«Verhandlungen mit Rom sind überflüssig»

«Verhandlungen mit Rom sind überflüssig»

Da NZZ.CH l Tessiner Regierungspräsident Gobbi. Gewähre Italien den Schweizer Finanzdienstleistern nicht den vollen Marktzutritt, seien die Verhandlungen mit Rom abzubrechen, sagt Lega-Staatsrat Norman Gobbi.

Interview: Peter Jankovsky, Simon Gemperli

Herr Gobbi, als Regierungspräsident scheinen Sie so richtig aufzublühen.

Ich geniesse mein Amt als Staatsrat. Jeder Tag bringt gerade im Tessin neue Herausforderungen, das ist einfach spannend. Und ich habe das Glück, zu Beginn einer neuen Legislaturperiode Regierungspräsident zu sein: Das Setzen von Zielen motiviert mich total.

Welche Ziele haben Sie schon erreicht?

Die grenzüberschreitende Kriminalität ist im Tessin nachweislich zurückgegangen. Die Polizei ist präsenter und sichtbarer. Die Zusammenarbeit mit den italienischen Behörden funktioniert in diesem Bereich sehr gut. Dasselbe gilt für die Kooperation zwischen Grenzwachtkorps und Polizei, nicht nur bei der grenzüberschreitenden Kriminalität, sondern auch beim Menschenschmuggel insbesondere.

Aber die Grenze zu Italien ist offen, auch für Kriminelle.

Das stimmt so nicht. Da wir nicht in der Zollunion der EU sind, gibt es weiterhin Kontrollen. Eine Motion von Nationalrätin Roberta Pantani, vom Bundesrat angenommen, will zudem bewirken, dass in Zukunft viele sekundäre Grenzübergänge in der Nacht geschlossen werden. Auf diese Weise könnten wir die Ressourcen effizienter auf den Hauptachsen einsetzen.

Zurzeit richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Flüchtlinge auf der Balkanroute. Die Südgrenze geriet aus den Schlagzeilen. Herrscht Ruhe vor dem Sturm?

Zurzeit gehen die meisten Flüchtlinge nach Österreich. Nach dem Wahlsieg der FPÖ in Oberösterreich ist es denkbar, dass auch Wien die Grenze schliesst. Die Flüchtlinge würden dann einen anderen Weg finden: über Triest nach Mailand und dann in die Schweiz. In diesen Tagen hat sich die Zahl der Migranten in Mailand erhöht.

Was bedeutet das für das Tessin?

Wien hat 2 Millionen Einwohner und ist mit der Ankunft von 30 000 Flüchtlingen pro Tag überfordert. Zum Vergleich: Chiasso hat 8000 Einwohner. Wenn 1000 Asylbewerber pro Tag eintreffen, müssen sie irgendwo übernachten, bis die erste Befragung stattfindet und sie auf andere Asylzentren verteilt werden können. Im Verfahrenszentrum in Chiasso hat es nur Platz für 300 Personen. Wir müssen Zivilschutzanlagen öffnen, notfalls auch Turnhallen.

Sind Sie für eine Kündigung des Schengen-Abkommens?

Ein Austritt aus Schengen-Dublin ist für mich eine Option. Man könnte sich davon auch eine Initialzündung für die Reformierung des Systems versprechen.

Was ist für das Tessin die grössere Herausforderung: die Flüchtlinge oder die Personenfreizügigkeit?

Die Personenfreizügigkeit. Hier haben die kantonalen Behörden kaum Spielraum, um an der Schraube zu drehen. Aber wir nützen jede Gelegenheit aus.

Sie sprechen von Ihrer Verfügung, dass Grenzgänger und B-Aufenthalter einen Strafregisterauszug vorweisen müssen, wenn sie eine Bewilligung beantragen?

Ja, zum Beispiel. Aber das ist keine Gobbi-Regelung. Der Grosse Rat hat auch diese Massnahme ausdrücklich unterstützt.

Wenn Sie von italienischen Grenzgängern einen Strafregisterauszug verlangen, ist das dasselbe, wie wenn die Zürcher Behörden von deutschen Grenzgängern einen Aids-Test verlangten. Einverstanden?

Nein. Wir haben konkrete Hinweise auf ausländische Personen mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Wir wollen wissen, wer im Tessin arbeitet und wohnt. Das ist keine diskriminierende Massnahme.

Die Kriminalität ist aber bereits vor dieser Massnahme gesunken. Das zeigt doch, dass es sich vor allem um eine Schikane gegenüber den Grenzgängern handelt.

