«Verhandlungen mit Rom sind überflüssig»

«Verhandlungen mit Rom sind überflüssig»

Da NZZ.CH l Tessiner Regierungspräsident Gobbi. Gewähre Italien den Schweizer Finanzdienstleistern nicht den vollen Marktzutritt, seien die Verhandlungen mit Rom abzubrechen, sagt Lega-Staatsrat Norman Gobbi.

Interview: Peter Jankovsky, Simon Gemperli

Herr Gobbi, als Regierungspräsident scheinen Sie so richtig aufzublühen.

Ich geniesse mein Amt als Staatsrat. Jeder Tag bringt gerade im Tessin neue Herausforderungen, das ist einfach spannend. Und ich habe das Glück, zu Beginn einer neuen Legislaturperiode Regierungspräsident zu sein: Das Setzen von Zielen motiviert mich total.

Welche Ziele haben Sie schon erreicht?

Die grenzüberschreitende Kriminalität ist im Tessin nachweislich zurückgegangen. Die Polizei ist präsenter und sichtbarer. Die Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden funktioniert in diesem Bereich sehr gut. Dasselbe gilt für die Kooperation zwischen Grenzwachtkorps und Polizei, nicht nur bei der grenzüberschreitenden Kriminalität, sondern auch beim Menschenschmuggel insbesondere.

Aber die Grenze zu Italien ist offen, auch für Kriminelle.

Das stimmt so nicht. Da wir nicht in der Zollunion der EU sind, gibt es weiterhin Kontrollen. Eine Motion von Nationalrätin Roberta Pantani, vom Bundesrat angenommen, will zudem bewirken, dass in Zukunft viele sekundäre Grenzübergänge in der Nacht geschlossen werden. Auf diese Weise könnten wir die Ressourcen effizienter auf den Hauptachsen einsetzen.

Zurzeit richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Flüchtlinge auf der Balkanroute. Die Südgrenze geriet aus den Schlagzeilen. Herrscht Ruhe vor dem Sturm?

Zurzeit gehen die meisten Flüchtlinge nach Österreich. Nach dem Wahlsieg der FPÖ in Oberösterreich ist es denkbar, dass auch Wien die Grenze schliesst. Die Flüchtlinge würden dann einen anderen Weg finden: über Triest nach Mailand und dann in die Schweiz. In diesen Tagen hat sich die Zahl der Migranten in Mailand erhöht.

Was bedeutet das für das Tessin?

Wien hat 2 Millionen Einwohner und ist mit der Ankunft von 30 000 Flüchtlingen pro Tag überfordert. Zum Vergleich: Chiasso hat 8000 Einwohner. Wenn 1000 Asylbewerber pro Tag eintreffen, müssen sie irgendwo übernachten, bis die erste Befragung stattfindet und sie auf andere Asylzentren verteilt werden können. Im Verfahrenszentrum in Chiasso hat es nur Platz für 300 Personen. Wir müssen Zivilschutzanlagen öffnen, notfalls auch Turnhallen.

Sind Sie für eine Kündigung des Schengen-Abkommens?

Ein Austritt aus Schengen-Dublin ist für mich eine Option. Man könnte sich davon auch eine Initialzündung für die Reformierung des Systems versprechen.

Was ist für das Tessin die grössere Herausforderung: die Flüchtlinge oder die Personenfreizügigkeit?

Die Personenfreizügigkeit. Hier haben die kantonalen Behörden kaum Spielraum, um an der Schraube zu drehen. Aber wir nützen jede Gelegenheit aus.

Sie sprechen von Ihrer Verfügung, dass Grenzgänger und B-Aufenthalter einen Strafregisterauszug vorweisen müssen, wenn sie eine Bewilligung beantragen?

Ja, zum Beispiel. Aber das ist keine Gobbi-Regelung. Der Grosse Rat hat auch diese Massnahme ausdrücklich unterstützt.

Wenn Sie von italienischen Grenzgängern einen Strafregisterauszug verlangen, ist das dasselbe, wie wenn die Zürcher Behörden von deutschen Grenzgängern einen Aids-Test verlangten. Einverstanden?

Nein. Wir haben konkrete Hinweise auf ausländische Personen mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Wir wollen wissen, wer im Tessin arbeitet und wohnt. Das ist keine diskriminierende Massnahme.

Die Kriminalität ist aber bereits vor dieser Massnahme gesunken. Das zeigt doch, dass es sich vor allem um eine Schikane gegenüber den Grenzgängern handelt.

Dieser Schluss ist falsch. Erstens taucht die organisierte Kriminalität selten in der normalen Kriminalitätsstatistik auf. Und zweitens sind in unserem Kanton Grenzgänger sowie Italiener mit B-Bewilligungen öfter für Raubüberfälle und ähnliche Straftaten verantwortlich. Die Zahl der Grenzgänger – heute sind es mehr als 60 000 – geht im Übrigen nur bei einer konsequenten Anwendung der Zuwanderungsinitiative zurück.

In Liechtenstein sind 50 Prozent der Arbeitstätigen Grenzgänger. Die Einstellung der Bevölkerung ihnen gegenüber ist viel positiver als im Tessin.

Wenn die Grenzgänger Arbeiten übernehmen, welche die Einheimischen nicht wollen, gibt es keine Probleme. Das ist heute bei uns anders. Die Grenzgänger arbeiten immer mehr auch im Dienstleistungssektor.

Wie kann man die Situation verbessern?

Der Tessiner Staatsrat hat einen konkreten Vorschlag gemacht: die Einführung einer Arbeitsmarkt-Schutzklausel, dank der unter präzisen, messbaren Umständen in bestimmten Sektoren und regional begrenzt inländische Arbeitskräfte bevorzugt werden können. Er hat Professor Ambühl von der ETH Zürich das Mandat erteilt, konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung einer solchen Schutzklausel auszuarbeiten. Wichtig ist zudem das soziale Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen.

