Flüchtlingssituation im Tessin: «Nicht dramatisch, aber kritisch»

Flüchtlingssituation im Tessin: «Nicht dramatisch, aber kritisch»

Da NZZ.CH l Das Tessin erlebte im Juni einen grossen Ansturm von Asylsuchenden. Nun hat sich die Situation leicht entspannt – aber für Regierungspräsident Norman Gobbi ist eine Grenzschliessung nicht vom Tisch.

Peter Jankovsky, Bellinzona

Das Tessin ist eine Art Einfallstor: Die Hälfte aller Flüchtlinge, die 2014 in die Schweiz wollten, kamen in Chiasso an. Heuer war die Situation von Januar bis Ende Mai ähnlich, als insgesamt 3150 Asylsuchende gezählt wurden. Dann spitzte sich die Lage zu: Laut dem Tessiner Justiz- und Polizeidepartement registrierte man im April 613 Flüchtlinge – und im Juni deren 1766. Die Zahl habe sich fast verdreifacht, hält Departementschef Norman Gobbi (Lega) fest. Die Asylzentren in Chiasso, Losone und Biasca waren am Anschlag, zeitweise wurden die Zivilschutzanlagen von Chiasso und Stabio geöffnet. Schliesslich erwog Gobbi Ende Juni die Schliessung der Südgrenze .

Auch das Staatssekretariat für Migration (SEM) spricht von einem steilen Anstieg im Mai und vor allem Mitte Juni. Insgesamt aber habe sich die Zahl der Asylgesuche bisher gemäss den Prognosen für 2015 entwickelt, so die SEM-Sprecherin Léa Wertheimer. Nun habe sich die Situation leicht entspannt; ein weiterer Anstieg sei zurzeit wenig wahrscheinlich. Laut Gobbi kamen letzte Woche 25 Asylsuchende pro Tag im Tessin an, also weniger als im Juni. «Die Situation ist nicht dramatisch, aber kritisch.» Eine Grenzschliessung bleibt daher für Gobbi eine Option – sollten Frankreich und Österreich weiter ihre Grenzen blockieren und der Andrang von Flüchtlingen aus Italien anhalten.

La Formula E fa tappa in Governo

La Formula E fa tappa in Governo

Da ticinonews.ch l La città di Lugano domani sarà a Palazzo per chiedere un appoggio istituzionale per la realizzazione del Gran Premio in riva al Ceresio

La Formula E fa tappa in Governo. Domani mattina il Municipio di Lugano incontrerà una delegazione del Consiglio di Stato per presentare nel dettaglio il progetto di un Gran Premio di Formula E in riva al Ceresio.

La città lo ricordiamo è tra le superfavorite per diventare la tappa fissa del campionato mondiale. All’incontro di domani che si terrà a Palazzo delle Orsoline saranno presenti, i consiglieri di Stato Norman Gobbi, Claudio Zali e Christian Vitta, per l’Esecutivo luganese parteciperanno, il sindaco Marco Borradori e il municipale Michele Foletti.

La città cercherà un appoggio istituzionale, per quello che riguarda la questione dei permessi per organizzare la manifestazione. Ma non solo. Lugano chiederà al Consiglio di Stato di sostenere la richiesta formulata dalla città di modificare l’ordinanza di applicazione della Legge federale sulla circolazione stradale che vieta le gare di velocità in Svizzera, introducendo un’eccezione per le vetture elettriche.

Guarda il servizio TG di TeleTicino

http://www.ticinonews.ch/ticino/244025/la-formula-e-fa-tappa-in-governo

Tessin ignoriert Sommarugas Rüffel

Tessin ignoriert Sommarugas Rüffel

Da Neue Luzerner Zeitung l Die Kritik aus Bern lässt Norman Gobbi kalt. Der Tessiner Regierungsrat denkt nicht daran, bei Ausländern auf das Einholen von Strafregisterauszügen zu verzichten.