Dieser Schluss ist falsch. Erstens taucht die organisierte Kriminalität selten in der normalen Kriminalitätsstatistik auf. Und zweitens sind in unserem Kanton Grenzgänger sowie Italiener mit B-Bewilligungen öfter für Raubüberfälle und ähnliche Straftaten verantwortlich. Die Zahl der Grenzgänger – heute sind es mehr als 60 000 – geht im Übrigen nur bei einer konsequenten Anwendung der Zuwanderungsinitiative zurück.

In Liechtenstein sind 50 Prozent der Arbeitstätigen Grenzgänger. Die Einstellung der Bevölkerung ihnen gegenüber ist viel positiver als im Tessin.

Wenn die Grenzgänger Arbeiten übernehmen, welche die Einheimischen nicht wollen, gibt es keine Probleme. Das ist heute bei uns anders. Die Grenzgänger arbeiten immer mehr auch im Dienstleistungssektor.

Wie kann man die Situation verbessern?

Der Tessiner Staatsrat hat einen konkreten Vorschlag gemacht: die Einführung einer Arbeitsmarkt-Schutzklausel, dank der unter präzisen, messbaren Umständen in bestimmten Sektoren und regional begrenzt inländische Arbeitskräfte bevorzugt werden können. Er hat Professor Ambühl von der ETH Zürich das Mandat erteilt, konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung einer solchen Schutzklausel auszuarbeiten. Wichtig ist zudem das soziale Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen.

Sie spielen auf die Aufkleber an, mit denen die Unternehmen deklarieren, wie viele beziehungsweise wie wenige Grenzgänger bei ihnen arbeiten?

Zum Beispiel. Der Regierungsrat und der Grosse Rat haben dieses Labelling ausdrücklich unterstützt. Die Unternehmen realisieren übrigens, dass die Wertschöpfung im Tessin nicht durch billige Arbeit zustande kommt.

Mit solchen Massnahmen hindere der Kanton Tessin die Schweiz daran, mit Italien ins Reine zu kommen, heisst es in Bern. Können Sie diese Kritik nachvollziehen?

Das kann ich. Aber das Problem ist, dass der Bundesrat alle guten Karten gespielt hat. Nun hat die schweizerische Delegation nichts mehr in der Hand.

Und was soll der Bundesrat jetzt tun?

Für unsere Finanzdienstleister wäre der volle Zugang zum italienischen Markt wertvoll. Aber das ist in den bilateralen Gesprächen mit Rom gar nicht vorgesehen. Ohne diesen Marktzugang sind diese Verhandlungen überflüssig, zumal das Grenzgängerabkommen nicht dem entspricht, was die Tessiner Regierung erwartet hat.

Ist der Abschluss eines Marktzutritts-Abkommens denn realistisch?

Nein, bilateral nicht. Italiens Finanzplatz verträgt keine direkte Konkurrenz aus der Schweiz. Wenn es eine Lösung gibt, dann über den Umweg eines Finanzdienstleistungsabkommens mit der EU.

Das heisst, der Bund soll die bilateralen Verhandlungen mit Italien im Fiskal- und Steuerbereich auf Eis legen?

Ja. Wir haben alle Anforderungen erfüllt, damit die Schweizer Firmen von den schwarzen Listen genommen werden. Wir haben die OECD-Standards erfüllt und das Bankgeheimnis gegenüber dem Ausland aufgehoben. Mehr Vorleistungen machen wir nicht.

Dank der Neat rückt das Tessin näher an die Deutschschweiz. Welche Vorteile sehen Sie für Ihren Kanton?

Das Tessin hofft, dass dadurch die Wirtschaft gestärkt wird und Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Reisezeit von Bellinzona nach Zürich wird sich so deutlich verkürzen, dass auch viele Tages-Arbeitspendler denkbar sind. Anderseits könnten die italienischen Grenzgänger bis Zürich vordringen. Wenigstens würde man dann unsere Probleme mit ihnen besser verstehen.

Es könnte eine Sogwirkung entstehen.

Wenn sehr viele Tessiner als Arbeitspendler im Norden tätig wären, schliesse ich ein Nachrücken von noch mehr Grenzgängern nicht aus.

Bewirkt die Neat eine politische und gesellschaftliche Annäherung des Tessins an die Deutschschweiz?

