Führt die Balkan-Route bald ins Tessin?

Führt die Balkan-Route bald ins Tessin?

Da NZZ.CH l Flüchtlingskrise: Kosten des Asylwesens, Notfallplanung, Privatunterbringung, Adria-Route: Fakten und Mutmassungen zu den Auswirkungen der Asylkrise auf die Schweiz.

Bewirken die unterschiedlichen Sozialleistungen, dass viel weniger Asylsuchende zu uns kommen als nach Deutschland oder Schweden?

Die Sozialhilfeleistungen erklären die Flüchtlingsströme nicht. Ein Asylbewerber erhält in Deutschland ähnlich viel wie ein Hartz-IV-Bezüger, also mehrere Hundert Franken weniger als in der Schweiz. Hier erhalten Asylsuchende je nach Kanton knapp 1000 Franken.

Woran liegt es dann, dass vergleichsweise wenige Flüchtlinge von der Balkan-Route zu uns kommen?

Flüchtlinge zieht es zu ihren Landsleuten. In der Schweiz lebten per Ende 2014 nur 6500 Syrer. Die eritreische Diaspora ist fast fünfmal grösser. Ebenso wichtig ist aber der grosszügigere asylrechtliche Status, den Deutschland und vor allem Schweden den Syrern gewährt. Stockholm hat bereits vor zwei Jahren beschlossen, den syrischen Flüchtlingen eine Daueraufenthaltsbewilligung auszustellen. In Deutschland müssen Syrer auch kein Asylverfahren durchlaufen. Anders als Asylbewerber dürfen sie von Beginn weg arbeiten. In der Schweiz dürfen Asylbewerber erst nach drei Monaten eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Vergleichsweise unattraktiv ist die Schweiz auch, weil sie Dublin-Fälle konsequent bearbeitet und die Gesuchsteller wenn möglich ins Erstasylland zurückführt.

Ist es denkbar, dass plötzlich so viele Asylbewerber in Buchs ankommen wie in den letzten Wochen in München?

Der Zustrom wäre limitiert, weil einerseits die Zugverbindung durch den Arlberg viel weniger Kapazitäten hat als jene von Österreich nach München. Dasselbe gilt für den Weg auf der Strasse?

Was kostet das Asylwesen?

Es gibt keine offizielle Kostenschätzung. Der Bundesrat hat gegenüber dem Parlament mehrmals festgehalten, er könne die Aufwendungen der Kantone nicht beziffern. Die Ausgaben des Bundes schätzte er im Jahr 2011 auf rund 850 Millionen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Asylreform publizierte das Staatssekretariat für Migration aber auch Zahlen zu den kantonalen und kommunalen Ausgaben. Total belaufen sich diese unter der Annahme von 24’000 Asylgesuchen auf 1,6 Milliarden Franken. Mit der Neustrukturierung des Asylwesens sinkt der Betrag auf 1,3 Milliarden Franken. Es gibt auch andere Schätzungen.

Die SVP schätzt die Gesamtkosten auf 6 Milliarden Franken, die «Schweizerzeit» auf 7,1 Milliarden. Wie erklären sich die Unterschiede?

Die SVP hat die Kosten von Bund und Kantonen auf 3 Milliarden Franken aufgerundet und dazu die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit im von 3,24 Milliarden Franken hinzugerechnet. Die «Schweizerzeit» rechnet anders: Sie geht von 89’000 Personen «unter Asylrecht» aus und multipliziert diese Zahl mit 80’000 Franken, welche diese Personen den Staat pro Jahr kosten sollen. Wie der Betrag von 80’000 Franken zustande kommt, wird nicht erläutert. Knapp 70’000 der 89’000 Personen sind anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene.

Erhalten Asylbewerber mehr staatliche Unterstützung als Rentner?

Der grösste Teil der Leistungen für Asylsuchende sind Naturalien, in einigen Kantonen erhalten sie gar keine Barbeträge. In der Stadt Zürich sind die Leistungen sind rund 30 Prozent tiefer angesetzt als die empfohlenen Beträge der Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Im Durchschnitt wendete der Staat 1100 Franken pro Person im Asylverfahren auf. Eine AHV-Minimalrente beträgt zurzeit 1’175 Franken. Wer keine grösseren Ersparnisse oder Einkünfte hat, erhält aber – anders als Asylbewerber – Ergänzungsleistungen. Diese sollen zusammen mit einer allfällige Rente den allgemeinen Lebensbedarf von jährlich 19’290 Franken oder monatlich 1607 Franken decken.

