«Flüchtlinge kommen mit einem ausgefüllten Blatt über die Grenze»

«Flüchtlinge kommen mit einem ausgefüllten Blatt über die Grenze»

Da Tages Anzeiger, 17 agosto 2016 | Asylsuchende werden angeblich an der Südgrenze abgewiesen, ohne dass sie ein Gesuch stellen können. Der Tessiner Justiz- und Polizeidirektor Norman Gobbi nimmt Stellung.

Herr Gobbi, werden Flüchtlinge nach Italien zurückgeschafft, ohne dass sie ein Asylgesuch stellen können?
Die Schlussfolgerung, die Schweiz verhindere den Zugang zum Asylrecht, ist nicht korrekt. Das Grenzwachtkorps übergibt alle Personen, die klar und deutlich Asyl verlangen, dem Staatssekretariat für Migration. Viele Asylsuchende wollen ihr Gesuch im Empfangs- und Verfahrenszentrum aber wieder zurückziehen. Diese Personen werden durch das Grenzwachtkorps nach Italien zurückgeschafft.

Der «SonntagsZeitung» und Radio SRF sagten Sie aber, dass nur noch «glaubwürdige Asylgesuchsteller» ins Land gelassen würden, und dass Flüchtlinge, die mehrfach über die Schweiz nach Deutschland zu gelangen versuchten, auch dann nach Italien zurückgeschickt würden, wenn sie beim dritten oder vierten Mal plötzlich Asyl verlangen würden. Was stimmt nun?
Unglaubwürdig sind Migranten, die bei einer Überprüfung durch das Grenzwachtkorps ihre wahre Absicht zugeben, nach Deutschland zu wollen. Ebenso unglaubwürdig sind Personen, die ihr Asylgesuch wieder zurückziehen.

Flüchtlinge beklagen sich, sie hätten kein Asylgesuch stellen können, obwohl sie dies verlangt hätten. Wie erklären Sie sich das?
Wer dies klar und deutlich verlangt, kann ein Gesuch stellen. In manchen Fällen kommen Flüchtlinge mit einem von Hilfsorganisationen ausgefüllten Blatt über die Grenze. Ein Asylgesuch muss aber direkt von der betroffenen Person gestellt werden, und nicht von Dritten. Zudem stimmen diese Papiere nicht immer mit ihren wahren Absicht überein.

Das Grenzwachtkorps kontrolliert die Züge von Italien in die Schweiz derzeit stärker als früher. Wieso?
Die Züge wurden immer schon kontrolliert. Heute vielleicht etwas häufiger, weil der Andrang auch grösser ist. Die Kontrolle der Südgrenze ist auch für die Sicherheit des restlichen Landes wichtig, wenn etwa Diebe oder Bettler aus Mailand über das Tessin einreisen.

Was soll nun mit den Menschen geschehen, die in Como und in Mailand festsitzen?
Die italienische Behörden sind daran, Lösungen zu suchen. Es stimmt also nicht, dass diese nichts unternehmen. Die Migranten in Ventimiglia an der Grenze zu Frankreich aber auch jene in Como werden in Verfahrenszentren der italienischen Behörden gebracht werden. Letzlich handelt es sich aber um ein ungelöstes Problem der Europäischen Union.

Regime an der Südgrenze wird kritisiert

Regime an der Südgrenze wird kritisiert

Da NZZ.ch, 14 agosto 2016 | Können in Chiasso alle asylwilligen Migranten einen Antrag stellen, oder bringt man zu viele von ihnen gleich nach Italien zurück? Dies ist einer der Streitpunkte an der Schweizer Südgrenze.

Das wilde Flüchtlingscamp in der norditalienischen Grenzstadt Como scheint zu wachsen: Sprach man letzte Woche von 500 Migranten, berichten regionale Medien nun von weiteren hundert Ankömmlingen, die am Bahnhof Como San Giovanni biwakieren – vor knapp einem Monat waren es noch wenige Dutzend gewesen. Jetzt erheben einige Regionalpolitiker ihre Stimme gegen die Schweiz. Die meisten Migranten wollten weiter nach Deutschland oder Skandinavien, also sollte man ihnen die Durchreise gewähren – doch der Kanton Tessin blockiere sie, lautet beispielsweise der Vorwurf des Regionalparlamentariers Francesco Dotti von den nationalkonservativen Fratelli d’Italia.
Im Verlauf des Sonntagvormittags habe die Schweizer Grenzwacht bis zwölf Uhr 102 sich illegal in Chiasso Aufhaltende aufgegriffen, sagt der Tessiner Polizei- und Justizdirektor Norman Gobbi (Lega), um die Situation zu illustrieren. Laut seinen Worten stellte etwa ein Drittel von ihnen einen Asylantrag, der Rest wurde nach Italien zurückgebracht. Dies erfolgt gemäss dem Dublin-Abkommen sowie dem schweizerischen Ausländergesetz. Rückweisungen von etwa 50 Prozent bis zu zwei Dritteln sind nach Gobbis Einschätzung der derzeitige Trend. Im Juli hätten von rund 6300 aufgegriffenen rechtswidrig Eingewanderten etwa 2700 ein Asylgesuch gestellt.

Eine Massenabfertigung?
Doch einige SP-Exponenten hegen Zweifel. Ihr Eindruck sei, dass sehr viele Migranten in Chiasso abgewiesen würden, die nachweislich Verwandte in der Schweiz hätten, meint die Tessiner SP-Vizepräsidentin Beatrice Reimann. Sie hat kürzlich alt Bundesrätin Ruth Dreifuss für einen Augenschein nach Como begleitet. Die Abweisungen seien trotz vorgezeigten Schweizer Adressen und korrekten Reisedokumenten erfolgt. Hierzu habe die in Como tätige Tessiner Hilfsorganisation Firdaus etliche Belege gesammelt.
Wie alt Bundesrätin Dreifuss findet auch Reimann, dass an der Südgrenze eine Massenabfertigung im Gange sei. Obschon Migranten den Begriff «Asyl» erwähnt hätten, seien sie vielfach nicht angehört worden. In den Augen der Tessiner SP-Vizepräsidentin scheint die Grenzwacht überfordert wegen der schieren Menge der Migranten, die jeden Tag in Chiasso ankommen. Im Hinblick auf die unbegleiteten Minderjährigen ist Reimann der Ansicht, dass sehr viele von ihnen mehrere Versuche in Chiasso hinter sich haben und wieder an Comos Bahnhof stranden. Selbst diese würden oft unregistriert und unbegleitet zurückgewiesen, lautet die Kritik seitens linker Politikerinnen wie auch verschiedener Hilfsorganisationen. Daher begleiten freiwillige Tessiner Helfer Migranten nach Chiasso bis zur Kontrollprozedur durch die Grenzwächter, um laut Reimann zu gewährleisten, dass sie einen Asylantrag stellen können. Die Südgrenze scheint also aus linker Sicht dichter zu sein als erlaubt.