Sie spielen auf die Aufkleber an, mit denen die Unternehmen deklarieren, wie viele beziehungsweise wie wenige Grenzgänger bei ihnen arbeiten?

Zum Beispiel. Der Regierungsrat und der Grosse Rat haben dieses Labelling ausdrücklich unterstützt. Die Unternehmen realisieren übrigens, dass die Wertschöpfung im Tessin nicht durch billige Arbeit zustande kommt.

Mit solchen Massnahmen hindere der Kanton Tessin die Schweiz daran, mit Italien ins Reine zu kommen, heisst es in Bern. Können Sie diese Kritik nachvollziehen?

Das kann ich. Aber das Problem ist, dass der Bundesrat alle guten Karten gespielt hat. Nun hat die schweizerische Delegation nichts mehr in der Hand.

Und was soll der Bundesrat jetzt tun?

Für unsere Finanzdienstleister wäre der volle Zugang zum italienischen Markt wertvoll. Aber das ist in den bilateralen Gesprächen mit Rom gar nicht vorgesehen. Ohne diesen Marktzugang sind diese Verhandlungen überflüssig, zumal das Grenzgängerabkommen nicht dem entspricht, was die Tessiner Regierung erwartet hat.

Ist der Abschluss eines Marktzutritts-Abkommens denn realistisch?

Nein, bilateral nicht. Italiens Finanzplatz verträgt keine direkte Konkurrenz aus der Schweiz. Wenn es eine Lösung gibt, dann über den Umweg eines Finanzdienstleistungsabkommens mit der EU.

Das heisst, der Bund soll die bilateralen Verhandlungen mit Italien im Fiskal- und Steuerbereich auf Eis legen?

Ja. Wir haben alle Anforderungen erfüllt, damit die Schweizer Firmen von den schwarzen Listen genommen werden. Wir haben die OECD-Standards erfüllt und das Bankgeheimnis gegenüber dem Ausland aufgehoben. Mehr Vorleistungen machen wir nicht.

Dank der Neat rückt das Tessin näher an die Deutschschweiz. Welche Vorteile sehen Sie für Ihren Kanton?

Das Tessin hofft, dass dadurch die Wirtschaft gestärkt wird und Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Reisezeit von Bellinzona nach Zürich wird sich so deutlich verkürzen, dass auch viele Tages-Arbeitspendler denkbar sind. Anderseits könnten die italienischen Grenzgänger bis Zürich vordringen. Wenigstens würde man dann unsere Probleme mit ihnen besser verstehen.

Es könnte eine Sogwirkung entstehen.

Wenn sehr viele Tessiner als Arbeitspendler im Norden tätig wären, schliesse ich ein Nachrücken von noch mehr Grenzgängern nicht aus.

Bewirkt die Neat eine politische und gesellschaftliche Annäherung des Tessins an die Deutschschweiz?

Das ist keine Frage: Die Schweiz verdankt ihre Existenz der Gotthardachse. Eine Stärkung des Gotthards stärkt die Schweiz und deren inneren Zusammenhang. Als Leventiner und Drei-Achtel-Berner richtete ich den Blick stets auch nach Norden. Anderseits ging schon beim Bau der Gotthardbahn die Angst um, das Tessin würde germanisiert. Heute besteht eher die Befürchtung, die Tessiner Löhne würden wegen der vielen Grenzgänger «lombardisiert». Da ziehe ich den Druck aus dem Norden vor.

Sie sehen also die Annäherung eher als eine, die aus der Not geboren wurde.

Die Neat wird eine klare Folge haben: Wollen junge Tessiner ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt packen, müssen sie Deutsch können. Dann sind sie im Vorteil gegenüber den Grenzgängern.

Ihr Kanton ist eine Schnittstelle zwischen zwei Kultur- und Wirtschaftsräumen. Die Tessiner sollten also Brückenbauer sein.

Das historische Bewusstsein der Tessiner ist folgendes: Wir sind ein Stück Schweiz in der Lombardei mit all seinen Vor- und Nachteilen als Schnittstelle. Bern sollte uns bei seinen Verhandlungen mit Rom einbeziehen – wenn jemand die Italiener versteht und durchschaut, dann wir Tessiner.

Die Lega und ihr Staatsmann
Der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi (38) stammt aus einer freisinnigen Leventiner Familie. Aber bereits mit 15 Jahren orientierte er sich an der Lega dei Ticinesi. Ab 1999 sass er für die Rechtspopulisten im Kantonsparlament und ab 2010 vorübergehend im Nationalrat, bevor er 2011 zum Staatsrat gewählt wurde. Er steht dem kantonalen Justiz- und Polizeidepartement vor. Gobbi ist ein guter Kommunikator: Er hat dieses Handwerk an Luganos Universität gelernt und als PR-Berater perfektioniert. Im
Sommer hatte Gobbi angesichts der anhaltenden Flüchtlingswelle systematische Kontrollen an der Südgrenze verlangt. Überdies will Gobbi den Kriminalitäts-Tourismus aus Italien, vor allem im Hinblick auf das organisierte Verbrechen, weiter eindämmen. So verlangt er seit April von Ausländern, die eine Aufenthaltsbewilligung B oder G im Tessin beantragen, einen Auszug aus dem Strafregister. Diese Massnahme beurteilt der Bund als illegal, jedoch sind ihm aufgrund der kantonalen Kompetenz-Hoheit die Hände gebunden. Norman Gobbi stärkt den pragmatischen Flügel der Lega. Er gebärdet sich als veritabler Staatsmann, der darum bemüht ist, mit seiner Arbeit konkrete Resultate zu erzielen – ohne aber massiv von der Parteidoktrin abweichen zu müssen. Letztere propagierte bisher der rebellisch-polemische Flügel der Lega mit viel Getöse und eher wenig Taten. Seit 2011 sind zwei von fünf Tessiner Staatsräten Legisten. Zudem stellen die Rechtspopulisten in Lugano, der wirtschaftlich wichtigsten Tessiner Stadt, drei der sieben Stadtoberen. Wird da der aufmüpfige Lega-Flügel nicht zum Hemmnis? Man könne sehr gut mit beiden Fraktionen weitermachen, befindet Gobbi. Es gebe regelmässig Dispute, aber am Ende gehe auch der Protest-Flügel pragmatische Kompromisse ein. Wenn man mehr Regierungsverantwortung habe, müsse man handeln können.