Ist die Schweiz auf einen massiven Zustrom von Flüchtlingen wie in Deutschland vorbereitet?

Das Notfallkonzept des Bundesrats sieht in diesem Fall die Einberufung eines Sonderstabs Asyl vor. Eine definierte Schwelle gibt es nicht. Der Präsident der kantonalen Sozialdirektoren, Peter Gomm, hält 50’000 Flüchtlinge pro Jahr mit den normalen Strukturen für bewältigbar. In den Krisenmodus schalten müssten die Behörden aber auch, wenn innerhalb weniger Tage oder Wochen eine unerwartet hohe Zahl von Flüchtlingen ankäme.

Führt die Schweiz wieder systematische Grenzkontrollen ein?

Der Bundesrat hält sich ans Schengen-Recht, wonach systematische Kontrollen mit all ihren wirtschaftlich negativen Auswirkungen erst bei einer Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit temporär möglich sind. Das Grenzwachtkorps wurde aber verstärkt. Nach Aussagen von Bundesrat Ueli Maurer kann die Armee dem Grenzwachtkorps innert drei Tagen 800 Soldaten zur Verfügung stellen.

Wo würde eine grosse Anzahl von Flüchtlingen untergebracht?

Nach Angaben des Verteidigungsministers verfügt die Schweiz über 150’000 Plätze in Zivilschutzanlagen. Unterirdische Anlagen sind allerdings umstritten, vor allem bei mehrmonatigen Aufenthalten. Ueli Maurer sprach sich gegen eine Unterbringung in Kasernen aus, weil die den Ausbildungsbetrieb der Armee einschränkt.

Sollen Privatpersonen Flüchtlinge aufnehmen?

Privatunterbringungen sind bisher eher selten. Die meisten dieser Personen wohnen bei Landsleuten. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) vermittelt Gastfamilien. Ziel ist – zumindest im Moment – weniger die Entlastung der staatlichen Strukturen als eine raschere Integration. Privatunterbringungen sollten aber mit viel Realismus und für eine längere Zeit geplant werden. Das Zusammenleben einer traumatisierte Familie aus einem anderen Kulturkreis mit einer «normalen» Schweizer Familie ist nicht immer einfach, sagt SFH-Sprecher Stefan Frey. Wer Zweifel hat, ob er einen Flüchtling aufnehmen soll, kann den «Flüchtlinge privat aufnehmen»-Knigge der «TAZ» studieren.

Auf dem Balkan und in Südosteuropa werden Zäune errichtet. Kommen die Flüchtlinge bald über die Adria nach Italien und dann in die Schweiz?

Der Tessiner Sicherheitsdirektor Norman Gobbi hält eine solche Entwicklung für möglich. Die Route ist beschwerlich und auf dem Meer je nach Schiff gefährlich. Solange die Grenzen zwischen Griechenland und Nordeuropa offen sind, werden wenige diesen Weg freiwillig wählen. Anfang der neunziger Jahre setzten mehrere zehntausend Albaner über die Adria nach Apulien über. Vom Westbalkan her wäre die Schweiz auch via Slowenien und Italien zu erreichen. Solange die Flüchtlinge die österreichische Grenze zu Slowenien passieren können, ist das aber ein weiter Umweg.

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/fuehrt-die-balkan-route-ins-tessin-fragen-antworten-asylwesen-fluechtlingskrise-ld.2088

Migranti: soldati svizzeri al confine in caso di necessità

Migranti: soldati svizzeri al confine in caso di necessità

Da Valtellinanews.it l Lo ha confermato il capo dell`esercito André Blattmann, ieri in visita in Ticino, cantone svizzero al confine con l’Italia

In caso di sensibile aumento del numero di richiedenti l’asilo, la Svizzera potrà mandare 800 soldati a pattugliare il confine, assieme a guardie di confine e polizia. Lo ha confermato il capo dell`esercito André Blattmann, ieri in visita in Ticino, cantone svizzero al confine con l’Italia.

«L’esercito è pronto a fare la sua parte nella questione profughi, se necessario, con l’invio di 800 uomini», ha detto il comandante delle forze armate elvetiche nel corso di un incontro con le autorità cantonali. «L’esercito non decide da solo di intervenire ma viene offerto in appoggio alle autorità e alle istituzioni civili», ha spiegato Blattmann, «è un compito che ci ha dato il Consiglio federale per aiutare alle frontiere le guardie di confine e le polizie dei cantoni. Saranno le autorità civili a comandare, andremo dove c’è bisogno».

