciava una nuova via».
A chi si inerpica per passione e sport per le rocce del nostro cantone, il suo nome sarà già capitato di sentirlo. Perché dopo quella sua ‘prima volta’ in compagnia di alpinisti più esperti, Massimo Bognuda di vie ne ha tracciate diverse altre, in prima persona. «Restando nella zona di Lodrino, ho ad esempio aperto diverse vie in zona Lagua, ma pure una sopra Santa Maria, in Val Calanca, e risanato altre falesie, come in Valle di Gorduno e a Galbisio, che spesso fanno da campo di pratica per i corsi giovanili che proponiamo come Cas Bellinzona». Ce ne sono ancora tanti di giovani che si lasciano ammaliare dal fascino dell’arrampicata sportiva? «È un’attività che piace sempre parecchio ai giovani. Basti pensare che ai corsi che proponiamo per i giovani a Bellinzona siamo sulla sessantina di partecipanti, suddivisi in diversi gruppi e su diverse serate. Qualcuno poi, dopo le prime volte, decide di smettere, ma c’è sempre un buon numero di giovani arrampicatori che continua per questa via verticale».

Nato con gli scarponi ai piedi
Massimo è una di quelle persone praticamente nate con… gli scarponi ai piedi. Fin da bambino infatti le escursioni in quota hanno fatto parte del menu del suo tempo libero. Lunghe camminate in montagna, che ben presto si sono fatte sempre più verticali, fino a divenire arrampicate vere e proprie. «Mi sono avvicinato all’arrampicata con i corsi del Cas a Bellinzona. Quella sensazione che provavo rilancio dopo rilancio mi piaceva, adoravo quella scarica di adrenalina e la sensazione di libertà, provate a stretto contatto con la natura».
Le alture sopra Lodrino, di dove è originario, e dei suoi dintorni le conosce come le proprie tasche, avendole percorse passo a passo praticamente tutte. Ma non solo quelle e, soprattutto, non limitandosi a esplorarle in… orizzontale, ma salendoci anche in verticale. «Bene o male le arrampicate nelle zone più classiche del Ticino le ho frequentate tutte. Va pur detto che l’arrampicata sportiva, quella che nella natura viene praticata su pareti appositamente tracciate, è piuttosto settoriale: le falesie più note sono, tanto per citarne alcune, quelle di Ponte Brolla, Osogna, Lodrino, Cresciano come pure quelle dei Denti della Vecchia, tutte documentate anche in una guida specifica a cura del Club Alpino Svizzero e in costante aggiornamento». Pareti, quelle elencate da Massimo Bognuda, che attirano anche folte schiere di arrampicatori da oltre San Gottardo, come pure da altri Paesi. Come mai? «Soprattutto per il clima che caratterizza il nostro cantone. Nelle belle giornate, qui, si può arrampicare su una falesia esposta al sole praticamente tutto l’anno, tolti quei giorni in cui è particolarmente freddo o la roccia è bagnata».
C’è una parete a cui Massimo Bognuda si sente per qualche motivo più affezionato? «Non in modo particolare: a me basta stare all’aria aperta ed è sempre una magia. Poi, va da sé, molti hanno la loro palestra naturale preferita, vuoi per le caratteristiche della roccia e del panorama circostante, vuoi per le abilità tecniche che si devono avere per ‘domarla’: insomma, per le pareti, come per tutte le altre cose, la preferenza è un aspetto prettamente soggettivo».

La paura come termometro
Mai avuto paura in parete? «Un pizzico di paura lo si prova sempre. Ma è quel genere di timore misurato che ti porta ad acuire i sensi e ad aver sempre rispetto per l’ostacolo che hai davanti. La paura è un termometro interno che va sempre tenuto sotto controllo: quando raggiunge la soglia di guardia, allora è il momento di tornare sui propri passi e semmai riprovarci un’altra volta. La montagna non scappa, per cui è superfluo ostinarsi prendendo inutili rischi».

Le conseguenze del cambiamento climatico
Come è cambiata, se è cambiata, la montagna in questi anni? «Rispetto alle mie prime arrampicate col gruppo giovanile del Cas, la montagna è indubbiamente cambiata, e anche parecchio. Soprattutto per effetto dei mutamenti climatici in atto un po’ dappertutto e del conseguente ritiro dei ghiacciai. Fenomeni che hanno cambiato non poco il paesaggio alpino e il suo profilo orografico, aspetti di cui chi si inerpica per sentieri alpini o affronta una falesia con corda e moschettoni, deve tener conto. Alcuni itinerari sono giocoforza diventati più insidiosi, soprattutto in prossimità dei ghiacciai: il loro avvicinamento è diventato più problematico proprio a causa del rilascio di questo materiale instabile. Si potrebbe pensare che il ritiro dei ghiacciai e delle nevi in quota abbia permesso di allargare il ventaglio delle vie praticabili, ma questa è una considerazione purtroppo solo superficiale: questi fenomeni di per sé hanno comportato e comportano più problemi che altro, almeno a corto e medio termine. Affinché le aree lasciate libere da ghiacci e neve possano presentare una buona stabilità per poterci camminare sopra ci vuole una buona decina d’anni. Un po’ diverso, invece, è il discorso delle arrampicate in quota, diciamo dai 2’500/4’000 metri in su: a causa del ritiro di permafrost e ghiacciai alcune pareti rocciose possono essere più soggette a frane rispetto a qualche decina d’anni fa».

