«Bern war oft zu spät»

«Bern war oft zu spät»

Während der Corona-Krise fühlte sich das Tessin vom Bund im Stich gelassen. «Es war schwierig mit Bern», sagt Regierungspräsident Norman Gobbi im BLICK-Interview. Ein Vorwurf: Der Bundesrat habe nicht immer richtig kommuniziert.
Das Tessin, eine Corona-Risiko-Region? Das liess Norman Gobbi (43) nicht auf sich sitzen. Auf Druck des Tessiner Regierungspräsidenten schickte das Aussendepartement am Donnerstag eine Protestnote nach Belgien. Der Benelux-Staat hatte den Südkanton – als einzige Region in der Schweiz – auf eine Liste von Gebieten gesetzt, bei denen eine Quarantänepflicht für Rückkehrer gilt. Völlig ungerechtfertigt, fand Gobbi. Der Protest zeigte Wirkung. Belgien liess von der Quarantänepflicht für Tessin-Reisende ab. Nicht der einzige Aufreger, den der Lega-Politiker zu verkraften hatte in letzter Zeit. Gleichwohl ist Gobbi gut gelaunt, als er die BLICK-Journalisten bei schönstem Ferienwetter am Tessiner Regierungssitz in Bellinzona empfängt. Doch: Eine schwierige Zeit für die Bewohner seines Kantons ist zwar vorüber, aber längst nicht vergessen. Zu stark war das Tessin von der ersten Welle der Pandemie betroffen.

Herr Gobbi, wie war das, als Bundesbern die Hilferufe aus dem Tessin in den Wind schlug und Ihnen verbieten wollte, strengere Massnahmen zu ergreifen als der Bund?
Wir Tessiner sind es gewohnt, von Bern nicht immer verstanden zu werden. Wenn wir etwas anders machen, sind wir gleich die Exoten. Bei Corona aber waren wir Vorreiter, schweizweit hat der Bundesrat viele unserer Massnahmen nachvollzogen. So hat die Schweiz die erste Welle besser überstanden als befürchtet.

Bern rügte – und kopierte Sie dann. Was bleibt da für ein Eindruck vom Bundesrat?
Bern war oft zu spät. Während aber in unserer direkten Nachbarschaft die Lombardei mit hohen Fallzahlen und vielen Verstorbenen zu kämpfen hatte, standen die Romandie und die Deutschschweiz unter dem Einfluss von Frankreich und Deutschland, die anfangs kaum Fälle hatten. Der Bundesrat muss die ganze Schweiz im Blick haben. Der Druck war nicht nur aus Bellinzona gross, sondern auch aus Rom, Berlin und Paris.

Mit Ignazio Cassis gibt es einen Tessiner im Bundesrat. Fühlten Sie sich von ihm zu wenig vertreten?
Cassis ist sogar Mediziner und unser ehemaliger Kantonsarzt! Ich weiss nicht, was für Diskussionen im Bundesrat geführt wurden. Ich kann nur sagen: Es war zu Beginn schwierig mit Bern. Am Schluss fanden wir aber Gehör. Und die Landesregierung hat dann viel für den Schutz der Arbeitnehmer und Arbeitgeber getan. Dank der Krisenfenster konnten wir zudem weitergehende Massnahmen ergreifen.

Die Krisenfenster hat der Bundesrat doch nur eingeführt, um sein Gesicht zu wahren. Das Tessin hatte längst eigenmächtig gehandelt.
Das war die Anerkennung der Tessiner Besonderheit in der ausserordentlichen Lage.

Sie wollen das nicht ausführen?
Ich möchte nur sagen, dass die Erfahrungen aus der Krise für mich zeigen, dass das Epidemiengesetz nicht immer flächendeckend umgesetzt werden sollte. Naturkatastrophen und technische Unglücke sind selten ein landesweites Problem. Sie verursachen begrenzte Schwierigkeiten, die regional angegangen werden müssen. Das gehört zu den Lehren aus der Krise.

Was hat Sie die Krise noch gelehrt?
Dass wir alle zu wenig gut vorbereitet waren. Nicht nur der Bund und die Kantone hatten in ihrer Planung nicht genügend Schutzmaterial sichergestellt für sich selbst sowie die Spitäler, Altersheime und andere Einrichtungen. Wir alle hatten nicht die 50 Schutzmasken zu Hause, die wir laut Notfall-Vorsorgeplanung auf Lager haben sollten.

Sie auch nicht?
Nein, aber jetzt schon. Dafür hat meine Frau gesorgt.

Die Corona-Krise ist noch nicht ausgestanden. Hat der Bund die Massnahmen zu schnell gelockert? Selbst die Clubs waren ja völlig überrascht vom Tempo des Bundesrats.
Alle waren überrascht. Ja, die Öffnung der Clubs kam zu früh. Viele Kantone mussten den Entscheid korrigieren.

Sollte der Bund die Clubs wieder schliessen?
Wir haben ja geahnt, dass es schwierig wird. Die kantonalen Gesundheitsdirektoren haben darum rasch eingegriffen. Auch wegen der Superspreader-Fälle natürlich. Wir können das jetzt aber situativ machen. In Appenzell muss man nicht gleich dieselben Massnahmen ergreifen wie in Zürich.

