Tessiner Gefängnisse sind voll – weil der Kanton eine Transitzone für Drogenkuriere ist

Tessiner Gefängnisse sind voll – weil der Kanton eine Transitzone für Drogenkuriere ist

Im Grenzkanton Tessin nehmen die Straftaten zu, die Gefängnisse sind am Anschlag. Die Hoffnungen liegen in der Westschweiz. Doch eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

Die Tessiner Justiz hat ein akutes Problem: Sie findet kaum noch Platz für ihre Angeklagten und vor allem Verurteilten. Der Südkanton verfügt über drei Haftanstalten, die sich alle in der Agglomeration Lugano befinden. Derzeit sind die 159 Plätze im regulären Gefängnis La Stampa voll belegt, ebenso die 88 Plätze im Untersuchungsgefängnis La Farera. Von den 45 Plätzen im offenen Strafvollzug Lo Stampino sind nur 6 frei.
Ende Dezember sah die Situation noch anders aus. Damals waren im Tessin erst 83 Prozent der insgesamt 292 Gefängnisplätze belegt. Dies geht aus der Statistik des Schweizerischen Kompetenzzentrums für den Justizvollzug hervor. Danach lag die Auslastung im Südkanton im vergangenen Jahr zwischen 80 und 88 Prozent, während sie gesamtschweizerisch zwischen 89 und 94 Prozent lag.
Die Situation im Süden hat sich also im letzten Monat massiv zugespitzt. Die Tessiner Gefängnisse sind voll. Zu denken gibt, dass die Behörden darin keine vorübergehende Spitze sehen und auch keine Trendwende erwarten. Es häuften sich ganz bestimmte Arten von Straftaten, erklärt der Regierungsrat und Justizdirektor Norman Gobbi. Dies liege daran, dass der Grenzkanton Tessin die wichtigste Transitregion zwischen Nord und Süd sei.
Damit meint Gobbi vor allem folgende drei Deliktarten: Drogenhandel, Einbrüche im Grenzgebiet und Straftaten im Zusammenhang mit der Migration. In diesen Bereichen ist es zu breit angelegten Polizeiaktionen gekommen, die eine grössere Zahl von Personen hinter Gitter gebracht haben. Alles in allem ist die Kriminalität aber nicht gestiegen. Stattdessen werden eher Straftaten begangen, die zwingend mit einer Gefängnisstrafe verbunden sind.
Spitzenreiter sind die Drogendelikte. Derzeit sitzt rund die Hälfte der im Tessin inhaftierten Personen wegen Handels oder Schmuggels von Drogen ein. Oder wegen der Beschaffungskriminalität, die sich auch in Überfällen auf Tankstellen äussert. Das Problem sei geografisch bedingt, sagt Andreotti, Leiterin des kantonalen Justizamtes. Steige der Drogenkonsum in den Grossagglomerationen nördlich und südlich des Tessins, würden auch mehr Drogen im Kanton selber auftauchen. «Das Tessin ist eine sehr stark genutzte Transitzone für Drogenkuriere», so Andreotti.

Häftlingsverlegung in die französische Schweiz
Die letzten sechs freien Gefängnisplätze befinden sich alle im offenen Vollzug und werden wohl bald besetzt sein. Da auch das Untersuchungsgefängnis voll belegt ist, könnte man noch einige Polizeizellen in Anspruch nehmen, aber nur für kurze Zeit. Eine Lösung könnte in der Mitgliedschaft des Tessins beim Strafvollzugskonkordat der lateinischen Kantone liegen. Das heisst, bei Voll- oder Überbelegung dürfen einzelne Häftlinge in Anstalten der französischen Schweiz gebracht werden.
Der Haken: Auch die Gefängnisse der Romandie sind am Anschlag. Für eine Häftlingsverlegung aus dem Tessin müssten normkonforme Haftplätze zur Verfügung stehen, sagt der Sekretär des lateinischen Konkordats Blaise Péquignot. Aber er bestätigt, dass die Gefängnisse dieses Konkordats insgesamt zur Überbelegung tendieren. Das zeigt auch die Statistik: Ende Dezember waren die Haftanstalten der Romandie und des Tessins zusammen zu 101 Prozent ausgelastet. Einige Gefängnisse des Kantons Genf waren im Schnitt mit 109 Prozent und einige des Waadtlandes mit 115 Prozent deutlich überfüllt.
Daher sollte sich das Tessin eher an die Deutschschweiz richten, was schon in der letzten Zeit der Fall war. Einweisungen sind laut Stefan Weiss, dem Sekretär der Deutschschweizer Strafvollzugskonkordate, im Einzelfall möglich. Jedoch bestehen einige bürokratische Schwierigkeiten, zum Beispiel die unterschiedliche Landessprache im Aktenverkehr. Ausserdem sind gemäss Weiss derzeit auch die Deutschschweizer Gefängnisse stark ausgelastet. Noch Ende Dezember wies die Statistik für die Deutschschweiz insgesamt eine Belegung von 87 Prozent aus. In bestimmten Haftanstalten einzelner Deutschschweizer Kantone war die Auslastung aber 100 Prozent oder höher.