Das ist keine Frage: Die Schweiz verdankt ihre Existenz der Gotthardachse. Eine Stärkung des Gotthards stärkt die Schweiz und deren inneren Zusammenhang. Als Leventiner und Drei-Achtel-Berner richtete ich den Blick stets auch nach Norden. Anderseits ging schon beim Bau der Gotthardbahn die Angst um, das Tessin würde germanisiert. Heute besteht eher die Befürchtung, die Tessiner Löhne würden wegen der vielen Grenzgänger «lombardisiert». Da ziehe ich den Druck aus dem Norden vor.

Sie sehen also die Annäherung eher als eine, die aus der Not geboren wurde.

Die Neat wird eine klare Folge haben: Wollen junge Tessiner ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt packen, müssen sie Deutsch können. Dann sind sie im Vorteil gegenüber den Grenzgängern.

Ihr Kanton ist eine Schnittstelle zwischen zwei Kultur- und Wirtschaftsräumen. Die Tessiner sollten also Brückenbauer sein.

Das historische Bewusstsein der Tessiner ist folgendes: Wir sind ein Stück Schweiz in der Lombardei mit all seinen Vor- und Nachteilen als Schnittstelle. Bern sollte uns bei seinen Verhandlungen mit Rom einbeziehen – wenn jemand die Italiener versteht und durchschaut, dann wir Tessiner.

Die Lega und ihr Staatsmann
Der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi (38) stammt aus einer freisinnigen Leventiner Familie. Aber bereits mit 15 Jahren orientierte er sich an der Lega dei Ticinesi. Ab 1999 sass er für die Rechtspopulisten im Kantonsparlament und ab 2010 vorübergehend im Nationalrat, bevor er 2011 zum Staatsrat gewählt wurde. Er steht dem kantonalen Justiz- und Polizeidepartement vor. Gobbi ist ein guter Kommunikator: Er hat dieses Handwerk an Luganos Universität gelernt und als PR-Berater perfektioniert. Im
Sommer hatte Gobbi angesichts der anhaltenden Flüchtlingswelle systematische Kontrollen an der Südgrenze verlangt. Überdies will Gobbi den Kriminalitäts-Tourismus aus Italien, vor allem im Hinblick auf das organisierte Verbrechen, weiter eindämmen. So verlangt er seit April von Ausländern, die eine Aufenthaltsbewilligung B oder G im Tessin beantragen, einen Auszug aus dem Strafregister. Diese Massnahme beurteilt der Bund als illegal, jedoch sind ihm aufgrund der kantonalen Kompetenz-Hoheit die Hände gebunden. Norman Gobbi stärkt den pragmatischen Flügel der Lega. Er gebärdet sich als veritabler Staatsmann, der darum bemüht ist, mit seiner Arbeit konkrete Resultate zu erzielen – ohne aber massiv von der Parteidoktrin abweichen zu müssen. Letztere propagierte bisher der rebellisch-polemische Flügel der Lega mit viel Getöse und eher wenig Taten. Seit 2011 sind zwei von fünf Tessiner Staatsräten Legisten. Zudem stellen die Rechtspopulisten in Lugano, der wirtschaftlich wichtigsten Tessiner Stadt, drei der sieben Stadtoberen. Wird da der aufmüpfige Lega-Flügel nicht zum Hemmnis? Man könne sehr gut mit beiden Fraktionen weitermachen, befindet Gobbi. Es gebe regelmässig Dispute, aber am Ende gehe auch der Protest-Flügel pragmatische Kompromisse ein. Wenn man mehr Regierungsverantwortung habe, müsse man handeln können.

http://www.nzz.ch/schweiz/verhandlungen-mit-rom-sind-ueberfluessig-1.18622353

Ecco il preventivo 2016: disavanzo di 87,9 milioni

Ecco il preventivo 2016: disavanzo di 87,9 milioni

Da Tio.ch l Rispettato il limite finanziario imposto, l’equilibrio dei conti è pianificato per la fine della legislatura (Articolo di D.M., Foto Ti-Press)

Il preventivo 2016 è pubblico. Il Consiglio di Stato lo ha presentato oggi a Palazzo delle Orsoline: il disavanzo d’esercizio è pari a 87.9 milioni di franchi e, grazie alle misure decise dal Governo negli ambiti di sua competenza e a quelle sottoposte per approvazione al Parlamento, rispetta il limite finanziario imposto dal freno al disavanzo. Limite che nel 2016, per la prima volta, si riduce a 97.2 milioni di franchi per effetto della quota d’ammortamento del conto di compensazione, stimata in 30.1 milioni di franchi.