Der Bundesrat lockert – die Konsequenzen müssen die Kantone tragen. Nervt Sie das?
Nein, das war schliesslich schon immer so. Der Bundesrat erlässt die Regeln, die Kantone setzen diese um und tragen die Folgen. In der Krise kam allerdings erschwerend hinzu, dass der Bundesrat nicht immer unverzüglich kommuniziert hat.

Was meinen Sie damit?
Lassen Sie es mich so sagen: Es gab Beschlüsse, von denen wir erst kurz vor der Medienkonferenz erfuhren. Einige Bundesräte teilten den Journalisten Informationen mit, die nicht immer mit den erläuternden Berichten übereinstimmten. Nach der Medienkonferenz läuteten bei uns die Telefone Sturm.

Hunderttausende haben auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle jede Medienkonferenz des Bundesrats verfolgt. Sie auch?
Ja, auch für uns waren diese wichtig. Ich glaube, diese Konferenzen und die Krise überhaupt führen dazu, dass wir den Wert des Staats wieder zu schätzen wissen. Die Behörden wurden plötzlich ganz anders wahrgenommen. Aber auch die Medien. So wie sie die Probleme benannten und Massnahmen hinterfragten, haben sie ihre Rolle gut wahrgenommen.

Für Schlagzeilen hat auch gesorgt, als das Tessin ein Einkaufsverbot für Senioren erlassen hat. Wegen der heftigen Kritik krebsten Sie dann etwas zurück. War es ein Fehler?
Nein. Die Absicht war, die über 65-Jährigen zu schützen! Die Regelung kam zwar bei der Bevölkerung zu Beginn sehr schlecht an. Aber später hat sich gezeigt, dass es in dieser Zeit tatsächlich zu weniger Corona-Fällen kam. Ich stehe deshalb weiterhin hinter dem Entscheid. Bestimmte Massnahmen für Risikogruppen sind sinnvoll. Ein zweiter Lockdown wäre für uns untragbar. Menschlich, wirtschaftlich und sozial.

Was tun Sie, um das zu verhindern?
Jetzt ist es wichtig, dass regional und lokal die jeweils angemessenen Massnahmen getroffen werden. Wir haben in Lugano beispielsweise das Problem, dass viele Partygänger aus der Lombardei zu uns kommen, weil es bei uns in den Clubs keine Maskenpflicht gibt. Das beobachten wir aufmerksam und auch mit Sorge.

Ihre Grossmutter wie auch Ihr Grossvater feierten im Frühling ihren 90. Geburtstag. Hatten Sie Angst um sie?
Angst hatte ich nie. Meine Grossmama lebt in einem Altersheim in Lugano. Sie hat uns an ihrem Geburtstag hinter dem Fenster gegrüsst und ein Stück Torte gegessen. Mein Grossvater wollte aber immer noch selbst einkaufen gehen. Da musste ich sagen: Basta, du bleibst jetzt zu Hause!

Sie sind Ambrì-Piotta-Fan. Es gab im Tessin schon früh keine Eishockey-Matches mit Zuschauern mehr: Da muss Ihr Herz geblutet haben.
Ambrì-Piotta hat bei den Geisterspielen zwei Matches gewonnen, darunter ein Derby gegen Lugano. Von dem her war es nicht so schlimm! (Lacht.) Aber klar, es fehlte mir, ins Stadion gehen zu können. Wir haben als erster Kanton beschlossen, dass die Spiele ohne Publikum stattfinden müssen. Das war erneut ein schwieriger Vorreiterentscheid.

In der Krise mussten Sie umsetzen, was der Bundesrat anordnete. Haben Sie es in diesen Momenten besonders bereut, 2015 nicht Bundesrat geworden zu sein?
Nein, das war für mich nie ein Gedanke. Ich war hier an der Front voll in Action. Ich sah meine Rolle als Stimme des Tessins in Bern. Und vor allem hatte ich auch meine Rolle als Präsident der Regierungskonferenz für Militär, Zivilschutz und Feuerwehr wahrzunehmen.

Vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Möglichkeit für den Sprung in die Regierung. Eine Option?
Es ist wie ein Zug, der vielleicht zwei Mal im Leben an einem vorbeifährt. Einmal ist er schon vorbeigefahren. Ob er es ein zweites Mal tut? Ich weiss es nicht. Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt. Aber ich schliesse nichts aus.

 

Der Fast-Bundesrat

Lega-Politiker Norman Gobbi (43) präsidiert seit Mai die Tessiner Regierung. Der Vorsteher des Departements für Inneres, Justiz und Polizei stieg mit 19 Jahren in die Politik ein. 2010 wurde er in den Nationalrat gewählt, verabschiedete sich aber wegen seiner Wahl in den Staatsrat bereits nach einem Jahr wieder aus Bern. 2015 nominierte ihn die SVP neben Thomas Aeschi (41) und Guy Parmelin (60) auf ihrem Dreierticket für die Bundesratswahlen. «Göb», wie Gobbi im Tessiner Dialekt genannt wird, unterlag bekanntlich gegen Parmelin. Der studierte Kommunikationswissenschaftler und Marketingspezialist Gobbi war bis zu seiner Wahl in die Kantonsregierung Verwaltungsrat des Eishockeyklubs HC Ambrì-Piotta. Er lebt mit seiner Frau Elena und den Kindern Gaia (9) und William (8) in Nante bei Airolo TI.
Puntata odierna di “Vacanze a Km0” / RSI