Rekrutierung von Personal aus anderen Kantonen
Um die überfüllten Tessiner Gefängnisse schnell zu entlasten, gelangt in letzter Zeit bei leichteren Fällen vermehrt der Hausarrest mit elektronischem Fussband zur Anwendung. Zudem wird die Einführung von Haftcontainern geprüft, wie sie in einigen Deutschschweizer Gefängnissen zum Einsatz kommen.
Die Erfahrungen mit solchen Containern sind allerdings unterschiedlich. Ihr Einsatz muss laut dem Konkordatssekretär Weiss immer im Einzelfall genau geprüft werden, um den tatsächlichen Nutzen und eine ausreichende Sicherheit im Verhältnis zu den hohen Kosten zu erkennen. Das Tessiner Justizdepartement plant deshalb, eine solche Anstalt zu besuchen, um die Machbarkeit und die maximal mögliche Platzzahl abzuklären. Auch dies wäre jedoch nur eine Übergangslösung.
Schwierigkeiten hat das Tessin auch mit dem Gefängnispersonal im Bereich der Untersuchungshaft. Während früher ein Aufseher durchschnittlich 15 Insassen betreute, sind es heute doppelt so viele. Die Behörden erwägen deshalb, ehemalige Aufseher zu rekrutieren und geschultes Personal aus anderen Kantonen anzustellen.

https://www.nzz.ch/schweiz/tessiner-gefaengnisse-sind-voll-vor-allem-mit-drogendelinquenten-ld.1814370

Da www.nzz.ch

Al Penitenziario cantonale torna la sezione femminile

Al Penitenziario cantonale torna la sezione femminile

Il Gran Consiglio dice sì alla riapertura del comparto per le donne condannate a pene da espiare. Undici posti cella. Tempi di realizzazione: venti mesi

Al carcere penale della Stampa, destinato alle persone in esecuzione di pena, verrà riattivata la sezione femminile, chiusa anni fa in pratica per inutilizzo. Undici posti cella, con una cella per detenute con figli (età massima 3 anni), un passeggio e un laboratorio. L’ok del Gran Consiglio – 66 voti favorevoli, due astensioni – al rapporto del centrista Giorgio Fonio e del socialista Fabrizio Sirica, rapporto favorevole al messaggio governativo, arriva in coda all’ultima seduta prima della pausa estiva. Il ripristino della sezione si rende necessario considerato l’aumento in Svizzera delle donne condannate a una pena detentiva. Donne che oggi in Ticino vengono rinchiuse, per pene privative della libertà di breve durata, nel carcere giudiziario della Farera dove sono così sottoposte allo stesso regime, e quindi alle stesse restrizioni, previsto per chi è in detenzione preventiva. Se condannate invece a lunghe pene, vengono trasferite in carceri femminili d’oltre Gottardo con conseguente distacco dal territorio in cui vivono e dagli affetti famigliari (per il collocamento in strutture fuori Ticino, il Cantone ha speso lo scorso anno 800mila franchi).