Widersprüchliche Angaben
Gemäss Polizeidirektor Gobbi macht das Gesetz keinen Unterschied zwischen Voll- und Minderjährigen, wenn es um illegale Aufenthalte geht. Dies im Unterschied etwa zu Frankreich. Auch bis zu zwei Drittel der Minderjährigen weise man zurück – aber jeder einzelne werde persönlich angehört und betreut, betont Gobbi. Das Problem sei allerdings, dass viele junge Migranten ohne Papiere bei der ersten Registrierung in Chiasso angäben, volljährig zu sein; bei einem späteren Aufgreifen erkläre sich dieselbe Person dann für minderjährig. Vom geplanten einheitlichen Rückführungszentrum in Mendrisio-Rancate erhofft sich Gobbi eine Minderung solcher Schwierigkeiten.
Zur Vermutung der «Sonntagszeitung», die von einer möglichen Flut von Asylanträgen spricht, weil kein Transit möglich ist, sagt Gobbi: Diese Hypothesen seien plausibel, müssten aber verifiziert werden. Und SP-Frau Reimann spricht generell davon, dass die Flüchtlingsmisere in Como erst der Anfang sein könnte.

È lo ‘stato di necessità’

È lo ‘stato di necessità’

Da La Regione dell’11 agosto 2016 | Il Cantone ha decretato lo stato di necessità per il Mendrisiotto: snellite le procedure per creare un unico centro di accoglienza temporaneo a Rancate, che sostituirà tre impianti di Pci – Norman Gobbi: «Occorre abbassare i toni».

Il Mendrisiotto da ieri è in ‘stato di necessità’. Davanti a una situazione straordinaria il governo cantonale ha reagito con strumenti eccezionali. Il capo del Dipartimento istituzioni Norman Gobbi rimette, però, subito il campanile al centro del villaggio. «Per la vita dei momò non cambia nulla. Non significa che c’è una emergenza o una crisi – rassicura il ministro parlando a nome del Consiglio di Stato. E spiega –: Ciò ci permette di attivare entro l’inizio di settembre un centro unico temporaneo per migranti in procedura di riammissione semplificata in Italia, seguendo una procedura più snella e contenendo altresì i costi di allestimento». La struttura si sostituirà alle tre sedi di Protezione civile (Pci) di Chiasso, Vacallo e Coldrerio – Castel San Pietro è di riserva – che oggi accolgono le persone in attesa di essere riconsegnate alle autorità d’Oltrefrontiera. I posti a disposizione (150) non aumenteranno: «Non si creeranno un ‘Chiasso 2’ o un ‘Losone 2’». A cambiare sarà solo la loro ubicazione, sotto uno stesso tetto e lontano da «zone sensibili». Ovvero distanziati da centri abitati, scuole, case per anziani. Anche se, ammette lo stesso Gobbi, «sin qui nella gestione degli impianti non si sono registrati problemi di sorta». Nello stabile in via alla Rossa, nella zona industriale di Rancate, i migranti trascorreranno la notte che precede il loro rientro in Italia. Tutto sarà pronto per la fine del mese: gli Enti regionali di Pci provvederanno ad allestirlo sotto la supervisione del Cantone, che tramite la Polizia cantonale assicurerà la sicurezza esterna (all’interno sarà presente un servizio privato). Quanto alla Confederazione? Darà una mano nella gestione e nella copertura delle spese. Sulla ripartizione dei costi il consigliere Gobbi preferisce non sbilanciarsi, ma potrebbe avvicinarsi al 50%.

Nodo le entrate illegali

D’altro canto, davanti al numero delle entrate illegali – «fortemente aumentate nelle ultime sei settimane», ricorda il ministro – non si poteva restare a guadare. Non quando lo straordinario (come l’uso delle Pci) diventa la quotidianità e nel primo scorcio del mese si oltrepassa il totale dei soggiorni illegali di tutto l’agosto 2015. La misura attuata, in effetti, intende dare una mano pure a chi opera al fronte, a cominciare dalle Guardie di confine, che rischiano di dover distogliere l’attenzione da altre priorità (dal contrabbando alla criminalità transfrontaliera). Di fatto, annota ancora Gobbi, tra giugno e luglio gli sbarchi sulle coste dell’Italia del Sud non sono cresciuti. A salire è stata semmai la pressione alla nostra frontiera, bloccate le vie del Brennero e della Carinzia. «Questa è stata percepita come l’unica porta aperta verso il nord». I migranti, conferma, vi arrivano, per lo più, senza far capo ai passatori – molti sono senza un soldo –; in alcuni casi cercano un passaggio lungo la frontiera verde. Ma per i cittadini stranieri provenienti da Paesi extraeuropei, senza documenti e un visto Schengen o già registrati Oltreconfine, il viaggio finisce qui, o all’ombra della stazione San Giovanni a Como. «Chiariamo – sgombra il campo Gobbi –: agiamo nella legalità con le riammissioni semplificate, constatato che sono giunti dall’Italia. La Svizzera non viene meno al suo ruolo umanitario. Lo si vede dalle richieste d’asilo, raddoppiate in giugno e luglio rispetto all’anno scorso». Come dire che le leggi vengono applicate. A impensierire il Cantone, fa capire Gobbi, è altro. C’è apprensione per la situazione al di là del valico: «La problematica italiana, non facile e che comprendiamo, tocca anche noi». Come sono i rapporti con le autorità? «La collaborazione – ci risponde il ministro – non ha mai funzionato bene come oggi. Potrebbe capitare una corrente d’aria e che si cambi atteggiamento». Sulle riammissioni? «Rispetto ad anni passati in cui la situazione era anche molto difficile, ora si dimostra una grande disponibilità; si lavora 7 giorni su 7. E con i prefetti di Como e Varese ci sono contatti di amicizia». Diverso il clima politico interno. «Ci preoccupano certe posizioni contrapposte: penso ai vandalismi di oggi (ieri per chi legge, ndr) a una ditta di trasporti– precisa il direttore del Di –. Bisogna abbassare i toni; e lo dico anche ai miei».

