Norman Gobbi: bisogna trovare soluzioni concrete

Norman Gobbi: bisogna trovare soluzioni concrete

Dal Mattino della domenica del 13 febbraio 2016

Immigrazione: il politicamente corretto a tutti i costi non risolve i problemi

Lo vediamo quotidianamente. Le discussioni sui diversi temi d’attualità sono ormai contagiate da quel “politicamente corretto a tutti i costi” che non aiuta a risolvere i problemi dei cittadini, ma che, anzi, contribuisce ad annacquare il dibattito; dibattito che, come il buon vino, necessita invece di essere anche fermo, ma sempre vero e sincero. Lo vediamo ad esempio nell’ambito dell’immigrazione, la grande questione che tocca oggi la nostra società. Spesso prevale la visione buonista, ideologicamente convinta che la politica delle porte aperte sia sempre giusta e doverosa, accusando di xenofobia tutti coloro che osano avanzare qualche obiezione. Un atteggiamento che, paradossalmente, in nome del politicamente corretto strumentalizza gli stessi valori che si dichiara voler tutelare. Un atteggiamento pericoloso, perché dimentica importanti fattori in gioco come la sicurezza dei cittadini e altri fenomeni sociali che toccano da vicino la nostra popolazione. Lo sa bene il sottoscritto chiamato, quale Direttore del Dipartimento delle istituzioni, a garantire la sicurezza e l’ordine pubblico del nostro Cantone e di tutti i cittadini, definito nel tempo – di frequente per soli fini politici – un orco, un lupo, una persona senza cuore.

Quando però ci troviamo di fronte a problemi reali come quello dell’immigrazione, le Autorità devono intervenire per assicurare la sicurezza sul territorio. Penso all’emergenza migratoria dello scorso giugno, quando il Ticino era l’unica porta aperta verso il nord dell’Europa. Una situazione che non poteva essere risolta con il solo buonismo, dato che, tra le molte persone che giungevano ai nostri confini, potevano nascondersi anche dei potenziali criminali. In quel caso abbiamo subito intensificato i controlli ai nostri confini, attivando un dispositivo in collaborazione con le Autorità federali per contrastare il fenomeno. Ed è proprio per questo motivo che la guardia è e deve rimanere alta. Un atteggiamento fermo ma assolutamente necessario, che da taluni è tuttavia ancora visto come un tabù. C’è, infatti, una certa resistenza a descrivere le problematiche relative all’immigrazione che si manifestano in molte Città e in molti Paesi. I quartieri fuorilegge, la difficoltà nel rispettare i valori legati al territorio in cui si vive e quindi a integrarsi nella comunità, le percentuali di stranieri nelle popolazioni carcerarie. Tutto questo buonismo, tutto questo politicamente corretto, però, non aiuta; al contrario, il rischio è quello di favorire la ghettizzazione che può sfociare in fatti gravi come quelli che hanno colpito Parigi lo scorso novembre.

A sinistra soprattutto, la paura di rimettere in discussione alcuni di quelli che sono considerati dei pilastri intoccabili, come l’accoglienza sempre e comunque, ha generato l’effetto di una pentola a pressione: a furia di ignorare e relativizzare i problemi, insabbiando qua e là i nodi venuti al pettine, le valvole saltano. E colpiscono chiunque. Si sono dovuti verificare alcuni eventi intollerabili per portare una crepa nella dittatura concettuale ed editoriale del politicamente corretto, che si mostra molto ideologica e poco neutrale (e qui la mente torna inevitabilmente ai fatti di Colonia di fine anno). Per questa ragione ribadisco che, soprattutto quando si ricoprono ruoli esecutivi e si porta la responsabilità della gestione delle istituzioni, l’unico registro possibile è quello della realtà, nuda e cruda, e dei problemi dei nostri cittadini, che devono essere definiti in maniera chiara. Un registro che richiede la ricerca di soluzioni concrete e quindi anche di intervenire senza tentennamenti ideologici, garantendo così a tutti i cittadini la propria sicurezza e il proprio rispetto.

Nein würde viel Bitterkeit hinterlassen

Nein würde viel Bitterkeit hinterlassen

Oggi la Luzernerzeitung ha pubblicato una mia intervista a cura di Kari Kaelin

VERKEHR Der Gotthard-Strassentunnel sei für die Tessiner mehr als nur ein Ferientunnel, sagt Regierungspräsident Norman Gobbi. Für ihn steht am 28. Februar der nationale Zusammenhalt auf dem Spiel.

Norman Gobbi, der Kanton Tessin hiess die Alpeninitiative mit 63,8 Prozent gut und verwarf mit 55,7 Prozent Nein-Stimmen die Avanti-Vorlage, die den Bau einer zweiten Röhre vorsah. Ist die Stimmung nun tunnelfreundlicher?
Norman Gobbi: Der Kanton Tessin ist ein überzeugter Befürworter der Verlagerungspolitik. Nur: Das ist nicht Gegenstand der
Abstimmung vom 28. Februar. Wir stimmen über zwei Sanierungsvarianten ab: Können wir einen Sanierungstunnel bauen und so
auch die Sicherheit massiv verbessern, wie dies beispielsweise am Belchentunnel auf der A 2 in diesen Tagen ganz ohne Aufheben und Wehklagen geschieht, übrigens zu Kosten von 156 Millionen pro Kilometer, also rund 30 Prozent mehr, als der Sanierungstunnel am Gotthard kosten würde?

Am Gotthard gibt es aber Sparpotenzial. Der Bau einer Rollenden Landstrasse (RoLa) von Erstfeld nach Biasca und der Betrieb eines Autoverlads von Göschenen nach Airolo kämen deutlich günstiger als die 2,8 Milliarden Franken teure zweite Röhre.
Gobbi: Das ist trotzdem eine schlechte Option. Wollen wir wirklich strassenseitig einen ganzen Kanton während mehrerer Jahre vom Rest des Landes abhängen? Und dafür – je nach Variante – 1,2 bis 2 Milliarden Franken für provisorische Verladestationen
ausgeben, die nach der Sanierung wieder abgerissen werden müssen? Die Regierung des Kantons Tessin unterstützt den Sanierungstunnel unter anderem auch darum, weil die Sanierungsvariante mit einer RoLa einen Teil der Güterzüge aus dem
Basistunnel auf die bestehende Bergstrecke verdrängt. Oder anders formuliert: Die Variante ohne zweiten Tunnel sabotiert
die Verlagerungspolitik und behindert den Neat-Basistunnel, nicht umgekehrt.

Viele Tessiner Politiker vermitteln den Eindruck, der Kanton stehe geschlossen hinter dem zweiten Tunnel. Dabei kämpfen prominente Tessiner wie Clown Dimitri, der vom Ja- ins Nein- La ger wechselte, gegen das Projekt.