Am Anfang steht ein Raubüberfall von Ende März auf eine Tankstelle in No- vazzano. Zum wiederholten Mal befin- den sich unter den Tätern vorbestrafte Italiener mit Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Der Tessiner Sicherheits- direktor und Regierungsratspräsident Norman Gobbi (Lega dei Ticinesi) ord- net daraufhin eine spezielle Massnahme an. Seit April müssen alle Ausländer, die um eine Grenzgänger- oder Aufenthalts- bewilligung ersuchen, dem Tessiner Migrationsamt einen Strafregisterauszug zeigen und laufende Strafverfahren of- fenlegen. Dies diene der Sicherheit des Kantons Tessins, sagt Gobbi. Roberto Maroni hingegen, Präsident der Lom- bardei, taxiert Gobbis Aktion als anti- italienische Schikane.

Verstoss gegen Abkommen?
Politisch schwerwiegender als ein verschnupfter Nachbar ist der Rüffel aus dem Departement von Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP). In einem Brief teilte das Staatssekretariat für Mi- gration (SEM) dem Lega-Mann vor ei- nigen Wochen mit, das flächendecken- de Einholen von Strafregisterauszügen verletzte das Personenfreizügigkeitsab- kommen und sei unzulässig. In der Tat dürfen die Migrationsämter demnach nicht systematisch Dokumente verlangen, die Aufschluss über eine allfällige kriminelle Vergangenheit geben. Doch dies kümmert Gobbi bis jetzt ebenso- wenig wie die Kritik aus der Bundes- hauptstadt. Will heissen: Der Kanton Tessin verlangt von Grenzgängern und Ausländern nach wie vor einen Straf- registerauszug – und wird dies vorläufig auf unbestimmte Zeit weiterhin tun. Dies bestätigte Norman Gobbi auf An- frage unserer Zeitung.

Gobbi: «Wir handeln korrekt»
Laut Gobbi verstösst der Kanton Tes- sin keineswegs gegen das Personenfrei- zügigkeitsabkommen. Ein Passus besagt nämlich, dass aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit gewisse Rechte der EU/Efta-Bürger eingeschränkt werden müssen. Gobbi stuft die Gefahr, dass sich im Kanton Tessin Ausländer mit Kriminalitätshintergrund niederlas- sen, als genug gross ein, um flächen- deckend Strafregisterauszüge einzufor- dern. «Wir handeln korrekt», sagt Gobbi. Insbesondere viele kriminelle Italiener würden versuchen, sich mit der Verle- gung des Wohnsitzes in die Schweiz einem Strafverfahren zu entziehen. «Mit dieser Realität sind wir konfrontiert», sagt Gobbi. Er wird seine Position dem- nächst in einem Antwortschreiben an das SEM vertreten. Zudem verlangt die Tessiner Gesamtregierung ein Gespräch mit der Landesregierung. Als diese während seiner Bundesratsreise einen Ab- stecher in den Kanton Tessin machte, übergab ihr Gobbi ein Dokument mit diversen Themen. Unter anderem soll auch die Geschichte mit den Strafregis- terauszügen zur Sprache kommen. Som- maruga, vielleicht in Ausflugsstimmung, zeigte sich offen für Tessiner Anliegen. «Unser Besuch ist auch ein politisches Signal. Wir wollen hören, was die Leute bewegt», sagt sie.

Bundesrat könnte einschreiten
Die freundlichen Worte der Justiz- ministerin ändern jedoch nichts daran, dass der Kanton Tessin in ihren Augen derzeit Bundesrecht missachtet. Kann also Bern die aufmüpfigen Tessiner irgendwie sanktionieren? Laut dem emeritierten St. Galler Staatsrechtspro- fessor Rainer J. Schweizer ist dazu jedenfalls nicht das Staatssekretariat für Migration befugt. «Meiner Ansicht nach kann nur der Gesamtbundesrat eine solche Aufsichtsmassnahme anord- nen», sagt Schweizer. Er verweist auf Artikel 186 in der Bundesverfassung, gemäss dem der Bund für die Einhal- tung des Bundesrechts durch die Kan- tone zu sorgen hat.
Schweizer zeigt durchaus Verständnis für Gobbi. «Dass er sich dagegen wehrt, dass Kriminelle aus Italien im Kanton Tessin wohnen und sich so der Straf- verfolgung in Italien entziehen wollen, ist nachvollziehbar», sagt er. Allerdings obliege es dem Bund, Massnahmen wie das Einfordern von Strafregisterauszü- gen anzuordnen. «Die generellen Regeln kann nur der Bundesrat erlassen, den Kantonen bleibt die Ausführungskom- petenz im Einzelfall», sagt Schweizer. Er glaubt nicht, dass die Situation derart eskaliert, dass der Bund ein Machtwort spricht und die Massnahme aufhebt. «Bund und Kantone werden nach rechtskonformen Lösungen suchen», ist Schweizer überzeugt.
Voraussichtlich im Herbst will Lega- Regierungsrat Gobbi evaluieren, was das Einholen der Strafregisterauszüge ge- bracht hat. Ob er danach auf die kont- roverse Massnahme verzichten wird, ist offen.