Massimo Bognuda è membro della Commissione Montagne sicure a supporto del progetto di sensibilizzazione promosso dal Dipartimento delle istituzioni

Intervista pubblicata su Ticino7, allegato a la Regione

La minaccia del lupo mette a rischio l’anima delle Alpi ticinesi

La minaccia del lupo mette a rischio l’anima delle Alpi ticinesi

L’agricoltura di montagna in Ticino è a un bivio critico. La crescente presenza del lupo non minaccia solo gli animali al pascolo, ma compromette un equilibrio costruito nei secoli tra uomo, territorio e natura. Secondo il Consigliere di Stato Norman Gobbi, l’aumento degli attacchi sta spingendo molti allevatori a rinunciare all’attività. Non è solo un problema economico: si rischia la scomparsa irreversibile di un’intera civiltà alpina.
Le conseguenze sono a catena. I pascoli vengono abbandonati, gli alpeggi si svuotano, il paesaggio si degrada. “Gli enti patriziali, che da secoli gestiscono buona parte del territorio montano, si trovano oggi in difficoltà: i loro terreni perdono valore, gli affittuari spariscono, e intere aree rischiano di rimanere inutilizzate. Questo non riguarda solo piccoli appezzamenti, ma anche vaste proprietà che per generazioni hanno rappresentato il cuore pulsante dell’economia alpina ticinese”, rimarca Gobbi.
Ma a essere in pericolo non è solo la struttura fondiaria: “è la nostra identità culturale e gastronomica”, afferma Gobbi. L’abbandono dell’agricoltura di montagna significa dire addio a prodotti unici come i formaggi d’alpe a latte crudo, i salumi artigianali, i vini di quota, i risotti, la polenta e le ricette tradizionali che fanno parte della memoria collettiva del territorio. Senza pastori, malghe e artigiani del gusto, il Ticino perde sapore, storia e autenticità.
La pressione del lupo, documentata anche nell’Analisi cantonale 2024, ha portato alla richiesta di abbattimento parziale di due branchi, ma secondo Gobbi non basta. “Serve un approccio integrato: misure di protezione più efficaci, sostegno concreto agli allevatori, incentivi per i patriziati e politiche di sviluppo rurale che valorizzino davvero l’agricoltura di montagna. Solo così si può invertire il declino.
In gioco c’è anche la biodiversità. “L’agricoltura tradizionale ha creato e custodito per secoli ambienti ricchi e complessi. Con l’abbandono, molte specie vegetali e animali rischiano di scomparire insieme ai pascoli. La riforestazione spontanea, per quanto naturale, non può sostituire l’equilibrio sottile generato dall’interazione tra uomo e paesaggio” commenta il Consigliere di Stato.
La sfida è urgente”, chiosa Gobbi. “Senza interventi mirati, il Ticino rischia di perdere per sempre la sua agricoltura di montagna, la sua gastronomia d’eccellenza e l’intero sistema di valori che ha plasmato la vita nelle valli. Proteggere l’agricoltura alpina significa proteggere l’anima stessa del nostro territorio.”

Articolo pubblicato nell’edizione di domenica 20 luglio 2025 de Il Mattino della domenica

Centrale la Regio insubrica specie in questa crisi globale

Centrale la Regio insubrica specie in questa crisi globale

Il presidente Norman Gobbi fa il punto sugli interventi avviati in favore del territorio transfrontaliero «Dalla mobilità al turismo, la collaborazione sta dando buoni frutti. Anche sulla tutela ambientale»

Una giornata per fare il punto, ma soprattutto per guardare avanti. Con diverse, decisive dinamiche da valutare e gestire. Recentemente a Mezzana, nella sede della Comunità di lavoro Regio Insubrica si è svolto l’incontro annuale tra i rappresentanti del Gran Consiglio della Repubblica e Cantone Ticino e dei Consigli regionali di Lombardia e Piemonte. Ne parliamo con il presidente della Regio Insubrica e Consigliere di Stato del Cantone Ticino, Norman Gobbi.

Un lavoro di squadra importante, su diversi, strategici progetti transfrontalieri: qual è il bilancio della Regio Insubrica dell’ultimo anno, emerso anche nel recente incontro?
Dall’incontro è emerso come la collaborazione tra la Comunità di lavoro Regio Insubrica ed i parlamenti regionali e cantonale sia stata virtuosa ed abbia portato a dei risultati in prospettiva a favore del territorio transfrontaliero. In particolare, nell’ambito della mobilità, penso al completamento a sud del progetto Alptransit, che ha visto i rispettivi parlamenti siglare una dichiarazione di intenti e depositarla presso i rispettivi ministeri dei trasporti e delle infrastrutture, portandola addirittura all’attenzione del Parlamento e della Commissione europea nell’ambito di un convegno intitolato “Alleanza Italia-Svizzera per un’Europa più connessa: confronto sul completamento di Alptransit e il futuro dei trasporti”, tenutosi a giugno a Bruxelles.