http://www.nzz.ch/schweiz/verhandlungen-mit-rom-sind-ueberfluessig-1.18622353

Ecco il preventivo 2016: disavanzo di 87,9 milioni

Ecco il preventivo 2016: disavanzo di 87,9 milioni

Da Tio.ch l Rispettato il limite finanziario imposto, l’equilibrio dei conti è pianificato per la fine della legislatura (Articolo di D.M., Foto Ti-Press)

Il preventivo 2016 è pubblico. Il Consiglio di Stato lo ha presentato oggi a Palazzo delle Orsoline: il disavanzo d’esercizio è pari a 87.9 milioni di franchi e, grazie alle misure decise dal Governo negli ambiti di sua competenza e a quelle sottoposte per approvazione al Parlamento, rispetta il limite finanziario imposto dal freno al disavanzo. Limite che nel 2016, per la prima volta, si riduce a 97.2 milioni di franchi per effetto della quota d’ammortamento del conto di compensazione, stimata in 30.1 milioni di franchi.

Di rilievo è anche l’evoluzione del conto di compensazione che stima per il 2016 un disavanzo cumulato di 208.1 milioni di franchi a fronte di una soglia massima stabilita in 286.3 milioni di franchi.

Dovessero realizzarsi le previsioni di perdita il capitale proprio negativo si assesterebbe a circa mezzo miliardo di franchi, dato definito allarmante e preoccupante. Proprio questo meccanismo evidenzia già a preventivo 2016 che i margini residui sono molto esigui e che un importante miglioramento del risultato d’esercizio si impone nel breve termine.

Il Consiglio di Stato si dice “ben cosciente” della difficile situazione finanziaria nella quale il Cantone si trova, e afferma di essersi posto l’obiettivo di “ridurre il disavanzo di preventivo 2016 almeno a 90 milioni di franchi”. È stata pure condivisa e confermata l’urgenza di riuscire a portare i conti nuovamente in equilibrio entro la fine di questa legislatura.

Le misure per far ciò riguardano praticamente tutte le voci di spesa e di ricavo e hanno permesso di ridurre il disavanzo iniziale stimato in 251.9 milioni di franchi di ben 164 milioni di franchi, attraverso delle revisioni di tendenza, delle misure strutturali ma anche puntuali per il 2016.

Per poter dare seguito al secondo obiettivo di riequilibrio finanziario entro la fine della presente legislatura, già a partire da inizio ottobre, si avvieranno i lavori di analisi e valutazione di un pacchetto di misure strutturali il cui impatto finanziario sarà già integrato nei conti del nuovo piano finanziario di legislatura 2016 – 2019, che il Consiglio di Stato si impegna a presentare entro fine aprile 2016.

Il Consiglio di Stato, convinto che le scelte e le misure proposte siano “necessarie, sopportabili e sostenibili poiché non modificano nella sostanza le singole politiche settoriali”, passa la palla ora al Parlamento.

Incontro con gli istruttori militari ticinesi

Incontro con gli istruttori militari ticinesi

Venerdì 25 settembre 2015 si è tenuto, nell’Aula del Gran Consiglio a Bellinzona, l’annuale incontro tra il Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi e gli istruttori militari professionisti ticinesi o attivi in Ticino. L’appuntamento, suddiviso in una parte istituzionale e un momento conviviale, è stato organizzato nell’ottica di favorire il dialogo tra le Autorità cantonali, le Autorità militari e chi opera da professionista nel settore della formazione nell’Esercito svizzero.

Nel suo intervento, il Consigliere di Stato Norman Gobbi ha fatto il punto della situazione sugli attuali progetti militari nel nostro Cantone, fornendo un resoconto dell’incontro avuto con il Capo dell’Esercito il 21 settembre scorso. Ha inoltre ribadito l’importanza di promuovere e garantire l’italianità all’interno dell’Esercito, mantenendo almeno tre corpi di truppa ticinesi nelle principali missioni delle forze armate (aiuto in caso di catastrofe, supporto alle autorità civili in compiti di sicurezza e difesa).

All’evento è poi intervenuto il brigadiere Jean-Philippe Gaudin, Capo del Servizio informazioni militare, il quale ha illustrato il quadro dell’attuale situazione mondiale relativa ai conflitti, alle minacce tecnologiche e naturali, e ai conseguenti flussi migratori. Un momento privilegiato di informazione globale.

Regio Insubrica, aut aut di Gobbi

Regio Insubrica, aut aut di Gobbi

Dal Corriere del Ticino l Norman Gobbi striglia Province e Regioni: «Se non pagate le quote sociali entro fine 2015 ci autosospendiamo» Tra contributi annuali mancanti e arretrati, durante l’assemblea generale sono emersi scoperti per 205.000 euro.