«È una riserva che viene messa a disposizione delle autorità civili e saranno queste a richiederle per presidiare i posti di dogana e supportare la polizia cantonale», ha confermanto Norman Gobbi, del dipartimento interni del Ticino.

L’esercito svizzero ha anche organizzato un’esercitazione a Basilea, al confine con Francia e Germania, questo fine settimana, per prepararsi a far fronte a un’eventuale crisi migratoria.

http://www.valtellinanews.it/articoli/Migranti-soldati-svizzeri-al-confine-in-caso-di-necessit-20150922/

Periti e giuristi a confronto: una formazione a beneficio della collettività

Periti e giuristi a confronto: una formazione a beneficio della collettività

Signore e signori Magistrati, Signore e signori Psichiatri, Signore e signori avvocati, Gentili signore, egregi signori,

vi saluto molto cordialmente a questo primo pomeriggio di approfondimento dedicato ai “Punti di incontro tra perito e giudice”.
Si tratta di un’opportunità straordinaria per le nostre latitudini nel senso che questo delicato tema viene affrontato per la prima volta in modo così approfondito a livello cantonale; sono quindi innanzitutto riconoscente a chi l’ha voluto e a chi l’ha organizzato, prima fra tutti la Procuratrice pubblica Chiara Borelli alla quale va la mia gratitudine. Ringrazio inoltre evidentemente anche le relatrici e i relatori – magistrati, avvocati e psichiatri – che interverranno nel corso dei quattro pomeriggi di formazione.

Al centro degli incontri vi è il ruolo della psichiatria nella giustizia penale. Dopo i noti casi di assassinio avvenuti un paio di anni fa delle due giovani donne – Marie a Payerne e Adeline a Ginevra – c’è chi ha proposto di adottare una legge federale unificata in materia di esecuzione delle pene e di fondere i tre concordati intercantonali esistenti nella materia. La discussione politica è stata accesa, ma alla fine ha prevalso la riflessione secondo la quale già il nostro Codice penale contiene nella sua parte generale elementi importanti del diritto dell’esecuzione delle pene e delle misure. In questo contesto va evidenziato come alcune conquiste del settore siano proprio da ascrivere al sistema federalista che permette ai Cantoni di compiere delle esperienze che poi vengono adottate a livello federale, ad esempio: il braccialetto elettronico – con tutte le difficoltà tecniche che emergono per la sua implementazione – e il lavoro di pubblica utilità. La centralizzazione non significa a priori perfezione!

Le Camere federali hanno pure discusso dell’eventuale creazione di un registro centrale per gli autori di crimini sessuali, ma la soluzione è stata esclusa nel momento in cui si è trattato di stabilire chi avrebbe potuto avere accesso a tale registro. E mi chiedo se, qualora avessimo avuto tale registro, avremmo potuto evitare la morte di Marie e Adeline…

Un altro pensiero che preoccupa il politico è costituito dai costi delle misure che sono estremamente alti. Inevitabile che il cittadino contribuente si chieda se sia lecito investire ancora di più in terapie per autori che sono stati definiti pericolosi e difficilmente recuperabili.

A titolo di esempio posso indicare che un mese di permanenza presso un centro terapeutico cantonale – Villa Argentina – costa circa fr. 11’500.-/mese, al centro bernese St. Johannsen, circa fr. 15’000.-/mese e al nuovo Centro concordatario Curabilis di Ginevra, circa fr. 18’000.-/mese. In questo contesto, rimarco che dal 2012 ad oggi, in meno di quattro anni, il Cantone ha speso oltre 2 milioni di franchi per l’esecuzione di misure penali. E queste cifre, non comprendono i costi delle perizie psichiatriche. Negli ultimi due anni, il solo Ufficio dei Giudici dei provvedimenti coercitivi ha speso quasi 100’000.- per questo genere di perizie. Quanto al Ministero pubblico, nel 2014, su un totale per tutti i tipi di perizie di fr. 1’700’000.- circa, fr. 230’000 erano destinati alle sole perizie psichiatriche. Una tendenza che si sta confermando anche nel 2015.

