Coronavirus: le decisioni del Governo restano in vigore

Coronavirus: le decisioni del Governo restano in vigore

Comunicato stampa

Il Presidente del Consiglio di Stato è stato informato dalla Presidente della Confederazione che il Consiglio federale non ha ancora preso una posizione definitiva in merito alle misure attualmente in vigore in Ticino per regolare le attività economiche.

Il Governo cantonale saluta positivamente la volontà del Consiglio federale, comunicata oggi in conferenza stampa dal Consigliere federale Alain Berset, di trovare una soluzione concordata con il nostro Cantone che tenga debitamente in considerazione la situazione eccezionale, particolarmente critica e attualmente senza eguali del Ticino all’interno del contesto generale del nostro Paese. Una situazione, questa, dovuta all’avanzamento precoce dell’ondata epidemica in Ticino rispetto al resto della Confederazione.

Il Consiglio di Stato rimane fiducioso che il Consiglio federale, con il quale i contatti sono regolari e costanti, saprà comprendere le decisioni prese dal Governo del Canton Ticino per tutelare tempestivamente e adeguatamente la salute della propria popolazione.

In attesa, a breve, di una presa di posizione definitiva, il Consiglio di Stato ribadisce che le misure decise rimangono in vigore.

Diese 5 Fehler machte die Schweiz bei ihrer Corona-Politik

Diese 5 Fehler machte die Schweiz bei ihrer Corona-Politik

Da www.watson.ch

https://www.watson.ch/schweiz/analyse/801221520-coronavirus-diese-5-fehler-machte-die-schweiz

Zu wenig Beatmungsgeräte, langsame Zahlen, Bundesrat pfeift Kantone zurück: Viele Probleme der Schweizer Coronavirus-Politik sind hausgemacht. Eine Analyse über eine Epidemien-Politik, die zu wenig zuhört.

Eigentlich sahen es viele kommen. Seit Jahren erstellen die Bundesbehörden Berichte, in denen die «Top-Risiken» der Schweiz untersucht werden. Die Pandemie stand jeweils immer wieder in den oberen Rängen. Die Gefährdungsanalysedes Bundesamtes für Bevölkerungsschutz aus dem Jahr 2015 liest sich heute wie eine übertriebene Zukunftsvision, die das beschreibt, was die Schweiz derzeit erlebt.

 

1. Ungenügende Vorbereitung
Die Gefahr des überlasteten Gesundheitswesens ist ein Punkt auf der Liste. Vor fünf Jahren hiess es in der Gefährdungsanalyse: «Die entstandenen Engpässe können auch durch den Einsatz pensionierter Ärzte und Medizinstudenten nicht vollständig kompensiert werden.»
Der Engpass wird durch drei Faktoren beeinflusst: Personal, Medizinalprodukte wie Geräte oder Medikamente und die Anzahl Betten. Thomas Zeltner, der ehemalige Direktor des Bundesamtes für Gesundheit, untersuchte in einem Gutachtenaus dem Jahr 2018, wie gut die Schweiz auf diesen Engpass vorbereitet ist. SRF berichtete erstmals über seine warnende Analyse.£
Der ehemalige BAG-Chef schätzte damals, dass der Schweiz rund 4250 Spitalbetten fehlen würden. Die Kantone haben es laut seinem Bericht versäumt, die Reservekapazitäten für Notlagen miteinzuplanen. Zum gleichen Schluss kommt Zeltner bei Medikamenten, Medizinprodukten und Labormaterialien: Die Kantone haben die Forderung nach Minimalreserven bislang «nicht oder nur unvollständig umgesetzt».