Pronti a sbattere la porta se i partner italiani non salderanno i debiti. Un ultimatum. È quello lanciato dal presidente del Governo Norman Gobbi alle Province della Regio Insubrica. «Se non saranno pagate le quote sociali entro fine anno, il Cantone si autosospenderà». L’aut aut è giunto in occasione dell’assemblea generale, durante la quale è stato annunciato che, tra quote e arretrati, mancano all’appello oltre 200.000 euro. In base ai nuovi statuti della Regio, in fase di concretizzazione, saranno le Regioni Lombardia e Piemonte a farsi carico degli scoperti annuali.

E ora il Ticino alza la voce. Il pagamento delle quote sociali 2015 in seno alla Regio Insubrica, tutt’ora non avvenuto da parte italiana, ha spinto il presidente del Governo Norman Gobbi a lanciare un ultimatum ai membri del Comitato direttivo inadempienti, ossia le cinque province lombarde e piemontesi coinvolte o, in loro sostituzione, le Regioni. «Se non arrivano i soldi entro fine anno ci autosospendiamo» ha dichiarato senza mezzi termini, a nome del Consiglio di Stato, al termine dell’assemblea generale della Comunità di lavoro transfrontaliera. In dettaglio, mancano ancora all’appello 150.000 euro, di cui 90.000 a carico delle province di Como, Lecco e Varese, e 60.000 dovuti da quelle di Novara e di Verbano-Cusio-Ossola.
Non bastasse. All’ordine del giorno a Mezzana v’era altresì l’approvazione del Consuntivo 2014; procedura dalla quale sono emersi ulteriori arretrati per circa 55.000 euro: sono in effetti scoperti 30.000 euro di quota sociale per l’anno in oggetto della provincia di Verbano-Cusio-Ossola, debitrice con Novara per ulteriori 25.000 euro relativi a uno studio realizzato nel 2012. Cifre che hanno spinto Gobbi a interrogare i presenti: «Qualche domanda sulla lealtà di alcune province sorge spontanea» ha rilevato, per poi parlare di «preoccupazione in presenza del mancato ossequio di doveri statutari: un atteggiamento che fa male a questa comunità di lavoro».

Un nuovo statuto
A determinare la situazione d’impasse, v’è il riassetto istituzionale che in Italia ha fatto seguito all’entrata in vigore della Legge Delrio, con le Province private di molte risorse finanziare e costrette a riorganizzare le proprie competenze. A tal proposito il segretario della Regio Insubrica Giampiero Gianella ha fatto il punto sulla bozza di nuovo statuto organizzativo-istituzionale della comunità di lavoro. Questa, dopo le promesse e le richieste dei rispettivi governatori Roberto Maroni e Sergio Chiamparino, farebbe della Lombardia e del Piemonte dei membri di diritto con potere deliberativo. Con le quote annuali delle Province naturalmente prese a carico dalle Regioni, oggi aventi solo il ruolo d’osservatore. «La modifica statutaria con l’entrata delle due Regioni – ha spiegato Gianella – potrà riassumersi a livello di delibera di Giunta (il Governo regionale, ndr) e non a Roma: questo facilita di molto il processo di ratifica e dall’altro la garanzia che le quote siano agevolmente versabili».

«È l’abc delle associazioni»
Detto questo, dopo l’intervento sui conti 2014 Gobbi non le ha mandate a dire neppure sulla riorganizzazione statutaria e sui relativi tempi di realizzazione. E addirittura non è mancato uno scambio di pareri piuttosto acceso con il rappresentante di un Comune di confine, in merito a un progetto di Park&Ride promesso ma non ancora realizzato. «Tra due settimane apriremo questi posteggi: seppur con fatica, qualche risultato lo portiamo anche con i Comuni» ha interrotto e ricordato a Gobbi il diretto interessato. Pronta la replica del presidente del Governo: «Non stavo criticando, ma parlando di competenze che devono essere date a chi ha anche i soldi per pagare le quote. E qui non mi sembra che ci siano, se proprio vogliamo parlare dell’abc di un’associazione». Gobbi non si è poi risparmiato sulle discussioni in corso in seno alla Regio: «Così non si può andare avanti. Quest’incertezza non è di oggi o di ieri, ma è di avantieri: i primi decreti Delrio datano infatti del 2012. E, volenti o nolenti, in questi tre anni l’attività della Regio ne ha risentito. Ora l’intenzione del Consiglio di Stato è quella di fare un passo in avanti, e con il coinvolgimento delle Regioni lo si potrà fare in maniera più chiara e costruttiva dal momento che, per una questione di competenze e di risorse impiegabili sul territorio, il Cantone deve spesso confrontarsi con un assessore regionale e raramente con uno provinciale». In prospettiva il Governo mira quindi a un dialogo su due piani: «Con le Regioni vogliamo avere un tavolo di discussione strategico dove prendere degli accordi e sviluppare ambiti sensibili con un esito “win-win”. La loro implementazione sarà invece demandata ai tavoli tecnici e operativi composti dalle Province, dai Comuni e dal Cantone, più sensibili alle questioni di frontiera e quindi garanti di conoscenze e capacità operative indispensabili».

Le firme sulla nuova dichiarazione d’intesa, stando a quanto indicatoci da Gianella, dovrebbero in tal senso essere apposte nell’ambito di un’assemblea straordinaria auspicata per novembre. E questo alla luce del consenso di massima delle Province, dettesi concordi con la bozza di nuovo statuto che contemplerebbe la loro presenza nel Comitato direttivo. Come evidenziato dalla presidente della Regio Insubrica Rita Maria Livio, «è necessario che le Province mantengano la propria capacità operativa e delle importanti competenze a livello di gestione territoriale». Sul mancato versamento delle quote annuali, Livio – presidente della Provincia di Como – ha invece precisato che «tali difficoltà prescindono dalla nostra volontà». Per poi aggiungere: «Ad ogni modo non si può mettere a rischio la Regio per mere questioni finanziarie».