LA CITTÀ – ‘Prevalso il senso di responsabilità’

Da subito l’autorità comunale di Mendrisio non si è tirata indietro. Ora, però, davanti alle garanzie consegnate dal Cantone, la Città è pronta a sottoscrivere la sua disponibilità ad accogliere a Rancate il centro temporaneo per migranti in procedura di riammissione semplificata in Italia. Non a caso ieri pomeriggio alla Protezione civile a Rivera, al tavolo con il ministro Gobbi e lo Sato maggiore cantonale immigrazione, presente il presidente del governo Paolo Beltraminelli, c’era l’esecutivo in corpore. «Il Municipio – ribadisce il sindaco Carlo Croci – condivide l’impostazione del Consiglio di Stato, volta a dare delle risposte e sicurezza ai cittadini di tutto il Mendrisiotto». Perché non è unicamente una questione del capoluogo. «Il tema della migrazione illegale nel distretto va affrontato e gestito, e non solo a parole, ma con fatti concreti», rilancia Croci. L’organizzazione oggi in atto convince. Ma con l’apertura delle scuole, a fine agosto, si potevano acuire certe sensibilità, si fa capire. La soluzione di Rancate, in zona alla Rossa, «è fuori dalla possibilità di entrare in contatto con le popolazioni, di Rancate e al contempo di Riva San Vitale, più vicina», illustra il sindaco. «Si tratta di una logistica chiusa. Da come ci è stato spiegato le persone saranno quasi in stato di detenzione. Abbiamo, in effetti, chiesto rassicurazioni anche sulla condizione umanitaria del centro». E ora l’autorità attende solo di veder definiti i dettagli dell’operazione, condotta, peraltro, fa notare il vicesindaco Samuel Maffi , con trasparenza. «I contatti con il Cantone sono stati immediati. E fin dal primo sopralluogo abbiamo domandato assicurazioni minime, quanto a sicurezza interna ed esterna e alla Legge edilizia e quanto alla temporaneità della struttura». Richieste soddisfatte e sfociate poi nel preavviso favorevole del Municipio. «Per finire – annota ancora Maffi – ha prevalso il senso di responsabilità verso la cittadinanza di Mendrisio e del Mendrisiotto». Regione con la quale Palazzo delle Orsoline ha tenuto aperto un canale di comunicazione. A cominciare dai Comuni (ieri a Rivera era presente la capodicastero Sicurezza pubblica di Chiasso Sonia Colombo-Regazzoni) sede degli impianti di Pci in prima linea.

Una frontiera sotto i riflettori

Sulla realtà dei migranti alla frontiera meridionale della Svizzera si sono accesi i riflettori anche della stampa d’Oltregottardo. Ieri sia sul ‘Tages Anzeiger’ che sulla ‘Nzz’ si parlava dell’accampamento cresciuto all’ombra della stazione di Como e di quanto si sta vivendo lungo il confine. I numeri delle persone fermate e riconsegnate alle autorità italiane nelle ultime settimane, del resto, parlano da soli. Tant’è che pure nel mondo politico, cantonale e no, si è alzata l’attenzione per quella che viene percepita come una emergenza umanitaria. Sempre dal ‘Tagi’ si apprende che il consigliere di Sato Manuele Bertoli, il presidente del Ps Igor Righini, il capogruppo socialista in Gran Consiglio Ivo Durisch e altri esponenti, martedì, hanno voluto vedere da vicino il campo profughi improvvisato a San Giovanni e nei giardini sottostanti. Luoghi scenario di una situazione che preoccupa, peraltro, Anja Klug, direttrice dell’Ufficio dell’Alto commissariato per i rifugiati in Svizzera, intervistata dal ‘Tagi’ e convinta che quanto si sta consumando a Como non possa essere lasciato unicamente all’iniziativa di volontari. Serve, insomma, un centro di accoglienza ufficiale in grado di assicurare un’assistenza adeguata a quanti fuggono da guerre e disperazione. Per gestire la presenza dei migranti, circa 500, alla stazione, oltreconfine si stanno trasferendo gli adulti verso l’Italia del Sud su degli autobus. Una prassi a cui ha assistito pure Lisa Bosia Mirra, presidente di Firdaus. Si stima che siano stati almeno 250 i migranti spostati a Bari, Taranto e in Sicilia. Si ipotizza altresì che chi viene respinto a Chiasso possa cercare accoglienza a Milano, in affanno.

Da Locarno al confine di Chiasso

Da Locarno al confine di Chiasso

Editoriale di Bruno Costantini, dal CdT dell’11 agosto 2016 | «Anche se le responsabilità stanno altrove, non possiamo fare finta di nulla: non dovremo essere ingenui e dovremo vigilare affinché la Confederazione non faccia con il Ticino ciò che l’Unione europea fa con l’Italia».