Le cifre sono di quelle importanti e devono far riflettere. Se pensiamo che in un solo anno vengono allestite in Svizzera attorno alle cinquemila valutazioni peritali di carattere psichiatrico, è inevitabile che si parli sempre più di diversi livelli di qualità delle perizie e della circostanza secondo la quale non ci sono abbastanza periti forensi competenti. In un’ottica di efficienza ed efficacia dell’amministrazione della giustizia, magistrati e autorità competenti devono quindi esigere dai periti un lavoro di qualità, che permetta loro di chiarire per esempio il grado di colpevolezza dell’imputato e la guaribilità o meno dello stesso, come pure di valutare quale rischio intenda assumersi la società di fronte ai casi più complessi, ritenuto come il rischio zero sia difficile da raggiungere.

Tutte queste considerazioni mi portano a concludere per la sicura opportunità di approfondire questi aspetti che toccano la vostra attività quotidiana e mi auguro che ci possano essere delle ricadute positive nel lavoro che svolgete. Si tratta infatti di importanti momenti di formazione continua per tutti gli addetti ai lavori che non possono che trovare il sostegno di chi vi parla e che hanno suscitato grande interesse, come è attestato dalla vostra folta partecipazione.

Rinnovo i ringraziamenti a tutti i rappresentanti delle autorità giudiziarie cantonali e della psichiatria che hanno inteso organizzare questi incontri nell’intento di migliorare la qualità della collaborazione tra due settori, la giustizia penale e la psichiatria, assolutamente sempre più necessaria. Ringrazio infine del prezioso contributo l’Università della Svizzera italiana, che ha reso possibile l’organizzazione di questi quattro pomeriggi.

Saluto pronunciato dal Consigliere di Stato Norman Gobbi in occasione dell’apertura delle quattro conferenze in tema di “Perito e Giudice: punti d’incontro”

Gobbi: “Meno reati in Ticino. Bene ma vogliamo fare di più, a partire dalla sicurezza dei confini”

Gobbi: “Meno reati in Ticino. Bene ma vogliamo fare di più, a partire dalla sicurezza dei confini”

Le statistiche sulla criminalità hanno riportato una sensibile diminuzione dei reati in Ticino. Questo nonostante un momento storico particolare, dove gestire la sicurezza del Cantone può essere complicato. Il Dipartimento delle Istituzioni si è però rimboccato le maniche, adoperando una serie di riforme per rendere più efficiente il lavoro degli agenti sul territorio. Il direttore Norman Gobbi, Lega dei Ticinesi, raccoglie dunque i frutti di un lavoro cominciato quattro anni fa.

Norman Gobbi, le statistiche dicono meno criminalità in Ticino. Soddisfatto?
Nell’ambito della sicurezza non ci si può mai dire completamente soddisfatti. Come ripeto di frequente, la sicurezza è un “bene primario” che occorre garantire ogni giorno a tutti i cittadini. Per questo motivo non bisogna mai abbassare la guardia e continuare a impegnarsi per accrescere sia la sicurezza oggettiva che quella percepita dalla popolazione. Certamente sono stati compiuti dei passi in avanti, ma la strada è lunga e ci sono ancora molti obiettivi importanti da raggiungere.

Qual è stata la strategia per ottenere questo risultato?
Con il mio Dipartimento ho innanzitutto voluto rafforzare la Polizia cantonale, sia dal profilo del numero degli agenti che da quello degli strumenti a disposizione. Nel contempo, è stata implementata la regionalizzazione della Gendarmeria, che ha riportato gli agenti maggiormente sul terreno, cosa che ritengo fondamentale per accrescere la sicurezza nel nostro Cantone. Non da ultimo, è stata migliorata la collaborazione e il coordinamento con le Polizie comunali, così come con le Guardie di confine, necessari per intervenire in maniera efficace sul nostro territorio.

Il futuro sembra però impegnativo e pieno di sfide. Quali i prossimi passi?
La difesa della Porta Sud della Svizzera è indispensabile se vogliamo continuare a garantire la sicurezza dei Ticinesi. Oggi l’Europa è confrontata con l’emergenza migranti per la quale, come abbiamo potuto constatare in particolare nel mese di giugno, anche noi dobbiamo essere sempre pronti a intervenire, data anche la passività di alcuni Stati europei nella gestione di questa emergenza, per evitare che alcune persone approfittino della situazione per entrare a delinquere nel nostro Paese. Per questo motivo ho ribadito che la variante relativa a un controllo sistematico alle frontiere per i migranti rimane per me prioritaria.