Luce verde dunque a 1,2 milioni di franchi per la realizzazione del comparto femminile e per l’adattamento di spazi al Penitenziario cantonale per i detenuti anziani e per quelli con disabilità fisica. E a 1,8 milioni annui per il personale “aggiuntivo” per il citato comparto: di sorveglianza (una decina di agenti di custodia, capi compresi), amministrativo e medico. A quando la sezione per le detenute? Venti mesi la durata dei lavori. Dovrebbe entrare quindi in funzione, se tutto filerà liscio, nel 2025. «Riguardo alla detenzione delle donne, si pone fine a una situazione estremamente critica, a tratti disumana», commenta Giorgio Fonio. «Il calcolo del personale necessario è finalizzato a garantire anche condizioni detentive dignitose a chi finisce in carcere», rileva il direttore del Dipartimento istituzioni Norman Gobbi.

Da www.laregione.ch

‘Sovraoccupazione carceri, la situazione è migliorata’

‘Sovraoccupazione carceri, la situazione è migliorata’

Il capo del Dipartimento istituzioni Norman Gobbi: ‘Alla Farera detenute 74 persone’. Il 24 maggio erano 86, a fronte di una capienza massima di 88 posti
Sovraffollamento prigioni ticinesi, non c’è più il (quasi) tutto esaurito, in particolare alla Farera, riscontrato lo scorso mese. «La situazione è migliorata», ha detto, numeri alla mano, il direttore del Dipartimento istituzioni Norman Gobbi rispondendo in serata in Gran Consiglio a un’interpellanza inoltrata da Daria Lepori per il gruppo socialista dopo l’intervista della ‘Regione’ al direttore delle Strutture carcerarie ticinesi. Intervista pubblicata il 25 maggio in cui Stefano Laffranchini segnalava un’occupazione – soprattutto del carcere giudiziario della Farera (86 detenuti il 24 maggio) riservato alle persone in preventiva – a livelli mai registrati in passato. L’emergenza nel frattempo è rientrata (per ora). «Ad oggi, il dato è del 20 giugno, alla Farera sono presenti 74 persone su una capienza massima di 88 posti», ha indicato Gobbi.
Ieri, martedì, nel carcere penale del Penitenziario cantonale della Stampa destinato a chi è stato condannato a una pena detentiva c’erano «144 persone». Nel carcere aperto (il cosiddetto Stampino), ha aggiunto il consigliere di Stato, «26 persone: 22 uomini e 4 donne». Alla Farera 74 persone: «55 uomini e 19 donne».
Dall’inizio dell’anno la media giornaliera, «calcolata al 31 maggio», è stata, ha ancora spiegato Gobbi, «di 136 persone al Carcere penale della Stampa, di 24 alla Sezione aperta del carcere penale dello Stampino e di 69 persone al Carcere giudiziario della Farera».
L’effettivo del personale delle Strutture carcerarie cantonali, ha continuato il capo del Dipartimento istituzioni, «è tarato su un’occupazione media: un effettivo pensato per i periodi di sovraoccupazione comporterebbe costi aggiuntivi che questo stesso parlamento ha chiesto di contenere».
I diversi attori istituzionali del settore esecuzione pene e misure «sono oggi costantemente in contatto, ma l’intenzione è di avere un coordinamento per permettere una gestione ottimale delle diverse, e complesse, tematiche che concernono il settore medesimo, tra le quali il sovraffollamento». In tal senso, ha fatto sapere il consigliere di Stato, «la prossima seduta del Consiglio di vigilanza del settore esecuzione pene e misure getterà le basi per rafforzare i rapporti di collaborazione».