KARI KÄLIN, NLZ 13.07.2015 (guarda la pagina PDF: NLZ_13072015_tessin )

Polizie, convenzioni in gestazione

Polizie, convenzioni in gestazione

Prima dell’entrata in vigore della legge sulla collaborazione tra i Corpi locali e la Cantonale – Gobbi: tutti devono contribuire a pagare il costo dal 1. settembre

Sono in via di definizione gli accordi dei Comuni ticinesi in vista della riforma che stabilisce la collaborazione dei singoli Corpi di polizia con la Polizia cantonale. Nella riunione della Conferenza consultiva della sicurezza, indetta quest’oggi dal direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi (che presiede anche l’organismo in questione), il consigliere di Stato ha ricordato due aspetti essenziali in vista della nuova legge. Primo: “tutti i Comuni che non dispongono di un corpo di polizia comunale strutturato dovranno stipulare un accordo di collaborazione con un Comune che ne è dotato”. Entro il 31 agosto tutte le convenzioni dovranno essere approvate dai singoli Consigli comunali.

Inoltre, ha proseguito Gobbi passando in rassegna le situazioni dei diversi Enti locali, “tutti i Comuni, anche quelli che non riusciranno a formalizzare la propria convenzione entro i termini, dovranno contribuire a finanziare il costo del corpo di polizia comunale strutturato dal primo settembre”. Secondo quando emerso durante la riunione, come si legge in una nota riassuntiva del Dipartimento, entro quella data è ipotizzabile che circa il 70 per cento dei Comuni dovrebbe disporre di una convenzione ratificata dal Governo per le proprie prestazioni di polizia. Solo i Comuni di Balerna, Morbio Inferiore, Novazzano e Vacallo hanno ottenuto per ora una proroga dal Consiglio di Stato. Si procede a passa spedito per completare la riforma in cantiere.

Il Consiglio di Stato sostiene con convinzione l’allargamento a 9 membri del Consiglio federale

Il Consiglio di Stato sostiene con convinzione l’allargamento a 9 membri del Consiglio federale

Il Consiglio di Stato si è espresso sulla consultazione federale in corso riguardo al progetto di allargamento da 7 a 9 membri del Consiglio federale. Il Governo ticinese esprime il proprio pieno sostegno alla soluzione proposta dalla Commissione delle istituzioni politiche del Consiglio Nazionale, per favorire un’equa rappresentanza delle diverse regioni geografiche e linguistiche elvetiche, senza tuttavia imporre quote prestabilite per l’elezione dell’Esecutivo federale.

Il Consiglio di Stato ricorda anzitutto che, negli ultimi anni, i parlamentari ticinesi si sono espressi a più riprese sul tema e hanno presentato due iniziative per ottenere un allargamento del Consiglio federale; entrambe queste proposte sono state respinte, una delle quali di misura – con soli 21 voti contro 20 voti e 2 astensioni in Consiglio degli Stati.

Il Governo ticinese afferma di condividere in primo luogo l’analisi secondo la quale i compiti che incombono alla Confederazione si sono moltiplicati – dal 1848 ad oggi – così come sono aumentate le sollecitazioni alle quali i Consiglieri federali sono sottoposti. Anche a causa di tale situazione, il Ticino sente che – ad esempio nel contesto non facile dei rapporti bilaterali con l’Italia – il Governo federale fatica a tutelare gli interessi del Cantone con la necessaria costanza e dedizione. Tale problema offre una prima legittimazione all’idea di un allargamento del Consiglio federale da 7 a 9 membri.