Da Berna, dopo che si sono accorti del problema frontiere, ci sarà più collaborazione?
Lo spero proprio! Fintanto che il problema riguardava il solo Ticino a Berna non erano particolarmente preoccupati, ma ora che la cosa tocca anche altri Cantoni, viste le chiusure a est della Svizzera, anche la Confederazione ha dovuto aprire gli occhi su un fenomeno che è reale e che può avere delle ripercussioni negative sulla Svizzera. Spero che a Berna si siano finalmente resi conto della portata del problema, specialmente per i Cantoni di frontiera come il Ticino.

MS

http://www.mattinonline.ch/gobbi-meno-reati-in-ticino-bene-ma-vogliamo-fare-di-piu-a-partire-dalla-sicurezza-dei-confini/

Risanamento della galleria autostradale del San Gottardo

Il Consiglio di Stato ha preso atto della risposta del Consiglio federale alla domanda 15.5514 del deputato Fabio Regazzi, e si rallegra del fatto che gli interventi intermedi al tunnel autostradale del San Gottardo – necessari prima del risanamento completo – non ne richiederanno la chiusura completa al traffico per un periodo di 140 giorni.

Il Consiglio di Stato ricorda anzitutto che la temuta chiusura totale della galleria per i lavori di risanamento intermedi – per un periodo di 90 più 50 giorni – sarebbe stata difficile da gestire per il Canton Ticino, che accoglie quindi con sollievo la prospettiva che questi interventi avvengano durante le abituali chiusure notturne.

Il Governo cantonale segnala inoltre che nella risposta del Consiglio federale tali lavori intermedi sono considerati imprescindibili, qualunque sia la variante prescelta per il risanamento completo della galleria. Questa notizia ha importanti implicazioni di natura finanziaria, poiché l’investimento per i lavori intermedi era stato finora computato solo nel saldo della variante che prevede la costruzione di un secondo tubo senza aumento di capacità. La differenza di costo fra la soluzione proposta dal Consiglio federale e la principale alternativa – chiusura totale di tre anni del tunnel, con costruzione e smontaggio di stazioni di trasbordo ferroviario provvisorie – si riduce così di circa 250 milioni di franchi.

Il Consiglio di Stato ricorda infine che i problemi di isolamento legati a una chiusura di 140 giorni, fortunatamente scongiurati, si riproporrebbero in forma aggravata in caso di chiusura totale del tunnel per tre anni, qualora fosse respinta in votazione popolare la proposta di costruzione di un tunnel di risanamento.
Per leggere la versione integrale della risposta del Consiglio federale alla domanda Regazzi 15.5514 è possibile visitare il sito web della Confederazione.

“Il Ticino, partner affidabile”

“Il Ticino, partner affidabile”

Da ticinonews.ch l Così il capo dell’esercito André Blattmann durante un incontro a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito

I più alti gradi militari ticinesi, nonché i rappresentanti dell’economia e della politica si sono riuniti quest’oggi a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito.

A prendere la parola per primo è stato il divisionario Marco Cantieni, comandante della regione territoriale 3, che, oltre a specificare il ruolo della regione territoriale, ha spiegato le ricadute economiche dell’esercito in Ticino: 7,5, milioni è la cifra stimata nel 2014 per i corsi di ripetizione e le scuole reclute.

“L’autorità cantonale deve creare le premesse per l’attività dell’esercito” ha dal canto suo ribadito il direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi. “In Ticino lo facciamo e l’esercito è ben voluto. Peccato per il voto sui Gripen, ma questo è un altro discorso”.

Ospite d’onore alla conferenza odierna è stato il capo dell’Esercito André Blattmann: “Il Ticino è un partner affidabile dell’esercito perché la questione della sicurezza ha un valore diverso rispetto a quanto vivono nella Svizzera centrale”.

Blattmann ha poi commentato la diminuzione del budget a disposizione delle forze armate: “La decisione del Consiglio federale e del Parlamento è da rispettare, ma non dobbiamo commettere l’errore di rinunciare a investire. Ci sono conflitti in tutto il mondo ed eventi drammatici improvvisi”.

http://www.ticinonews.ch/ticino/250844/il-ticino-partner-affidabile

Una partita importantissima per il Ticino e i Ticinesi

Una partita importantissima per il Ticino e i Ticinesi

Mancano quattro settimane esatte all’appuntamento delle elezioni federali del 18 ottobre. Non abbiamo dimenticato il grande sforzo collettivo di leghisti attivi e simpatizzanti dello scorso aprile, che ci ha permesso di crescere nei numeri e ribadire con forza che il Ticino vuole politici attivi e vicini ai problemi della gente: dal lavoro alla sicurezza, dalla mobilità alle posizioni per una Svizzera sovrana e indipendente.