Che cosa emerge sul fronte dell’economia e del mercato del lavoro, in un momento così delicato per i conflitti internazionali e la vicenda dei dazi, ma anche per segnali come la delocalizzazione di aziende storiche in Ticino?
L’economia internazionale sta attraversando un momento delicato e la regione di frontiera italo-svizzera non è immune da fenomeni come la guerra dei dazi o la crescita dei costi delle materie prime e semilavorate. Per tutta l’area della Regio Insubrica abbiamo ravvisato un preoccupante fenomeno di delocalizzazione delle produzioni – come accaduto nella provincia di Varese con l’impresa Beko – con riflessi negativi su tutto il tessuto economico e sul mercato del lavoro regionale. Per questo motivo la Regio Insubrica ha scritto ai ministri delle finanze di Svizzera e Italia chiedendo, anche nell’ambito delle misure di risparmio che sono attualmente discusse dai due Governi e prossimamente al vaglio dei Parlamenti, di non operare tagli sui piani di investimento infrastrutturale e sulle politiche settoriali a favore delle regioni periferiche e di confine nelle quali, ricordo, avviene oltre il 40% degli scambi commerciali tra Svizzera e Italia, scambi dell’ordine del miliardo di euro alla settimana.

La mobilità è un tema cruciale e affrontato a più riprese dalle aree della Regio Insubrica. Quali sono i progressi emersi e quali le sfide che attendono ancora?
Le sfide in questo ambito rimangono di rilievo e il settore della mobilità resta prioritario nei piani di intervento della Regio Insubrica. Per quanto concerne la lunga percorrenza ho già avuto modo di evidenziare l’importanza dell’iniziativa politica portata avanti dai parlamenti regionali di Lombardia e Piemonte e del Cantone Ticino, volta a favore il completamento a Sud del corridoio ferroviario TEN-T Rotterdam-Genova. Per quanto attiene alla mobilità transfrontaliera di corto raggio, se da un lato salutiamo l’aumento di passeggeri dei treni TILO, molto rimane da fare per la gestione del traffico su strada, in particolare nelle ore di punta, in particolare per quanto concerne i lavoratori frontalieri. In questo ambito salutiamo la conclusione dei negoziati tra Italia e Svizzera per l’elaborazione di un accordo sul cabotaggio che, una volta entrato in vigore, permetterà lo sviluppo di linee di bus transfrontaliere. Come sottolineato nell’ambito del recente Dialogo sulla cooperazione transfrontaliera italo-svizzero tenutosi a Poschiavo, ci aspettiamo una pronta trattazione e ratifica da parte del Parlamento italiano. Infine si è anche ricordato l’impegno della Regio Insubirca a favore del completamento dell’elettrificazione della Como- Lecco, lavori che la Comunità di lavoro continuerà a seguire con attenzione.

Un intenso lavoro è stato affrontato insieme sul versante del turismo, motore chiave dell’economia? Anche qui, quali risultati e quali prospettive?
Il tema del turismo sostenibile rimane centrale per lo sviluppo economico e occupazionale delle nostre regioni, ma anche dal punto di vista della tutela ambientale. Ricordo nel merito l’organizzazione da parte della Regio insubrica, per la prima volta nel 2022, degli Stati generali della cultura e del turismo per la regione dei laghi prealpini italo-svizzeri. Questo evento, per il tramite dei suoi atelier di preparazione, ha prodotto un documento strategico che indica gli assi dello sviluppo futuro del comparto. Di queste raccomandazioni è stato fatto tesoro nell’ambito del Programma di cooperazione transfrontaliera Italia-Svizzera Interreg, il quale prevede un obiettivo strategico dedicato al rafforzamento del ruolo della cultura e del turismo sostenibile. Constatiamo con piacere che nel primo bando della programmazione attuale, rispetto ai novanta progetti approvati, una sessantina provengono dalla Regio Insubrica e dodici riguardano il settore culturale-turistico, tra i quali vari progetti dedicati allo sviluppo delle ciclopiste, ma anche dell’integrazione digitale dell’offerta turistica.

Quali novità sul fronte della programmazione Interreg 2021/2027, sulla scia dei tanti progetti interessanti che sono stati affrontati negli scorsi anni?
Come accennato in precedenza il risultato del primo bando, sia a livello quantitativo che qualitativo, è da ritenersi positivo. Desidero evidenziare come con il solo primo bando si sia già superato, solo considerando il numero di progetti approvati, il totale della programmazione 2014-2020. Il secondo bando è stato chiuso a giugno e nel corso dell’autunno potremo effettuare una valutazione d’insieme del Programma che, voglio ricordarlo, costituisce lo strumento di cooperazione strategica con dotazione finanziaria per eccellenza dell’area di confine.