Gobbi: Es ist normal, dass die Debatte im Kanton Tessin besonders heftig geführt wird. Für uns ist der Gotthard-trassentunnel
nicht nur ein Ferientunnel. Er gehört zu unserem Alltag. Wir sind unmittelbar von diesem Entscheid betroffen. Die Zahlen
sprechen jedoch eine deutliche Sprache: Vier von fünf Staatsräten unterstützen den Sanierungsvorschlag des Bundesrates,
ebenso zwei Drittel des Kantonsparlaments, neun von zehn Bundesparlamentariern und gemäss erster SRG-Umfrage 76 Prozent der Tessiner Bevölkerung.

Auch bürgerliche Politiker wie Moreno Colombo (FDP), Stadtpräsident von Chiasso, lehnen einen weiteren Tunnel ab. Sehen Sie nicht auch die Gefahr, dass der Kanton Tessin in einer Verkehrslawine erstickt, es mehr Staus an der Grenze zu Italien gibt und sich die Luftqualität verschlechtert?
Gobbi: Die Sanierungsvariante des Bundesrates am Gotthard abzulehnen, weil man Mehrverkehr in Mendrisio fürchtet, ist reine Symbolpolitik. Nur ein Teil des Verkehrs in Mendrisio kommt oder geht Richtung Gotthard. Und die Sanierungsvariante des Bundesrates sieht keine Kapazitätserweiterung vor. Eine solche ist für die Sanierung des bestehenden Tunnels gar nicht notwendig. Die Debatte verläuft nicht zwischen rechts und links: Auch Sozialdemokraten wie die ehemalige Staatsrätin Patrizia Pesenti oder Gewerkschafter wie der langjährige Unia-Co-Präsident Renzo Ambrosetti unterstützten die Variante des Bundesrates.

Welche Gefahr droht denn dem Kanton Tessin Ihrer Ansicht nach, wenn das Volk eine zweite Röhre ablehnt?

Gobbi: Wir stünden vor einem Scherbenhaufen. Während mindestens zehn Jahren bestünde Unsicherheit über die Stabilität
und effektive Kapazität des Verkehrsmanagements während der mehrjährigen Sanierung. Noch nie haben wir in der Schweiz eine so riesige und komplexe RoLa realisiert. Diese langjährige Unsicherheit wäre Gift für die Wirtschaft meines Kantons: Wer soll in einem solchen Umfeld noch investieren? Für viele Betriebe in der Leventina wäre eine langjährige Schliessung des Tunnels der Todesstoss. Der Tourismus würde auch massiv leiden: Weit über die Hälfte unserer Feriengäste kommen mit dem Auto
ins Tessin. Busse und Camper können wahrscheinlich nicht verladen werden.

Sie malen schwarz.

Gobbi: Mitnichten. Die grösste Gefahr sehe ich für den nationalen Zusammenhalt. Kein Landesteil der Schweiz wäre bereit, während Jahren auf eine Strassenverbindung mit dem Rest des Landes zu verzichten. Kann man den Gubrist schliessen unter
Verweis auf die hervorragende S-Bahn und den neuen Tiefbahnhof in Zürich? Oder den Sonnenbergtunnel in Luzern, den man ja
auch viel billiger hätte sanieren können, wenn man den Verkehr einfach auf die Kantonsstrasse umgeleitet hätte, anstatt
teure Nachtarbeit anzuordnen? Und am Belchen auf der A 2 bauen wir nun für rund 30 Prozent höhere Kilometerkosten als am Gotthard einen dritten Tunnel, sodass der Verkehr nicht behindert wird durch eine einspurige Verkehrsführung während der Sanierung. Kurz: Eine Ablehnung des Sanierungsvorschlages des Bundesrates würde im Kanton Tessin als schwer verständliche Ungleichbehandlung empfunden und viel Bitterkeit hinterlassen.

Aber mit der RoLa von Erstfeld nach Biasca und dem Autoverlad von Göschenen nach Airolo bleibt der Kanton Tessin permanent
erreichbar. Genügt das nicht?

Gobbi: Natürlich wird man irgendwie im Notfall eine Verbindung herstellen können. Aber wir sind nicht mehr in den 70er-Jah ren. Der Kanton Tessin ist wie alle anderen Kantone auch angewiesen auf eine funktionierende Anbindung an den Rest des Landes auf Strasse und Schiene: Die beiden Verkehrsträger ergänzen sich. Wir dürfen sie nicht gegeneinander ausspielen.
Es ist nicht einzusehen, warum nur der Kanton Tessin plötzlich während Jahren auf eine Strassenverbindung verzichten
sollte, die zu unserem Alltag gehört. Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen seien so durchzuführen, dass «ein sicherer und flüssiger Verkehr gewährleistet» und «die Verfügbarkeit der Strasse möglichst uneingeschränkt » bleibe, schreibt Artikel 49 des Nationalstrassengesetzes vor. Das sollte im ganzen Land gelten, zumal ja eine Sanierungslösung vorliegt, die ein Kosten-Nutzen-Profil vorweist, das absolut vergleichbar ist mit vielen anderen Sanierungsprojekten auf dem Nationalstrassennetz.

Weshalb soll ein Westschweizer einen zweiten Tunnel am Gotthard befürworten?
Gobbi: Ich freue mich sehr über die Westschweizer: Es wäre einfach gewesen, in dieser Kampagne negative Stimmung zu machen gegen einen Tunnel, den man selten nutzt. Stattdessen wird die Sanierungsvariante des Bundesrates in der Westschweiz von vielen namhaften Politikern mit Engagement und Verve verteidigt. Sie tun dies, weil sie überzeugt sind, dass wir der Infrastruktur im ganzen Land Sorge tragen müssen, nach gleichen Werten und Kriterien, und dass dies eine Investition in die Wirtschaftskraft und den Zusammenhalt unseres Landes ist. «Unus pro omnibus, omnes pro uno» (Einer für alle, alle für einen) steht auf der Bundeshauskuppel. Merci, Romandie!

Il risanamento del Gottardo tra miti e leggende

Il risanamento del Gottardo tra miti e leggende

Un mio articolo d’opinione pubblicato su LaRegione del 10 febbraio 2016

Nelle ultime settimane si è infiammato il dibattito sul tema del risanamento del tunnel autostradale del San Gottardo. Non poteva essere altrimenti per un massiccio mitico che risveglia da sempre forti emozioni nell’animo dei cittadini svizzeri e in particolare di noi ticinesi, poiché “la via delle genti” rappresenta un pilastro imprescindibile della coesione nazionale. Benché sia naturale e salutare che il dibattito politico si sviluppi attorno a due schieramenti opposti e parecchio agguerriti, è fondamentale che l’analisi politica – e di conseguenza il voto – si concentri su fatti certi e accertabili, senza lasciarsi trascinare da racconti di fantasia.