Accanto alle considerazioni sul numero di membri dell’Esecutivo federale, il Consiglio di Stato sottolinea poi la centralità della questione linguistica e culturale, ricordando come la rappresentanza delle diverse regioni del Paese sia iscritta dal 1999 nella Costituzione federale. A tale proposito, il Governo osserva che – benché non pochi degli attuali Consiglieri federali si esprimano in buon italiano – sia indubbiamente problematica l’assenza in Governo di un italofono proveniente dalla Svizzera italiana, che abbia familiarità con le caratteristiche socioeconomiche del territorio elvetico più vicino all’Italia.

Il Consiglio di Stato esprime infine il proprio esplicito sostegno a un approccio che non preveda quote prestabilite per l’assegnazione dei seggi in Consiglio federale. Pur dicendosi profondamente convinto della necessità di eleggere presto un rappresentante della Svizzera italiana nell’Esecutivo, il Governo ticinese resta contrario a una regola rigida. Ciò, nella convinzione che ogni Consigliere federale sia prima di tutto un rappresentante legittimo della Svizzera nel suo insieme, del «Popolo svizzero e i Cantoni» che insieme «costituiscono la Confederazione Svizzera», come ci ricorda l’art. 1 della nostra Costituzione.

Primi risultati già arrivati!

Primi risultati già arrivati!

Dal Mattino della domenica l Più controlli alla frontiera, meno arrivi rispetto a un mese fa e smistamento rapido verso gli altri Cantoni. Questi i primi risultati ottenuti da SuperNorman, che però avverte: “ Non abbassiamo la guardia”.

Alcune domeniche fa, dalle colonne del Mattino e di alcuni domenicali svizzero-tedeschi, il nostro Consigliere di Stato Norman Gobbi aveva lanciato l’allarme che qualora il flusso di migranti verso Chiasso fosse rimasto alto, si sarebbe dovuto chiudere la frontiera, in quanto Francia e Austria avevano fatto altrettanto. Oggi vediamo i primi risultati di questa proposta del Direttore leghista delle istituzioni, visto il retrocedere del numero di arrivi a Chiasso (nonostante gli sbarchi siano continuati).

Questa diminuzione è dovuta sicuramente ai controlli intensificati sul confine, compiuti grazie all’ottimo lavoro delle Guardie di confine; guardie che sono state rafforzate negli effettivi come richiesto da SuperNorman, spalleggiato pure dai suoi colleghi Direttori di giustizia e polizia degli altri Cantoni. In parallelo, la Segreteria di Stato della migrazione ha attivato maggiori risorse a favore del Ticino, smistando più celermente verso gli altri centri e gli altri Cantoni i migranti arrivati a Chiasso (è di questi giorni l’apertura di ulteriori centri di accoglienza in Romandia e Svizzera tedesca). Inoltre, non va poi sottovalutato il battage mediatico generato dalla pronta reazione del Ticino e del nostro Norman, che sicuramente è giunta anche alle orecchie dei migranti clandestini e dei loro manovratori. In questo senso, la notizia di maggiori controlli e della possibilità di chiusura ha sicuramente fatto desistere alcuni clandestini dal presentarsi a Chiasso.

Nonostante la diminuzione registrata negli ultimi giorni, il numero di arrivi rimane sempre sopra la media dello scorso anno. Non dobbiamo quindi abbassare la guardia: la situazione rimane allarmante, e per questo motivo deve essere tenuta costantemente sotto controllo, come indicato anche da Norman Gobbi, conscio dell’importanza e della necessità di continuare a garantire l’ordine pubblico del Ticino e la sicurezza dei Ticinesi.

Il problema è a monte

Questa vicenda è però disarmante. Se da un lato SuperNorman cerca di sostenere il muro di difesa del nostro Paese, dall’altra la fallita UE e la Fallitalia continuano a non distinguere i clandestini dai richiedenti l’asilo. Infatti, è noto come in questi flussi migratori vi siano molti migranti economici, che non fuggono dai loro Paesi per motivi di persecuzione politica o religiosa. Stando ai dati della Segreteria di stato della migrazione, solo il 5% dei richiedenti l’asilo in Svizzera proviene infatti dal conflitto siriano, mentre la grande maggioranza proviene dall’Africa nera. È quindi imperativo che l’UE faccia i suoi compiti e applichi i trattati che ha sottoscritto con i suoi Stati membri, tra cui la Fallitalia, non riversando i suoi oneri sul Ticino e la Svizzera. Altro che denuncia a Bruxelles per il casellario giudiziario !!!