Nella mondanità nostrana li si trovano ovunque, belli, lisciati, con il bicchiere e il piatto in mano, quell’aria glamour da provincia soddisfatta (nonostante i continui lamenti contro quelli che ci ruberebbero il pane), il tocco sciallo-casual, lo sguardo apparentemente vispo, a volte svaporato tra le bollicine dell’ultimo brut. Ma sono trendy, nel luogo giusto al momento giusto. Sono lì, piacciono alla gente che piace. Sono loro, sono ovunque: sono i politici. Il Festival internazionale del film di Locarno, con i suoi diversi ricevimenti, i suoi luoghi di socializzazione spontanea da dove spedire tweet e selfie, il suo red carpet in piazza Grande, è una passerella imperdibile in questi giorni. La gente del Pardo ha tutto l’interesse a ingraziarsi la gente del Palazzo; la gente del Palazzo ha tutte le ragioni per andare a vedere come la gente del Pardo, pur con piena autonomia artistica, spende il denaro pubblico. E ci sta: l’unicità e l’internazionalità di Locarno, al di là dei riti scontati e consumati che fanno parte del copione qui come in qualsiasi altro Paese, hanno oggi finalmente archiviato l’annoso e noioso dibattito sui rapporti tra la rassegna e il suo territorio, anche quando, come successo nelle scorse edizioni, s’è scatenata qualche polemica. Tutti, o quasi, sono presenti. Chi non lo è, avrà sicuramente giustificati motivi: sarà su spiagge esotiche a leggere un buon libro (preferibilmente un saggio sul tramonto dell’Occidente), o in cima a una vetta per rovistare nell’intimo di se stesso (cioè in quello che la saggezza popolare definisce «spazzacà in disurdin»), o in viaggio culturale per il mondo alla scoperta dell’altro, che poi basterebbe andare a Ponte Chiasso, nemmeno a Como, per farsene un’idea. Qualcuno l’ha fatto. E infatti, l’evoluzione di quanto sta avvenendo alla frontiera, con la pressione di centinaia di migranti provenienti dall’Italia, impegna anche la politica in trasferta al Festival. Alla vigilia della decisione per il centro unico di Rancate, sul red carpet incontriamo il direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi, pensieroso sulle garanzie, anche finanziarie, attese da una Confederazione non sempre in chiaro sulla reale portata di quanto succede al confine sud del Paese e sui compiti che il Ticino svolge a beneficio dell’intera Svizzera, come dimostrano i numeri crescenti sui respingimenti forniti dalle Guardie di confine. Ieri la decisione ufficiale è stata comunicata dal Consiglio di Stato.

Tanto per evitare equivoci, a Rancate non ci sarà un centro per richiedenti l’asilo, ma un centro unico (anziché gli attuali tre, più uno di riserva, nelle sedi della Protezione civile) per accogliere temporaneamente (una notte) i migranti che non intendono chiedere l’asilo in Svizzera, ma che vogliono raggiungere il nord Europa, e che pertanto devono essere riammessi in Italia con procedura semplificata. È difficile immaginare come una simile struttura chiusa, che rimarrà attiva soltanto sino a quando il fenomeno si sarà esaurito, possa rappresentare una minaccia per la popolazione. Il surreale polverone sollevato dal gruppo Lega-UDC-Indipendenti di Mendrisio è uno psicodramma pretestuoso, un modo come un altro per segnare il proprio territorio elettorale locale anche a costo di smentire il proprio consigliere di Stato, certamente non sospettabile di essere uno «spalancatore di frontiere», in un gioco delle parti ben conosciuto tra leghisti, ma poco utile per trovare soluzioni razionali e coerenti. Il buonismo e l’esibizionismo parolaio politicamente corretti non risolvono ma nascondono i problemi; le polemiche artificiose, invece, offuscano le menti (magari già un po’ labili, su un fronte e sull’altro) e creano un clima che fa perdere di vista la realtà. Una realtà che il direttore del Dipartimento delle istituzioni, che ha invitato anche i suoi colleghi di partito ad abbassare i toni, e il Municipio di Mendrisio hanno deciso di affrontare con pragmatismo, di fronte a una situazione straordinaria che non può essere ignorata dal lato della gestione del flusso di persone che cercano di varcare la frontiera e da quello umanitario. A Como, provenienti dallo snodo centrale di Milano, arrivano famiglie, molti giovani, mamme con bambini piccoli, che fatichiamo a identificare tutti come sfaccendati, un po’ delinquenti, in viaggio di piacere. D’altra parte, la solidarietà transfrontaliera dal Ticino verso queste persone si è già attivata sul terreno, in particolare dopo l’appello dell’arciprete di Chiasso don Gianfranco Feliciani, le cui parole possono piacere o non piacere, ma hanno sempre il pregio di essere conseguenti nei fatti.

Certo, il problema riguarda l’Italia, lasciata sola da un’Unione europea la cui politica in materia di migrazioni rivela il suo totale fallimento (con l’ipoteca dei tre milioni di profughi che la Turchia minaccia di espellere se saltassero i suoi accordi con Bruxelles). Sconcerta, poi, la proposta di quel consigliere regionale lombardo del PD che, non si sa se per ignoranza o per furbesco scaricabarile, ha chiesto alla Svizzera di aprire un corridoio umanitario verso il nord Europa: una vera assurdità considerato che la Germania respinge i migranti illegali che si ritroverebbero così sul nostro territorio in un «cul de sac», come ha opportunamente commentato Gobbi.

In questo contesto, anche se le responsabilità stanno altrove, non possiamo fare finta di nulla. Non dovremo essere ingenui e dovremo vigilare affinché la Confederazione non faccia con il Ticino ciò che l’Unione europea fa con l’Italia. Il rispetto delle nostre leggi, la garanzia dell’ordine e della sicurezza per la nostra popolazione, sono valori sui quali non si può transigere, tuttavia nulla hanno a che vedere con la volontà di trovare la soluzione per gestire nel miglior modo possibile le conseguenze, su terra elvetica, di un problema anche umanitario che abbiamo a pochi metri da casa nostra. Altre bollicine?

Rancate, sì al centro migranti

Rancate, sì al centro migranti

Da RSI.ch, servizio del Quotidiano e del Telegiornale del 10 agosto 2016 | Saranno ospitati in modalità temporanea nella zona industriale gli stranieri in attesa di riammissione in Italia

Link ai video: http://www.rsi.ch/g/7858016

Il Centro unico temporaneo per migranti in procedura di riammissione in Italia con sede a Rancate sarà attivato. Un comunicato stampa del Consiglio di Stato nella serata di mercoledì ha chiarito alcuni particolari di questa decisione, taluni trapelati già nel primo pomeriggio.