Il tema delle acque: quali progressi, ma anche quali problemi su cui muoversi insieme si possono evidenziare?
Sia sulla qualità delle acque sia sulla navigazione, che è un tema cruciale? Il monitoraggio e la tutela delle acque dei nostri bacini e fiumi transfrontalieri è da tempo un obiettivo principale per la Regio Insubrica. Si tratta di un esempio virtuoso dell’eccellente collaborazione transfrontaliera in essere in quanto, ad esempio, grazie ai progetti Interreg sviluppati e agli investimenti di Regione Lombardia, le acque del Lago di Lugano sono tornate interamente balneabili. Fa piacere anche constatare che il sistema di allerta e pronto intervento elaborato nell’ambito dell’apposito tavolo tecnico della Regio Insubrica non sia stato sollecitato nel corso dello scorso anno, ribadendo una globale migliore tutela delle nostre acque. Per quanto concerne la navigazione sui due laghi transfrontalieri Ceresio e Verbano, la Regio Insubrica continua a facilitarne lo sviluppo, in modo particolare per quanto attiene alla navigazione turistica, salutando la firma nel 2023 di un accordo consorziale di lungo termine tra la Gestione governativa navigazione laghi e la Società di navigazione del Lago di Lugano, che prevede tra l’altro l’elettrificazione progressiva di parte delle flotte. Il tema navigazione purtroppo nel corso dello scorso anno ha riscontrato delle oggettive difficoltà che ne hanno rallentato lo sviluppo dei progetti in corso, in particolare per via dei violenti nubifragi che hanno coinvolto in particolare l’Alto Ticino e portato grandi quantità di legname nei nostri laghi, rendendo la navigazione difficoltosa.

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Obiettivo per i trent’anni includere anche Sondrio
Un incontro a tutto campo che non solo ribadisce il ruolo strategico della Regio Insubrica, ma ha offerto anche spunti di riflessione per guardare oltre i confini attuali di questi territori così simili tra loro. La giornata di Mezzana, in Canton Ticino, ha visto a confronto un’ampia serie di figure e ruolo: alla presenza appunto del presidente della Regio Insubrica e consigliere di Stato del Cantone Ticino, Norman Gobbi, e del rappresentante di Regione Lombardia, Fabrizio Turba, c’erano anche per il Gran Consiglio il presidente Fabio Schnellmann, il primo vice presidente Daria Lepori, e il secondo vice presidente Giovanni Berardi; per il Consiglio regionale della Lombardia il presidente della Commissione speciale per i Rapporti tra Lombardia e Confederazione Svizzera, Giacomo Zamperini, e i consiglieri, componenti della Commissione, Luigi Zocchi e Giuseppe Licata; inoltre per il Consiglio regionale del Piemonte i consiglieri Annalisa Beccaria e Domenico Rossi.
L’intento era sensibilizzare i legislativi regionali sui temi al centro dell’attenzione nell’ultimo anno, nonché i prossimi impegni. In vista del trentennale della Regio Insubrica, il consigliere
Zamperini inoltre ha avanzato l’idea di prendere in esame un ampliamento dei confini insubrici, ovvero includere provincia di Sondrio e Canton Grigioni. Zone confinanti, problemi affini, sfide
che si possono affrontare insieme come ha dimostrato già l’esperienza finora vissuta tra le zone attualmente comprese nella Regio Insubrica.

Articolo pubblicato giovedì 17 luglio 2025 su Frontiera/La Provincia 

«Polizia ticinese» in consultazione

«Polizia ticinese» in consultazione

La parola ai Comuni e alla politica

Il tanto discusso progetto elaborato dal gruppo di lavoro è ora definitivo e passerà dunque all’esame dei diretti interessati Diverse le novità in termini di ripartizione dei compiti, dei requisiti minimi per i corpi e della governance politica per coordinare il loro lavoro

La lettera del Dipartimento delle istituzioni è partita ieri via posta elettronica. Destinatari: tutti i Comuni ticinesi, i sindacati, i partiti in Gran Consiglio, la Conferenza consultiva sulla sicurezza, l’Associazione Polizie comunali e la Polizia cantonale. L’oggetto, lo avrete intuito, è il nuovo progetto «Polizia ticinese », volto a regolare la futura collaborazione tra Polizia cantonale e Polizie comunali e di cui si discute, ormai, da diversi anni. Una riforma dei compiti delle forze dell’ordine ticinesi, sulla scrivania del Governo da circa un decennio e il cui documento riassuntivo è stato inviato in consultazione proprio nella giornata di ieri. Parliamo di un progetto nato anche con l’obiettivo di offrire al Gran Consiglio, cui spetterà la scelta finale, una possibile alternativa al modello di «Polizia unica», proposto in una mozione dall’ex deputato Giorgio Galusero (PLR), che aveva incontrato la strenua opposizione degli stessi Comuni. Tanto che il relativo messaggio governativo era stato ritirato dieci anni fa dal direttore del DI Norman Gobbi. Ma che, potenzialmente, rimane la seconda alternativa sul tavolo.