Visto che ieri è stato il grande sabato dei derby, sui quali non commentiamo sportivamente, facendo un paragone le elezioni cantonali sono state il derby giocato in casa, mentre le elezioni federali sono il derby giocato fuori casa. Entrambi i derby sono importanti, anche se è vero che le elezioni cantonali sono più sentite dal Popolo leghista: da un lato la grande motivazione dei candidati al Consiglio di Stato e al Gran Consiglio mobilita migliaia di persone, mentre per le federali spetta ai giocatori in campo – i nostri nove candidati al Consiglio nazionale e agli Stati – giocare la partita.

La grande sfida per la Lega dei Ticinesi è proprio quella di vivere il derby delle elezioni federali come fosse quello casalingo delle cantonali. Anche se non saremo personalmente in prima linea a giocare questa partita, non dobbiamo dimenticarci quanto importante sia questo derby per il futuro del nostro Paese. Visto come in questi quattro anni il Parlamento federale sia scivolato a sinistra e abbia ammainato la bandiera rossocrociata a favore dell’euroconformismo, il fatto di poter contare su Consiglieri nazionali uscenti (Lorenzo e Roberta) che hanno difeso la Svizzera sovrana e la sua libertà deve motivarci a continuare a lottare in questo derby come fosse quello delle cantonali.

Dobbiamo sostenere i nostri candidati al Nazionale e Battista Ghiggia agli Stati perché toccherà loro difendere il Ticino a Berna e difendere i valori della Lega dei Ticinesi sotto la cupola di Palazzo federale. La partita si gioca su un campo lontano da casa, ma la vittoria o la sconfitta avranno comunque effetto in casa ticinese.

Dobbiamo sostenerli, dobbiamo mobilitarci come al derby delle cantonali, possiamo fare meglio e di più rispetto a quattro anni fa. Forza, questa partita è nostra e dobbiamo impegnarci come fossimo noi i giocatori in campo. Ne va del Ticino, ne va della Svizzera, ne va del nostro futuro di sovranità e libertà! Tutti a votare lista 5 al Nazionale e Battista Ghiggia agli Stati!

Norman Gobbi

Kantone sind mehrheitlich für europäische Lösung

Kantone sind mehrheitlich für europäische Lösung

Da NZZ.CH l Erste Reaktionen deuten darauf hin, dass sich die Kantone hinter den Entscheid des Bundesrates stellen, die Schweiz an der Verteilung von 120 000 Flüchtlingen in der EU zu beteiligen. Einzig das Tessin und Genf kritisieren den Bundesrat.

Für die Kantone hätten die Beschlüsse des Bundesrates keine unmittelbare Änderung der Situation zur Folge. Dieser Ansicht ist der Berner Regierungsrat und Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), Hans-Jürg Käser (fdp.). Noch stehe eine Einigung der EU-Länder, die für eine Schweizer Beteiligung massgeblich sei, nicht bevor. Das Vorgehen des Bundesrates sei jedoch zu begrüssen: «Es braucht in der Flüchtlingsfrage eine europäische Lösung», sagte Käser.

Der Kanton Luzern habe die Offenheit für diese Zusage, meint der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf. Er erwarte aber vom Bund, dass dieser mit einem schnellen Ausbau seiner Strukturen Mitverantwortung trage und den Kantonen die nötigen Mittel zur Verfügung stelle.

«Selbstverständlich machen wir mit, sollte die Schweiz 4000 bis 5000 zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen», sagt auch der sankt-gallische Justizdirektor Fredy Fässler. Das Empfangszentrum des Bundes in Altstätten sei jedoch längst nicht mehr in der Lage, die über die Grenze bei Buchs ankommenden Flüchtlinge aufzunehmen. «Wir machen mit unseren Strukturen zurzeit den Job des Bundes», betont Fässler.

Steve Maucci, Chef der Dienststelle für Bevölkerung des Kantons Waadt, nimmt die Ankündigung des Bundes gelassen: «Diesen Anstieg der Zahl der Asylsuchenden können wir bewältigen, auch wenn die Suche nach Unterkünften jetzt schon schwierig ist.»