Puntata odierna di “Vacanze a Km0” / RSI

 

Da www.rsi.ch

In un’estate diversa dal solito, in cui la libertà di movimento sarà ridotta e molti Svizzeri italiani resteranno in Patria o a casa, la RSI ha allestito – tanto in Televisione che in Radio che online – un’offerta molto incentrata sul nostro territorio. Parole d’ordine: scoperta, sorpresa e avventura.
Tra questi programmi anche Vacanze a Km 0, che ci presenterà, in compagnia di Rosy Nervi e Stefano Ferrando, luoghi vicini in cui trascorrere una giornata alla scoperta di itinerari, tradizioni, storie e prodotti della nostra regione. Quattordici puntate, da lunedì a domenica, con due numeri dedicati al week end: alla scoperta di luoghi d’incanto, percorsi per escursioni, proposte sportive, di svago e degustazione di prodotti locali.

Questa sera alle ore 19.00 nuova puntata con la presenza di Norman Gobbi.

La puntata: https://www.rsi.ch/play/tv/programma/vacanze-a-km-0?id=13117311

Nuova sede per l’Ufficio di esecuzione e l’Ufficio del registro fondiario a Biasca

Nuova sede per l’Ufficio di esecuzione e l’Ufficio del registro fondiario a Biasca

Comunicato stampa

A partire dal 20 luglio 2020 l’Ufficio di esecuzione e l’Ufficio del registro fondiario a Biasca si trasferiranno negli spazi del Palazzo del Patriziato di Biasca. I servizi continueranno a essere accessibili con le medesime modalità.

Il Dipartimento delle istituzioni tramite la Divisione della giustizia comunica il cambiamento di sede per l’Ufficio di esecuzione e l’Ufficio del registro fondiario del Distretto di Riviera presenti a Biasca.
Da lunedì 20 luglio 2020 gli uffici saranno trasferiti dallo stabile del Pretorio in via Lucomagno 19 allo stabile del Patriziato di Biasca in via Tognola 1.  
Gli uffici continueranno ad essere accessibili negli usuali orari d’apertura. Tutte le informazioni pratiche quali indirizzi mail, numeri di telefono e orari d’apertura possono essere consultate sul sito del Dipartimento delle istituzioni nelle pagine della Divisione della giustizia.  
Il Dipartimento delle istituzioni ringrazia gli utenti per la comprensione e si scusa già sin d’ora per eventuali momentanei disagi che potrebbero sorgere.  

Ufficio di esecuzione

Ufficio del registro fondiario

‘Non escludiamo un obbligo’ anche per i negozi

‘Non escludiamo un obbligo’ anche per i negozi

Da www.laregione.ch

Accolto l’obbligo introdotto dal Cantone, ma il presidente chiede coerenza negli altri commerci. Gobbi: “Non escludiamo un obbligo’ anche per i negozi”

«Lascia parecchio amaro in bocca sentirsi discriminati rispetto ad altri settori economici dove comunque si lavora a stretto contatto con la clientela, come negozi e commerci: per loro la mascherina non è obbligatoria, per il personale dei ristoranti invece sì». Il presidente di Gastroticino Massimo Suter accetta di buon animo l’imposizione della mascherina per chi lavora nella ristorazione, che in Ticino scatterà già lunedì, e promette un adeguamento immediato. Ma mette in guardia contro il rischio di utilizzare due pesi e due misure: «Il mio non vuole essere un monito, ma piuttosto un invito al mondo politico a voler prendere in considerazione l’obbligo di mascherina in modo più coerente ed organico».

Ieri il Consiglio di Stato ha annunciato il prolungamento delle disposizioni cantonali in materia di coronavirus fino al 9 agosto, introducendo in più il nuovo obbligo di mascherina per gli “addetti alla clientela del settore della ristorazione”. Una decisione seguita a un caso di contagio nei Grigioni, che aveva spinto il medico cantonale retico e quello ticinese a sottolineare come neppure le visiere di plexiglas costituiscano una protezione adeguata. Ecco allora lo sfogo di Suter: «Non vorrei che i ristoratori venissero trattati come untori, e devo ammettere che anche a livello federale le indicazioni non ci paiono molto coerenti. Noi confermiamo la nostra piena collaborazione e anche la disponibilità a fare certi sacrifici, ma non si vede perché questo non debba essere richiesto anche ad altri».

Il Presidente del Consiglio di Stato Norman Gobbi ha subito risposto alle critiche dei ristoratori: «Da una parte c’è da considerare che nella ristorazione vengono erogate bevande e vivande che in assenza di protezioni rischiano di diventare a loro volta un vettore di trasmissione. Le nuove misure mirano ad aumentare ulteriormente la qualità del servizio. Dall’altra non ci siamo dimenticati delle altre attività commerciali, tant’è vero che abbiamo scritto alle varie associazioni di settore sollecitando il pieno rispetto dei piani di protezione. Piani che prevedono anche la raccomandazione dell’uso della mascherina, qualora le condizioni di servizio la rendano necessaria per tutelare la propria salute, quella dei propri collaboratori e della clientela. Per ora si tratta di un avvertimento, ma in caso se ne riscontrasse la necessità, in futuro non escludiamo l’introduzione di un eventuale obbligo”.