Non abbassiamo la guardia!

“Guai se questa situazione di calma portasse qualcuno, come avviene in certe aree politiche di sinistra, a voler sminuire il fenomeno e le sue conseguenze”. Queste le parole di monito del Consigliere di Stato Gobbi, che ricorda come oggi i numeri siano ben superiori a un anno fa e al 2011, dopo la presunta ‘primavera araba’.

In questo momento, i migranti e clandestini stanno soggiornando in Italia, negli alloggi a 3 e 5 stelle messi a disposizione dallo Stato renziano, come denuncia Matteo Salvini; ma stando ad analisi effettuate, con l’arrivo dell’inverno e dopo aver capito che l’Italia di soldi ai migranti non ne dà, il moto potrebbe riprendere e l’onda migratoria ripartire senza controllo. In quest’ottica, è incredibile vedere come questi migranti sappiano identificare i Paesi che offrono una grande generosità nei loro confronti (leggi letto, cibo e soldi !!!); tra questi Paesi evidentemente c’è la Svizzera, e la sua porta d’entrata sono Chiasso e il Ticino!

La politica cantonale e quella federale devono quindi seguire con grande attenzione e anticipare le crisi, come ha ben fatto il nostro Consigliere di Stato Norman Gobbi, che ha svegliato la dormiente politica federale sul tema dell’immigrazione, con la speranza che le vacanze estive non la facciano ripiombare in un sonno profondo…

MDD

«Ma proposition de fermer la frontière concerne tous les Suisses»

«Ma proposition de fermer la frontière concerne tous les Suisses»

Da LeMatin Dimanche l Migration Que faire face à l’afflux de réfugiés au Tessin? Le conseiller d’Etat tessinois et membre de la Lega Norman Gobbi veut fermer la frontière sud de la Suisse, même s’il est politiquement difficile de le faire.

Comment un homme d’Etat peut-il en arriver à proposer la fermeture de la frontière?
Je me dis qu’il vaut mieux tirer la sonnette d’alarme aujourd’hui, avant qu’il ne soit trop tard. Je dois défendre les intérêts de mon can- ton et de la Confédération: sous-évaluer les conséquences de la pression migratoire est peu responsable. Lors du printemps en 2011, Berne a réagi trop tard. Aujourd’hui, la situa- tion est comparable à celle des années 1990. Si l’afflux actuel de réfugiés empire, cela de- viendra un réel problème pour la Suisse.

Pourquoi aujourd’hui?
La pression est toujours plus forte sur le Tes- sin. D’ordinaire, notre canton enregistre un tiers des demandes d’asile. Aujourd’hui, une sur deux. Chiasso est devenue la seule porte de sortie pour les migrants qui sont coincés en Italie. Ils savent que la Suisse res- pecte ses engagements, contrairement à l’Union européenne (UE). Pour cela, ils arri- vent chez nous en fin de journée, lorsque les bureaux italiens commencent à fermer. Ils savent que la Suisse leur donne de l’argent, un toit, un repas et des soins.

Cette idée de fermeture est-elle une faillite de l’Etat?
C’est une faillite de l’Union européenne qui n’assume pas son problème migratoire. La Suisse n’a pas à la subir et à tenter de la résou- dre. La conseillère fédérale Simonetta Som- maruga dit exactement la même chose. Evi- demment avec un ton moins «leghiste» que le mien. Elle dit que chacun doit faire sa part de travail. La Suisse le fait. En face, non. L’UE laisse l’Italie seule face aux migrants. L’UE ne veut pas de clé de répartition des migrants sur le continent et n’a pas de politique claire en matière d’enregistrement des réfugiés.

Alors quand fermerez-vous la frontière?
Cela ne se fera pas du jour au lendemain. La fermeture est une réponse possible que nous ne devons pas exclure. Au contraire, nous devons nous y préparer de la meilleure ma- nière possible. C’est mon objectif. Cette fer- meture doit être discutée avec la Confédéra- tion qui est seule compétente à décider. Elle peut le faire en collaboration avec la police cantonale qui intervient dans un deuxième temps, juste après la frontière. Quand la fer- merons-nous? Tout dépend de l’évolution de la situation migratoire. Je pense que si rien ne change, il faudra vite la fermer.