Articolo pubblicato nell’edizione di giovedì 22 giugno 2023 de La Regione

Si delinea la Sezione femminile alla Stampa, orizzonte 2025

Si delinea la Sezione femminile alla Stampa, orizzonte 2025

In consultazione la bozza del messaggio governativo

Potrebbe essere realtà fra due anni la “necessaria e urgente” Sezione femminile nel Penitenziario cantonale La Stampa. È quanto si legge nella bozza del messaggio governativo datata 10 marzo che chiede al Gran Consiglio lo stanziamento di un credito di 3 milioni e 32’730 franchi per la sua realizzazione e il suo funzionamento, nonché per l’adeguamento degli spazi da destinare a detenuti anziani e con disabilità fisica motoria. Nella prospettata Sezione femminile – comparto di cui il Ticino non dispone più dal 2006, quando si decise di chiuderlo in concomitanza con l’apertura del carcere giudiziario La Farera considerata la bassa presenza di detenute presso il Penitenziario cantonale – si prevede di realizzare un totale di 11 posti cella, di cui una appositamente concepita per permettere l’eventuale gestione di figli fino ai tre anni di età. A considerare la Sezione “necessaria e urgente” sono in molti, come riferito da ‘laRegione’ lo scorso giovedì 9 marzo: dalla Commissione del Gran Consiglio che vigila sulle condizioni di detenzione, al direttore delle Strutture carcerarie cantonali Stefano Laffranchini, alla direttrice della Divisione giustizia Frida Andreotti, fino al Dipartimento istituzioni e a tutto il Consiglio di Stato. Questo perché le detenute – il cui numero è in aumento – che restano presso il carcere giudiziario La Farera, “malgrado poste in carcerazione di sicurezza o in esecuzione pena anticipata, o che, altresì, già giudicate devono scontare una pena di breve durata o sono in attesa di essere trasferite in una struttura detentiva oltre Gottardo, si ritrovano in tal modo a dover sostenere un regime detentivo duro quanto non adeguato”, scrive il Consiglio di Stato. Attualmente, come spiegato giovedì da Laffranchini, alla Farera ci sono 16 detenute, di cui 8 potrebbero beneficiare del regime di esecuzione della pena. L’obiettivo futuro è dunque di accogliere in maniera adeguata le esigenze delle donne in regime detentivo chiuso nonché di limitare allo stretto indispensabile i collocamenti fuori cantone. L’investimento complessivo – sia a livello logistico che dal profilo informatico– volto alla realizzazione delle opere per accogliere le detenute è quantificato complessivamente in 1 milione e 250mila franchi. È invece di 1 milione e 782’730 franchi l’impatto a gestione corrente dei costi per il personale aggiuntivo necessario alla gestione della Sezione femminile. Il governo evidenzia che la creazione di tale Sezione consentirà di ridurre gli attuali costi riferiti ai collocamenti delle detenute al di fuori del cantone per l’esecuzione della rispettiva pena detentiva. Oltre all’aumento della popolazione carceraria femminile, le Strutture carcerarie cantonali hanno registrato negli ultimi anni anche la tendenza all’aumento di persone in detenzione di età avanzata, segnatamente oltre i 60 anni. Per questo si prevedono adeguamenti logistici ed ergonomici per detenuti anziani e detenuti con disabilità fisiche e motorie.

La bozza di messaggio, spiega a ‘laRegione’ la direttrice della Divisione giustizia Frida Andreotti è stata posta in consultazione ed è stata trasmessa ai servizi centrali dell’Amministrazione cantonale, quindi alle Finanze, alla Logistica e Risorse umane, all’Ufficio dei giudici dei provvedimenti coercitivi, al Tribunale penale cantonale e al settore esecuzione delle pene e delle misure. Ma anche, per informazione, alla commissione parlamentare ‘Giustizia e diritti’ e a quella preposta a vigilare sulle condizioni detentive in Ticino. I tempi sono stretti. «Come già indicato – afferma Andreotti – intendo sottoporre il progetto di messaggio al Consiglio di Stato, per la sua approvazione, nella seduta del 29 marzo». Non sarebbe stato meglio attendere la realizzazione del nuovo carcere penale per soddisfare tutte le esigenze legate alle differenti tipologie di persone detenute? «La costruzione del nuovo penitenziario, che è la soluzione su cui dovremolavorare visto che La Stampa ha più di cinquant’anni, richiederà comunque molti anni, più di quelli che si prospettano con questa bozza di messaggio – evidenzia la responsabile della Divisione giustizia –. Noi abbiamo invece bisogno oggi di soluzioni logistiche. Per le detenute, per i detenuti anziani e per i detenuti con disabilità fisica e motoria».