La struttura, che sarà operativa dalla fine di agosto, verrà ricavata da un capannone in disuso della zona industriale e sarà gestito completamente dal cantone, cofinanziato dalla Confederazione e soprattutto sarà provvisorio. Tema, quest’ultimo, che ha suscitato notevoli polemiche politiche nei giorni scorsi fino ad una raccolta firme da parte di UDC e Lega dei Ticinesi. Gli ospiti godranno dell’alloggio per una notte ed è per coloro che si trovano in attesa di riammissione semplificata in Italia, che non hanno formulato domanda d’asilo in Svizzera. Al contrario, il centro non supplisce in alcun modo all’accoglienza di richiedenti l’asilo.

“L’apertura della struttura di Rancate, si legge nel comunicato arrivato da Bellinzona, è in grado di rispondere alle attuali esigenze, di agevolare le questioni logistiche, di accelerare i lavori di riammissione, di migliorare la sicurezza, nonché di tenere in considerazione le necessità della popolazione e le richieste delle autorità federali”. La struttura andrà a sostituire e si farà carico dei compiti fino ad ora assunti dalle infrastrutture decentralizzate della Protezione Civile utilizzate nelle scorse settimane, rispettivamente di Chiasso, Vacallo, Coldrerio e Castel San Pietro.

Migranti a partire da fine agosto

Migranti a partire da fine agosto

Dal Corriere del Ticino dell’11 agosto 2016 | Confermato il progetto di centro unico a Rancate: accoglierà per una notte i profughi in attesa del rinvio in Italia – Giunte chiare garanzie su sicurezza e condizioni umanitarie, Norman Gobbi: «Lo facciamo per il Mendrisiotto».

Il centro unico a Rancate per alloggiare i migranti in attesa di essere riammessi in Italia si farà e potrà accogliere fino a 150 persone. A partire da fine agosto – «la struttura sarà agibile al più tardi la sera del 27 agosto» ha garantito il consigliere di Stato Norman Gobbi durante la conferenza stampa organizzata ieri in serata a Chiasso – sostituirà le protezioni civili di Chiasso, Vacallo, Coldrerio e Castel San Pietro utilizzate attualmente e ubicate in zone sensibili dei paesi.

Le conferme sono giunte dopo un summit tra gli attori coinvolti, in particolare Dipartimento delle istituzioni e Municipio di Mendrisio, che si è tenuto ieri pomeriggio nella sede della PCi di Rivera. Incontro seguito da una conferenza stampa.

«Il nuovo centro semplificherà le questioni logistiche, razionalizzerà i costi di gestione, migliorerà la sicurezza e terrà in considerazione le necessità della popolazione e le richieste di Mendrisio» ha spiegato Gobbi. In effetti, sin dal suo primo contatto con il Cantone, l’Esecutivo del capoluogo ha chiesto delle garanzie, prima su tutte la lontananza della struttura dagli abitati e dalle zone sensibili. E di contatti con la popolazione infatti non ce ne saranno. I migranti che alloggeranno per una notte al centro saranno quasi in un regime di detenzione: «Ci saranno un dispositivo di sicurezza interno (garantito da una ditta privata) ed esterno (dala polizia), inoltre l’area sarà videosorvegliata. Capisco i timori, ma dobbiamo un po’ abbassare i toni, lo dico anche ai miei colleghi di partito – ha proseguito Gobbi facendo riferimento alla petizione lanciata nei giorni scorsi nel distretto – . Lo stiamo facendo per il Mendrisiotto».

Da parte del Municipio invece «è prevalso il sentimento di responsabilità nei confronti della popolazione del Mendrisiotto» ha spiegato il vicesindaco Samuel Maffi . «Abbiamo chiesto sin da subito garanzie – ha invece detto il sindaco Carlo Croci – anche umanitarie. Il Municipio a Rivera era presente al completo, questo testimonia l’attenzione che abbiamo riservato al dossier».

Il progetto, economicamente di responsabilità cantonale, sarà parzialmente sostenuto dalla Confederazione, sia per quanto concerne l’investimento, sia per i costi di gestione. Le cifre restano però segrete.

LA SITUAZIONE – «Non c’è emergenza e nemmeno crisi, è stato decretato lo stato di necessità»

«Ad oggi non c’è emergenza, non c’è crisi: c’è invece uno stato di necessità». Durante la conferenza stampa indetta ieri a Chiasso, il consigliere di Stato Norman Gobbi ha tracciato il profilo della situazione attuale relativa ai migranti. Le cifre riguardanti gli sbarchi in Italia non parlano di un aumento importante: la situazione è pressoché uguale allo stesso periodo dello scorso anno. La pressione è però aumentata alla frontiera tra Italia e Svizzera a causa della chiusura dei confini a Mentone e al Brennero. «La Svizzera è percepita come l’unica porta aperta verso il Nord. Nonostante le informazioni circolate finora infatti non è corretto dire che i valichi in Svizzera sono chiusi: di fatto le richieste d’asilo quest’anno sono raddoppiate rispetto al 2015», ha spiegato Gobbi. È così dunque che molti dei flussi migratori si sono fatti strada lungo l’Italia fino ad arrivare a Milano e a Como, nel tentativo di riuscire a passare i valichi con successo. «Il numero di ingressi illegali è aumentato nelle ultime sei settimane – ha detto il consigliere di Stato – lo dimostrano le cifre della Regione IV delle guardie di confine, dove giornalmente si registrano le entrate di cittadini provenienti dall’Africa o dall’Asia sprovviste di un documento di identità valido». Se nel mese di giugno dello scorso anno gli ingressi illegali registrati dalla Regione IV sono stati 1.835, nello stesso mese di quest’anno sono saliti a 3.487, con un un aumento del 90%. La crescita è poi del 274% se si confrontano le cifre del mese di luglio (nel 2015 ci furono 1.679 entrate illegali, nel 2016 se ne sono registrate 6.289). E nei soli primi dieci giorni di agosto quest’anno sono entrate illegalmente in Ticino 2.018 persone, 370 in più rispetto a quelle fermate lo scorso anno in tutto il mese.