Un corposo documento
Ma torniamo al presente, al documento di 31 pagine – che il Corriere del Ticino ha potuto consultare – nel quale sono illustrate diverse novità. In particolare (ma non solo) a livello di governance operativa e politica, un tema che in passato aveva fatto drizzare le antenne soprattutto nel Luganese (si veda il CdT del 14 novembre 2024). Ad ogni modo, agli interpellati viene in sostanza chiesto: preferite questo progetto oppure la già citata «Polizia unica»? Dalle risposte, da far pervenire entro il 15 settembre, verrà quindi delineato il futuro della polizia ticinese.

Gli incarichi da dividersi
Ma che cosa prevede, in sostanza, il progetto Polizia ticinese elaborato dal gruppo di lavoro istituito dal Cantone? Due, in estrema sintesi, i pilastri del progetto: la ripartizione dei compiti (tra Polizia cantonale e PolCom) e l’assetto organizzativo. Il gruppo di lavoro la definisce «una soluzione capace di adeguare autonomie e responsabilità di Cantone e Comuni, rendere più efficienti i servizi di ordine pubblico e offrire un modello alternativo alla cantonalizzazione, mantenendo la neutralità finanziaria per entrambi i livelli istituzionali ». Concretamente, per la ripartizione dei compiti sono state analizzate 91 prestazioni di Polizia. È stato applicato un modello che distingue tra autonomia politica comunale (24 prestazioni), condivisa (11 prestazioni) e cantonale (56 prestazioni). Per le prestazioni di prossimità è stato inoltre definito il grado di autonomia operativa comunale, distinguendo tra autonomia completa (6 prestazioni) e residua (22 prestazioni, con autorizzazione cantonale). Ulteriori 23 prestazioni possono essere delegate dal Cantone ai Comuni, con la possibilità di porre vincoli formativi e normativi.

L’assetto organizzativo
Per l’assetto organizzativo «si è mirato a superare i limiti del modello attuale» e, all’atto pratico, è prevista l’eliminazione della distinzione tra Polizia polo e strutturata, nonché della figura dell’ausiliario di Polizia, a favore dell’assistente di Polizia. I Comuni senza un proprio corpo di Polizia dovranno convenzionarsi con un unico altro corpo (comunale o cantonale), cui delegare anche la gestione operativa degli eventuali assistenti assunti. Sempre per quanto riguarda l’assetto organizzativo sono state ritenute due forme possibili per i corpi di Polizia comunale: da un lato quella esistente del servizio interno all’Amministrazione comunale (aperto a convenzioni con altri Comuni) e dall’altra quella del Consorzio intercomunale, regolato da una specifica legge settoriale, cosa «che permette di superare i limiti funzionali denunciati in alcune realtà territoriali».
È stata inoltre stabilita una dimensione minima per i corpi delle Polizie comunali pari a 13+1 unità (tredici agenti e un comandante). Tra i requisiti minimi citiamo pure la «copertura oraria» da garantire: dalle 6 del mattino alle 22 tra domenica e mercoledì; dalle 6 del mattino alle 2 di notte tra giovedì e sabato. Poi, per definire ulteriormente la dimensione adeguata del comprensorio servito da un corpo di polizia comunale è stato elaborato un modello multi-criterio (basato sulla popolazione domiciliata e villeggiante, sulla popolazione a rischio e sulle attività economiche presenti nel territorio), con la necessità di soddisfare determinati criteri. «Sulla base di questi e delle relative soglie – scrive il gruppo di lavoro – , due corpi di Polizia comunali (Stabio e Losone) risultano sottodimensionati e dovrebbero aggregarsi ad altri corpi».

Questione di organizzazione
Resta poi la questione centrale del coordinamento tra i vari attori. Per quanto concerne il coordinamento puramente operativo, viene proposta l’adozione di quattro Consigli regionali dei comandanti (CRC), la cui conduzione sarà affidata ai comandanti delle polizie comunali di Bellinzona, Locarno, Lugano e Mendrisio, e che si riuniranno quattro volte all’anno. Scopo dei CRC sarà discutere i problemi a valenza regionale. Oltre a ciò, si è deciso di istituire pure un Consiglio interregionale dei comandanti (CIC), a cui parteciperanno (una volta all’anno) tutti i comandanti delle Pol-Com.

Per la governance politica si propone invece la creazione di quattro gremi di coordinamento regionale (le Conferenze consultive regionali, CCR), composte dai municipali responsabili della polizia e presiedute dai capidicastero di Bellinzona, Locarno, Lugano e Mendrisio. Le CCR, va detto, avranno unicamente una funzione consultiva. Oltre alle Conferenze regionali, per «assicurare il coordinamento politico a livello sovraregionale» è stata inoltre proposta la costituzione di una Conferenza consultiva cantonale (CCC), anch’essa con funzione consultiva e voluta per discutere le strategie di sicurezza.