In un comunicato Gastroticino – l’associazione di categoria dei ristoratori ticinesi – giudica le misure “sicuramente incisive ma ponderate” e “condivide in pieno spirito solidale” la loro adozione. Anche se, nota Suter, «con 30 gradi all’ombra e umidità al 90% non sarà sicuramente facile indossare la mascherina». In ogni caso «conosciamo la situazione epidemiologica, sappiamo che non è delle migliori e siamo disposti a fare di tutto pur di evitare un secondo lockdown. E se la mascherina è giudicata una condizione essenziale per garantire la sicurezza dei clienti e invogliarli a venire a ristorante, va bene così»

Quanto alla visiera, «la scelta mirava a permettere una maggiore leggibilità dei propri volti da parte del cliente, in modo da garantire un servizio più cordiale e confortevole. Non poter vedere il viso del cameriere rischia di infastidire il cliente. Ma ora che i medici cantonali sottolineano come la visiera non sia una protezione sufficiente, provvederemo senz’altro ad adeguarci».

Belgien streicht Tessin nach Protest von Quarantäne-Liste

Belgien streicht Tessin nach Protest von Quarantäne-Liste

Da www.blick.ch

https://www.blick.ch/news/politik/regierungspraesident-gobbi-empoert-ueber-quarantaene-zwang-fuer-tessin-rueckkehrer-ein-unverstaendlicher-entscheid-von-belgien-id15995044.html

Als einziger Kanton der Schweiz wurde das Tessin von Belgien auf der Liste der Risiko-Regionen gesetzt. Regierungspräsident Norman Gobbi ist empört. Auf Druck des Bundes hin krebst Belgien nun zurück.
Der Entscheid sorgte im Tessin für Empörung: Belgien hat den Südkanton auf die Liste der Risikoregionen gesetzt. Wer aus dem Tessin nach Belgien reist, muss in Quarantäne und einen Corona-Test machen. Darüber berichtete heute Morgen die Westschweizer Zeitung «Le Matin».
Das Tessin ist die einzige Schweizer Region, die in Belgien auf der orangen Liste landete. Und das, obwohl der Kanton inzwischen im schweizweiten Vergleich längst nicht mehr aussergewöhnlich viele Corona-Fälle registriert.

«Ich habe kein Verständnis für den Entscheid»
Der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi (43) war empört. «Es gibt keine wissenschaftliche Begründung für diesen Schritt Belgiens», sagte er zu BLICK. «Der Kanton Tessin ist zurzeit einer der sichersten Kantone.» Komme hinzu: Auch im Vergleich mit Belgien stehe man deutlich besser da.

«Ich habe deshalb kein Verständnis für den Entscheid», sagte Gobbi. Seinen Angaben zufolge hat sich der Kanton umgehend dafür eingesetzt, dass das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Belgien interveniert. «Wir haben sofort Kontakt mit dem EDA aufgenommen, damit die Gründe für dieses unverständliche Verhalten diplomatisch abgeklärt werden.»
Der Bund fackelte nicht lange und beklagte sich bei den belgischen Behörden. Mit Erfolg. Wie das EDA mitteilt, haben die Belgier entschieden, das Tessin von der Quarantäne-Liste zu streichen.

Tessin verschärft Maskenpflicht
Das Tessin war der erste Kanton, der aufgrund seiner Nähe zu Italien von der Corona-Pandemie erfasst wurde. Er gehört deshalb zu den Kantonen mit den meisten Corona-Todesfällen, wobei allerdings seit Mitte Juni niemand mehr am Virus gestorben ist.
Angesichts der schweizweit wieder steigenden Zahlen registrierter Fälle verschärft das Tessin die Corona-Massnahmen nun weiter. Die Regierung verabschiedete eine vorübergehende Maskenpflicht für das Servicepersonal in Bars und Restaurants. Dies, sofern die Mitarbeiter nicht durch eine räumliche Abtrennung, zum Beispiel eine Plexiglasscheibe, geschützt sind. Die Massnahme gilt ab kommendem Montag bis vorerst 9. August.
Zudem wird nach den Sommerferien auch in Schulhäusern eine Maskenpflicht eingeführt. Ausserhalb des Schulzimmers – also zum Beispiel im Lehrerzimmer und den Gängen – müssen Lehrer neu eine Maske tragen.
Wie BLICK weiss, hat das Tessin auch eine Maskenpflicht in Geschäften geprüft, wie sie die Kantone Waadt und Jura bereits kennen. Vorerst sieht die Regierung aber davon ab.