La prima leggenda, vero e proprio cavallo di battaglia dei contrari al risanamento, profetizza che lo stesso aumenti la capacità della galleria autostradale e con essa il traffico sulle strade. Ma questo non accadrà! La Costituzione svizzera e le nostre leggi, infatti, lo proibiscono. Come previsto dalle attuali norme di sicurezza sia stradali che ferroviarie, i veicoli viaggeranno finalmente su una sola corsia all’interno dei due tunnel separati fisicamente (chi di noi non ha mai gettato uno sguardo preoccupato sulla corsia in senso contrario?). Io stesso, abitando alle radici del San Gottardo, sarei il primo a oppormi a strade e autostrade maggiormente trafficate, e come me molti altri concittadini, leventinesi e non. Se poi le future generazioni vorranno modificare la capacità della galleria, dovranno lanciare un’iniziativa popolare, raccogliere le firme necessarie e ottenere poi la maggioranza di consensi della popolazione e dei Cantoni. Verrebbe da dire: è il sistema elvetico, bellezza! Il nostro segreto, la nostra grande forza. Per questo mettere in dubbio la certezza di questa procedura significa svilire l’essenza stessa della nostra – invidiata – democrazia diretta.

La seconda leggenda narra che votare “no” al risanamento migliorerà la situazione viaria nel Sottoceneri. Anche questo però non accadrà! Le code e gli intasamenti giornalieri sulle strade del Mendrisiotto e del Luganese sono direttamente legati al traffico interno e transfrontaliero, che negli ultimi dieci anni è raddoppiato fino a raggiungere oltre 50mila veicoli al giorno. A questo proposito il Consiglio di Stato si sta impegnando per cercare soluzioni volte a diminuire il traffico a sud del Ticino, ben consci che il problema non giunge dal San Gottardo.

La leggenda numero tre sostiene che, in fondo, “la situazione non è grave come ci dicono, il risanamento del San Gottardo non è necessario”. Chi lo afferma probabilmente sottovaluta che un’infrastruttura realizzata negli anni 70 del secolo scorso non può più garantire gli attuali standard di sicurezza. I fatti dicono infatti che servono interventi sostanziali, da eseguire comunque al più tardi entro il 2035. In politica occorre tuttavia essere pragmatici e previdenti, anticipando gli eventi proprio perché è lo stesso Ufficio federale delle strade che sottolinea come sia sufficiente un incidente grave per generare un incendio che da solo potrebbe accelerare il sensibile peggioramento infrastrutturale, imponendo un brusco anticipo della chiusura totale. Bocciare il progetto del Consiglio federale significa spingere il nostro Cantone nelle mani dell’incertezza.

Leggenda numero quattro, “ça va sans dire”, i soldi. In termini finanziari, i contrari hanno escogitato alternative miracolose, in grado di farci risparmiare parecchi soldi. In realtà, invece, costruire un secondo tunnel significa investire 2,8 miliardi di franchi per una soluzione definitiva – quindi lungimirante – ai futuri risanamenti, necessari ogni 30-40 anni. L’“autostrada viaggiante”, per contro, ci farebbe spendere 1,7 miliardi per ogni risanamento, poiché dovrà essere ricostruita a nuovo e poi smantellata. Una soluzione inefficiente e precaria con notevoli ripercussioni, soprattutto sul nostro territorio.

Infine, quinta e ultima leggenda, che si potrebbe definire la “leggenda tecnologica” delle soluzioni perlomeno futuristiche come i “guardrail retrattili” e i veicoli autonomi, in grado fra pochi anni di risolvere i problemi di sicurezza dell’attuale tunnel. In questo contesto non possiamo però permetterci di giocare con ipotesi tecnologiche che attualmente non danno sufficienti garanzie. Relativizzare l’esigenza di separare i due sensi di marcia continua a costare vite umane. Dal 1980 a oggi nella galleria autostradale del Seelisberg i morti registrati con l’utilizzo monodirezionale dei due tunnel sono 3, contro i 36 morti del San Gottardo.

Da sempre mi batto per la sicurezza del cittadino, quando egli è nella sua abitazione così come quando è alla guida di un veicolo. Il tunnel di risanamento è quindi la soluzione migliore per il Ticino e per la Svizzera. Sfatiamo dunque queste leggende, che minano la vera e solida storia del nostro Paese e del nostro Cantone incarnata dal nostro San Gottardo. Per questo motivo, il sottoscritto e il governo vi invitano il prossimo 28 febbraio a votare un convinto “sì” al risanamento del San Gottardo (e allo smantellamento dei miti).

Emissione delle imposte di circolazione 2016

Emissione delle imposte di circolazione 2016

I dati sull’emissione delle imposte di circolazione per il 2016 mostrano una nuova flessione verso il basso dell’importo totale fatturato per i 317.739 automezzi interessati, ciò consolida una tendenza che si è accentuata a partire dal 2014. La somma totale che verrà raccolta ammonta a circa 127 milioni di franchi, ai quali si aggiungeranno 3,5 milioni per le imposte di navigazione.

La riduzione dell’importo fatturato a inizio 2016 – con l’emissione dell’imposta – è avvenuta nonostante la crescita delle immatricolazioni in Ticino. Ciò dimostra che la politica adottata dal Cantone, in particolare con la modifica della Legge sulle imposte e tasse di circolazione dei veicoli a motore adottata dal Gran Consiglio il 15 ottobre 2013, risulta efficace nel promuovere la trasformazione del parco veicoli ticinese e l’acquisto di vetture sempre meno inquinanti.
Il fatturato medio per ogni automobile è in costante diminuzione dal 2013, intervallo durante il quale lo stesso è passato da 469 agli attuali 451 franchi. A tal proposito, va sottolineato che il nuovo parametro introdotto per il calcolo degli ecoincentivi – le emissioni di CO2 – tenderà nei prossimi anni a diminuire ulteriormente, grazie all’avanzamento tecnologico, contribuendo così a consolidare la tendenza di riduzione delle imposte di circolazione registrata negli ultimi anni.

Il tema della mobilità responsabile è approfondito, insieme a quello della sicurezza al volante, nell’opuscolo recapitato ai conducenti insieme alla fattura dell’imposta di circolazione 2016; all’interno della busta, è presente pure un volantino che promuove l’attività del servizio di accompagnamento Nez Rouge in Ticino.

Il Dipartimento delle istituzioni coglie l’occasione per ricordare che il termine di pagamento dell’imposta di circolazione è fissato per il 1. marzo 2016, e che da un anno anche le fatture della Sezione della circolazione possono essere pagate con una procedura elettronica (e-fattura). La semplificazione della relazione fra cittadino e amministrazione pubblica è, infatti, un importante obiettivo a cui il Dipartimento delle istituzioni ha dedicato particolare attenzione nel corso degli anni, in modo da avvicinare ulteriormente le Istituzioni alla popolazione. Maggiori informazioni possono essere ottenute visitando la pagina internet www.ti.ch/circolazione, o rivolgendosi, in orari di ufficio, al contact center telefonico (091 814.97.00).