Di rilievo è anche l’evoluzione del conto di compensazione che stima per il 2016 un disavanzo cumulato di 208.1 milioni di franchi a fronte di una soglia massima stabilita in 286.3 milioni di franchi.

Dovessero realizzarsi le previsioni di perdita il capitale proprio negativo si assesterebbe a circa mezzo miliardo di franchi, dato definito allarmante e preoccupante. Proprio questo meccanismo evidenzia già a preventivo 2016 che i margini residui sono molto esigui e che un importante miglioramento del risultato d’esercizio si impone nel breve termine.

Il Consiglio di Stato si dice “ben cosciente” della difficile situazione finanziaria nella quale il Cantone si trova, e afferma di essersi posto l’obiettivo di “ridurre il disavanzo di preventivo 2016 almeno a 90 milioni di franchi”. È stata pure condivisa e confermata l’urgenza di riuscire a portare i conti nuovamente in equilibrio entro la fine di questa legislatura.

Le misure per far ciò riguardano praticamente tutte le voci di spesa e di ricavo e hanno permesso di ridurre il disavanzo iniziale stimato in 251.9 milioni di franchi di ben 164 milioni di franchi, attraverso delle revisioni di tendenza, delle misure strutturali ma anche puntuali per il 2016.

Per poter dare seguito al secondo obiettivo di riequilibrio finanziario entro la fine della presente legislatura, già a partire da inizio ottobre, si avvieranno i lavori di analisi e valutazione di un pacchetto di misure strutturali il cui impatto finanziario sarà già integrato nei conti del nuovo piano finanziario di legislatura 2016 – 2019, che il Consiglio di Stato si impegna a presentare entro fine aprile 2016.

Il Consiglio di Stato, convinto che le scelte e le misure proposte siano “necessarie, sopportabili e sostenibili poiché non modificano nella sostanza le singole politiche settoriali”, passa la palla ora al Parlamento.

Incontro con gli istruttori militari ticinesi

Incontro con gli istruttori militari ticinesi

Venerdì 25 settembre 2015 si è tenuto, nell’Aula del Gran Consiglio a Bellinzona, l’annuale incontro tra il Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi e gli istruttori militari professionisti ticinesi o attivi in Ticino. L’appuntamento, suddiviso in una parte istituzionale e un momento conviviale, è stato organizzato nell’ottica di favorire il dialogo tra le Autorità cantonali, le Autorità militari e chi opera da professionista nel settore della formazione nell’Esercito svizzero.

Nel suo intervento, il Consigliere di Stato Norman Gobbi ha fatto il punto della situazione sugli attuali progetti militari nel nostro Cantone, fornendo un resoconto dell’incontro avuto con il Capo dell’Esercito il 21 settembre scorso. Ha inoltre ribadito l’importanza di promuovere e garantire l’italianità all’interno dell’Esercito, mantenendo almeno tre corpi di truppa ticinesi nelle principali missioni delle forze armate (aiuto in caso di catastrofe, supporto alle autorità civili in compiti di sicurezza e difesa).

All’evento è poi intervenuto il brigadiere Jean-Philippe Gaudin, Capo del Servizio informazioni militare, il quale ha illustrato il quadro dell’attuale situazione mondiale relativa ai conflitti, alle minacce tecnologiche e naturali, e ai conseguenti flussi migratori. Un momento privilegiato di informazione globale.

Conferenza consultiva sulla sicurezza: nono incontro

Conferenza consultiva sulla sicurezza: nono incontro

Si è riunita questo pomeriggio a Bellinzona, per la prima volta dall’entrata a regime della Legge sulla collaborazione tra la Polizia cantonale e le Polizie comunali il 1 settembre u.s., la Conferenza cantonale consultiva sulla sicurezza presieduta dal Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi.

Durante l’incontro si è voluto fare il punto della situazione sull’introduzione delle convenzioni di collaborazione tra la Polizia cantonale e le Polizie comunali negli 8 poli regionali. Allo stato attuale, 71 Comuni hanno visto ratificata dal Consiglio di Stato la propria convenzione e 29 hanno presentato istanza alla Sezione degli enti locali e attendono la ratifica. I restanti Comuni stanno portando a termine la procedura. Resta da definire la situazione dei 5 Comuni della Valle Verzasca, dopo la sentenza del Tribunale federale che ha accolto il ricorso contro l’aggregazione presentato da Lavertezzo. Dal canto suo, il Municipio di Biasca ha licenziato il messaggio municipale relativo alla Convenzione con il Cantone concernente le modalità di collaborazione e di conduzione del Posto di polizia misto ed è in trattative con il Comune di Faido per il servizio garantito del Corpo intercomunale misto.