«La Berna federale dispone e il conto lo paghiamo noi»

«La Berna federale dispone e il conto lo paghiamo noi»

Articolo pubblicato nell’edizione di giovedì 16 luglio 2020 del Corriere del Ticino

Ai Cantoni, Ticino compreso, non piace la Legge COVID-19
Vogliono più autonomia e non subire passivamente le conseguenze finanziarie delle decisioni del Consiglio federale
Si teme l’assegno in bianco
Gobbi: «Se non c’è concertazione si crea una frattura che nessuno auspica»

Non sono stati teneri i giudizi dei Cantoni e dei partiti sulla legge federale COVID-19. A giudicare dai primi resoconti di stampa, c’è un consenso di fondo sul principio che serva una maggiore preparazione in caso di una seconda ondata epidemica e che i due livelli istituzionali, Confederazione e Cantoni, suddividano meglio le competenze per gestire una crisi. Ma poi i nodi vengono subito al pettine, fra chi lamenta il rinnovo di ampie deleghe al Consiglio federale, chi parla di disposizioni troppo vaghe (a tutto vantaggio del potere centrale) e chi addirittura di assegno in bianco. Al punto che secondo la «NZZ» il progetto di legge può già dirsi fallito.

Il senso della critica è che la Confederazione invade alcuni ambiti di competenza cantonale e poi chiama alla cassa gli stessi Cantoni senza che loro abbiano la minima voce in capitolo. Anche il Ticino è molto critico, sia in termini generali sia su alcuni punti concreti, come nel caso della sanità e della cultura. Ora il Consiglio di Stato chiede, da un lato, di inserire nella legge un articolo che tenga conto delle particolarità dei Cantoni (permettendo a questi ultimi, in caso di situazioni straordinarie, di richiedere una «finestra di eccezione») e dall’altro che i Cantoni vengano coinvolti di più.

Metodi mal digeriti
«Il Ticino, così come altri Cantoni, ha sempre mal digerito le modalità di coinvolgimento del Consiglio federale durante la crisi», dice il presidente Norman Gobbi. «Infatti le consultazioni fatte sono sempre state parziali oppure a ridosso di decisioni già prese o peggio ancora dando indicazioni contraddittorie nel giro di pochi giorni. Anche la consultazione sulla Legge COVID ha vissuto questa modalità insoddisfacente di coinvolgimento e di ascolto dei Cantoni che in ultima analisi portano le conseguenze operative delle decisioni federali».
Anche il Governo cantonale teme che Berna abbia troppe competenze e la legge costituisca un assegno in bianco. «È la preoccupazione di molti Cantoni e anche del Ticino. Sostanzialmente la legge è un nuovo vestito per l’ordinanza già oggi in vigore, nella quale il Consiglio federale ingerisce in ambiti di competenza dei Cantoni. Se tutto ciò non viene sufficientemente concertato, alla fine si crea una frattura che nessuno auspica».

Ci pensi la Confederazione
Secondo il Ticino la competenza per adottare restrizioni nelle attività sanitarie deve essere lasciata ai Cantoni. Il Consiglio federale deve intervenire solo in caso di situazione straordinaria. Il testo, insomma, andrebbe rivisto. Ma soprattutto, dalla norma dovrebbe trasparire che in caso di situazione straordinaria i costi dei provvedimenti saranno a carico di Berna.
«Lo abbiamo già visto durante la prima fase, quando il Consiglio federale ha proibito ai nosocomi di eseguire operazioni elettive», rileva Gobbi. «I costi derivanti ricadono sui Cantoni che hanno i mandati di prestazione; per farla breve, la Berna federale dispone e il conto lo pagano i Cantoni. Questa modalità è indigesta per i Cantoni, i quali hanno avviato una discussione (o meglio quasi un contenzioso) con il Consiglio federale poiché gli oneri finanziari rischiano di diventare insopportabili. Se poi pensiamo che in parallelo il Consiglio federale vuole ritirarsi dal sistema duale di finanziamento della sanità, la cosa diventa ancora meno sopportabile politicamente e finanziariamente».
Un altro tasto delicato è quello della cultura. Il mantenimento delle misure a favore del settore viene considerato positivamente, ma visti gli importanti impegni a carico dei Cantoni il Ticino chiede che questi ultimi possano partecipare alla procedura di valutazione dei contributi da erogare e dei requisiti di ammissibilità per poter accedere alle indennità per perdite finanziarie. In altri termini, si vuole avere voce in capitolo e non solo essere chiamati alla cassa.

«Dai ticinesi la risposta migliore»

«Dai ticinesi la risposta migliore»

Da www.cooperazione.ch

Il bilancio (provvisorio?) sulla pandemia di Norman Gobbi, presidente del Governo del Canton Ticino: i rapporti con la Confederazione, il flusso dei frontalieri, il ruolo dello Stato maggiore di condotta, l’esautorazione del Gran Consiglio. E sull’obbligo delle mascherine.

Norman Gobbi, come presidente del Governo lei ha ereditato un Consiglio di Stato che verrà ricordato per un clamoroso “disallineamento” dal Consiglio federale.
Ciò è oltretutto avvenuto in un contesto pandemico in cui il “sistema Paese” appariva come l’unica base di lavoro attuabile…

È stato difficile, ma necessario e coerente. Non cercavamo un fronte di rottura, ma dovevamo rispondere a una crisi che in Ticino stava toccando più profondamente che altrove il territorio e la popolazione nel suo intimo e nei suoi affetti. Siamo stati i primi ad averci a che fare e in proporzione eravamo i più colpiti dalla pandemia. La necessità assoluta di rispondere alle preoccupazioni – espresse in primo luogo dai nostri specialisti – non corrispondeva alla percezione che se ne aveva a Berna. Abbiamo dovuto forzare la mano. La ricucitura si è avuta con le riaperture, quando siamo tornati a viaggiare su un binario comune dettato dalla Confederazione, importante da seguire, anche se non sempre in totale condivisione.