26.09.2015, MASSIMO SOLARI

Conferenza consultiva sulla sicurezza: nono incontro

Conferenza consultiva sulla sicurezza: nono incontro

Si è riunita questo pomeriggio a Bellinzona, per la prima volta dall’entrata a regime della Legge sulla collaborazione tra la Polizia cantonale e le Polizie comunali il 1 settembre u.s., la Conferenza cantonale consultiva sulla sicurezza presieduta dal Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi.

Durante l’incontro si è voluto fare il punto della situazione sull’introduzione delle convenzioni di collaborazione tra la Polizia cantonale e le Polizie comunali negli 8 poli regionali. Allo stato attuale, 71 Comuni hanno visto ratificata dal Consiglio di Stato la propria convenzione e 29 hanno presentato istanza alla Sezione degli enti locali e attendono la ratifica. I restanti Comuni stanno portando a termine la procedura. Resta da definire la situazione dei 5 Comuni della Valle Verzasca, dopo la sentenza del Tribunale federale che ha accolto il ricorso contro l’aggregazione presentato da Lavertezzo. Dal canto suo, il Municipio di Biasca ha licenziato il messaggio municipale relativo alla Convenzione con il Cantone concernente le modalità di collaborazione e di conduzione del Posto di polizia misto ed è in trattative con il Comune di Faido per il servizio garantito del Corpo intercomunale misto.

Il comandante della Polizia cantonale Matteo Cocchi ha inoltre presentato lo stato della Scuola cantonale di polizia, iniziata il 1. marzo 2015 per 46 aspiranti che giureranno fedeltà alla Costituzione e alle Leggi il 27 febbraio 2016. Il 1. marzo 2016 avrà inizio un nuovo corso per 40 aspiranti: 25 in forza alla Polizia cantonale e 15 a disposizione delle Polizie comunali. Anche la funzione degli Ausiliari di polizia ha meritato una particolare attenzione all’interno della conferenza odierna; sono stati infatti chiaramente definiti i loro compiti così come l’obbligo della loro subordinazione ad un Corpo di polizia strutturato e, soprattutto, l’aver frequentato con successo l’apposito corso di formazione. ll Primotenente Marco Zambetti ha infine presentato la nuova organizzazione delle deleghe relative alla Legge federale sugli stupefacenti e i vari livelli operativi, che a seguito dell’entrata in vigore della Legge sulla collaborazione tra la Polizia cantonale e le Polizie comunali hanno subito alcuni cambiamenti.

La conferenza consultiva sulla sicurezza tornerà a riunirsi venerdì 11 dicembre 2015.

Führt die Balkan-Route bald ins Tessin?

Führt die Balkan-Route bald ins Tessin?

Da NZZ.CH l Flüchtlingskrise: Kosten des Asylwesens, Notfallplanung, Privatunterbringung, Adria-Route: Fakten und Mutmassungen zu den Auswirkungen der Asylkrise auf die Schweiz.

Bewirken die unterschiedlichen Sozialleistungen, dass viel weniger Asylsuchende zu uns kommen als nach Deutschland oder Schweden?

Die Sozialhilfeleistungen erklären die Flüchtlingsströme nicht. Ein Asylbewerber erhält in Deutschland ähnlich viel wie ein Hartz-IV-Bezüger, also mehrere Hundert Franken weniger als in der Schweiz. Hier erhalten Asylsuchende je nach Kanton knapp 1000 Franken.

Woran liegt es dann, dass vergleichsweise wenige Flüchtlinge von der Balkan-Route zu uns kommen?

Flüchtlinge zieht es zu ihren Landsleuten. In der Schweiz lebten per Ende 2014 nur 6500 Syrer. Die eritreische Diaspora ist fast fünfmal grösser. Ebenso wichtig ist aber der grosszügigere asylrechtliche Status, den Deutschland und vor allem Schweden den Syrern gewährt. Stockholm hat bereits vor zwei Jahren beschlossen, den syrischen Flüchtlingen eine Daueraufenthaltsbewilligung auszustellen. In Deutschland müssen Syrer auch kein Asylverfahren durchlaufen. Anders als Asylbewerber dürfen sie von Beginn weg arbeiten. In der Schweiz dürfen Asylbewerber erst nach drei Monaten eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Vergleichsweise unattraktiv ist die Schweiz auch, weil sie Dublin-Fälle konsequent bearbeitet und die Gesuchsteller wenn möglich ins Erstasylland zurückführt.

Ist es denkbar, dass plötzlich so viele Asylbewerber in Buchs ankommen wie in den letzten Wochen in München?

Der Zustrom wäre limitiert, weil einerseits die Zugverbindung durch den Arlberg viel weniger Kapazitäten hat als jene von Österreich nach München. Dasselbe gilt für den Weg auf der Strasse?

Was kostet das Asylwesen?

Es gibt keine offizielle Kostenschätzung. Der Bundesrat hat gegenüber dem Parlament mehrmals festgehalten, er könne die Aufwendungen der Kantone nicht beziffern. Die Ausgaben des Bundes schätzte er im Jahr 2011 auf rund 850 Millionen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Asylreform publizierte das Staatssekretariat für Migration aber auch Zahlen zu den kantonalen und kommunalen Ausgaben. Total belaufen sich diese unter der Annahme von 24’000 Asylgesuchen auf 1,6 Milliarden Franken. Mit der Neustrukturierung des Asylwesens sinkt der Betrag auf 1,3 Milliarden Franken. Es gibt auch andere Schätzungen.