Diamo seguito alla chiara volontà espressa dal Popolo

Diamo seguito alla chiara volontà espressa dal Popolo

Dal Mattino della Domenica del 7 febbraio 2016 – SÌ all’iniziativa d’attuazione: per la nostra sicurezza e per il nostro rispetto

C’è molta carne al fuoco il prossimo 28 febbraio. Non penso solamente all’importante votazione sul risanamento del San Gottardo, bensì anche all’iniziativa per l’attuazione dell’espulsione degli stranieri che commettono reati. Per la sicurezza di tutti i cittadini è fondamentale sostenere questa iniziativa: non vogliamo e non possiamo più tollerare sul nostro territorio criminali stranieri, i quali mancano innanzitutto di rispetto al Paese – e di conseguenza al Popolo – che li ha accolti, che li ha dato una casa, un lavoro, un luogo dove vivere. A questo punto del dibattito, infiammatosi nelle ultime settimane, qualche fatto concreto dev’essere evidenziato come merita. Vicende reali, che hanno riempito la cronaca dei nostri media. Come nel caso del cittadino straniero di origine croata che nel 1993 fu condannato per violenza carnale commessa sul nostro territorio. Scontata la pena nel suo Paese, nel 2012 la persona richiese un permesso di soggiorno in Ticino, dove risiedono la moglie e i figli. E quando la richiesta fu respinta dal Dipartimento delle istituzioni – decisione poi confermata sia dal Governo che dal Tribunale cantonale amministrativo – questa persona si rivolse al Tribunale federale, che nel settembre 2014 gli diede ragione, sconfessando le autorità cantonali. Secondo l’Alta corte, il cittadino croato non rappresentava più un pericolo concreto per l’ordine e la sicurezza pubblici svizzeri (!). Stiamo parlando di violenza carnale, non di un – seppur grave – furto. Un caso che oserei definire eclatante, un caso che non deve più verificarsi, poiché ci sono di mezzo la sicurezza e l’ordine pubblico del nostro territorio e di tutti i cittadini!

Sono questi i motivi per i quali già nel 2010 fui l’unico Consigliere nazionale della Deputazione ticinese a difendere la prima iniziativa lanciata dall’UDC per l’espulsione dei criminali stranieri. La dimostrazione che non mi sbagliavo venne quando il nuovo testo costituzionale fu approvato dal Popolo ticinese e da quello svizzero così come dalla maggioranza dei Cantoni. Peccato che, nonostante la creazione di gruppi di studio e varie consultazioni, nulla si sia mosso a livello normativo, mentre sul nostro il numero di incarcerazioni di stranieri nei penitenziari non ha mai smesso di aumentare. A questo punto, credo quindi sia venuto il momento di dare finalmente seguito alla chiara volontà espressa dal Popolo, il nostro Sovrano, senza se e senza ma. C’è infatti in gioco la credibilità della nostra democrazia, del nostro sistema di democrazia diretta che rappresenta la nostra forza e, perché no, anche il nostro orgoglio. Al di là delle narrazioni dei contrari a ogni costo, pronti a mettere in gioco pure la volontà popolare – aspetto molto pericoloso – i numeri sono inequivocabili. La Svizzera detiene infatti il poco invidiabile record europeo di detenuti stranieri, che oggi rappresentano il 74% della popolazione carceraria. Una situazione estrema che è addirittura peggiore in Ticino, dove 4 detenuti su 5 sono stranieri.

Questa situazione non è più tollerabile! Grazie all’iniziativa per l’attuazione possiamo raggiungere tre obiettivi: 1) rendere giustizia alla chiara volontà espressa dal Popolo svizzero e ticinese;
2) ridurre, grazie all’effetto deterrente, i reati, e con essi i costi amministrativi della giustizia e quelli per la risocializzazione dei detenuti; 3) non consentire più che stranieri autori di ripetuti atti criminali gravi possano restare nel nostro Paese. Non possiamo più ignorare che la situazione continua a peggiorare sul fronte della sicurezza, e non possiamo più continuare a negare l’applicazione del testo approvato dal Popolo svizzero nel 2010. Per tutte queste ragioni, sostegno fermamente l’iniziativa di applicazione, e il 28 febbraio invito i Ticinesi a votare un «sì» convinto. Per la nostra sicurezza e per il nostro rispetto!

«Strade più sicure»… anche a Carnevale

«Strade più sicure»… anche a Carnevale

Il Dipartimento delle istituzioni comunica che anche per l’edizione 2016 del Carnevale Rabadan di Bellinzona sarà raddoppiata l’offerta del servizio di trasporto Nez Rouge, nell’ambito del programma di prevenzione «Strade più sicure». Accanto all’abituale postazione in partenza dalla Città turrita, nelle sere di giovedì 4, venerdì 5 e sabato 6 febbraio saranno inoltre a disposizione equipaggi supplementari alla stazione FFS di Lugano.

L’offerta speciale curata da Nez Rouge a Lugano è pensata per le persone che parcheggiano al «Park and Rail» della stazione FFS per recarsi al Carnevale bellinzonese con il treno, e che al ritorno nel Sottoceneri – per qualunque motivo – non si sentono di guidare l’automobile. Il servizio sarà in funzione nelle prime tre serate del Rabadan, dall’una di notte alle sei del mattino. Per approfittare del servizio basterà scaricare la App gratuita o chiamare il numero di telefono 0800 802 208.

L’iniziativa, promossa da «Strade più sicure», mira a ridurre il rischio di incidenti stradali durante il periodo del Carnevale, sensibilizzando in particolare i conducenti sull’importanza di non mettersi al volante se per qualsiasi motivo – stanchezza, alcool o semplicemente perché non si sentono sicuri – non sono più in grado di padroneggiare il veicolo. Non va mai dimenticato che la guida in stato di ebbrezza rappresenta tuttora la seconda causa di incidenti stradali nel nostro Cantone e la principale causa di mortalità tra i giovani conducenti; ciò, malgrado i positivi risultati ottenuti sul piano nazionale nell’ultimo decennio grazie alle modifiche normative – l’abbassamento tasso alcolemico massimo consentito alla guida, dallo 0.8‰ allo 0.5‰, ha infatti permesso di ridurre del 40% il numero di incidenti.

Le cifre sull’attività dell’associazione senza scopo di lucro Nez Rouge – a vent’anni dalla sua nascita – mostrano d’altra parte il crescente gradimento dei ticinesi per questa offerta: sono quasi mille gli utenti che hanno beneficiato del servizio gratuito di accompagnamento a domicilio durante tutto lo scorso anno, per un totale di oltre 24.500 chilometri percorsi. Nel solo dicembre 2015 i servizi effettuati sono aumentati del 59%, rispetto allo stesso mese del 2014; sono state riaccompagnate il 43% di persone in più, malgrado una riduzione del numero di volontari disponibili rispetto all’anno precedente. In netta crescita (+67%) anche le distanze coperte da Nez Rouge nel periodo festivo: gli equipaggi hanno infatti percorso 3.044 km in più di quelli effettuati un anno prima.