I prossimi passi
Infine, per dare il tempo necessario ai Comuni di adattarsi, per l’implementazione del nuovo modello è stato previsto un periodo transitorio di tre anni. «Durante questo periodo – precisa il gruppo di lavoro – i perimetri dei corpi di Polizia e le convenzioni in essere non potranno essere modificati». Il rapporto, come detto, è ora in consultazione presso Comuni, partiti e associazioni. E, dalle loro osservazioni, si procederà con eventuali revisioni del documento. È infine prevista la presentazione del messaggio definitivo del Governo. E poi, va da sé, la palla passerà al Gran Consiglio. Come dire: la strada è ancora lunga.

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Polizia ticinese, il nuovo progetto in consultazione
Riforma o “Polizia unica”? I Comuni dovranno esprimersi entro il 15 settembre

È partita la consultazione sul progetto «Polizia ticinese», che riforma la collaborazione tra Polizia cantonale e Polizie comunali. La notizia è stata anticipata dal Corriere del Ticino. Stando al quotidiano, ieri il Dipartimento delle istituzioni ha inviato il documento a Comuni, partiti, sindacati e altri enti coinvolti. La riforma, attesa da anni, intende offrire un’alternativa alla “Polizia unica”, proposta già bocciata nel 2014 per l’opposizione dei Comuni.
Il progetto si basa su due pilastri: la ripartizione dei compiti (91 in totale) tra Cantone e Comuni e un nuovo assetto organizzativo. Sono previste tre categorie di competenze: comunali, condivise e cantonali. Alcune funzioni potranno essere delegate dal Cantone ai Comuni, con limiti formativi e normativi.
Sul piano organizzativo, si aboliscono le attuali distinzioni tra corpi e si introduce la figura dell’assistente di Polizia. I corpi comunali dovranno avere almeno 13 agenti e un comandante, garantendo una copertura oraria minima. I Comuni senza un proprio corpo dovranno convenzionarsi con un altro. Previsti nuovi organi di coordinamento, sia operativi che politici, a livello regionale e cantonale.
La consultazione resterà aperta fino al 15 settembre. Poi il Governo presenterà il messaggio definitivo al Gran Consiglio, che deciderà se adottare il nuovo modello o riprendere l’idea della Polizia unica.

https://www.tio.ch/ticino/attualita/1854019/polizia-comuni-nuovo-consultazione-progetto-ticinese

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Sono mesi decisivi per il futuro della polizia ticinese

Da ieri è stato posto in consultazione il progetto “Polizia ticinese”, che rappresenta un’alternativa alla “Polizia unica” della mozione firmata dall’ex deputato ed ex ufficiale della polizia cantonale Giorgio Galusero (Plr). Comuni, sindacati e partiti hanno tempo fino al 15 settembre per scegliere uno o l’altro progetto.
Da qui al 15 settembre si gioca il futuro della polizia ticinese. Ieri il Dipartimento delle istituzioni ha infatti stato messo in consultazione presso i comuni, i sindacati, i partiti politici, la Conferenza consultiva sulla sicurezza, l’Associazione Polizie comunali e la Polizia cantonale il progetto “Polizia ticinese”, che ha lo scopo di rendere più efficace e più efficiente la collaborazione tra Polizia cantonale e Polizie comunali. Un progetto, come scrive il Corriere del Ticino, nato per dare al parlamento un’alternativa alla “Polizia unica” proposta da una mozione dell’ex deputato ed ex ufficiale della Polizia cantonale Giorgio Galusero (Plr).
 
Il progetto “Polizia ticinese”
Nel dettaglio, scrive il foglio di Muzzano, il progetto “Polizia ticinese” si basa su due pilastri: la ripartizione dei compiti tra forze cantonali e comunali e l’assetto organizzativo. Si tratta, secondo il gruppo di lavoro che ha elaborato l’idea, di “una soluzione capace di adeguare autonomie e responsabilità di Cantone e Comuni, rendere più efficienti i servizi di ordine pubblico e offrire un modello alternativo alla cantonalizzazione, mantenendo la neutralità finanziaria per entrambi i livelli istituzionali”. Per quanto riguarda la parte organizzativa, invece, è prevista l’eliminazione della distinzione tra Polizia polo e strutturata, così come quella dell’ausiliario di Polizia a favore dell’assistente di Polizia. Inoltre i Comuni che non hanno un proprio corpo saranno chiamati a convenzionarsi con un unico altro corpo, che sia comunale o cantonale, a cui affidare anche la gestione operativa degli eventuali assistenti assunti. Inoltre, tra i vari aspetti stabiliti, c’è anche quello inerente la dimensione minima di un corpo di Polizia comunale, che dovrà essere di tredici agenti e un comandante. Per far sì che i comuni si possano adattare al nuovo progetto è previsto un periodo transitorio di tre anni in cui ” i perimetri dei corpi di Polizia e le convenzioni in essere non potranno essere modificati”.
 