Articolo pubblicato nell’edizione di lunedì 13 marzo 2023 de La Regione

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https://www.rsi.ch/play/tv/redirect/detail/16087396

Servizio all’interno dell’edizione di domenica 12 marzo 2023 de Il Quotidiano

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https://www.rsi.ch/news/ticino-e-grigioni-e-insubria/La-Stampa-pronti-i-piani-per-sezione-femminile-16086880.html

Da www.rsi.ch/news

Vita e sogni dietro le sbarre, un calendario per parlarne

Vita e sogni dietro le sbarre, un calendario per parlarne

È quanto ha realizzato un gruppo di detenuti nelle carceri ticinesi. Foto e riflessioni raccontano la loro quotidianità.
Il direttore Laffranchini: ‘Iniziativa partita da loro’.

“La vita non finisce qui”. È un messaggio proiettato al futuro quello apposto sopra una foto che ritrae delle sbarre di ferro e un muro di cemento, scelti per caratterizzare il supporto da appendere alla parete del calendario 2023 delle Strutture carcerarie cantonali. Un’iniziativa nata dal basso, ovvero dal Gruppo cucina formato da persone detenute. Come immagine di copertina il calendario riporta una pietanza disposta su piatti di plastica preparata dagli ideatori del progetto, mentre nelle pagine interne, associate alle caselle dei giorni, si trovano degli scatti che mostrano momenti e luoghi emblematici della quotidianità in prigione: cassette di verdure e di pane, una torta appena sfornata, scorci di cielo che riempiono i vuoti di un reticolo di filo spinato, tricicli per bambini posteggiati all’esterno.

Ognuno di essi è accompagnato dal pensiero di un prigioniero: “Fuori c’è qualcuno che mi vuole bene”. “Spero di non tornarci mai più. Dovrò lavorarci anche quando sarò fuori”. “Facendo l’apprendistato ho una vita normale e ho ripreso i rapporti con i miei genitori”. Riflessioni concise, formulate con semplicità, ma cariche di profonda valenza per coloro che le hanno espresse e per chi fuori aspetta il ricongiungimento. Come d’altronde è carico di significato proprio l’oggetto calendario, fatto da persone per cui depennare i giorni significa contare il tempo che le separa dalla ritrovata libertà.

‘La loro idea iniziale era di venderlo e dare i ricavi in favore delle vittime’
«L’iniziativa è partita da una persona detenuta che lavora in cucina e mi ha scritto che assieme ad altre desiderava fare un calendario – racconta a ‘laRegione’ il direttore delle Strutture carcerarie cantonali Stefano Laffranchini –. La loro idea era poi di venderlo e dare i soldi in favore delle vittime. Ci è sembrata un’ottima proposta e abbiamo deciso di concretizzarla sotto forma di progetto pilota, ma per ora senza la vendita». Per questo primo anno è dunque stato creato il calendario da regalare a persone e a istituzioni vicine al mondo della detenzione in modo da tastare il terreno e valutarne l’impatto per poi eventualmente ripetere l’iniziativa nell’ottica pensata dalle persone detenute.
Le quali, dice Laffranchini, sono molto contente di quanto hanno creato: «Si tratta di un piccolo progetto a cui però si sono dedicate con molta passione. È stato necessario capire come impostare la grafica, scattare le fotografie, redigere i testi e impaginarli. Sono stati coinvolti anche i docenti della scuola che hanno contribuito alla realizzazione del calendario. Inoltre è stata un’opportunità che ha permesso a chi si è messo in gioco di interrogarsi sul proprio percorso».

‘L’obiettivo dell’esecuzione penale è la risocializzazione’
Progetti come quello descritto si inseriscono nel quadro del mandato di risocializzazione affidato ai penitenziari del nostro Paese. «L’articolo 75 del Codice penale svizzero prevede essere la risocializzazione lo scopo della pena, quindi l’obiettivo dell’esecuzione penale è la riabilitazione – sottolinea il direttore delle Strutture carcerarie cantonali –. Per questo tutti i progetti e tutti gli interventi anche esterni vengono valutati in ottica riabilitativa. Se riteniamo che le proposte possano apportare un contributo in questo senso, le seguiamo più che volentieri nei limiti del possibile». Anche in modo piuttosto flessibile, dice Laffranchini: «Proponiamo ad esempio dei corsi di yoga di cui forse non si vede direttamente la pertinenza con il reinserimento nella società, ma di cui intuitivamente è comprensibile il beneficio». Accanto alle proposte che vengono dal basso e a quelle più distensive, in carcere esistono diversi laboratori dove si praticano attività retribuite. «C’è la falegnameria, stampiamo le targhe, lavoriamo per Swissminiatur e Geomat, abbiamo il Gruppo lavanderia e appunto quello cucina – illustra degli esempi Laffranchini –. Evidentemente il lavoro è un fondamento su cui costruire la risocializzazione, da una parte tramite la normalizzazione, per far sì cioè che le persone si abituino ad avere un ritmo di scansione della giornata che poi ritroveranno all’esterno. Mentre dall’altra parte imparano o reimparano a vivere dei proventi del proprio lavoro».