Proprio per il volume crescente della sua attività, l’associazione resta alla costante ricerca di nuovi volontari, in particolare nel periodo del Carnevale, per rispondere alle numerose richieste. Chi fosse interessato può annunciarsi all’indirizzo di posta elettronica info@nezrougeticino.ch.

«La democrazia richiede Comuni forti»

«La democrazia richiede Comuni forti»

Per il presidente del Governo la prossimità al cittadino resta un valore fondamentale

Don Camillo e Peppone, che campeggiano nello studio del presidente del Governo e direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi, probabilmente oggi non riuscirebbero più a mantenere, con ruspante pragmatismo, gli equilibri necessari per gestire un Paese, né a Brescello né in Ticino. Anche i nostri Comuni, che il prossimo 10 aprile rinnoveranno i loro poteri esecutivi e legislativi, sono infatti divenuti macchine complesse, chiamati a svolgere un importante compito di prossimità verso i loro cittadini, con bisogni in crescita e risorse finanziarie in diminuzione, all’interno di un intricato quadro normativo cantonale e federale e in una società molto cambiata. Come stanno, dunque, i nostri Comuni secondo Norman Gobbi?

Spesso si dice che il Comune è la cellula democratica più vicina alla popolazione e ai suoi bisogni, tassello primario del nostro impianto istituzionale federalista, motore pulsante del convivere civile e soprattutto del primato del cittadino. La realtà è davvero questa?
«La realtà deve essere questa! Un obiettivo a cui dobbiamo assolutamente mirare, dato che su di esso si basa il buon funzionamento della nostra democrazia. Abbiamo la fortuna di vivere in uno Stato federale, fondato sul principio della sussidiarietà, cioè quello di adempiere laddove possibile i compiti statali al livello istituzionale più basso e dunque più prossimo al cittadino, il nostro Sovrano. Un principio che si può però concretizzare solo in presenza di Comuni forti, autonomi e in grado di assumere i propri compiti».

L’autonomia comunale ha tuttavia dei limiti, non solo nei Comuni piccoli, con scarse risorse finanziarie e ridotta capacità progettuale, ma anche nei centri, poiché molti compiti sono condizionati dalla legislazione cantonale e da quella federale. Quest’autonomia comunale non è allora un po’ mitizzata?
«Ha usato un termine che ritengo essenziale: capacità progettuale. Questo è un punto decisivo per affrontare il futuro: solamente attraverso questo approccio riusciremo infatti a raggiungere l’obiettivo finale, che oggi per lo Stato è quello di garantire alla cittadinanza un servizio sempre più di qualità con meno risorse. Per fare ciò occorre che i Comuni siano in grado di assolvere autonomamente i loro compiti, una condizione che permetterà di rivitalizzare il federalismo interno del nostro Cantone».

Lei ha iniziato la sua carriera politica nel Legislativo e nell’Esecutivo di un piccolo Comune di valle, Quinto, e ha dunque visto le cose dalla prospettiva comunale. Ora fa parte di quel Consiglio di Stato accusato spesso di scaricare oneri sui Comuni senza possibilità di replica. Non è un po’ troppo facile risanare le casse cantonali scaricando oneri sul livello inferiore? Alla fin fine chi paga è sempre lo stesso, il cittadino-contribuente.
«Anche i Cantoni hanno vissuto un forte scossone con il ribaltamento da parte della Confederazione degli oneri inerenti al finanziamento degli ospedali, che hanno influenzato l’evoluzione recente della nostra spesa pubblica. Più competenze significano giocoforza maggiori oneri: da questo connubio non si scappa. In questo contesto complesso è però giunto il momento per il Ticino di ridefinire a 360 gradi i rapporti interni Cantone-Comuni. Ed è proprio questo l’obiettivo dell’importante riforma denominata Ticino 2020».

Questa riforma, i cui lavori stanno per iniziare, ha appunto l’obiettivo di sciogliere quel groviglio di oneri, responsabilità decisionali, sovrapposizioni di competenze e flussi finanziari tra Cantone e Comuni che da anni in Ticino è un tema politico ricorrente. Non rischia però di essere l’ennesimo esercizio alibi con scarsi risultati, oltretutto a un costo non indifferente di quasi tredici milioni?
«Non sarà così! Come ho detto prima, è giunto il momento di uscire da questo groviglio attraverso misure e cambiamenti concreti. Importante sarà definire gli obiettivi e le rispettive priorità, lavorando in funzione di esse. Il principio che guida la riforma, e quindi la revisione dei compiti e dei flussi, è semplice: chi comanda paga. Una riforma che mira quindi a rafforzare l’istituto comunale e con esso anche il Cantone. L’obiettivo, assai ambizioso, ne sono perfettamente cosciente, non sarà semplice da perseguire, ma risulta essenziale per il futuro del Ticino. Per raggiungerlo, dobbiamo poter contare sulla consapevolezza e la responsabilità di tutti quanti in merito al fatto che il lavoro va affrontato nell’interesse non soltanto del Cantone o dei Comuni, ma innanzitutto dei cittadini. E sull’uso del credito votato dal Gran Consiglio saremo parsimoniosi. In fondo il risparmio inizia dal saper rinunciare».


La questione dell’autonomia e quella della revisione dei compiti e degli oneri tra Cantone e Comuni sono legate alle aggregazioni. Lo scorso anno è andato in porto il progetto aggregativo del Bellinzonese (anche se a 13 e non a 17), assieme a quello della Riviera. Nel Locarnese invece, a parte qualche timido segnale, siamo sempre ai piedi della scala, nel basso Mendrisiotto si ricomincia a parlarne, mentre sulle rive del Ceresio si sta ancora pagando la fattura delle aggregazioni che hanno fatto nascere la Nuova Lugano. Lei come intende portare avanti il tema e con quale obiettivo finale, considerate anche le critiche piovute sul Piano cantonale delle aggregazioni?

«Il Piano cantonale della aggregazioni ha avuto il merito di portare la discussione su un altro livello, presentando una visione d’insieme sull’intero Cantone. Questo progetto va naturalmente di pari passo con la revisione dei compiti e dei flussi, fornendo uno scenario moderno e lungimirante sulla capacità dei Comuni di assumere il loro vero ruolo. L’aggregazione del Bellinzonese costituisce in questo senso un tassello molto importante, oserei dire fondamentale, anche nell’ottica di favorire un riequilibrio interno del Cantone. Un progetto partito dal basso, che potrà fungere da esempio anche per le altre regioni».