Il Consiglio regionale dei comandanti
Dal punto di vista operativo, per coordinare il tutto viene proposta l’adozione di quattro Consigli regionali dei comandanti (Crc), alle cui redini ci saranno i comandanti di Bellinzona, Locarno, Lugano e Mendrisio, che dovranno discutere i problemi di valenza regionale. A questo si aggiunge il Consiglio interregionale dei comandanti (Cic), a cui parteciperanno tutti i comandanti delle Polizie comunali. Per quanto riguarda la governance politica, invece, la proposta è di creare quattro gremii di coordinamento regionale, ovvero le Conferenze consultive regionali, composte dai municipali responsabili della polizia e presiedute dai capidicastero di Bellinzona, Locarno, Lugano e Mendrisio. A queste si aggiunge la Conferenza consultiva cantonale. Entrambe hanno ruoli consultivi.
Con la trasformazione digitale arrivano pure i potenziamenti

Con la trasformazione digitale arrivano pure i potenziamenti

Il Consiglio di Stato propone di attribuire alla Pretura penale una «colonna» in più

Con la trasformazione digitale, per la Giustizia ticinese presto dovrebbero arrivare anche puntuali potenziamenti in termini di risorse umane, sia temporanei sia strutturali.
Il Consiglio di Stato ha infatti approvato la scorsa settimana un messaggio relativo all’ammodernamento del sistema informatico in uso nella Magistratura. E, con esso, ha pure proposto «potenziamenti temporanei e ordinari per la Pretura penale e il Ministero pubblico».
Il messaggio in questione riguarda l’introduzione dell’applicativo informatico «MyABI/ Juris», necessario per sostituire l’attuale sistema (definito «datato e obsoleto») e soprattutto necessario in vista del progetto «Justitia 4.0», la riforma per la trasformazione digitale del terzo potere dello Stato in Svizzera. Ora, per gestire in modo adeguato l’introduzione del nuovo applicativo informatico, il Governo – d’intesa con le autorità giudiziarie interessate – propone come detto un potenziamento delle risorse umane.
In primis per la Pretura penale, siccome l’attuale pretore di Riviera è stato inserito nella direzione del progetto «MyABI/ Juris». Per la sua parziale sostituzione sarà designato un pretore straordinario temporaneo nella misura del 50%, attribuito esclusivamente alla Pretura penale sino al 31 maggio 2030. Questa figura, poi, sarà affiancata da un vicecancelliere supplementare, sempre nella misura del 50%.
Un potenziamento temporaneo, poi, viene proposto pure per il Ministero pubblico. È infatti prevista la nomina di un procuratore pubblico straordinario, a tempo pieno, per un periodo di almeno tre anni, dal 2026 al 2028. Oltre a ciò, alla Procura saranno pure aggiunti due segretari amministrativi.
Ma non è finita qui. Anzi. Nel medesimo messaggio l’Esecutivo ha pure colto l’occasione per un potenziamento ordinario della Pretura penale, «a fronte dell’accresciuta attività registrata negli anni», tenendo conto che la sua composizione è invariata dal 2006. In sostanza, alla Pretura penale sarà attribuita un’ulteriore «colonna ordinaria», composta da un pretore, un vicecancelliere e una figura amministrativa. Un potenziamento necessario per fronteggiare il sovraccarico di lavoro alla Pretura penale e ridurre dunque anche i tempi di attesa per agendare un processo. Ma non solo. Sarà necessario anche perché, nel medesimo messaggio, il Governo propone un’estensione delle competenze della Pretura penale, che (se la proposta verrà accettata) tratterà i casi per i quali il procuratore pubblico propone una pena detentiva fino a sei mesi di carcere (oggi sono tre) o una pena pecuniaria di 180 aliquote giornaliere (oggi sono 90). Casi, questi, che oggi vengono trattati alle assise correzionali del Tribunale penale cantonale. Si tratta, si legge nel messaggio, di circa 50 incarti all’anno.
Il costo di tutta questa operazione (programma informatico e potenziamenti straordinari) si aggira attorno a 3,6 milioni di franchi, mentre il potenziamento ordinario della Pretura penale comporterà un aggravio di 470 mila franchi all’anno.