Il comandante della Polizia cantonale Matteo Cocchi ha inoltre presentato lo stato della Scuola cantonale di polizia, iniziata il 1. marzo 2015 per 46 aspiranti che giureranno fedeltà alla Costituzione e alle Leggi il 27 febbraio 2016. Il 1. marzo 2016 avrà inizio un nuovo corso per 40 aspiranti: 25 in forza alla Polizia cantonale e 15 a disposizione delle Polizie comunali. Anche la funzione degli Ausiliari di polizia ha meritato una particolare attenzione all’interno della conferenza odierna; sono stati infatti chiaramente definiti i loro compiti così come l’obbligo della loro subordinazione ad un Corpo di polizia strutturato e, soprattutto, l’aver frequentato con successo l’apposito corso di formazione. ll Primotenente Marco Zambetti ha infine presentato la nuova organizzazione delle deleghe relative alla Legge federale sugli stupefacenti e i vari livelli operativi, che a seguito dell’entrata in vigore della Legge sulla collaborazione tra la Polizia cantonale e le Polizie comunali hanno subito alcuni cambiamenti.

La conferenza consultiva sulla sicurezza tornerà a riunirsi venerdì 11 dicembre 2015.

Diplomati tre nuovi Agenti di custodia ticinesi

Diplomati tre nuovi Agenti di custodia ticinesi

Il 18 settembre ha avuto luogo a Friburgo l’annuale cerimonia di consegna dei diplomi di Agente di custodia con attestato professionale federale, organizzata dal Centro svizzero di formazione per il personale dei penitenziari.

Tre ticinesi hanno ottenuto il riconoscimento: Katiuscia Emma, Roberto Gasparoli e Elisa Papa. Alla cerimonia, oltre ai neo diplomati, hanno presenziato, in rappresentanza della Direzione delle Strutture carcerarie, Enrico Ghilardi e Jean-Claude Corazzini collaboratori dello Staff.

“Gli agenti di custodia rappresentano nelle strutture dove vengono scontate le pene, la dignità e la legalità dello Stato: la legge oltre che la sicurezza della società” dichiara il Dipartimento delle Istituzioni, il cui Direttore Norman Gobbi si unisce alla Direzione delle Strutture carcerarie, augurando ai neo diplomati una carriera ricca di soddisfazioni e successi professionali.

Periti e giuristi a confronto: una formazione a beneficio della collettività

Periti e giuristi a confronto: una formazione a beneficio della collettività

Signore e signori Magistrati, Signore e signori Psichiatri, Signore e signori avvocati, Gentili signore, egregi signori,

vi saluto molto cordialmente a questo primo pomeriggio di approfondimento dedicato ai “Punti di incontro tra perito e giudice”.
Si tratta di un’opportunità straordinaria per le nostre latitudini nel senso che questo delicato tema viene affrontato per la prima volta in modo così approfondito a livello cantonale; sono quindi innanzitutto riconoscente a chi l’ha voluto e a chi l’ha organizzato, prima fra tutti la Procuratrice pubblica Chiara Borelli alla quale va la mia gratitudine. Ringrazio inoltre evidentemente anche le relatrici e i relatori – magistrati, avvocati e psichiatri – che interverranno nel corso dei quattro pomeriggi di formazione.

Al centro degli incontri vi è il ruolo della psichiatria nella giustizia penale. Dopo i noti casi di assassinio avvenuti un paio di anni fa delle due giovani donne – Marie a Payerne e Adeline a Ginevra – c’è chi ha proposto di adottare una legge federale unificata in materia di esecuzione delle pene e di fondere i tre concordati intercantonali esistenti nella materia. La discussione politica è stata accesa, ma alla fine ha prevalso la riflessione secondo la quale già il nostro Codice penale contiene nella sua parte generale elementi importanti del diritto dell’esecuzione delle pene e delle misure. In questo contesto va evidenziato come alcune conquiste del settore siano proprio da ascrivere al sistema federalista che permette ai Cantoni di compiere delle esperienze che poi vengono adottate a livello federale, ad esempio: il braccialetto elettronico – con tutte le difficoltà tecniche che emergono per la sua implementazione – e il lavoro di pubblica utilità. La centralizzazione non significa a priori perfezione!