2. Schlechter Informationsfluss
Fehlen Spitalbetten oder die dringend benötigten Beatmungsgeräte, dann kommt es auf jedes einzelne darauf an, das noch verfügbar ist. Wie ernst die Lage ist, erzählte vergangene Woche ein kantonaler Gesundheitsdirektor im Hintergrundgespräch mit watson: Das Personal sei am Wochenende mit Strichli-Listen in Spitälern unterwegs gewesen, um Betten und Beatmungsgeräte zu zählen.
Wie viele Beatmungsgeräte tatsächlich verfügbar sind, wusste in der Schweiz zumindest bis vor einigen Tagen niemand. In den Spitälern wurde die Anzahl auf bis zu 850 geschätzt. Wie viele die Armee hat, ist unklar. Raynald Droz, Stabschef Kommando Operationen der Armee, sagte jedoch: «Nicht genug.»
Die Informationslage änderte sich erst letzte Woche. Die Kantone müssen seither ihr Inventar dem Bund melden.
Der schlechte Informationsfluss herrschte auch bei der wichtigsten Zahl, um als Staat strategisch eine Epidemie bewältigen zu können: Die Anzahl der Infizierten. Die Meldungen von Ärztinnen und Ärzten kamen teilweise per Fax an. Die grosse Menge an Daten überforderte die Bundesbehörden, dass sie erst nach längerer Verzögerung «à jour» waren, wie der Infektionsstand in den Kantonen ist. Schnellere, digitalere Lösungen wurden dabei vor Jahren gefordert.

3. Kantönligeist
Defizite in der Schweizer Epidemienbewältigung zeigten sich auch, nachdem der Bundesrat die besondere Lage ausgerufen hatte. Die Kantone mussten das Verbot von Versammlungen von über 1000 Personen konkretisieren und vollziehen. Was aber vor Ort passierte, glich einem Flickenteppich.
Föderalistisch wie die Schweiz ist, gingen manche Kantone weiter und führten neue Verbote ein. Andere wiederum blieben bei der Zahl von 1000 – selbst dann, als der Bundesrat ausloten wollte, ob man diese Zahl senken soll. Als die Landesregierung das Versammlungsverbot verschärfen wollte, sprach sich nur der «allergrösste Teil der Kantone» dafür aus, teilt die Gesundheitsdirektorenkonferenz auf Anfrage mit. Sprich: Einzelne Kantone waren dagegen oder enthielten sich.

4. Machtdemonstration
Die Korrektur des Kantönligeistes kam mit der ausserordentliche Lage. Der Bundesrat übernahm die Führung und beschloss am 16. März in Eigenregie die nächste epidemiologische Stufe, womit neue, klare, schweizweite Lockdown-Massnahmen kamen. Die Kantone wurden auch hier angehalten, Folge zu leisten und die neuen Verbote und Erlasse zu vollziehen.
Auch das ging nicht ohne Kantönligeist. Die Gründe waren alle im Einzelfall verständlich: Der Kanton Uri beschloss für Seniorinnen und Senioren eine «Ausgangsbeschränkung», weil diese sich nicht an das Social Distancing hielten. Genf, Waadt und das Tessin schlossen aus demselben Grund alle Baustellen. Der Bundesrat pfiff die Kantone zurück und sagte, dass das Bundesrecht auch in Altdorf, Genf, Lausanne und Bellinzona zu befolgen sei.
Dass solche Konflikte drohen würden, war den Behörden schon im August 2018 bekannt. Ein juristisches Gutachten zur «besonderen Lage» stellte damals fest, dass eine «enge Zusammenarbeit zwischen Kantonen und Bund beim Vollzug der vom Bund angeordneten Massnahmen nötig, wenn nicht unabdingbar» sei.

5. Fehlende Zusammenarbeit
Diese «enge Zusammenarbeit» gibt es aber bis heute nicht. Die Anhörung der Kantone, die es in der «besonderen Lage» formell gab, wurde mit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage abgeschafft. Gesprochen wird nur noch informell miteinander, wenn der Bundesrat zum runden Tisch einlädt. Oder untereinander, wie watson etwa von Zentralschweizer Kantonen erfuhr.
In einer solchen Situation passiert jedoch das, was epidemiologisch in den vergangenen Jahren schief lief: Expertinnen vom Fach und Mahner vor Ort müssen dafür kämpfen, Gehör zu finden. Das erlebt derzeit auch das Tessin. «Wir sind immer zwei Schritte voraus im Kampf gegen Covid», sagte der Tessiner Staatsrat Norman Gobbi.(video)
Ähnlich klingt es von seinem Kantonsarzt Giorgio Merlani: «Wir sind euch etwa eine Woche voraus, lernt aus unserem Beispiel.» Er appellierte deshalb an die restliche Schweiz, diese Zeit zu nutzen. Diese Worte sollen sich der Bund und die Kantone zu Herzen nehmen.