Gli altri due messaggi
Oltre alle modifiche appena presentate, il Governo negli scorsi giorni ha licenziato altri due messaggi rilevanti sul fronte del terzo potere dello Stato. Il primo – in estrema sintesi – riguarda le competenze della Commissione di ricorso sulla magistratura che oggi, oltre a essere l’autorità di ricorso contro le decisioni del Consiglio della Magistratura, dirime pure i ricorsi contro le decisioni in materia di personale rese dal Tribunale di appello, dal Ministero pubblico e dalle altre Magistrature permanenti in qualità di autorità di nomina. Per evitare disparità di trattamento con gli altri dipendenti dell’amministrazione cantonale un’iniziativa della deputata Lara Filippini (UDC) proponeva di attribuire tali competenze al Tribunale amministrativo cantonale (TRAM). Una richiesta accolta dal Governo che, però, al contempo ha proposto un controprogetto per quanto attiene al personale del Tribunale d’appello: per evitare potenziali conflitti d’interesse (poiché il TRAM sottostà al Tribunale d’appello) per questi casi la competenza verrà affidata a una nuova Commissione di ricorso designata dal Gran Consiglio e i cui componenti non potranno far parte dello stesso Tribunale d’appello. Il secondo messaggio – sempre in estrema sintesi – accoglie parzialmente un’iniziativa parlamentare del deputato Alessandro Mazzoleni (Lega) che chiedeva di eliminare la disparità di trattamento salariale tra i pretori e i pretori aggiunti. Per fare ciò, concretamente, il Governo prevede che il salario dei pretori aggiunti sia parificato a quello del sostituto magistrato dei minorenni, a circa 166 mila franchi all’anno. 

Articolo pubblicato nell’edizione di mercoledì 16 luglio 2025 del Corriere del Ticino

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Per la Pretura penale è pronta una colonna in più
In vista anche un pp straordinario. E la digitalizzazione…

La digitalizzazione della giustizia in Ticino entra nel vivo, o almeno ci prova. Il Consiglio di Stato nella sua ultima seduta prima dell’estate ha licenziato infatti un messaggio che prevede l’ammodernamento del sistema informatico della Magistratura, con l’introduzione dell’applicativo ‘MyABI/Juris’. Un passo definito come “necessario” per allinearsi al progetto federale ‘Justitia 4.0’, che punta alla trasformazione digitale dell’intero potere giudiziario in Svizzera. L’aggiornamento tecnologico sarà accompagnato da un rafforzamento delle risorse umane, sia su base temporanea sia strutturale. Coinvolti, in particolare, la Pretura penale e il Ministero pubblico. L’attuale pretore della Riviera sarà parzialmente distaccato per dirigere il progetto ‘MyABI/Juris’. E partendo da questa situazione, al suo posto, per garantire la continuità operativa, sarà nominato un pretore straordinario al 50%, in servizio fino al 31 maggio 2030. A supportarlo, un vicecancelliere supplementare, anch’egli con un grado d’occupazione del 50%.
Oltre a questi rinforzi temporanei, è previsto anche un potenziamento permanente della Pretura penale, la cui struttura è rimasta invariata dal 2006, nonostante l’incremento del volume di lavoro. Il nuovo assetto prevede l’aggiunta di una “colonna” composta da un pretore, un vicecancelliere e un collaboratore amministrativo. L’obiettivo del Consiglio di Stato, in questo caso, è duplice: “Snellire i tempi per la programmazione dei processi e far fronte al crescente carico di incarti”.
Il governo propone inoltre di ampliare le competenze della Pretura penale. Se la modifica sarà approvata, l’autorità potrà trattare anche i casi per cui il Ministero pubblico propone pene detentive fino a sei mesi (attualmente il limite è di tre) o pene pecuniarie fino a 180 aliquote giornaliere (oggi 90). Una riforma che dovrebbe alleggerire il lavoro delle Assise correzionali del Tribunale penale cantonale, interessando circa 50 casi all’anno.

Ulteriori rinforzi
Anche il Ministero pubblico beneficerà di un rafforzamento temporaneo. Dal 2026 al 2028 verrà nominato un procuratore pubblico straordinario a tempo pieno. A lui si affiancheranno due nuovi segretari amministrativi, che andranno a potenziare la struttura esistente.
Il pacchetto, che include il nuovo sistema informatico e i rinforzi straordinari, “comporterà un investimento di circa 3,6 milioni di franchi”. Il potenziamento ordinario della Pretura penale, invece, comporterà “un costo annuale aggiuntivo di 470mila franchi”. Sempre a tema giustizia, il governo ha preso altre due decisioni da proporre al Gran Consiglio. La prima riguarda la Commissione di ricorso sulla magistratura, a oggi competente anche in materia di personale per le decisioni prese da Tribunale d’appello, Ministero pubblico e altre magistrature. Per evitare disparità con il resto dell’amministrazione cantonale, un’iniziativa della deputata Lara Filippini (Udc) proponeva di trasferire queste competenze al Tribunale amministrativo cantonale (Tram). Ebbene, il governo ha accolto l’idea, ma propone una variante per i ricorsi relativi al personale del Tribunale d’appello: per evitare conflitti d’interesse, sarà istituita una nuova Commissione di ricorso, nominata dal Gran Consiglio e indipendente dallo stesso Tribunale d’appello. La seconda decisione è in un messaggio che accoglie parzialmente un’iniziativa del granconsigliere Alessandro Mazzoleni (Lega), volta a eliminare la disparità salariale tra pretori e pretori aggiunti. Il governo infatti propone di allineare lo stipendio dei pretori aggiunti a quello del sostituto magistrato dei minorenni, pari a circa 166mila franchi annui.

Articolo pubblicato nell’edizione di giovedì 17 luglio 2025 de La Regione