Le Camere federali hanno pure discusso dell’eventuale creazione di un registro centrale per gli autori di crimini sessuali, ma la soluzione è stata esclusa nel momento in cui si è trattato di stabilire chi avrebbe potuto avere accesso a tale registro. E mi chiedo se, qualora avessimo avuto tale registro, avremmo potuto evitare la morte di Marie e Adeline…

Un altro pensiero che preoccupa il politico è costituito dai costi delle misure che sono estremamente alti. Inevitabile che il cittadino contribuente si chieda se sia lecito investire ancora di più in terapie per autori che sono stati definiti pericolosi e difficilmente recuperabili.

A titolo di esempio posso indicare che un mese di permanenza presso un centro terapeutico cantonale – Villa Argentina – costa circa fr. 11’500.-/mese, al centro bernese St. Johannsen, circa fr. 15’000.-/mese e al nuovo Centro concordatario Curabilis di Ginevra, circa fr. 18’000.-/mese. In questo contesto, rimarco che dal 2012 ad oggi, in meno di quattro anni, il Cantone ha speso oltre 2 milioni di franchi per l’esecuzione di misure penali. E queste cifre, non comprendono i costi delle perizie psichiatriche. Negli ultimi due anni, il solo Ufficio dei Giudici dei provvedimenti coercitivi ha speso quasi 100’000.- per questo genere di perizie. Quanto al Ministero pubblico, nel 2014, su un totale per tutti i tipi di perizie di fr. 1’700’000.- circa, fr. 230’000 erano destinati alle sole perizie psichiatriche. Una tendenza che si sta confermando anche nel 2015.

Le cifre sono di quelle importanti e devono far riflettere. Se pensiamo che in un solo anno vengono allestite in Svizzera attorno alle cinquemila valutazioni peritali di carattere psichiatrico, è inevitabile che si parli sempre più di diversi livelli di qualità delle perizie e della circostanza secondo la quale non ci sono abbastanza periti forensi competenti. In un’ottica di efficienza ed efficacia dell’amministrazione della giustizia, magistrati e autorità competenti devono quindi esigere dai periti un lavoro di qualità, che permetta loro di chiarire per esempio il grado di colpevolezza dell’imputato e la guaribilità o meno dello stesso, come pure di valutare quale rischio intenda assumersi la società di fronte ai casi più complessi, ritenuto come il rischio zero sia difficile da raggiungere.

Tutte queste considerazioni mi portano a concludere per la sicura opportunità di approfondire questi aspetti che toccano la vostra attività quotidiana e mi auguro che ci possano essere delle ricadute positive nel lavoro che svolgete. Si tratta infatti di importanti momenti di formazione continua per tutti gli addetti ai lavori che non possono che trovare il sostegno di chi vi parla e che hanno suscitato grande interesse, come è attestato dalla vostra folta partecipazione.

Rinnovo i ringraziamenti a tutti i rappresentanti delle autorità giudiziarie cantonali e della psichiatria che hanno inteso organizzare questi incontri nell’intento di migliorare la qualità della collaborazione tra due settori, la giustizia penale e la psichiatria, assolutamente sempre più necessaria. Ringrazio infine del prezioso contributo l’Università della Svizzera italiana, che ha reso possibile l’organizzazione di questi quattro pomeriggi.

Saluto pronunciato dal Consigliere di Stato Norman Gobbi in occasione dell’apertura delle quattro conferenze in tema di “Perito e Giudice: punti d’incontro”

Risanamento della galleria autostradale del San Gottardo

Il Consiglio di Stato ha preso atto della risposta del Consiglio federale alla domanda 15.5514 del deputato Fabio Regazzi, e si rallegra del fatto che gli interventi intermedi al tunnel autostradale del San Gottardo – necessari prima del risanamento completo – non ne richiederanno la chiusura completa al traffico per un periodo di 140 giorni.

Il Consiglio di Stato ricorda anzitutto che la temuta chiusura totale della galleria per i lavori di risanamento intermedi – per un periodo di 90 più 50 giorni – sarebbe stata difficile da gestire per il Canton Ticino, che accoglie quindi con sollievo la prospettiva che questi interventi avvengano durante le abituali chiusure notturne.