In prigione, più soli che mai

In prigione, più soli che mai

Articolo pubblicato nell’edizione di mercoledì 25 marzo 2020 del Corriere del Ticino

Annullate buona parte delle attività lavorative e, soprattutto, le visite dei familiari – Il direttore: «È la misura che ho preso più a malincuore»
Detenuti e personale uniti per non fare entrare il virus: «Gli ospiti hanno dimostrato un senso di responsabilità che è andato oltre ogni mia aspettativa»

«La situazione è cambiata in modo drastico». Sono parole di Stefano Laffranchini, direttore delle strutture carcerarie ticinesi. È a lui che ci siamo rivolti per capire come l’emergenza coronavirus ha cambiato le giornate all’interno delle prigioni.
Il carcere infatti, nonostante sia per antonomasia un luogo di isolamento (dall’esterno), non è rimasto immune all’emergenza e in queste settimane ai detenuti (tra cui al momento non si registrano casi di positività al virus) sono stati imposti sacrifici. «La situazione – spiega Laffranchini – viene monitorata costantemente dal nostro servizio medico. Siamo in ogni caso pronti sia dal profilo logistico, sia da quello procedurale, a gestire l’epidemia nel caso in cui dovesse diffondersi.
Per preservare il personale, abbiamo inoltre messo in atto anche da noi le misure varate dal governo, limitando le attività (e conseguentemente le risorse necessarie) all’indispensabile e prevedendo la possibilità, per parte del personale, di lavorare da casa tenendosi pronto a raggiungere il posto di lavoro entro sessanta minuti».

Niente visite, ma più ore d’aria
Ma come è mutata la vita dei detenuti? «La situazione è cambiata in modo drastico, e la necessità di preservare la popolazione carceraria dal contagio mi ha purtroppo costretto a sospenderne alcuni diritti. I congedi verso l’esterno e ogni tipo di visita sono stati sospesi, quando normalmente ogni detenuto beneficia, in regime normale, di 7 ore di colloquio mensili. Ammetto che questa è stata la misura che ho preso più a malincuore, in quanto la risocializzazione dei detenuti passa dal mantenimento delle relazioni e dei propri contatti sociali. Ogni detenuto vive inoltre la stessa situazione del resto della popolazione, con parenti, anche vulnerabili e anziani, che ora non può più vedere o incontrare, una situazione che ne accresce la preoccupazione». Ma c’è di più. «Anche gran parte delle attività lavorative e tutte le formazioni sono state sospese, sia per l’impossibilità di garantire il concetto di distanza sociale, sia per mancanza di lavoro; riverbero del blocco di gran parte delle attività produttive deciso dal Governo. Non vi sono per contro state limitazioni alla libertà di movimento dei detenuti. Anzi, la stessa è stata ampliata. Questo per estendere la superficie di movimento e ridurre la densità delle persone, nel rispetto sempre del concetto di distanza sociale».

«Ho riscontrato maturità»
È dunque un periodo di detenzione più duro (anche solo dal punto di vista psicologico) del solito? «Per i motivi che ho accennato in precedenza, e per l’inattività forzata e l’impossibilità di intrattenere contatti di persona con i propri cari, la situazione per i detenuti non è affatto semplice. Eppure ho riscontrato una maturità, una presa di coscienza e un senso di responsabilità che è andato oltre ogni mia aspettativa. La crisi sta in qualche modo unendo popolazione carceraria e personale, che solidalmente si sentono unite nel tentativo di preservare le strutture dal contagio o, anche se questo dovesse avvenire, nel gestirlo nella calma e con responsabilità. Questo è stato possibile grazie a un dialogo continuo con l’insieme dei detenuti, ed è qualcosa che mi serve da insegnamento per il futuro. La gestione della quotidianità di un carcere non forzatamente deve essere comunicata tramite una circolare interna, ma può essere, nel limite del possibile, condivisa: anche in situazioni normali, le scelte gestionali più drastiche, se spiegate compiutamente e dovutamente, rispondendo immediatamente ai dubbi dei detenuti, potrebbero venir comprese e rispettate più responsabilmente».