Il 30 giugno è scaduto in Ticino lo stato di necessità durato 112 giorni. Cosa le rimane dei mesi di “apnea sanitaria”?
L’aver saputo svolgere un lavoro di gruppo da consiglieri di Stato, e non da rappresentanti di partito. È successo anche nella burrasca che si è prodotta quando si moltiplicavano i pareri critici su alcuni dei provvedimenti adottati. Sensibilità diverse non sono mancate nello stesso Governo, sottolineando i nostri caratteri. Ma voglio ribadire che la risposta in assoluto più convincente l’ha data la popolazione ticinese, che nel momento di vera necessità ha dimostrato una disciplina stupefacente, al di là di tutti i “cliché” che se ne possano avere.

Con lo Stato maggiore di condotta si è prodotta una inusuale conduzione “bicefala” del cantone in emergenza. Un suo bilancio?
Fortunatamente il nostro Stato maggiore viene allenato regolarmente, anche nella reciproca conoscenza degli individui, fra pregi e difetti. I tedeschi dicono che “nelle crisi bisogna conoscere le persone”. A noi è servito per agevolare i processi e le decisioni durante la crisi sanitaria, nella gestione della crisi a livello Paese e nel passaggio fra le due fasi. Non servivano battitori liberi, ma disciplina.

Per il suo ruolo, e anche per le vicissitudini personali, è emersa in maniera molto forte la figura del medico cantonale.
Giorgio Merlani è stato confrontato con una pressione straordinaria, soprattutto in relazione alle diverse sensibilità sugli effetti concreti del Covid-19 sulle persone. Da una parte c’era chi paragonava il virus a un raffreddore o poco più, dall’altra vedevamo immagini lombarde di morte che suscitavano terrore e angoscia. Sul medico cantonale convergevano enormi aspettative sia da parte della popolazione sia del settore sanitario. Si è dimostrato il profilo giusto al posto giusto. È proprio vero, che quando si scelgono le persone bisogna sempre immaginarsele nel peggiore degli scenari.

L’esautorazione temporanea del Gran Consiglio è stato un provvedimento non immune da critiche…
L’autorità federale ha potuto emanare delle leggi, noi abbiamo assunto decisioni da “pieni poteri”, sospendendo i termini giudiziari, chiudendo le scuole e rinviando le elezioni comunali; misura, questa, che sulle prime mi lasciava tra l’altro molto perplesso. Per altro, era sempre molto presente in tutti noi la consapevolezza che anche nello stato di necessità dovevamo continuare a rendere conto al parlamento; se non nell’immediato, almeno ai tempi supplementari. Il flusso di informazioni con l’Ufficio presidenziale del Gran Consiglio non si è mai interrotto. Lo stesso vale per il potere giudiziario e per i Comuni.

Alle frontiere è andata in scena una sorta di “schizofrenia” politica: a cancelli chiusi continuavano ad affluire frontalieri in gran numero. Per lei, in particolare, un tema oltremodo sensibile. Come ha vissuto quella situazione?
Ci sono bisogni oggettivi che vanno al di là di tutto: il funzionamento del sistema sanitario doveva essere garantito a livello di risorse umane, e c’erano interessi di approvvigionamento del Paese, nel cui ambito alcuni settori sono fortemente dipendenti dalla manodopera transfrontaliera. Comunque, con la chiusura progressiva delle attività siamo passati da 70mila ad un minimo di 9.000 frontalieri al giorno. E anche dopo la riapertura del 90% delle attività ci siamo fermati a un terzo in meno delle entrate. Una gestione attenta dei flussi ha impedito che questa “schizofrenia sistemica”, se così la vogliamo definire, portasse a una propagazione del virus. Enti e aziende hanno fatto la loro parte, capendo una cosa che è importante rimanga: ai sacrosanti interessi di bottega va sempre anteposta una responsabilità collettiva di carattere sociale e ambientale. Auspico un radicamento del concetto secondo cui non si entra su un territorio per predarlo, ma per crescere assieme ad esso.

Rispetto all’artiglieria pesante sfoderata dalla Confederazione, e all’impegno puntuale espresso da diversi Comuni, al Cantone può essere imputata una certa timidezza nel proporre soluzioni o incentivi di carattere economico per uscirne. Concorda?
Volevamo capire cosa si muovesse a livello federale, per evitare un accavallarsi di provvedimenti. Molti dei costi ricadranno comunque sul Cantone, a partire con ogni probabilità da quelli maggiori in campo sanitario. In secondo luogo, parliamo di strategia: l’obiettivo è mantenere una visione non tanto sull’immediato, come invece ha fatto molto bene la Confederazione, quanto sul medio-lungo termine, nel sostegno sociale e nel riorientamento dell’economia, investendo a favore di chi rimarrà senza lavoro.