‘In questo periodo aumenta il senso di solitudine ma anche la distensione’
Un pensiero in questo periodo va al modo in cui i detenuti vivono le festività. «È un momento un po’ particolare perché potrebbe amplificare il senso di solitudine dato che si tratta di giorni che solitamente si trascorrono con i propri cari mentre chi è in carcere si trova a non poterlo fare – osserva Laffranchini –. Comunque percepisco una distensione generale in questi momenti, forse anche perché offriamo delle possibilità maggiori: un po’ più di tempo fuori dalla cella, un po’ di più di tempo con i propri parenti. Questo probabilmente contribuisce ad alimentare un clima festivo anche per loro, malgrado la situazione di privazione della libertà e degli affetti che vivono».

Articolo pubblicato nell’edizione di lunedì 2 gennaio 2023 de La Regione

Svelato il programma di Castellinaria

Svelato il programma di Castellinaria

Il Festival del cinema giovane di Bellinzona che, per la prima volta, si svolgerà al Mercato coperto di Giubiasco proporrà una quarantina di opere

Si avvicina la 35esima edizione di Castellinaria, un anniversario che il Festival del cinema giovane festeggerà nella sua nuova casa, il Mercato coperto di Giubiasco. Saranno una quarantina, tra lunghi e cortometraggi, le opere proposte è stato annunciato oggi, lunedì, durante la conferenza stampa di presentazione tenutasi alla Biblioteca cantonale di Bellinzona. Oltre ai film, ci sarà spazio anche per altre iniziative collaterali, come quella che vedrà occupati alcuni giovani detenuti del carcere La Stampa nei panni di giurati che esamineranno alcuni cortometraggi.
Castellinaria, ha sottolineato ai nostri microfoni la presidente Flavia Marone, non è però solo un festival per ragazzi: “Anche per gli adulti ci saranno momenti per leggere determinati eventi e situazioni con occhi diversi”.

https://www.rsi.ch/news/ticino-e-grigioni-e-insubria/Svelato-il-programma-di-Castellinaria-15769675.html

Da www.rsi.ch/news

Presentazione della professione di Agente di custodia

Presentazione della professione di Agente di custodia

Una professione di cura, custodia e controllo.

Serata di presentazione per conoscere la professione e il percorso formativo e professionale di Agente di custodia APF, per il concorso che scade il 31 agosto 2022.
L’Agente di custodia è una professione stimolante, interessante e variata, che offre diverse possibilità di impiego e differenti specializzazioni.
Il Direttore delle strutture carcerarie, dopo il saluto del Responsabile della Città dei Mestieri, illustrerà nel dettaglio gli aspetti salienti della professione di Agente di custodia.

Mercoledì 20 luglio 2022 dalle ore 20.00 alle 21.30 circa
Centro di istruzione della Protezione civile, Rivera
oppure in streaming* al link www.ti.ch/multimedia

Iscrizioni e info www.cittadeimestieri.ch/lagenda

Informazioni sul concorso e candidature www.ti.ch/concorsi

 

Il miracolo della vita in carcere: “Evento con molti significati”

Il miracolo della vita in carcere: “Evento con molti significati”

Gobbi: la nascita di un bebè evidenzia la necessità della Sezione femminile e l’assunzione di nuove/i agenti di custodia