Attaccamento al lavoro
E come stanno reagendo invece gli agenti di custodia? «Stanno dimostrando un attaccamento alla professione che non mi sorprende. Non è la prima volta che, in situazione di crisi, posso contare su collaboratori che danno tutto per il bene delle strutture carcerarie. Alcuni sollevano legittimi dubbi, perplessità e timori, ma grazie al rapporto di fiducia preesistente instauratosi con i superiori, con la direzione, con il servizio medico e con l’Ufficio dell’Assistenza Riabilitativa ne parlano apertamente, dando modo ai vari servizi di fornire loro le necessarie risposte in tempo reale». E per la sezione aperta? Immaginiamo che i detenuti che aveva una possibilità di lavoro esterno oggi non possono più svolgerla. «I congedi verso l’esterno dalla sezione aperta – spiega Laffranchini – sono stati sospesi, mentre chi lavora per un datore di lavoro continua a farlo, sempre che l’attività non sia stata sospesa. Sei detenuti continuano a essere impiegati all’azienda agricola ORTO, in quanto operativa in un’attività considerata essenziale. Occorre però immaginarsi le condizioni della sezione aperta quasi come quelle “domestiche”: a parte l’impossibilità di lasciare l’edificio e di rimanere con i propri cari, i mezzi di comunicazione, la libertà individuale, eccetera fanno sì che le condizioni dei detenuti non si discostino molto dal cittadino comune costretto a rimanere a casa».

“La decisione resta in vigore”

“La decisione resta in vigore”

Da www.rsi.ch/news

Norman Gobbi risponde alle critiche di Berna sulla chiusura delle attività in Ticino: “Dobbiamo preservare la salute pubblica”

Il Canton Ticino è stato bacchettato lunedì da Berna, tramite l’Ufficio federale di giustizia, per la sua decisione di chiudere i cantieri e tutte quelle attività economiche che non offrono servizi necessari alla popolazione. Una decisione che viola le regole federali.

Il Ticino però non intende retrocedere sulla sua posizione: “Il Consiglio di Stato si è confrontato anche oggi su questo aspetto”, ha spiegato alla RSI Norman Gobbi, a Berna per un incontro con i rappresentanti di alcuni cantoni, “e la decisione, presa settimana scorsa e comunicata sabato dal presidente Vitta, resta in vigore: non possiamo in questo momento fare un passo indietro”, prosegue il consigliere di Stato.

“Dobbiamo continuare a preservare la salute pubblica, pur riconoscendo la protezione e il sostegno all’economia e ai salariati, ed è qui la grande preoccupazione. Questa crisi non è breve, non si risolve in una settimana, durerà molto di più, quindi dobbiamo pensare già al domani, al sostegno alle aziende e ai salariati”.

Qualora il Consiglio federale dovesse decidere che le misure decise dal Ticino non sono legali, sarebbe necessario, continua Norman Gobbi di “un dialogo con Berna, per trovare una soluzione”. “Oggi si è parlato molto della necessità di coordinare e lavorare assieme”, conclude Gobbi, “ma evidentemente non con qualcuno che comanda sull’altro ma in maniera paritetica, tra Confederazione e Cantoni”.

https://www.rsi.ch/news/ticino-e-grigioni-e-insubria/La-decisione-resta-in-vigore-12872792.html

“Chiediamo la regionalizzazione delle misure”

“Chiediamo la regionalizzazione delle misure”

Da www.ticinonews.ch

Il Consigliere di Stato in visita a Berna per un incontro con i Cantoni spiega che il Consiglio federale non ha messo alcun ultimatum al Cantone

Norman Gobbi, Consigliere di Stato, ieri è stato a Berna ad un incontro con i Cantoni insieme al Consiglio federale. A tal proposito è intervenuto al TgSpeciale in onda su Teleticino ed ha risposto ad alcune domande.
Quali impressioni ha di questo incontro?
“Da un lato c’è la disponibilità al dialogo, di coordinare e di collaborare ma c’è una differente percezione della tematica che è molto marcata tra i cantoni svizzeri tedeschi e il Ticino con Ginevra e Vaud”.