Che cosa pensa della curiosa situazione venutasi a creare a Muralto, dove, per defezione degli altri, è rimasto un solo partito sia nell’Esecutivo sia nel Legislativo? È una situazione sana?
«Si tratta di una situazione, sicuramente inusuale, venutasi a creare per delle scelte prese in maniera democratica dai gruppi interessati. In questo contesto entrano in gioco dinamiche locali che non sta a me commentare. Per quanto riguarda il Locarnese in generale, occorre comunque portare avanti delle riflessioni ad ampio raggio per tutta la regione: questa è infatti l’unica via da percorrere per affrontare le sfide future e per cogliere le opportunità che si presenteranno nei prossimi anni».

Parliamo della salute istituzionale dei Comuni ticinesi. Nell’ultimo quadriennio abbiamo visto situazioni al di là del bene e del male a Bissone e a Rovio, casi estremi, certo, ma la Sezione degli enti locali è stata sollecitata in molte altre circostanze. È perché le leggi si sono fatte più complesse, ad esempio in materia di commesse pubbliche, o perché gli amministratori comunali non sono sempre all’altezza?
«I casi da lei citati non devono nascondere l’ottimo operato svolto dalla maggior parte degli amministratori comunali ticinesi. È però vero che al politico comunale si chiedono oggi sempre più competenze. Insomma, il buon senso non basta più. Il Cantone in quest’ottica offre da anni una formazione completa e di qualità, sia ai funzionari sia ai politici comunali. Formazione che viene affinata costantemente, in base anche all’evoluzione del quadro legislativo. Mi sento quindi di dire che la salute dei Comuni ticinesi è buona, anche se naturalmente possiamo e dobbiamo puntare ancora più in alto».

Il principio della collegialità dovrebbe essere sacro negli Esecutivi ed è chiaramente sancito dalla legge. Tuttavia vi è un’interpretazione sempre più elastica di questo principio, a Locarno, ad esempio, lo si è visto con il referendum per la Casa del cinema e per la vicenda dei mandati. È forse perché è già il Consiglio di Stato a dare il cattivo esempio?
«La collegialità è un principio cardine all’interno di ogni Esecutivo. Come presidente del Consiglio di Stato tengo a ribadire come il Governo ticinese si sia sempre attenuto a questo principio nel portare avanti le sue decisioni. Poi, attenzione, collegialità non significa che ognuno non possa avere le sue opinioni personali. Spesso si mischiano infatti in maniera errata collegialità e libertà d’espressione, che sono due aspetti ben differenti. In ogni caso, come in qualsiasi Stato di diritto, il confine è sempre stabilito dalla legge, alla quale le Autorità devono attenersi».

Lo scorso mese di giugno, in una pasticciata seduta del Gran Consiglio, con un colpo di scena lei ha ritirato il messaggio per la creazione della Polizia unica che riprendeva una mozione parlamentare. Nel frattempo è entrata in vigore la nuova collaborazione tra la Polizia cantonale e quelle comunali. Ci sono già valutazioni su questa collaborazione? È comunque il primo passo per arrivare alla Polizia unica? E in che modo questa potrebbe meglio rispondere alle esigenze di sicurezza nei Comuni?
«Quello che occorre mettere sempre al centro è la sicurezza dei cittadini, che viene prima di tutto. Quello di giugno non è stato affatto un “coup de théâtre”, bensì un segnale costruttivo che ho lanciato, cogliendo le indicazioni positive emerse nel Parlamento, sulla polizia che vogliamo nell’avvenire, sulla Polizia ticinese che dovremo costruire insieme. Per quanto riguarda la legge sulla collaborazione tra la Polizia cantonale e quelle comunali, essa è entrata a regime lo scorso settembre e alcuni Comuni hanno chiesto delle deroghe sul termine fissato per approvare le convenzioni di collaborazione. Siamo quindi ancora in fase di assestamento. Regolarmente incontro comunque i rappresentanti dei Dicasteri di sicurezza e polizia dei Comuni polo, così come altri attori impegnati in questo ambito, per fare il punto sulle convenzioni e su altri temi d’interesse. Non sono emersi grossi problemi che impediscono la messa in atto nel medio termine della legge che, in ogni caso, rappresenta la base sulla quale costruire la Polizia ticinese del futuro».

Dal Corriere del Ticino del 2 febbraio 2016 – Bruno Costantini

Dal 2010 la situazione è peggiorata

Dal 2010 la situazione è peggiorata

Ticino: quasi l’80% dei detenuti è straniero

Era il lontano 2010 quando fui l’unico Consigliere nazionale della Deputazione ticinese a battermi tenacemente a favore dell’iniziativa popolare per l’espulsione dei criminali stranieri. L’esito delle urne ci diede ragione: infatti, il Popolo ticinese (61.3%) e quello svizzero (52.9%), nonché la maggioranza dei Cantoni (17.5%), approvarono il nuovo testo costituzionale che prevede l’espulsione degli stranieri residenti condannati per atti criminali di una certa gravità. Da allora, nonostante la creazione di gruppi di studio per l’attuazione del testo costituzionale e la consultazione svolta nei partiti e nei Cantoni nel 2012, nulla si è mosso. Anzi no, qualcosa di fatto è accaduto: il numero di incarcerazioni di stranieri nelle strutture carcerarie svizzere è aumentato negli ultimi anni.

L’incremento del numero di stranieri incarcerati, registrato negli ultimi anni, ha continuato, difatti, a consolidarsi e la Svizzera detiene ormai il per nulla invidiabile record europeo di detenuti stranieri: ben il 74%. In Ticino la situazione è ancora peggiore: 4 detenuti su 5 sono stranieri. Dati che, confrontati con quelli europei, evidenziano una forte e allarmante differenza con quanto accade nell’Unione europea, dove si registra una percentuale di detenuti stranieri, marcatamente inferiore, pari al 21%. In Italia circa un terzo dei detenuti registrati sono di origine straniera (in maggioranza nelle detenzioni di breve durata), mentre i due Paesi dell’UE con il tasso più alto sono il Belgio con il 42% e l’Austria con il 46%.