Die SVP schätzt die Gesamtkosten auf 6 Milliarden Franken, die «Schweizerzeit» auf 7,1 Milliarden. Wie erklären sich die Unterschiede?

Die SVP hat die Kosten von Bund und Kantonen auf 3 Milliarden Franken aufgerundet und dazu die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit im von 3,24 Milliarden Franken hinzugerechnet. Die «Schweizerzeit» rechnet anders: Sie geht von 89’000 Personen «unter Asylrecht» aus und multipliziert diese Zahl mit 80’000 Franken, welche diese Personen den Staat pro Jahr kosten sollen. Wie der Betrag von 80’000 Franken zustande kommt, wird nicht erläutert. Knapp 70’000 der 89’000 Personen sind anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene.

Erhalten Asylbewerber mehr staatliche Unterstützung als Rentner?

Der grösste Teil der Leistungen für Asylsuchende sind Naturalien, in einigen Kantonen erhalten sie gar keine Barbeträge. In der Stadt Zürich sind die Leistungen sind rund 30 Prozent tiefer angesetzt als die empfohlenen Beträge der Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Im Durchschnitt wendete der Staat 1100 Franken pro Person im Asylverfahren auf. Eine AHV-Minimalrente beträgt zurzeit 1’175 Franken. Wer keine grösseren Ersparnisse oder Einkünfte hat, erhält aber – anders als Asylbewerber – Ergänzungsleistungen. Diese sollen zusammen mit einer allfällige Rente den allgemeinen Lebensbedarf von jährlich 19’290 Franken oder monatlich 1607 Franken decken.

Ist die Schweiz auf einen massiven Zustrom von Flüchtlingen wie in Deutschland vorbereitet?

Das Notfallkonzept des Bundesrats sieht in diesem Fall die Einberufung eines Sonderstabs Asyl vor. Eine definierte Schwelle gibt es nicht. Der Präsident der kantonalen Sozialdirektoren, Peter Gomm, hält 50’000 Flüchtlinge pro Jahr mit den normalen Strukturen für bewältigbar. In den Krisenmodus schalten müssten die Behörden aber auch, wenn innerhalb weniger Tage oder Wochen eine unerwartet hohe Zahl von Flüchtlingen ankäme.

Führt die Schweiz wieder systematische Grenzkontrollen ein?

Der Bundesrat hält sich ans Schengen-Recht, wonach systematische Kontrollen mit all ihren wirtschaftlich negativen Auswirkungen erst bei einer Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit temporär möglich sind. Das Grenzwachtkorps wurde aber verstärkt. Nach Aussagen von Bundesrat Ueli Maurer kann die Armee dem Grenzwachtkorps innert drei Tagen 800 Soldaten zur Verfügung stellen.

Wo würde eine grosse Anzahl von Flüchtlingen untergebracht?

Nach Angaben des Verteidigungsministers verfügt die Schweiz über 150’000 Plätze in Zivilschutzanlagen. Unterirdische Anlagen sind allerdings umstritten, vor allem bei mehrmonatigen Aufenthalten. Ueli Maurer sprach sich gegen eine Unterbringung in Kasernen aus, weil die den Ausbildungsbetrieb der Armee einschränkt.

Sollen Privatpersonen Flüchtlinge aufnehmen?

Privatunterbringungen sind bisher eher selten. Die meisten dieser Personen wohnen bei Landsleuten. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) vermittelt Gastfamilien. Ziel ist – zumindest im Moment – weniger die Entlastung der staatlichen Strukturen als eine raschere Integration. Privatunterbringungen sollten aber mit viel Realismus und für eine längere Zeit geplant werden. Das Zusammenleben einer traumatisierte Familie aus einem anderen Kulturkreis mit einer «normalen» Schweizer Familie ist nicht immer einfach, sagt SFH-Sprecher Stefan Frey. Wer Zweifel hat, ob er einen Flüchtling aufnehmen soll, kann den «Flüchtlinge privat aufnehmen»-Knigge der «TAZ» studieren.

Auf dem Balkan und in Südosteuropa werden Zäune errichtet. Kommen die Flüchtlinge bald über die Adria nach Italien und dann in die Schweiz?

Der Tessiner Sicherheitsdirektor Norman Gobbi hält eine solche Entwicklung für möglich. Die Route ist beschwerlich und auf dem Meer je nach Schiff gefährlich. Solange die Grenzen zwischen Griechenland und Nordeuropa offen sind, werden wenige diesen Weg freiwillig wählen. Anfang der neunziger Jahre setzten mehrere zehntausend Albaner über die Adria nach Apulien über. Vom Westbalkan her wäre die Schweiz auch via Slowenien und Italien zu erreichen. Solange die Flüchtlinge die österreichische Grenze zu Slowenien passieren können, ist das aber ein weiter Umweg.

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/fuehrt-die-balkan-route-ins-tessin-fragen-antworten-asylwesen-fluechtlingskrise-ld.2088

Periti e giuristi a confronto: una formazione a beneficio della collettività

Periti e giuristi a confronto: una formazione a beneficio della collettività

Signore e signori Magistrati, Signore e signori Psichiatri, Signore e signori avvocati, Gentili signore, egregi signori,

vi saluto molto cordialmente a questo primo pomeriggio di approfondimento dedicato ai “Punti di incontro tra perito e giudice”.
Si tratta di un’opportunità straordinaria per le nostre latitudini nel senso che questo delicato tema viene affrontato per la prima volta in modo così approfondito a livello cantonale; sono quindi innanzitutto riconoscente a chi l’ha voluto e a chi l’ha organizzato, prima fra tutti la Procuratrice pubblica Chiara Borelli alla quale va la mia gratitudine. Ringrazio inoltre evidentemente anche le relatrici e i relatori – magistrati, avvocati e psichiatri – che interverranno nel corso dei quattro pomeriggi di formazione.