Est-ce vraiment légal?
Nous sommes un pays libre et neutre qui a signé les accords bilatéraux, ceux de Dublin et de Schengen. Nous les appliquons de ma- nière correcte. Face à l’inaction de l’UE, je pense que la Suisse peut se sentir libre de fai- re ce qu’elle veut. La fermeture est d’ailleurs prévue, de manière temporaire, par les ac- cords européens si la sécurité interne est menacée. Ce qui pourrait être le cas prochai- nement. La France le fait déjà à la frontière avec l’Italie et dans le Pas-de-Calais.

Pratiquement, comment se fera cette fermeture?
Ce n’est pas une fermeture tout court. Je ne dis pas qu’il faut rendre étanche le Tessin. Les Romands ont toujours l’impression que lorsqu’un «leghiste» tessinois propose d’agir à la frontière, il veut construire un mur et sortir les mitraillettes. Ce n’est pas ça que je veux, si je peux les rassurer (rires). Evidemment que nous maintiendrons le passage des touristes et le commerce de marchandises. Tout comme la circulation des frontaliers, même si je le déplore politi- quement. Cette action à la frontière se fera donc grâce à des contrôles encore plus in- tensifs qu’aujourd’hui. Et nous les avons dé- jà renforcés.

Parlez-vous au nom du Conseil d’Etat du canton du Tessin?
Je ne parle pas en tant que président du Conseil d’Etat. Je parle à titre personnel.

Quelle sera alors la procédure politique à suivre?
Il me faudra d’abord proposer mon idée au Conseil d’Etat. S’il l’accepte, nous devrons ensuite faire une demande au Conseil fédé- ral. Autant dire que la procédure est longue. A mon avis, les conditions politiques actuel- les ne permettront pas la mise en œuvre de cette fermeture. Mais je me dois de la propo- ser. Il en va de ma responsabilité politique.

Une fois entré en Suisse, un migrant pose-t-il réellement un problème?
C’est un poids pour la Suisse. Il y a une ques- tion d’infrastructure. Il y a aussi une ques- tion sanitaire. Beaucoup arrivent avec des problèmes de santé. Nous avons constaté que certains avaient la gale. Pour l’instant, la situation est sous contrôle. Mais elle pour- rait nous échapper, si d’autres maladies sont constatées. Il y a enfin aussi une question sécuritaire. Qui nous dit qu’il n’y a pas des membres de Daech, parmi les migrants, qui tentent d’entrer en Suisse. Leur présen- ce pourrait menacer la sécurité de l’Etat.

Des terroristes parmi les migrants! Le Service de renseignement dela Confédération est-il au courant?
Ils le sont bien évidemment et collaborent avec la police cantonale.

Avez-vous déjà constaté la présence de traces de Daech à Chiasso?
Nous n’en avons pas encore trouvé. Fort heureusement. Mais il y a un autre problè- me sécuritaire.

Lequel?
Certains requérants disparaissent dans la nature sans que la Suisse sache qui ils sont réellement. Je m’explique. Le centre de Chiasso ne dispose pas toujours de place dis- ponible. Le requérant est alors envoyé dans un autre centre d’enregistrement à Vallorbe, Altstätten ou Bâle. Dans ce cas, le contrôle sanitaire et sécuritaire de son dossier est ef- fectué partiellement à Chiasso. Il est finalisé une fois à destination. Le problème est que parfois ces requérants n’y arrivent jamais. Ils se déplacent seuls en train. Les contrôles de leur arrivée à destination sont difficiles à fai- re. Leur absence ne provoque aucune réac- tion. Personne ne sait où ils sont. Ce qui pose un sérieux problème de sécurité nationale.

Que faire alors?
Le problème que je viens d’évoquer a été re- connu par les parlementaires de la Commis- sion de sécurité du Conseil national qui sont venus nous visiter cette semaine. La solu- tion serait d’organiser des voyages accom- pagnés d’un centre à l’autre.