Votando a favore dell’iniziativa d’attuazione possiamo consolidare e migliorare tre aspetti importanti. In primo luogo si potrà dar finalmente seguito alla chiara volontà che il Popolo svizzero e quello ticinese hanno espresso nel 2010: l’esercizio dei diritti politici non deve rimanere un semplice esercizio di stile. In nessun Paese come in Svizzera il Popolo è infatti veramente Sovrano; un principio, un valore, che rappresenta la forza del nostro Paese e che sarebbe pericoloso svuotare di significato, specialmente in un ambito delicato e sensibile come questo. Secondariamente, sarà possibile ridurre i costi relativi all’amministrazione della giustizia e alla risocializzazione dei detenuti; queste spese, grazie all’effetto deterrente e alle conseguenze amministrative (perdita del diritto di soggiornare nel nostro Paese) consentiranno potenzialmente di ridurre i reati gravi e quindi le conseguenti incarcerazioni. Infine, grazie all’iniziativa si potranno evitare i casi in cui stranieri colpevoli di aver commesso in più di un’occasione atti criminali ritenuti gravi non possono essere allontanati dalla Svizzera. Sono situazioni che difficilmente sono comprensibili e ancora tollerabili dai cittadini elvetici. Gli esempi in questo ambito purtroppo non mancano nemmeno in Ticino, dove le decisioni prese dai servizi della migrazione del Dipartimento delle istituzioni e confermate dal Tribunale cantonale amministrativo vengono poi annullate dal Tribunale federale. In questo senso ricordo il caso di un cittadino di origine croata che nel 1993 commise il reato di violenza carnale per il quale fu condannato e in seguito scontò la pena nel suo Paese. Nel 2012 la persona in questione fece domanda per ottenere un permesso di soggiorno in Ticino, dove risiedono la moglie e i figli; richiesta che – per motivi di sicurezza e di ordine pubblico – fu negata dalla Sezione della popolazione del Dipartimento delle istituzioni. Una decisione in seguito confermata sia dal Consiglio di Stato che dal Tribunale cantonale amministrativo. Il 15 settembre 2014, il Tribunale federale sentenziò invece che il cittadino croato poteva risiedere in Svizzera poiché, secondo l’Alta corte federale, non rappresentava più un pericolo concreto per l’ordine e la sicurezza pubblici svizzeri, annullando di fatto le decisioni prese in precedenza dalle istanze cantonali.

Concludendo, la situazione dal voto del 2010 è peggiorata, segnando pure un aumento delle incarcerazioni e del numero di detenuti di origine straniera. Le critiche mosse contro l’iniziativa per l’attuazione, soprattutto sul fatto che il testo proposto sia troppo rigido, provengono da coloro che in questi 5 anni non hanno permesso la realizzazione del testo votato e approvato dal Popolo svizzero nel 2010. Sostengo quindi fermamente l’iniziativa, e il 28 febbraio invito tutti i cittadini a votare un sì convinto per riuscire finalmente a concretizzare la chiara volontà espressa nel 2010!
Norman Gobbi, Consigliere di Stato, Airolo

Norman Gobbi: “Il Ticino non può rimanere isolato!”

Dal Mattino della Domenica:San Gottardo: il secondo tunnel è l’unica soluzione

Chiediamoci realmente: cosa succederebbe se il nostro Cantone rimanesse isolato dal resto della Svizzera per 3 anni? Sarebbe una vera e propria catastrofe!”. Inizia così la nostra chiacchierata con il Ministro leghista Norman Gobbi, Presidente del Governo ticinese, che sul risanamento del San Gottardo ha espresso più volte la sua chiara opinione. “Si tratta di mettere al primo posto gli interessi del Ticino. Anch’io, come Leventinese, sono ad esempio preoccupato per il fatto che AlpTransit potrebbe ulteriormente marginalizzare le regioni periferiche del Cantone, ma non per questo non riconosco la bontà del progetto e le ricadute positive che esso avrà sul nostro territorio.” È un Norman Gobbi che ragiona quindi da uomo di Stato, a maggior ragione dopo l’emozionante cavalcata per il Consiglio federale dello scorso anno, nella quale ha potuto toccare con mano come il nostro Cantone è visto nel resto della Svizzera. “Anche se in taluni casi gli altri capiscono le nostre rivendicazioni, non si può certo dire che queste siano veramente comprese”.

Un aspetto determinante, quest’ultimo, specialmente in vista della votazione del prossimo 28 febbraio, che rappresenta un crocevia decisivo per i destini del nostro Cantone. In ballo c’è, infatti, il rischio che il Ticino rimanga isolato dal resto della Svizzera. Ma non finisce qui. Dietro questa votazione c’è pure il rischio di compromettere la coesione nazionale del nostro Paese. “Nella mia campagna federale ho più volte ricordato il ruolo fondamentale che il Ticino, quale minoranza linguistica e culturale, svolge per l’intera Svizzera, evitando una netta contrapposizione tra la Svizzera tedesca e quella romanda”. Un ruolo che senza il San Gottardo verrebbe completamente ridimensionato, se non peggio.

Inoltre, Norman Gobbi si sofferma su un aspetto importante, ovvero l’aumento di capacità, specificando che questo non avverrà. In questo senso, ricorda difatti che “il Ticino si è sempre opposto – e continuerà a farlo – a un aumento di capacità della galleria autostradale del San Gottardo, che , tra l’altro, è pure vietato dalla Costituzione e dalla legge federale. In futuro per aumentare la capacità del tunnel bisognerà lanciare un’iniziativa popolare, raccogliere le firme e vincere la votazione, ottenendo la maggioranza di popolo e Cantoni”. Infine, tiene a precisare sollevare dubbi sulla certezza di questa procedura significa mettere in discussione l’essenza stessa della democrazia diretta elvetica!

Il secondo tunnel è dunque l’unica strada percorribile se vogliamo ancora sperare in un futuro migliore per il nostro Cantone. Perché di questo si tratta: una scelta responsabile per le generazioni future. Una strada che tra l’altro presenta il miglior rapporto costi-benefici, come indicato anche dal Consiglio federale. Ma c’è di più. “Non bisogna sottovalutare gli aspetti legati alla sicurezza. Oggi nella galleria del San Gottardo il rischio di incidenti frontali è purtroppo elevato, come testimoniano tutte le persone che, come me, regolarmente percorrono questo tunnel. Un rischio che, con il secondo tubo, verrebbe finalmente eliminato”. Su questa motivazione, i contrari al risanamento del Gottardo hanno sempre glissato, non rendendosi conto che ci sono in gioco la sicurezza dei cittadini-conducenti e la vita di molte persone. “Il secondo tubo rappresenta quindi l’unica soluzione per il futuro del nostro Cantone – e di riflesso anche della Svizzera – e per la sicurezza della popolazione!” indica Norman Gobbi. Un Norman Gobbi al solito combattivo e pronto a continuare a difendere gli interessi del Ticino, che conclude invitando tutti i Ticinesi a votare SÌ il prossimo 28 febbraio. “Una sfida che dobbiamo vincere insieme per il Ticino!”

Obergrenze in Österreich – das sind die Folgen für die Schweiz

Österreich will die Grenzen für Flüchtlinge dichtmachen. Neue Fluchtrouten würden über die Schweiz führen, sagen Asylexperten. Besonders das Tessin wäre betroffen.