Il Governo cantonale segnala inoltre che nella risposta del Consiglio federale tali lavori intermedi sono considerati imprescindibili, qualunque sia la variante prescelta per il risanamento completo della galleria. Questa notizia ha importanti implicazioni di natura finanziaria, poiché l’investimento per i lavori intermedi era stato finora computato solo nel saldo della variante che prevede la costruzione di un secondo tubo senza aumento di capacità. La differenza di costo fra la soluzione proposta dal Consiglio federale e la principale alternativa – chiusura totale di tre anni del tunnel, con costruzione e smontaggio di stazioni di trasbordo ferroviario provvisorie – si riduce così di circa 250 milioni di franchi.

Il Consiglio di Stato ricorda infine che i problemi di isolamento legati a una chiusura di 140 giorni, fortunatamente scongiurati, si riproporrebbero in forma aggravata in caso di chiusura totale del tunnel per tre anni, qualora fosse respinta in votazione popolare la proposta di costruzione di un tunnel di risanamento.
Per leggere la versione integrale della risposta del Consiglio federale alla domanda Regazzi 15.5514 è possibile visitare il sito web della Confederazione.

“Il Ticino, partner affidabile”

“Il Ticino, partner affidabile”

Da ticinonews.ch l Così il capo dell’esercito André Blattmann durante un incontro a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito

I più alti gradi militari ticinesi, nonché i rappresentanti dell’economia e della politica si sono riuniti quest’oggi a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito.

A prendere la parola per primo è stato il divisionario Marco Cantieni, comandante della regione territoriale 3, che, oltre a specificare il ruolo della regione territoriale, ha spiegato le ricadute economiche dell’esercito in Ticino: 7,5, milioni è la cifra stimata nel 2014 per i corsi di ripetizione e le scuole reclute.

“L’autorità cantonale deve creare le premesse per l’attività dell’esercito” ha dal canto suo ribadito il direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi. “In Ticino lo facciamo e l’esercito è ben voluto. Peccato per il voto sui Gripen, ma questo è un altro discorso”.

Ospite d’onore alla conferenza odierna è stato il capo dell’Esercito André Blattmann: “Il Ticino è un partner affidabile dell’esercito perché la questione della sicurezza ha un valore diverso rispetto a quanto vivono nella Svizzera centrale”.

Blattmann ha poi commentato la diminuzione del budget a disposizione delle forze armate: “La decisione del Consiglio federale e del Parlamento è da rispettare, ma non dobbiamo commettere l’errore di rinunciare a investire. Ci sono conflitti in tutto il mondo ed eventi drammatici improvvisi”.

http://www.ticinonews.ch/ticino/250844/il-ticino-partner-affidabile

Cantone-Comuni, spiragli sul Preventivo 2016

Cantone-Comuni, spiragli sul Preventivo 2016

Si è tenuta oggi a Bellinzona la quinta seduta del 2015 della Piattaforma di dialogo Cantone-Comuni – la 35. dalla sua costituzione – alla presenza del Consiglio di Stato, accompagnato dal Cancelliere dello Stato Giampiero Gianella e dal capo della Sezione enti locali Elio Genazzi, e dei rappresentanti dei Comuni ticinesi.

Il Consiglio di Stato e i rappresentanti dei Comuni hanno proseguito la discussione – avviata nella riunione della Piattaforma del 26 agosto scorso – sul preventivo 2016 del Cantone e sulle misure di risparmio destinate ad avere un impatto sulle finanze degli enti locali.

Il Governo ha ricordato che la situazione delle finanze cantonali rende necessario un intervento coordinato in tutti gli ambiti dell’azione statale, in modo da contenere il disavanzo entro il limite di 90 milioni di franchi. Pur prendendo atto delle diverse prese di posizione da parte dei rappresentati dei Comuni ticinesi, il Consiglio di Stato ha inoltre rammentato che l’onere annuo a loro carico ammonterà a circa 15 milioni di franchi.

Da parte loro, i rappresentanti dei Comuni hanno ricordato che, dal 2013 a oggi, il contributo loro richiesto ammonta già a oltre 40 milioni di franchi. Nonostante la Lettera d’intenti sulla riforma dei rapporti fra Cantone e Comuni sia già stata sottoscritta da alcuni, hanno quindi considerato iniqua la misura avanzata dal Governo, facendo anche riferimento alle diverse prese di posizione raccolte internamente nelle ultime settimane.