Kritik kommt dagegen aus den Kantonen Tessin und Genf: Es sei besorgniserregend, wie der Bundesrat weiterhin blind der EU vertraue, wenn einige ihrer Staaten die eigenen Vereinbarungen verletzten, sagt der Tessiner Polizeidirektor Norman Gobbi. Die Schweiz müsse die Situation konstant überwachen. Nötig seien systematische Grenzkontrollen. Und der Genfer Sozialdirektor Mauro Poggia wirft dem Bundesrat vor, humanitäre Zusagen auf dem Buckel der Kantone zu machen.

http://www.nzz.ch/schweiz/kantone-fuer-europaeische-loesung-1.18615609

Nervosität in den Kantonen steigt

Nervosität in den Kantonen steigt

Da NZZ.CH l Flüchtlingskrise. Die Kantone sehen sich ausserstande, einen Anstieg der Asylgesuche allein abzufedern. Sie fordern mehr Plätze in den Zentren des Bundes.

In den Kantonen laufen die Vorbereitungen für den Fall einer grösseren Flüchtlingswelle an. Der Bund hatte die Sozial- und Polizeidirektoren am Montag schriftlich darauf hingewiesen , dass der Zustrom von Flüchtlingen auch in der Schweiz stark ansteigen könne – womit den Kantonen vom Bund mehr Asylsuchende zugewiesen würden (NZZ 16. 9. 15). Für diese Personen müssen nun Unterkünfte bereitgestellt werden. Die Kantone zeigen sich allerdings nicht bereit, einen wachsenden Zustrom alleine abzufedern. Der Solothurner Regierungsrat Peter Gomm, Präsident der Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren, meint: «Sollte die Zahl der Asylsuchenden in kurzer Zeit stark ansteigen, muss primär der Bund für die notwendigen Kapazitäten sorgen.»

Mehr Geld gefordert
Die Regierung des Kantons St. Gallen schreibt ihrerseits in einer Antwort auf einen politischen Vorstoss, gefordert sei in erster Linie das Staatssekretariat für Migration (SEM). Der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf äusserte sich im Luzerner Parlament ähnlich. Graf, der den Bund wegen seiner Asylpolitik schon früher kritisiert hatte, verlangt, das SEM müsse die Kapazitäten für Notunterkünfte rasch auf 5000 Plätze erhöhen. Eine Aufstockung von 2000 auf 3000 Plätze ist in den letzten Monaten bereits erfolgt, doch diese Massnahme sei zu bescheiden, sagt auch Fiona Elze, Leiterin der Asylkoordination des Kantons Schwyz. Hans-Jürg Käser, Sicherheitsdirektor des Kantons Bern und Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren (KKJPD), hat für diese Forderung ebenfalls Verständnis.

«Der Bund spielt mit dem Feuer», kommentiert der Genfer Sozialdirektor Mauro Poggia das Vorgehen des SEM. Der Bund müsse den Kantonen in dieser Notsituation stärker unter die Arme greifen. Erstens fordert Poggia eine grössere finanzielle Beteiligung des SEM für seinen Kanton, in dem der Platz beschränkt und die Unterbringung folglich teurer sei als anderswo. Zweitens möchte er die Militärkaserne Vernets im Zentrum von Genf in eine Asylunterkunft umwandeln . Bis anhin ist der Kanton Genf mit diesem Anliegen jedoch bei Verteidigungsminister Ueli Maurer abgeblitzt.

Unberechenbare Lage
Wie Genf sind auch andere Kantone mit ihren Möglichkeiten bei der Unterbringung am Limit: Diese Woche trafen die ersten Flüchtlinge in der von der Armee provisorisch errichteten Zeltstadt beim Durchgangsheim in Lyss/Kappelen (BE) ein. Im Vergleich etwa zur Grenze zwischen Österreich und Ungarn, die allein am Montag von 20 000 Flüchtlingen passiert wurde , sind die Dimensionen in der Schweiz aber bescheiden. In den letzten Tagen seien zwischen 14 und 80 Asylsuchende pro Tag über die Ostgrenze eingereist, heisst es vonseiten der St. Galler Regierung. Der Tessiner Polizeidirektor Norman Gobbi beurteilt die Situation zwar als kritisch, aber nicht als alarmierend. Der Kanton Bern ist laut Käser derzeit in der Lage, wöchentlich hundert zusätzliche Plätze bereitzustellen – was etwa der Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge entspreche.