Österreichs Ankündigung, Obergrenzen für Flüchtlinge einführen zu wollen, wirft hohe Wellen. Mehrere Balkanstaaten ziehen mit gleichen oder ähnlichen Massnahmen nach, und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel steht unter noch grösserem Zugzwang, die Zahl der Asylsuchenden in ihrem Land zu senken. Diese Entwicklung hat Folgen für die Schweiz. «Wenn es Österreich tatsächlich gelingen würde, die Grenzen dichtzumachen, dann wäre jene im Osten der Schweiz indirekt auch zu», sagt der St. Galler Sicherheits- und Justizdirektor Fredy Fässler (SP).
Sein Kanton verzeichnet seit letztem Herbst eine starke Zunahme Asylsuchender, die über die Balkanroute kommend via Österreich einreisen. Die Botschaft, die einzelne Länder mit der Grenzschliessung sendeten, kämen bei den Flüchtlingen zwar an, aber: «Sie lassen sich dadurch nicht aufhalten – sie werden lediglich ihre Route ändern», so Fässler.

Obergrenze an Unterbringung orientieren

Genau diesen Effekt befürchtet Norman Gobbi. Der Tessiner Sicherheitsdirektor sagt: «Wenn Österreich die Grenzen schliesst, wird sich die Balkanroute weiter westlich nach Italien verschieben. Die Flüchtlinge werden dann wieder vermehrt über das Tessin statt über die Ostschweiz in die Schweiz einreisen.» Weil ab Frühling zusätzlich die Mittelmeerroute häufiger genutzt wird, geht Gobbi davon aus, dass das Tessin innerhalb der Schweiz die Hauptlast der jüngsten asylpolitischen Veränderungen in der EU tragen wird.

«Es ist gefährlich, wenn einzelne Regierungen Tatsachen schaffen»: Michael Lindenbauer, Westeuropa-Chef der UNO-Flüchtlingshilfe, zum Entscheid Österreichs (Audio: Anja Burri, 21. Januar 2016).

Das beurteilt SVP-Migrationspolitiker Heinz Brand ebenso. «Der Entscheid Österreichs wird zu einer Verlagerung der Flüchtlingsströme führen. Davon wird die Schweiz und besonders das Tessin direkt betroffen sein.» Diese neuen Vorzeichen zwängen auch die Schweiz, neue Massnahmen zu erwägen, sagt der Bündner Nationalrat. Die Einführung einer Obergrenze hält Brand indes für nicht umsetzbar, da damit die europäische Menschenrechts- und die Genfer Flüchtlingskonvention verletzt würden. «Wir dürfen den Schutzgedanken für tatsächlich Verfolgte nicht aufgeben, müssen aber den Missbrauch wirksamer bekämpfen.»

Gobbi dagegen sieht darin einen gangbaren Weg für die Schweiz – «es darf keine Tabus mehr geben». Er will keine konkrete Zahl nennen, stellt aber klar, dass die Höhe der Obergrenze nachhaltig und finanziell tragbar sein müsse und nicht weit über einem europaweiten Pro-Kopf-Durchschnitt liegen sollte. Auch andere bürgerliche Politiker sagen, eine Obergrenze müsse unter bestimmten Voraussetzungen eingeführt werden – dann nämlich, wenn ausser Österreich mehrere weitere Länder quantitative Grenzen festlegen und damit völkerrechtliche Verpflichtungen missachten. «Dann müssten wir unser Asylgesetz auf dem Dringlichkeitsweg anpassen. Trotz Begrenzung müssten wir uns aber überlegen, ob wir nicht zumindest Familien und unbegleitete Minderjährige weiterhin einreisen lassen sollten», sagt FDP-Nationalrat Kurt Fluri. Wichtig sei, dass die Diskussion, wie eine Obergrenze in der Schweiz ausgestaltet und durchgesetzt werden könnte, bereits jetzt geführt werde, sagt CVP-Nationalrat Gerhard Pfister.

Grenzkontrollen intensivieren

Brand und Gobbi wollen als Reaktion auf die internationale Entwicklung zudem die Grenzkontrollen neu ausrichten und intensivieren. «Warum sollte die Schweiz das einzige offene Tor in Europa sein, wenn andere Länder das Schengen-Abkommen längst nicht mehr respektieren?», fragt Gobbi. Und Brand kündigt an, dass die SVP weitere Vorstösse zum Thema einreichen werde. In der Wintersession hatte die Partei in einer Sondersession vergeblich systematische Grenzkontrollen gefordert. «Darum werden wir jetzt nicht mehr herumkommen.» Dafür müsse das Personaletat des Grenzwachtkorps nicht aufgestockt, sondern Aufgaben neu verteilt werden, so Brand. Der grüne Nationalrat Balthasar Glättli sagt jedoch, dass weder verstärkte Grenzkontrollen noch eine Obergrenze die Zahl der Asylsuchenden senken würde: «Die Schweiz ist völkerrechtlich verpflichtet, alle eingehenden Gesuche zu prüfen.»

Fässler betont zudem, die Schweiz habe mit der Asylgesetzrevision bereits geeignete Massnahmen ergriffen, um die hohen Gesuchszahlen zu meistern. Beschleunigte Verfahren und konsequente Ausweisungen seien sinnvoller als Grenzabriegelungen, zumal die Schutzquote heute hoch sei. Er plädiert dafür, dass sich die Schweiz stärker vermittelnd in den EU-Gremien einbringe, um eine gesamteuropäische Lösung mit einem Verteilschlüssel zu finden. Denn das und nicht eine Grenzschliessung sei wohl das eigentliche Ziel der österreichischen Aktion: «Es ist ein Hilfeschrei an Europa, dass die Asylproblematik nicht ein paar wenigen Staaten überlassen werden kann.»

«Vieles ist unklar»

Wie eine solche Lösung aussehen soll, diskutieren die europäischen Justiz- und Innenminister am kommenden Montag. Auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga wird an den Gesprächen teilnehmen. Heute wollte sie sich nicht zu den österreichischen Plänen äussern. Dazu seien diese zu wenig konkret. Deutlicher wurde SVP-Bundesrat Guy Parmelin: Der Entscheid Österreichs betreffe auch die Schweiz, sagte der Verteidigungsminister nach einem Treffen mit seinem österreichischen Amtskollegen Gerald Klug am WEF. Wie genau, sei zurzeit noch unklar – ein Einfluss auf die Fluchtrouten sei nicht ausgeschlossen.

Das Staatssekretariat für Migration weist darauf hin, dass es sich bislang lediglich um eine Absichtserklärung handle. Vieles sei unklar – nicht einmal Österreich wisse, wie es den «Richtwert» umsetzen wolle und ob dieser konform mit zwingendem Völkerrecht sei, sagt Sprecher Martin Reichlin. Die Schweiz erwarte jedoch, dass sich Österreich ihr gegenüber weiterhin an die völkerrechtlichen Verpflichtungen gemäss Schengen/Dublin halte. «Die Absichtserklärung zeigt erneut deutlich: Mehr denn je braucht es eine gemeinsame europäische Asylpolitik. Unkoordinierte nationale Antworten lösen das Problem nicht, sondern lösen oft negative Kettenreaktionen aus», so Reichlin.

da www.tagesanzeiger.ch del 22 gennaio 2016