«Serve fare chiarezza»

«Finora si è fatta un po’ di confusione tra i concetti di richiedente l’asilo e migrante in attesa di riammissione semplificata», ha puntualizzato Gobbi. I primi infatti non avranno nulla a che vedere con il centro previsto a Rancate (vedi articolo a lato): si tratta di persone che confermano oralmente di voler depositare una richiesta d’asilo. «Non bastano bigliettini redatti a mano. La domanda deve essere formulata verbalmente», ha precisato il direttore del Dipartimento delle istituzioni. In seguito alla registrazione da parte della Segreteria di Stato della migrazione (SEM), i richiedenti l’asilo vengono spostati in strutture federali (come quella di Chiasso o quella di Losone) e in seguito attribuiti ai cantoni secondo una chiave di riparto. «A differenza di queste persone, i migranti in attesa di riammissione semplificata in Italia non chiedono asilo in Svizzera» ha chiarito Gobbi.

Container a Como

Intanto il Ministero dell’interno italiano ha ufficializzato ieri la decisione di inviare a Como container attrezzati, con bagno e posti letto, per la gestione dei migranti. Non si sa ancora quando e dove saranno posizionati, ma è certo che sarà individuato un luogo a ridosso della stazione, e che i tempi non dovrebbero essere lunghissimi. Amnesty International nel frattempo ha chiesto spiegazioni a Berna dopo informazioni secondo cui sono stati respinti dei bambini che volevano raggiungere i propri genitori in Svizzera.

Una mela, un migrante

Una mela, un migrante

Da LaRegione Ticino, di Andrea Manna e Daniela Carugati l Gli uomini e le donne in attesa alla stazione ferroviaria di Como sono ormai 500. Aumentano i migranti assistiti dai volontari di Firdaus. E sale la pressione alla frontiera ticinese. Il ministro Gobbi intende infatti incontrare i prefetti di Como e Varese e chiedere a Berna l’intervento della Polizia militare a supporto delle Guardie di confine. Nodo, la gestione dei respingimenti.

Le mele sono diventate ormai una sorta di unità di misura. Restituiscono, giorno dopo giorno, la realtà della stazione di San Giovanni, a Como. Ieri ne sono state distribuite cinquecento. Tante quante le persone in attesa tra lo scalo ferroviario e i giardini sottostanti. Quel frutto assieme a un piatto di riso (o di pasta) e a un pezzo di pane costituiscono, del resto, il pasto che i volontari dell’Associazione Firdaus di Genestrerio garantiscono ogni mezzogiorno.

Sale il numero delle mele quotidiane. Aumentano i migranti che aspirano a passare la frontiera. E cresce così la pressione alle porte del Ticino. Il capo del Dipartimento istituzioni Norman Gobbi intende incontrare i prefetti di Como e di Varese. «Stiamo prendendo i necessari contatti per vedere la loro disponibilità», dice alla ‘Regione’ il consigliere di Stato. «Si tratterà di fare il punto della situazione, anche per coordinarci al meglio al di qua e al di là della frontiera, visto che il problema è comune – aggiunge Gobbi –. Al momento la collaborazione con l’Italia, per quanto riguarda le procedure di riammissione, funziona bene». La situazione nel capoluogo lariano tuttavia si aggrava col passare dei giorni. «Proprio per questo vorrei sapere dai due prefetti come intendono gestire il fenomeno nell’immediato futuro – afferma il ministro ticinese –. Quello che sta avvenendo a Como potrebbe peraltro innescare problemi di ordine pubblico: alcuni migranti potrebbero infatti diventare manovalanza di organizzazioni criminali o facili prede di passatori che lucrano sulla disperazione altrui». Per il direttore del Dipartimento, servirebbe però anche «un segnale» da Berna: «La Confederazione dovrebbe finalmente dire in maniera chiara che la Svizzera non è un corridoio di transito, che nessun corridoio umanitario è stato aperto. Altrimenti c’è chi continuerà ad alimentare nei migranti false illusioni». D’altronde, continua Gobbi, «ho i miei dubbi che la Germania, Paese che i migranti desiderano raggiungere, voglia un simile corridoio: pensiamo a quello che succede in questi giorni a Costanza (Germania), dove quanto a respingimenti, e con un numero di migranti decisamente più basso di quello con cui noi siamo confrontati, le autorità tedesche stanno facendo con la Svizzera ciò che noi stiamo facendo con l’Italia».

Per quanto tempo ancora è gestibile questa situazione? «Stando agli ultimi dati forniti dal Comando delle Guardie di confine, in luglio ci sono stati 6’289 ingressi in Ticino, poco meno del doppio di quelli di giugno e più di tre volte e mezzo di quelli del luglio dello scorso anno – evidenzia Gobbi –. Quando si ha a che fare con oltre quattromila respingimenti in un mese, strutture e organizzazione del personale preposto a questo compito ne risentono parecchio. Il Corpo delle Guardie di confine della Regione IV ha dovuto chiedere rinforzi. Li ha ottenuti, ma nel contempo sono state sguarnite altre Regioni a nord». Tramontata l’ipotesi di un intervento dell’Esercito alla frontiera sud della Svizzera, e meglio della truppa di milizia attraverso una diversa pianificazione dei corsi di ripetizione, Gobbi si appresta a interpellare i consiglieri federali Guy Parmelin e Ueli Maurer, responsabili rispettivamente del Dipartimento della difesa e di quello delle finanze (dal quale dipendono anche le Guardie di confine). «Sto scrivendo infatti a Maurer e Parmelin – spiega Gobbi – per chiedere l’impiego della Polizia militare a supporto delle Guardie di confine della Regione IV per gestire i respingimenti. L’impiego della truppa era previsto qualora ci fosse stata un’impennata delle domande d’asilo, almeno diecimila, cosa che però non è sin qui accaduta. Sono invece nettamente aumentate le entrate illegali: ritengo quindi necessario un supporto all’attività al Corpo delle Guardie di confine. Un supporto che potrebbe essere fornito, in questa fase, dalla Sicurezza militare (Polizia militare), composta di professionisti dell’Esercito».