Berna ha bacchettato il Ticino, le aziende rischiano di non essere sostenute dalla Confederazione?
“L’obiettivo non è quello di mettere in difficoltà le aziende ma è quello di far sì che le misure adottate nel Ticino possano anche essere di incoraggiamento per la stessa Confederazione e gli altri Cantoni.
Per questo l’ordinanza deve essere rivista per rendere una flessibilità regionale, quello che chiediamo è una regionalizzazione delle misure”.

Quindi vietare agli over65 di andare a fare la spesa? Non è multabile un anziano nei supermercati a quell’ora?
“L’obiettivo non è multare ma far capire che oggi tutti i comuni del Canton Ticino assicurano consegna a domicilio della spesa”.
“L’obiettivo è far capire di tutelarli da un virus che soprattutto va a colpire quella fascia della popolazione, ci sono altre soluzioni che richiedono uno sforzo a tutti gli anziani che devono fare a meno della loro autonomia”

“La percezione è che dove non arriverà il buon senso di Berna arriverà il virus…”
“L’obiettivo è di garantire a tutti cure adeguate ed è per questo che si chiedono questi sforzi. L’obiettivo del Canton Ticino è di poter gestire sempre la situazione nell’interesse della comunità ed è per questo che al di là delle misure restrittive sta mettendo in campo misure a favore dell’economia”.

La confederazione vi ha messo un ultimatum?
“Nessun ultimatum, abbiamo ricevuto un parere giuridico”.
Coronavirus: alcune precisazioni del Consiglio di Stato

Coronavirus: alcune precisazioni del Consiglio di Stato

Comunicato stampa

Alla luce delle dichiarazioni rilasciate in data odierna dal direttore dell’Ufficio federale di giustizia Martin Dumermuth, il Consiglio di Stato tiene a ribadire quanto già dichiarato dal suo Presidente ieri: il Consiglio di Stato è fiducioso che il Consiglio federale possa comprendere le decisioni prese dal Cantone Ticino.
Decisioni che rimangono in vigore e che tengono conto delle particolarità riguardanti il nostro territorio, confrontato con uno scenario ben diverso rispetto ad altre realtà cantonali.
Eventuali ulteriori informazioni in merito saranno rilasciate durante l’infopoint di domani.

Tessin schliesst Baustellen und Industriebetriebe

Tessin schliesst Baustellen und Industriebetriebe

Da www.blick.ch

Shutdown in der Südschweiz
Das Tessin, im Würgegriff des Coronavirus, macht ernst: Der Staatsrat hat beschlossen, ab Montag alle Baustellen und Produktionsstätten zu schliessen.

Das Tessin wartet nicht auf den Bund. «Wir sind zwei Wochen weiter als der Rest der Schweiz», sagt Regierungsrat Norman Gobbi (42, Lega). Daher hat die Tessiner Kantonsregierung am Freitag verfügt: Baustellen und Industrieunternehmen müssen ihren Betrieb einstellen, wenn sie die Hygienemassnahmen und die Abstandsregeln für die Corona-Krise nicht einhalten. «Das können nur wenige», so Gobbi. Nur wer systemrelevant sei, wie die Lebensmittelversorgung und Pharmaunternehmen, dürfe den Betrieb weiterführen.
BLICK liegt der entsprechende Beschluss des Tessiner Staatsrats vor, unterschrieben von Regierungspräsident Christian Vitta (47, FDP). Mit diesem wird die Schliessung praktisch aller privaten Handels- und Produktionsaktivitäten besiegelt. Zunächst für eine Woche von Montag, 23., bis Freitag, 29. März.

Im Tessin drohen Strafverfahren
Baustellen und Produktionsbetriebe müssen beweisen, dass sie Abstands- und Hygienemassnahmen strikt einhalten. Nur dann bleiben sie offen. Selbst Pannen und Ausfälle dürfen nur durch eine Notfalltruppe behoben werden. Der Staatsrat ist strikt: Industrieunternehmen, die nicht sofort abstellen können, dürfen lediglich noch die «notwendigen Arbeiten zur Stilllegung der Produktionslinien» durchführen.
“Chiedo a tutti  la massima responsabilità”

“Chiedo a tutti la massima responsabilità”