Cette question toutefois n’a rien à voir avec la frontière?
Notre objectif est d’éviter que n’importe qui entre en Suisse. Depuis quatre ans, nous in- tensifions les contrôles pour éviter que les criminels, les Roms et les migrants illégaux entrent dans notre pays. L’esprit de la fer- meture de la frontière va dans ce sens.

Sommes-nous en guerre contre les réfugiés?
Nous ne sommes pas en guerre contre les ré- fugiés. Nous sommes en guerre contre l’UE qui édicte des règles dans le domaine de la migration, mais qui ne les applique pas.

Lorenzo Quadri, municipal de Lugano, qui est membre du même parti que vous, a proposé de construire un mur entre le Tessin et l’Italie. Une bonne idée?
Le fondateur de notre parti Giuliano Bignas- ca (1945-2013) a déjà fait cette proposition. Personnellement, je pense que la construc- tion de ce mur ne doit pas être physique, mais opérationnelle. Ce que nous faisons aujourd’hui sur le terrain.

Il y a surenchère des phrases chocs dans votre parti?
Lorenzo Quadri tient sa ligne. Quant à moi je tiens ma ligne pragmatique et ouverte à toutes les variantes possibles, avant qu’il ne soit trop tard.

Après avoir proposé de fermer la frontière, quelle réaction avez-vous reçue du Conseil fédéral?
Aucune. Silence total.

Vous sentez-vous abandonné par le Conseil fédéral?
Le Conseil fédéral a beaucoup de compré- hension, mais peu d’empathie. Je m’expli- que cela par l’absence de Tessinois au gou- vernement fédéral. Une présence permet- trait de faire passer un message à Berne, de favoriser la résolution des problèmes tessinois. C’est grâce au conseiller fédéral Giuseppe Motta que le Tessin n’est pas tombé dans le fascisme durant l’entre- deux-guerres.

Le Tessin est donc isolé en Suisse?
Je pense que la situation à Chiasso concer- ne toute la Suisse. Les requérants du Tes- sin se retrouveront rapidement dans les autres cantons. Par ailleurs, j’ai reçu beau- coup de messages de soutien de la part de la Suisse alémanique. Beaucoup moins de la Suisse romande.

C’est-à-dire?
Les Tessinois et les Romands ne se com- prennent plus depuis la votation sur l’Espa- ce économique européen en 1992. Pour nous, la pression migratoire est un problè- me de plus. Qui s’ajoute à notre préoccupa- tion principale: la question des frontaliers.

Le canton de Genève a aussi des frontaliers. Et pourtant il ne propose pas la fermeture des frontières…
Nous vivons deux réalités complètement différentes. Genève est une ville centre, une force d’attraction, un poids économique pour sa région. Lyon est très éloigné de Ge- nève. Chez nous, Milan est à 50 kilomètres. Les régions importantes de Varese et Côme se trouvent à notre porte. Ce rapport de for- ce étouffe notre canton. Je rappelle que no- tre petit canton accueille 60 000 fronta- liers, un tiers de ceux présents en Suisse. La question de la migration est un poids de plus pour les Tessinois qui en subissent déjà as- sez. C’est pour cela qu’il faut tenter de gérer ce nouvel afflux.

Malgré ces différences cantonales, restez-vous optimiste?
Je suis très pessimiste. L’UE manque de vo- lonté pour résoudre les problèmes migratoi- res. Et la Suisse, qui est certainement plus eurocompatible que beaucoup d’autres pays européens, ne peut rien faire contre ce man- que de volonté.

 

Leggi tutto l’articolo: Lematindimanche_28062015

Sono un vecchio giovane della politica

Sono un vecchio giovane della politica

Da Illustrazione Ticinese l Incontro a 360 gradi con Norman Gobbi, confermato Consigliere di Stato alle recenti elezioni cantonali e nuovo presidente del governo ticinese.

L’appuntamento è fissato alle 8.30 a Nante, dove abita dal 2013. È quasi la fine di maggio, ma il termometro segna 6 gradi, le montagne tutt’attorno sono state imbiancate nella notte. Niente di nuovo per Norman Gobbi che, uscendo di casa, commenta allegro: “Questo mese è già la terza nevicata”. Salutati moglie e figli, lo aspetta una giornata impegnativa che inizia con la nostra intervista e che si concluderà a notte inoltrata. Cosa, commenta il nostro ministro, che “è più o meno la regola” nella sua vita attuale e quotidiana.