Domenica alla frontiera si è sfiorato un record di ingressi illegali: ben oltre 300 (e prossimi ai 400) i casi registrati dagli agenti a fronte dei 1’700 delle ultime settimane. Un’altra cifra che mostra quanto la situazione sia difficile. Un po’ di preoccupazione, di fatto, c’è anche nelle autorità locali, ammette il sindaco di Chiasso Bruno Arrigoni . «Abbiamo fiducia, in ogni caso, nel Cantone e nella Confederazione – precisa –, che non sono rimasti con le mani in mano, ma si sono dimostrati propositivi per ovviare a un eventuale aumento delle entrate». Certo uno scenario quale è quello comasco sulla soglia di casa fa un certo effetto. «Si vuole evitare di riprodurre una tale situazione. Siamo informati costantemente. I contatti con il Dipartimento delle istituzioni e la Segreteria di Stato della migrazione sono settimanali. L’ultimo punto lo abbiamo fatto martedì scorso e avremo un nuovo incontro con i nostri interlocutori cantonali questa settimana», ci conferma ancora Arrigoni.

Nel frattempo, anche la stazione di Chiasso si è andata un po’ trasformando, ma a livello strutturale. I divisori sistemati lungo il marciapiede sono pronti per fronteggiare un flusso migratorio più importante. Mentre entro fine mese (al massimo a inizio settembre, spiega il sindaco) si valuterà se adibire altri spazi dello scalo cittadino alle procedure di registrazione, qualora i locali al Centro federale non bastassero più per sbrigare le pratiche nello spazio delle 36 ore, come previsto. Alcune scelte logistiche, come la futura struttura di Rancate, stanno, però, già diventando un nodo della politica locale. I giovani leghisti del Mendrisiotto e l’Udc di Mendrisio hanno fatto sapere che non la vogliono.

Migranti: struttura unica per l’accoglienza

Migranti: struttura unica per l’accoglienza

Dal Corriere del Ticino del 3 agosto 2016 | Il centro servirà a ospitare i profughi che trascorrono una notte in Ticino in attesa di riammissione semplificata. Tra le possibilità al vaglio anche un fabbricato a Rancate – Drastico l’aumento di clandestini respinti ai valichi

Le tre Protezioni civili aperte nel distretto per far fronte all’emergenza migranti che sta toccando il Ticino e in particolare il Mendrisiotto in queste settimane non rappresentano più una risposta adeguata. Per affrontare la situazione che si è creata lungo il confine il Consiglio di Stato ha dunque pensato ad una soluzione alternativa: una struttura unica per l’accoglienza temporanea dei migranti in attesa di riammissione semplificata, capace di accogliere oltre 150 persone contemporaneamente.

A comunicarlo con una nota diffusa ieri pomeriggio è il Dipartimento delle istituzioni che chiarisce come il dispositivo messo a disposizione con le tre protezioni civili «era inizialmente pensato per alloggiare fino a 150 ospiti unicamente durante il fine settimana e in maniera del tutto straordinaria. A partire dal primo luglio l’apertura di queste strutture protette si è invece resa necessaria in modo permanente in ragione di un aumento delle richieste d’alloggio. Da qui l’esigenza di trovare una soluzione sostenibile nell’ottica di una gestione costante d’importanti flussi giornalieri di migranti».

«Quest’anno siamo confrontati con un fenomeno nuovo – sottolinea il direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi -, i migranti che arrivano al confine ormai non chiedono quasi più asilo in Svizzera, perché vogliono proseguire il loro viaggio verso il nord Europa. È una situazione nuova che ci costringe a trovare nuove soluzioni per le persone che devono essere riammesse in Italia ma che prima di farlo devono essere trattenute in Ticino una notte». Negli ultimi 4 giorni ad esempio i nuovi arrivi in Ticino sono stati oltre 700, e le persone che hanno alloggiato per una notte nelle strutture della PCi di Coldrerio, Chiasso e Vacallo sono state circa 400. La scorsa settimana gli arrivi al confine sono stati 1.349, in media con i dati dell’ultimo mese, i respingimenti hanno invece superato per la prima volta le mille unità e sono stati 1.102 (quasi 300 in più della settimana precedente). «Le Protezioni civili che accolgono attualmente i migranti in attesa di essere riammessi in Italia si trovano in centro paese o vicino alle scuole – prosegue Gobbi -, tra meno di un mese riprende l’anno scolastico e dobbiamo trovare una soluzione che ci permetta di evitare potenziali situazioni di conflitto. Con la creazione di un centro unico non vogliamo aumentare la capacità, ma garantire la sicurezza. Non bisogna dimenticare che visto che non si tratta di richiedenti l’asilo, tutti i costi relativi ai migranti da riammettere in Italia attualmente sono coperti dal Cantone».

I tempi stringono, l’idea è infatti di rendere agibile la struttura prima dell’inizio delle scuole, lasciando i tre centri della PCi di supporto al fabbricato, nel caso in cui i migranti fossero così tanti da necessitare ulteriori spazi per il loro alloggio. E resta un grande interrogativo. Non è infatti ancora chiaro dove sorgerà il nuovo centro, che dovrebbe trovare spazio in un capannone già esistente. La sola certezza è che sarà nel Mendrisiotto.

Le prospettive

Tra le possibilità al vaglio, vi sarebbe una soluzione che interessa una struttura situata nella zona industriale di Rancate. «Il Municipio – afferma il vicesindaco e responsabile del dicastero Sicurezza Samuel Maffi – è stato subito informato di questa possibilità ed è in contatto a questo proposito con il Cantone da un paio di settimane. Il progetto è stato preavvisato favorevolmente dalla Città, che ha dato la sua piena disponibilità per affrontare la situazione, a patto che vengano rispettate delle condizioni relative alle responsabilità in materia di polizia del fuoco, sicurezza interna ed esterna al centro e in merito alla Legge edilizia». Sia che il centro venga realizzato sul territorio di Mendrisio o in un altro Comune, il Consiglio di Stato dovrebbe infatti adottare una clausola d’urgenza per destinare gli spazi all’accoglienza temporanea dei migranti.

Ad ogni modo, rassicura Maffi, il centro non creerà nessun tipo di disagio: «Si tratta di una struttura temporanea per l’accoglienza di migranti che non chiedono asilo ma vorrebbero solo attraversare il Paese per dirigersi verso nord e vengono quindi riportati alla frontiera. La possibile struttura identificata sul territorio di Mendrisio non si trova in una zona sensibile e rimane discosta e lontana dall’abitato. Se dovesse essere scelto di realizzare il centro a Mendrisio – conclude Maffi – questo non sarà di disturbo alla popolazione».