Al centro degli incontri vi è il ruolo della psichiatria nella giustizia penale. Dopo i noti casi di assassinio avvenuti un paio di anni fa delle due giovani donne – Marie a Payerne e Adeline a Ginevra – c’è chi ha proposto di adottare una legge federale unificata in materia di esecuzione delle pene e di fondere i tre concordati intercantonali esistenti nella materia. La discussione politica è stata accesa, ma alla fine ha prevalso la riflessione secondo la quale già il nostro Codice penale contiene nella sua parte generale elementi importanti del diritto dell’esecuzione delle pene e delle misure. In questo contesto va evidenziato come alcune conquiste del settore siano proprio da ascrivere al sistema federalista che permette ai Cantoni di compiere delle esperienze che poi vengono adottate a livello federale, ad esempio: il braccialetto elettronico – con tutte le difficoltà tecniche che emergono per la sua implementazione – e il lavoro di pubblica utilità. La centralizzazione non significa a priori perfezione!

Le Camere federali hanno pure discusso dell’eventuale creazione di un registro centrale per gli autori di crimini sessuali, ma la soluzione è stata esclusa nel momento in cui si è trattato di stabilire chi avrebbe potuto avere accesso a tale registro. E mi chiedo se, qualora avessimo avuto tale registro, avremmo potuto evitare la morte di Marie e Adeline…

Un altro pensiero che preoccupa il politico è costituito dai costi delle misure che sono estremamente alti. Inevitabile che il cittadino contribuente si chieda se sia lecito investire ancora di più in terapie per autori che sono stati definiti pericolosi e difficilmente recuperabili.

A titolo di esempio posso indicare che un mese di permanenza presso un centro terapeutico cantonale – Villa Argentina – costa circa fr. 11’500.-/mese, al centro bernese St. Johannsen, circa fr. 15’000.-/mese e al nuovo Centro concordatario Curabilis di Ginevra, circa fr. 18’000.-/mese. In questo contesto, rimarco che dal 2012 ad oggi, in meno di quattro anni, il Cantone ha speso oltre 2 milioni di franchi per l’esecuzione di misure penali. E queste cifre, non comprendono i costi delle perizie psichiatriche. Negli ultimi due anni, il solo Ufficio dei Giudici dei provvedimenti coercitivi ha speso quasi 100’000.- per questo genere di perizie. Quanto al Ministero pubblico, nel 2014, su un totale per tutti i tipi di perizie di fr. 1’700’000.- circa, fr. 230’000 erano destinati alle sole perizie psichiatriche. Una tendenza che si sta confermando anche nel 2015.

Le cifre sono di quelle importanti e devono far riflettere. Se pensiamo che in un solo anno vengono allestite in Svizzera attorno alle cinquemila valutazioni peritali di carattere psichiatrico, è inevitabile che si parli sempre più di diversi livelli di qualità delle perizie e della circostanza secondo la quale non ci sono abbastanza periti forensi competenti. In un’ottica di efficienza ed efficacia dell’amministrazione della giustizia, magistrati e autorità competenti devono quindi esigere dai periti un lavoro di qualità, che permetta loro di chiarire per esempio il grado di colpevolezza dell’imputato e la guaribilità o meno dello stesso, come pure di valutare quale rischio intenda assumersi la società di fronte ai casi più complessi, ritenuto come il rischio zero sia difficile da raggiungere.

Tutte queste considerazioni mi portano a concludere per la sicura opportunità di approfondire questi aspetti che toccano la vostra attività quotidiana e mi auguro che ci possano essere delle ricadute positive nel lavoro che svolgete. Si tratta infatti di importanti momenti di formazione continua per tutti gli addetti ai lavori che non possono che trovare il sostegno di chi vi parla e che hanno suscitato grande interesse, come è attestato dalla vostra folta partecipazione.

Rinnovo i ringraziamenti a tutti i rappresentanti delle autorità giudiziarie cantonali e della psichiatria che hanno inteso organizzare questi incontri nell’intento di migliorare la qualità della collaborazione tra due settori, la giustizia penale e la psichiatria, assolutamente sempre più necessaria. Ringrazio infine del prezioso contributo l’Università della Svizzera italiana, che ha reso possibile l’organizzazione di questi quattro pomeriggi.

Saluto pronunciato dal Consigliere di Stato Norman Gobbi in occasione dell’apertura delle quattro conferenze in tema di “Perito e Giudice: punti d’incontro”

Gobbi: “Meno reati in Ticino. Bene ma vogliamo fare di più, a partire dalla sicurezza dei confini”

Gobbi: “Meno reati in Ticino. Bene ma vogliamo fare di più, a partire dalla sicurezza dei confini”

Le statistiche sulla criminalità hanno riportato una sensibile diminuzione dei reati in Ticino. Questo nonostante un momento storico particolare, dove gestire la sicurezza del Cantone può essere complicato. Il Dipartimento delle Istituzioni si è però rimboccato le maniche, adoperando una serie di riforme per rendere più efficiente il lavoro degli agenti sul territorio. Il direttore Norman Gobbi, Lega dei Ticinesi, raccoglie dunque i frutti di un lavoro cominciato quattro anni fa.

Norman Gobbi, le statistiche dicono meno criminalità in Ticino. Soddisfatto?
Nell’ambito della sicurezza non ci si può mai dire completamente soddisfatti. Come ripeto di frequente, la sicurezza è un “bene primario” che occorre garantire ogni giorno a tutti i cittadini. Per questo motivo non bisogna mai abbassare la guardia e continuare a impegnarsi per accrescere sia la sicurezza oggettiva che quella percepita dalla popolazione. Certamente sono stati compiuti dei passi in avanti, ma la strada è lunga e ci sono ancora molti obiettivi importanti da raggiungere.