Sorgen bereitet jedoch die Unberechenbarkeit der Lage. Weil die Migrationswege über den Balkan immer schlechter funktionierten, könnten sich die Flüchtlinge dazu entschliessen, wieder zu Tausenden über das Adriatische Meer nach Italien zu gelangen, befürchtet Gobbi. Das Tessin wäre in diesem Fall das Einfallstor in die Schweiz.

von Daniel Gerny, Andrea Kucera16.9.2015

http://www.nzz.ch/schweiz/nervositaet-in-den-kantonen-steigt-1.18614388

Cantone-Comuni, spiragli sul Preventivo 2016

Cantone-Comuni, spiragli sul Preventivo 2016

Si è tenuta oggi a Bellinzona la quinta seduta del 2015 della Piattaforma di dialogo Cantone-Comuni – la 35. dalla sua costituzione – alla presenza del Consiglio di Stato, accompagnato dal Cancelliere dello Stato Giampiero Gianella e dal capo della Sezione enti locali Elio Genazzi, e dei rappresentanti dei Comuni ticinesi.

Il Consiglio di Stato e i rappresentanti dei Comuni hanno proseguito la discussione – avviata nella riunione della Piattaforma del 26 agosto scorso – sul preventivo 2016 del Cantone e sulle misure di risparmio destinate ad avere un impatto sulle finanze degli enti locali.

Il Governo ha ricordato che la situazione delle finanze cantonali rende necessario un intervento coordinato in tutti gli ambiti dell’azione statale, in modo da contenere il disavanzo entro il limite di 90 milioni di franchi. Pur prendendo atto delle diverse prese di posizione da parte dei rappresentati dei Comuni ticinesi, il Consiglio di Stato ha inoltre rammentato che l’onere annuo a loro carico ammonterà a circa 15 milioni di franchi.

Da parte loro, i rappresentanti dei Comuni hanno ricordato che, dal 2013 a oggi, il contributo loro richiesto ammonta già a oltre 40 milioni di franchi. Nonostante la Lettera d’intenti sulla riforma dei rapporti fra Cantone e Comuni sia già stata sottoscritta da alcuni, hanno quindi considerato iniqua la misura avanzata dal Governo, facendo anche riferimento alle diverse prese di posizione raccolte internamente nelle ultime settimane.

Più nello specifico, nel corso della discussione i rappresentanti dei Comuni hanno sottolineato come l’impatto di un tale provvedimento peserà in maniera differente sui diversi Comuni e influirà sensibilmente sul moltiplicatore di una parte di essi e quindi sugli stessi cittadini. Hanno inoltre auspicato che l’obiettivo primario sia il risanamento delle finanze cantonali, con l’invito a contribuire con un controllo più severo e rigoroso sulle misure da applicare.

Il Governo ha per contro difeso l’equità del provvedimento, calcolato sulla base delle finanze di ogni singolo Comune, illustrandolo attraverso una tabella distribuita ai presenti. Ha inoltre ricordato come, nel corso degli ultimi anni, il Cantone non abbia ridotto il sostegno ai Comuni e, anzi, nell’ottica del Preventivo 2016 si sia assunto maggiori responsabilità nel settore della sanità e della socialità.

Tra le proposte alternative avanzate dai rappresentanti dei Comuni, vi sono state quella di calcolare il contributo sulla base delle risorse fiscali e quella di rivedere a parziale compenso del riversamento al Cantone l’articolo 290 (capoverso 2) della legge tributaria, con adeguamento al rincaro dell’imposta personale comunale (invariata dal 1976), portandola da 20 a 40 franchi; una misura che potrebbe essere considerata un segnale politico a favore dei Comuni. I Comuni hanno inoltre richiesto che la misura sia limitata nel tempo. Il Governo ha preso atto delle proposte, promettendo di approfondirle.

Il Consiglio di Stato ha ribadito che è necessario trovare delle soluzioni – se Cantone e Comuni non condivideranno responsabilità e oneri – il pericolo è quello di non riuscire a raggiungere l’obiettivo di pareggio entro fine legislatura. Governo e Comuni sono consapevoli della necessità di risanare le finanze pubbliche in maniera equilibrata nell’interesse degli stessi cittadini.

Entro fine settembre, verrà data la necessaria comunicazione scritta sugli effetti delle misure per i singoli Comuni in modo da permettere loro di consolidare i relativi messaggi sui preventivi comunali 2016 entro il 31 ottobre.

La Piattaforma tornerà a riunirsi mercoledì 25 novembre.