La richiesta di aprire questa struttura è ora stata inoltrata a Berna, da cui si attende una risposta entro la fine della settimana. In seguito sarà presa una decisione sull’ubicazione.

Un altro ponte con l’Italia

Un altro ponte con l’Italia

Da LaRegione del 16 giugno 2016, un articolo di Paolo Ascierto

Esercizio Odescalchi: con soccorritori ed esercito, per la prima volta impiegate forze d’oltreconfine. In seguito a un incidente ferroviario (simulato) a Chiasso, entreranno in azione da domenica i soccorritori civili e militari. Il divisionario Cantieni: ‘Servirà anche per conoscere i nostri vicini.

«Quel ponte sarà il simbolo dell’esercizio». Ore 9.45. O, per dirla in grigioverde, zeronovecentoquarantacinque. Il bunker in cui si tiene la conferenza stampa è verniciato di fresco e, quindi, più che di piedi e di muffa odora di pittura. È il luogo in cui, in caso di emergenza, si riunirebbe il Consiglio di Stato. Fass90 in spalla, fuori i militi della Territoriale 3 impegnati nel corso di ripetizione controllano l’accesso all’area. Penne e fogli in mano, dentro si affinano i dettagli in vista dell’esercizio ‘Odescalchi’. Prenderà il via domenica e durerà fino a martedì, simulerà un grave incidente con tanto di nube tossica alla stazione di Chiasso, coinvolgerà tremila uomini di Protezione civile, Polizia cantonale, pompieri, esercito, Pronto soccorsi e via dicendo. Si svolgerà soprattutto nel Mendrisiotto e per il divisionario Marco Cantieni , Comandante della Regione territoriale 3, sarà simboleggiato da un ponte sul fiume Breggia «che verrà costruito in tre o quattro ore» dai militi. Perché quel ponte collegherà Svizzera e Italia. Geograficamente e metaforicamente: per la prima volta in occasione dell’esercizio Odescalchi lavoreranno spalla a spalla gli enti d’intervento locali e partner provenienti da oltreconfine, nello specifico i vigili del fuoco di Como e il Genio zappatori ferrovia. E non solo. A margine dell’esercizio sarà firmata una convenzione fra Ticino e Provincia di Como che in futuro permetterà di snellire le procedure per collaborare in casi di urgenza, simili a quelli simulati nel corso del weekend.

Verso altre convenzioni

«La collaborazione tra autorità civili e militari – ha sottolineato nella conferenza stampa di ieri Cantieni – non è qualcosa di strano». I contatti sono quotidiani, così come le esercitazioni congiunte. «Era dal 2011 – ha confidato l’alto ufficiale – che volevo farne una transfrontaliera». Prenderà il via domenica. «Un’occasione per tutti quelli che verranno impiegati», un’occasione per conoscersi e per comprendere come funzionano «le teste della parte oltreconfine» in un simile contesto. Anche perché se un giorno davvero dovesse verificarsi un’emergenza senza frontiere, ha concluso Cantieni, «non ci sarà tempo per conoscersi». «Anche nell’ambito della protezione della popolazione – ha rilevato pure il capo del Dipartimento istituzioni Norman Gobbi – è importante comprendere come funziona di là». Così come è importante disporre di chiare ‘regole del gioco’. Da qui la sottoscrizione della Convenzione tra Ticino e Provincia di Como. Anche in questo campo, ha ricordato Gobbi, gli accordi sono presi tra Roma e Berna. Ma simili convenzioni tra ‘vicini di casa’ «permetteranno di snellire le procedure» e di attivare più velocemente il soccorso transfrontaliero. Sulla falsa riga, per intendersi, di quanto avviene grazie al Centro di cooperazione polizia e doganale di Chiasso. E quanto verrà sottoscritto fra tre giorni «farà da apripista» per trovare forme di collaborazione con le altre province confinanti. Si vedrà. Per intanto sotto con l’esercizio Odescalchi che nonostante l’esodo dei primi vacanzieri e l’impiego di migliaia di uomini «non influenzerà» eccessivamente, ha assicurato il portavoce della Polizia cantonale Renato Pizolli , la mobilità sulle strade del Mendrisiotto. Anche perché, ha detto Pizolli, è «prevista la gestione del traffico in modo funzionale alle esigenze della popolazione».

Ufficio registri del Distretto di Mendrisio: nominata la nuova Ufficiale

Ufficio registri del Distretto di Mendrisio: nominata la nuova Ufficiale

Il Consiglio di Stato ha nominato nella sua seduta odierna Elisa Quadri Parravicini quale nuova responsabile dell’Ufficio dei registri del Distretto di Mendrisio. Il settore del registro fondiario, che si occupa di tenere aggiornate costantemente tutte le informazioni e gli atti relativi ai fondi situati nel nostro Cantone, è tra i servizi più importanti dell’Amministrazione cantonale: nel 2015 le pratiche evase sono state infatti 78’000 per 72 milioni di incassi.

Elisa Quadri Parravicini, classe 1982, ha conseguito la licenza in diritto nel 2005 all’Università di Ginevra. Nel 2009, dopo il periodo di pratica legale, l’alunnato giudiziario svolto alla Pretura di Mendrisio Sud, al Servizio dei ricorsi del Consiglio di Stato e al Tribunale penale cantonale, ha ottenuto il certificato di capacità come avvocato. In seguito, ha lavorato fino ad oggi in uno Studio legale e notarile del Mendrisiotto, coniugando la sua attività professionale con la nascita dei suoi due figli.

Il Consiglio di Stato coglie l’occasione per rivolgere alla nuova funzionaria dirigente i migliori auguri per l’inizio della sua nuova sfida lavorativa, rallegrandosi per un dato che riflette l’impegno della Direzione del Dipartimento delle istituzioni nel rispettare le pari opportunità: si tratta infatti della nona funzionaria dirigente donna nominata all’interno del Dipartimento.