I dati pandemici hanno ricominciato a crescere, tanto che sono state adottate nuove misure come le mascherine obbligatorie sui mezzi pubblici, ma anche restrizioni per i locali notturni e sul numero degli assembramenti consentiti. Quanto è preoccupato?
Era prevedibile, ed è pure comprensibile, che i giovani facciano più fatica – in queste settimane estive – a rispettare i comportamenti sociali e igienici corretti. Spero si riesca a capire che ognuno di noi ha una forte responsabilità individuale per fare in modo di contenere la curva dei contagi.

Cosa ha imparato da tutta questa esperienza?
Ciò che non credevo fosse possibile, e cioè che un ponderato ragionamento analitico fatto di lunedì può cambiare radicalmente di martedì. È una cosa cui non ero affatto abituato né alla direzione del Dipartimento né nella mia esperienza di conduzione militare. 


Il ritratto
Norman Gobbi è nato nel 1977 ed è cresciuto in Alta Leventina, dove si è stabilito con la famiglia a Nante, frazione di Airolo. È sposato con Elena dal 2008 ed è papà di Gaia e William. È laureato in scienze della comunicazione all’USI. In politica è stato in Consiglio comunale e poi in Municipio a Quinto. Eletto in Gran Consiglio nel 1999, nel 2010 è entrato in Consiglio nazionale, restandovi fino all’aprile 2011, quando è stato eletto nel Consiglio di Stato del Canton Ticino. È tenente colonnello dello Stato Maggiore dell’esercito.

La Centrale Comune d’Allarme adesso è quasi a 360 gradi

La Centrale Comune d’Allarme adesso è quasi a 360 gradi

Da www.tio.ch

Anche i pompieri, col 118, sotto lo stesso tetto della polizia. Una svolta cruciale. 
Norman Gobbi, presidente del Consiglio di Stato: «Importante unire nel medesimo luogo gli enti di primo intervento». Il “collega” Christian Vitta: «Sempre più performanti».

https://www.tio.ch/ticino/cronaca/1449243/centrale-polizia-pompieri-allarme-comune

Una svolta cruciale per la Centrale Comune d’Allarme, situata a Bellinzona. Il luogo in cui confluiscono tutti i numeri di emergenza. Oltre a organi come la Polizia cantonale o le guardie di confine, ora anche i pompieri, con il numero 118, finiscono sotto lo stesso tetto. «È importante unire nel medesimo luogo le centrali di allarme e operative degli enti di primo intervento», ha spiegato ai media Norman Gobbi, presidente del consiglio di Stato e direttore del Dipartimento delle istituzioni. Gobbi aggiunge: «Negli ultimi anni stiamo facendo ampi sforzi per dotare la Polizia cantonale delle migliori strutture e per garantire la sicurezza in Ticino».

Tempestività ed efficienza
Christian Vitta, direttore del Dipartimento delle finanze e dell’economia, rafforza questo concetto. «Dallo scorso primo di luglio, il 118 è presente presso la Centrale. Quando si parla di richiesta di soccorso, tempestività ed efficienza devono essere imperative. Anche per dare sicurezza ai cittadini. Grazie all’introduzione di questo nuovo tassello, è nata una vera e propria cittadella della sicurezza. Risponde anche a una precisa volontà del Consiglio di Stato. I tempi di intervento saranno compressi. Anche per i pompieri, la gestione quotidiana degli allarmi sarà ulteriormente migliorata. Saranno quindi ancora più performanti».

Miglioramento della qualità
Corrado Tettamanti, presidente della Federazione pompieri Ticino, sottolinea: «Questo è un passo verso un miglioramento della qualità delle prestazioni fornite al cittadino e al territorio. Si tratta di avere un coordinamento immediato con uno dei maggiori partner nell’ambito della protezione della popolazione. Ci sono stati messi a disposizione strumenti innovativi». 

Oltre 400.000 chiamate all’anno
Interviene anche Matteo Cocchi, comandante della Polizia cantonale. «Festeggiamo l’arrivo di un nuovo membro all’interno della nostra Centrale. Un luogo che, nell’ultimo periodo, a causa del Covid-19, ci ha messi a dura prova. L’attività della Centrale è comunque aumentata col tempo, gestiamo circa 400.000 chiamate all’anno. Con l’arrivo del 118, avremo circa 35.000 chiamate annue in più. Ecco perché sono stati assunti tre nuovi collaboratori. Da qualche mese abbiamo anche assunto un nuovo tecnico che ci supporta dal profilo informatico». 

In arrivo pure il 144
In futuro presso la Centrale di Bellinzona dovrebbe arrivare anche il 144. Vale a dire l’ambulanza, attualmente ancora a Breganzona. Gobbi conclude: «Quando una persona chiama i pompieri, compone il 118. Ma poi spesso deve intervenire anche la polizia. In seguito, forse, pure l’ambulanza. Un sistema come quello che stiamo mettendo in atto, permette un coordinamento ottimale tra i vari enti».

Un nuovo tassello per la Centrale Comune d’Allarme

Un nuovo tassello per la Centrale Comune d’Allarme

Comunicato stampa

Un nuovo tassello per la Centrale Comune d’Allarme (CECAL). Dallo scorso 1° luglio è stata infatti attivata quale sede ufficiale a livello cantonale di ricezione e trasmissione degli allarmi 118 su rete fissa e mobile. Si amplia in questo modo il progetto per raggruppare sotto lo stesso tetto gli enti di primo intervento a livello cantonale.