È il momento della massima responsabilità individuale e collettiva”: con queste parole il Consigliere di Stato Norman Gobbi rivolge un ulteriore appello a tutte le cittadine e a tutti i cittadini ticinesi. 
“Ogni componente della nostra società deve dare il proprio contributo in questa emergenza sanitaria legata alla propagazione in Ticino del virus Covid-19. Da oggi e per ora sino al 29 marzo le persone con più di 65 anni non possono più uscire di casa nemmeno per fare la spesa, così come le persone di ogni età che appartengono alle categorie a rischio. Una decisione adottata proprio ieri dal Governo, che ha pure decretato, per ora sempre sino al 29 marzo, la chiusura di ogni attività commerciale, industriale e dei cantieri nel nostro Cantone, tranne quelle indispensabili per il nostro approvvigionamento alimentare e ovviamente quelle sanitarie. Una stretta assolutamente necessaria. Vi assicuro che tutta l’organizzazione predisposta per affrontare anche questo genere di situazioni sta operando al cento per cento delle possibilità. La macchina funziona, ma è indispensabile che tutti seguano con scrupolo e coscienza le indicazioni che giungono dall’autorità. È un atto di generosità e solidarietà quello a cui tutti noi siamo chiamati. Rimanere a casa è sicuramente difficile, ma è indispensabile. Chi deve uscire per la spesa (gli ultra 65 anni assolutamente no) o per lavoro (coloro che necessariamente devono ancora andare a lavorare) devono rispettare le distanze sociali, devono fare tutto il possibile per evitare i contatti ravvicinati. Le norme di igiene devono essere seguite scrupolosamente”, afferma il Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi, che aggiunge: “L’ultima settimana ha visto anche l’amministrazione cantonale e le amministrazioni comunali definire i compiti essenziali da garantire ai cittadini, tagliando gran parte del lavoro abituale – chiudendo per esempio gli sportelli – con lo scopo di permettere a molti funzionari di lavorare da casa, oppure di rimanere a casa. Il Consiglio di Stato ha pure deciso di annullare le elezioni comunali, convinto che in questo momento e nelle settimane che arriveranno il focus della nostra gente deve essere messo sulla salvaguardia della propria salute e in particolare di quella dei nostri anziani e delle persone che presentano patologie a rischio. L’isolamento che oggi viene imposto ci permette di contenere la crescita dei contagi e l’aumento delle ospedalizzazioni. Dobbiamo fare di tutto affinché il nostro sistema sanitario abbia le capacità di farsi carico dei nostri ammalati, senza andare in crash. Il rischio esiste, ne dobbiamo essere consapevoli. Tocca a ognuno di noi, come dicevo all’inizio, fare la sua parte. Solo così potremo uscire da questa emergenza con il minor danno possibile, in particolare cercando di limitare il numero dei decessi, destinato ad aumentare nei prossimi giorni, ma che vogliamo, con il nostro comportamento, cercare a tutti i costi di frenare”, conclude Norman Gobbi.

Se vuoi uscire ancora, devi stare a casa ora

Se vuoi uscire ancora, devi stare a casa ora

Se hai ricevuto questo volantino devi andare a casa. Cosa non ti è chiaro?

Cos’è il nuovo coronavirus?
È un virus che attacca il sistema respiratorio. Non esiste ancora un vaccino.

Come si trasmette?
Attraverso le goccioline che vengono emesse parlando, tossendo o starnutendo, che entrano in contatto con le mucose (occhi, naso o bocca) di un’altra persona. Il virus può vivere per alcune ore sulle superfici (cellulare, maniglie, touch-screen, mani, …), quindi può esserci anche una trasmissione indiretta. Per questo motivo la raccomandazione è di lavarsi spesso le mani.

Chi trasmette il virus?
Tutti possiamo trasmettere il nuovo coronavirus: infatti, vi sono casi di persone infette ma che non lo sapevano (senza sintomi). Potresti essere tu.

Cosa devi fare?
È facile: stai a casa il più possibile, mantieni le distanze, lavati le mani frequentemente, tossisci o starnutisci nel gomito.

Cosa potrebbe succedere (a breve) se non lo fai?
Il sistema sanitario potrebbe collassare: se gli ospedali sono pieni… dove andrai a farti curare se ne avrai bisogno?