Più nello specifico, nel corso della discussione i rappresentanti dei Comuni hanno sottolineato come l’impatto di un tale provvedimento peserà in maniera differente sui diversi Comuni e influirà sensibilmente sul moltiplicatore di una parte di essi e quindi sugli stessi cittadini. Hanno inoltre auspicato che l’obiettivo primario sia il risanamento delle finanze cantonali, con l’invito a contribuire con un controllo più severo e rigoroso sulle misure da applicare.

Il Governo ha per contro difeso l’equità del provvedimento, calcolato sulla base delle finanze di ogni singolo Comune, illustrandolo attraverso una tabella distribuita ai presenti. Ha inoltre ricordato come, nel corso degli ultimi anni, il Cantone non abbia ridotto il sostegno ai Comuni e, anzi, nell’ottica del Preventivo 2016 si sia assunto maggiori responsabilità nel settore della sanità e della socialità.

Tra le proposte alternative avanzate dai rappresentanti dei Comuni, vi sono state quella di calcolare il contributo sulla base delle risorse fiscali e quella di rivedere a parziale compenso del riversamento al Cantone l’articolo 290 (capoverso 2) della legge tributaria, con adeguamento al rincaro dell’imposta personale comunale (invariata dal 1976), portandola da 20 a 40 franchi; una misura che potrebbe essere considerata un segnale politico a favore dei Comuni. I Comuni hanno inoltre richiesto che la misura sia limitata nel tempo. Il Governo ha preso atto delle proposte, promettendo di approfondirle.

Il Consiglio di Stato ha ribadito che è necessario trovare delle soluzioni – se Cantone e Comuni non condivideranno responsabilità e oneri – il pericolo è quello di non riuscire a raggiungere l’obiettivo di pareggio entro fine legislatura. Governo e Comuni sono consapevoli della necessità di risanare le finanze pubbliche in maniera equilibrata nell’interesse degli stessi cittadini.

Entro fine settembre, verrà data la necessaria comunicazione scritta sugli effetti delle misure per i singoli Comuni in modo da permettere loro di consolidare i relativi messaggi sui preventivi comunali 2016 entro il 31 ottobre.

La Piattaforma tornerà a riunirsi mercoledì 25 novembre.

Sport e sicurezza: firmate le convenzioni con i Club ticinesi

Sport e sicurezza: firmate le convenzioni con i Club ticinesi

Un ulteriore tassello nel mosaico delle misure contro la violenza in occasione di eventi sportivi. Nel corso dell’estate sono state sottoscritte, fra la Polizia cantonale, i club di lega nazionale di hockey e di calcio e i rispettivi gestori degli impianti sportivi, le convenzioni concernenti le misure di sicurezza nelle strutture sportive nonché nelle immediate vicinanze, nel contesto di partite considerate a rischio.

Il Dipartimento delle Istituzioni e la Polizia cantonale comunicano che, a seguito dell’adesione da parte del Canton Ticino al Concordato sulle misure contro la violenza in occasione di manifestazioni sportive (modificato il 02 febbraio 2012), sono state ratificate una convenzione con le società sportive Hockey Club Ambrì Piotta e Hockey Club Lugano, Football Club Lugano e Football Club Chiasso e con i rispettivi gestori delle strutture sportive.

Questo costituisce un ulteriore tassello nella lotta alla violenza durante le manifestazioni sportive e un miglioramento degli strumenti a disposizione delle autorità cantonali nella lotta ai disordini che possono verificarsi in occasione di eventi sportivi.

L’obiettivo dei concordati è quello di poter assicurare, grazie ad una stretta collaborazione nell’ambito della sicurezza, lo svolgimento di manifestazioni sportive in un’atmosfera piacevole e caratterizzata da sano fair play.

Nel documento sono definite le responsabilità del Club sportivo, gli aspetti pratici quali le misure preventive da intraprendere, la necessità di un continuo scambio d’informazioni e le misure puntuali d’applicare per garantire la sicurezza negli impianti sportivi, in particolar modo in occasione d’incontri a medio e alto rischio.

Inoltre, come risultato della richiesta di assunzione di maggiori responsabilità, anche finanziarie, le convenzioni definiscono in maniera chiara la partecipazione ai costi della sicurezza da parte delle società sportive. Questo contributo che si riassume nella somma di un franco per ogni spettatore presente agli incontri casalinghi sull’arco dell’intera stagione, andrà a coprire parte dei costi che Cantone e Comuni saranno chiamati a sostenere per l’impiego delle forze e dei mezzi messi in campo a margine degli incontri sportivi considerati a rischio.