L’arrivo del 118 presso la CECAL è stato siglato tramite un’apposita convenzione tra il Dipartimento delle istituzioni (Polizia cantonale) e il Dipartimento delle finanze e dell’economia (Ufficio della difesa contro gli incendi). Questo dopo che nel mese di giugno 2018 il Consiglio di Stato aveva formalizzato tramite risoluzione governativa la disdetta alla Città di Lugano dello sgancio degli allarmi di pertinenza dei pompieri, per il tramite della Centrale operativa della locale polizia comunale. Da inizio mese la CECAL risponde alle chiamate 118 e, nel rispetto dei criteri operativi e in base al sistema di condotta, mobilita i Corpi pompieri emanando le necessarie misure d’urgenza. Su specifica richiesta del Capo intervento del Corpo pompieri mobilitato, la CECAL supporta inoltre la condotta limitatamente allo sgancio di ulteriori misure. Per assicurare l’erogazione del servizio, la Polizia cantonale ha provveduto a integrare presso la CECAL 3 operatori di centrale dedicati nonché un operatore tecnico per il necessario supporto informatico. Oltre ai pompieri, già presenti con un loro Segretariato, la struttura, che dispone di moderne infrastrutture e dotazioni informatiche nonché di un efficace sistema integrato di aiuto alla condotta, accoglie gli spazi dello Stato Maggiore Cantonale di Condotta (SMCC), dello Stato Maggiore Operativo della Polizia cantonale, la Centrale operativa del Corpo e delle Guardie di confine.  

Nel corso dell’odierna conferenza stampa di presentazione, il Presidente del Consiglio di Stato e Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi ha evidenziato l’importanza di unire sotto lo stesso tetto le centrali d’allarme e operative degli enti di primo intervento. Inoltre ha ricordato il grande sforzo che si sta mettendo in campo per dotare la Polizia cantonale delle migliori strutture, per accrescere il contrasto a ogni tipo di reato, garantendo la massima sicurezza sul nostro territorio. In questo senso il nuovo Comando e la CECAL sono solo un tassello di una strategia più ampia, che porterà la Polizia cantonale a occupare nuovi e moderni spazi a Mendrisio (nel CPI della Città); nel futuro nuovo Palazzo di Giustizia di Lugano; all’ex Pretorio di Bellinzona e al Pretorio di Locarno. Dal canto suo Christian Vitta, Direttore del Dipartimento delle finanze e dell’economia (DFE), ha sottolineato come la CECAL sia a tutti gli effetti diventata il primo anello della catena del soccorso: è infatti da qui che, nel momento dell’emergenza, vengono ora mobilitati tutti i Corpi pompieri, oltre che la Polizia cantonale e il Corpo delle Guardie di confine. Per i pompieri ticinesi questa centralizzazione è importante poiché permetterà loro di coordinare nel migliore dei modi la gestione quotidiana degli allarmi anche a seguito della casistica vieppiù ampliata e, soprattutto, di aumentare ulteriormente il livello della prestazione erogata all’utenza, a favore dei cittadini ticinesi.  

Il Presidente della Federazione Pompieri Ticino (FPT), Corrado Tettamanti, ha invece evidenziato che l’implementazione degli allarmi 118 nella nuova CECAL va a chiudere un progetto iniziato alcuni anni fa con la creazione della nuova sede cantonale dei pompieri ticinesi nel comparto della Polizia cantonale (Comando e Centrale comune d’allarme). Un passo verso un miglioramento della qualità delle prestazioni fornite a popolazione e territorio. Un coordinamento immediato, già dalla ricezione della richiesta di soccorso, con uno dei maggiori partner nell’ambito della protezione della popolazione. Il progetto è adattato alle moderne esigenze e a un’efficace ed efficiente gestione decentralizzata degli eventi a catena su tutto il territorio cantonale suddiviso nelle cinque regioni. Il Presidente ha pure sottolineato che, dalla nuova CECAL, si attende: migliore professionalità nelle fasi di ricezione, trattamento e mobilitazione delle forze d’intervento; rapidità e automazione nell’adeguamento delle risorse ingaggiate sull’evento e strumenti informatici innovativi per la gestione degli eventi sul territorio. Tutto questo, ha terminato il Presidente, è stato e sarà possibile in futuro grazie all’ottima collaborazione con i gruppi di lavoro dei vari Dipartimenti e con la Polizia cantonale.

Il Comandante della Polizia cantonale Matteo Cocchi ha infine sottolineato che con l’attivazione della CECAL quale sede ufficiale a livello cantonale di ricezione e trasmissione degli allarmi 118 su rete fissa e mobile, si è ulteriormente ottimizzato il lavoro degli enti di primo intervento sul territorio ticinese, riducendo in questo modo i tempi di reazione e azione in caso di eventi. Ha inoltre auspicato che in quest’ambito, e con lo stesso obiettivo, vengano fatti ulteriori passi, in particolar modo il trasferimento, pure presso la CECAL, della Federazione Cantonale Ticinese Servizi Autoambulanze e della Centrale d’allarme Ticino Soccorso 144.