“È il miracolo della vita che si ripropone, nonostante il contesto di costrizione del carcere. Per gli agenti di custodia, poi, chiamati ad aiutare con il parto, è stata un’esperienza straordinaria”. Con queste parole il direttore delle Strutture carcerarie cantonali, Stefano Laffranchini, ha commentato la nascita di un bambino all’interno del carcere giudiziario della Farera, avvenuta la scorsa settimana. “Un avvenimento straordinario – afferma il Consigliere di Stato Norman Gobbi; il primo avvenuto in Ticino. Si è svolto tutto molto velocemente. La mamma aveva il termine due settimane più tardi. Dopo una visita in ospedale il giorno prima, era poi stata dimessa e riportata in carcere. Ma in un attimo, il giorno dopo, la donna ha dato alla luce il bebè. Un’emozione per tutte le persone che si sono prodigate in questa circostanza. Ringrazio tutti per l’ottimo lavoro svolto, sul quale anche la speciale commissione parlamentare ha subito esperito un approfondimento per capire come si erano svolti i fatti. Questa esperienza mette in risalto due aspetti: da un lato l’umanità che è necessaria anche in un contesto di sorveglianza come quello carcerario; dall’altro lato la necessità di dotare le nostre Strutture carcerarie di celle appositamente pensate per le donne”.
E a questo proposito ci sono delle novità. “Sì, è così – ci dice il Direttore del Dipartimento Norman Gobbi. Nel 2007 la sezione femminile alla Stampa era stata chiusa, perché le donne in detenzione per espiazione della pena o in attesa di giudizio erano molto poche. Si preferì quindi allora far capo soprattutto a strutture della Svizzera interna. Oggi il numero di detenute è aumentato e gli attuali spazi non sono più adeguati. Da qui la volontà di creare una Sezione femminile all’interno del carcere. Come ho avuto modo di dire anche in Gran Consiglio, stiamo elaborando il messaggio. Si tratterà di una ristrutturazione interna, consci che la soluzione ottimale sarebbe invece la realizzazione di un nuovo carcere cantonale. Purtroppo per questo progetto dobbiamo ancora attendere, anche se il tema è sul tavolo delle discussioni. Cerchiamo comunque di trovare i migliori accorgimenti per soddisfare questa nuova esigenza. La Sezione femminile sarà composta da 12 celle, una delle quali destinata alle mamme con bambini. Confidiamo di essere pronti per la fine del 2023”, precisa Norman Gobbi.
Per queste nuove esigenze occorre avere anche nuovi agenti di custodia. “In effetti abbiamo appena aperto un nuovo concorso per l’assunzione di aspiranti agenti di custodia, che parteciperanno poi alla specifica formazione. Abbiamo bisogno anche, se non soprattutto, agenti donne. Per la nuova Sezione ne servono almeno 9. Il concorso è aperto sino al 31 agosto e il 20 luglio a Rivera terremo una serata informativa per tutte e tutti gli interessati. Una serata promossa assieme alla Città dei mestieri che potrà pure essere seguita in streaming su www.ti.ch/multimedia. Confido che molte persone possano interessarsi a questa professione. Un mestiere impegnativo, certo, ma che sa regalare anche tante soddisfazioni ed emozioni, come abbiamo potuto vedere con la nascita del bebè la scorsa settimana”, conclude il Consigliere di Stato Norman Gobbi.

Bilancio di fine anno sul carcere: “Il mio grazie agli agenti di custodia”

Bilancio di fine anno sul carcere: “Il mio grazie agli agenti di custodia”

“Nel corso della pandemia dimostrato un buon grado di civiltà”