Qual è stata la strategia per ottenere questo risultato?
Con il mio Dipartimento ho innanzitutto voluto rafforzare la Polizia cantonale, sia dal profilo del numero degli agenti che da quello degli strumenti a disposizione. Nel contempo, è stata implementata la regionalizzazione della Gendarmeria, che ha riportato gli agenti maggiormente sul terreno, cosa che ritengo fondamentale per accrescere la sicurezza nel nostro Cantone. Non da ultimo, è stata migliorata la collaborazione e il coordinamento con le Polizie comunali, così come con le Guardie di confine, necessari per intervenire in maniera efficace sul nostro territorio.

Il futuro sembra però impegnativo e pieno di sfide. Quali i prossimi passi?
La difesa della Porta Sud della Svizzera è indispensabile se vogliamo continuare a garantire la sicurezza dei Ticinesi. Oggi l’Europa è confrontata con l’emergenza migranti per la quale, come abbiamo potuto constatare in particolare nel mese di giugno, anche noi dobbiamo essere sempre pronti a intervenire, data anche la passività di alcuni Stati europei nella gestione di questa emergenza, per evitare che alcune persone approfittino della situazione per entrare a delinquere nel nostro Paese. Per questo motivo ho ribadito che la variante relativa a un controllo sistematico alle frontiere per i migranti rimane per me prioritaria.

Da Berna, dopo che si sono accorti del problema frontiere, ci sarà più collaborazione?
Lo spero proprio! Fintanto che il problema riguardava il solo Ticino a Berna non erano particolarmente preoccupati, ma ora che la cosa tocca anche altri Cantoni, viste le chiusure a est della Svizzera, anche la Confederazione ha dovuto aprire gli occhi su un fenomeno che è reale e che può avere delle ripercussioni negative sulla Svizzera. Spero che a Berna si siano finalmente resi conto della portata del problema, specialmente per i Cantoni di frontiera come il Ticino.

MS

http://www.mattinonline.ch/gobbi-meno-reati-in-ticino-bene-ma-vogliamo-fare-di-piu-a-partire-dalla-sicurezza-dei-confini/

Risanamento della galleria autostradale del San Gottardo

Il Consiglio di Stato ha preso atto della risposta del Consiglio federale alla domanda 15.5514 del deputato Fabio Regazzi, e si rallegra del fatto che gli interventi intermedi al tunnel autostradale del San Gottardo – necessari prima del risanamento completo – non ne richiederanno la chiusura completa al traffico per un periodo di 140 giorni.

Il Consiglio di Stato ricorda anzitutto che la temuta chiusura totale della galleria per i lavori di risanamento intermedi – per un periodo di 90 più 50 giorni – sarebbe stata difficile da gestire per il Canton Ticino, che accoglie quindi con sollievo la prospettiva che questi interventi avvengano durante le abituali chiusure notturne.

Il Governo cantonale segnala inoltre che nella risposta del Consiglio federale tali lavori intermedi sono considerati imprescindibili, qualunque sia la variante prescelta per il risanamento completo della galleria. Questa notizia ha importanti implicazioni di natura finanziaria, poiché l’investimento per i lavori intermedi era stato finora computato solo nel saldo della variante che prevede la costruzione di un secondo tubo senza aumento di capacità. La differenza di costo fra la soluzione proposta dal Consiglio federale e la principale alternativa – chiusura totale di tre anni del tunnel, con costruzione e smontaggio di stazioni di trasbordo ferroviario provvisorie – si riduce così di circa 250 milioni di franchi.

Il Consiglio di Stato ricorda infine che i problemi di isolamento legati a una chiusura di 140 giorni, fortunatamente scongiurati, si riproporrebbero in forma aggravata in caso di chiusura totale del tunnel per tre anni, qualora fosse respinta in votazione popolare la proposta di costruzione di un tunnel di risanamento.
Per leggere la versione integrale della risposta del Consiglio federale alla domanda Regazzi 15.5514 è possibile visitare il sito web della Confederazione.

“Il Ticino, partner affidabile”

“Il Ticino, partner affidabile”

Da ticinonews.ch l Così il capo dell’esercito André Blattmann durante un incontro a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito

I più alti gradi militari ticinesi, nonché i rappresentanti dell’economia e della politica si sono riuniti quest’oggi a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito.

A prendere la parola per primo è stato il divisionario Marco Cantieni, comandante della regione territoriale 3, che, oltre a specificare il ruolo della regione territoriale, ha spiegato le ricadute economiche dell’esercito in Ticino: 7,5, milioni è la cifra stimata nel 2014 per i corsi di ripetizione e le scuole reclute.

“L’autorità cantonale deve creare le premesse per l’attività dell’esercito” ha dal canto suo ribadito il direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi. “In Ticino lo facciamo e l’esercito è ben voluto. Peccato per il voto sui Gripen, ma questo è un altro discorso”.

Ospite d’onore alla conferenza odierna è stato il capo dell’Esercito André Blattmann: “Il Ticino è un partner affidabile dell’esercito perché la questione della sicurezza ha un valore diverso rispetto a quanto vivono nella Svizzera centrale”.

Blattmann ha poi commentato la diminuzione del budget a disposizione delle forze armate: “La decisione del Consiglio federale e del Parlamento è da rispettare, ma non dobbiamo commettere l’errore di rinunciare a investire. Ci sono conflitti in tutto il mondo ed eventi drammatici improvvisi”.

http://www.ticinonews.ch/ticino/250844/il-ticino-partner-affidabile