Si chiude un anno ed è tempo di bilanci. All’interno delle attività del Dipartimento delle istituzioni diretto dal Consigliere di Stato Norman Gobbi vi è un’organizzazione della quale si parla poco sui media, ma che rimane centrale per la sicurezza del nostro “sistema-paese”. Stiamo parlando delle Strutture carcerarie cantonali, ossia quell’insieme di attività legate alla detenzione, ma anche al recupero delle persone condannate per reati più o meno gravi. “Un tempo si diceva che se si parla poco di carceri voleva dire che le stesse erano ben gestite. È ancora vero oggi, pur con qualche distinguo”, afferma il Consigliere di Stato Norman Gobbi. “Ad esempio negli ultimi due anni anche il penitenziario e tutto ciò che vi ruota attorno è stato confrontato non solo con l’attività “normale”, ma pure con i problemi che la pandemia può porre all’interno di una comunità come quella carceraria. E qui mi piace subito dar merito al direttore Stefano Laffranchini e a tutti i suoi collaboratori per essere riusciti a gestire una situazione molto difficile in modo a mio giudizio ottimale. Sui problemi che il COVID-19 poteva porre al Penitenziario i giornali, le radio e le televisioni hanno dato conto con alcuni servizi giornalistici. Il virus ha così acceso i riflettori su una realtà che spesso, come detto, viene poco pubblicizzata. Da tutti questi servizi è emerso che la gestione della pandemia nelle strutture carcerarie è stato fatto con oculatezza e attenzione nei confronti dei detenuti stessi, a protezione della loro salute. Voltaire diceva che “la civiltà di un Paese si misura osservando le condizioni delle sue carceri”: in questo senso si può dire che dimostriamo un buon grado di civiltà”.
Come nel resto della Svizzera, anche nelle strutture ticinesi il numero dei detenuti è diminuito nel 2021. “È una delle (poche) conseguenze positive che la pandemia – per ora – ci lascia in eredità. Questo fatto ha così dato un po’ di respiro, dopo anni in cui le capacità della Farera (il carcere giudiziario), della Stampa (il carcere penale) e dello Stampino (la sezione aperta del carcere penale) sono stati messi a dura prova. Inoltre ci ha permesso, attraverso la Divisione della Giustizia, di ripensare una nuova soluzione per le detenute, che oggi conoscono condizioni non al passo con l’evoluzione dei tempi.
L’attività investigativa di Polizia e magistratura – prosegue Gobbi – negli ultimi mesi ha comunque portato in carcere un numero elevato di nuovi detenuti. A conferma che la criminalità in una regione di frontiera qual è il Ticino si è presa una pausa solo durante i mesi del lockdown, quando le frontiere erano chiuse, o comunque maggiormente sorvegliate. Ma a conferma pure che non è mai diminuita un’efficace azione di contrasto delle forze dell’ordine”, sottolinea il Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi.
“Ci avviciniamo al Natale e alle feste di fine Anno. Vorrei quindi ringraziare tutte e tutti gli agenti di custodia che saranno impegnati anche in questi giorni, come lo sono 365 giorni all’anno, nella loro attività di sorveglianza in momenti emotivamente forti anche per i detenuti. Un ruolo delicato, che troppo spesso viene poco riconosciuto. Non da parte mia, consapevole dell’impegno che giornalmente occorre profondere affinché le nostre Strutture carcerarie cantonali assolvano al meglio i loro compiti”, conclude il Consigliere di Stato Norman Gobbi.      

 

Prolungato sino al 15 ottobre il bando di concorso per aspiranti Agenti di Custodia  

Prolungato sino al 15 ottobre il bando di concorso per aspiranti Agenti di Custodia  

Comunicato stampa

Il Dipartimento delle istituzioni comunica che è stato prolungato sino al 15 ottobre 2021 il termine per la presentazione delle candidature al bando di concorso “aspiranti Agenti di Custodia” presso le Strutture carcerarie cantonali.

La scuola per i futuri Agenti di Custodia si terrà indicativamente nella prima metà del 2022 e ha una durata di 8 mesi, durante i quali sarà possibile apprendere questa professione affascinante e dalle interessanti condizioni retributive. Per permettere a un maggior numero possibile di potenziali candidate e candidati di partecipare alla selezione, la data di scadenza del bando è stata posticipata sino al 15 ottobre 2021. E possibile consultare le condizioni d’impiego e inviare la candidatura all’indirizzo www.ti.ch/concorsi.

Le caratteristiche e le possibilità di carriera, aperta a tutti i nati tra il 1976 e il 1997, di nazionalità svizzera, in possesso di un attestato federale di capacità (AFC) o titolo superiore, e che abbiano un buono stato generale di salute, sono disponibili sul sito www.orientamento.ch
Per ulteriori informazioni sulle condizioni del concorso si può contattare il signor Enrico Ghilardi, Responsabile  al 091 815 00 11.