Quindi rapporti sicuramente più di qualità che di quantità nella famiglia Gobbi…
“Decisamente sì. Quando sono a casa, il lavoro resta fuori dalla porta e cerco di sfruttare al massimo i momenti con i miei bambini e mia moglie”.

A cosa le chiedono di giocare i suoi figli Gaia (4 ½) e William (3)?
“Spesso devo fare il cavallo: tutti e due salgono sulla mia schiena e li porto a passeggio, ma poi il cavallo deve attraversare un fiume e allora i bambini cadono… Questo passatempo li diverte molto”.

E alla Valascia a pattinare li ha già portati?
“Gaia ha già pattinato, William non ancora, ma siamo stati insieme più di una volta ad assistere a una partita. Ora, quando passiamo in auto e vedono la Valascia in coro gridano “Ambrì!”.

Pensa, per restare in tema hockeistico, che durante quest’anno da presidente del governo dovrà usare di più il bastone o il fischietto?
“Spero che si possa giocare bene e di concerto e che non si debba richiamare più di tanto al rispetto delle regole. Dalle prime sedute che abbiamo avuto con il nuovo governo la volontà di giocare insieme c’è. Dovremo solo affinare qualche schema. Bisognerà che ognuno di noi lasci da parte un po’ del suo orgoglio di capo dipartimento e dia più priorità all’aspetto istituzionale di membro del governo. Ha già funzionato in passato e in questo quadriennio potrà andare ancora meglio. L’importante è essere soprattutto capaci di condividere gli obiettivi. E poi insieme si deciderà come raggiungerli”.

Lavoro di squadra anche in famiglia?
“Mia moglie Elena ha già dichiarato pubblicamente qual è la realtà: ad occuparsi della famiglia è soprattutto lei, visti i miei impegni professionali. Quando sono a casa, però, cucino io, riassetto e gioco con i bambini”.

Si dice che dietro ad un uomo di successo, ci sia spesso una grande donna. Quanto ha contato sua moglie Elena nella sua carriera?
“Sicuramente ha contribuito non ostacolandomi e non ponendomi limiti e restrizioni che, personalmente, vivo male. Elena sapeva esattamente che la nostra vita coniugale sarebbe stata fortemente influenzata dalla vita politica e da attività e vincoli esterni”.

A proposito di donne: il nuovo governo ne è orfano. Cosa ne pensa?
“Penso che al di là del genere, è importante che l’esecutivo sia composto da persone capaci e di carattere. Ovviamente una sensibilità femminile avrebbe portato anche altri punti di riflessione. Ciò che più conta, in generale, è il rispetto del genere, al di là della composizione del governo. Il mio dipartimento, ad esempio, è quello che ha nominato più donne a livello di funzionario dirigente e che sta promuovendo la regola di mettere a concorso posti non più solo a tempo pieno, ma a scelta anche all’80%, come già avviene nella Confederazione. Trovo sia importante andare incontro alle donne, permettendo loro di conciliare lavoro e famiglia”.

Ricorda cosa l’ha spinta ad appassionarsi di politica già sui banchi delle medie? E perché la Lega?
“Sicuramente l’amore per la mia terra e per la mia Patria, ma soprattutto lo spirito di servizio appreso dai nonni materni Silvana e Angelo, la voglia di voler fare qualcosa di buono per il Paese. La Lega era nata da poco e non era certamente il partito di famiglia, che si divideva equamente tra PPD (da parte di mamma) e PLR (da parte di padre). Fu la votazione del 6 dicembre del 1992 contro lo spazio economico europeo a scatenare con forza in me la passione leghista: avevo 15 anni, la Lega era contro il sistema e grazie ad essa il nostro Cantone fu decisivo nel far pendere l’ago della bilancia verso il “no” allo Spazio economico europeo e quindi all’UE”.

Pensa che la sua storia politica fosse in un qualche modo già scritta?
“Non so se fosse scritta nel destino, ma ho avuto la fortuna di trovare persone sul mio cammino che hanno creduto in me. Da Rodolfo Pantani che mi introdusse nella Lega al Nano che, nel 1999, con un grande atto di fiducia, mi diede la possibilità di entrare in lista per il CdS, cosa che mi ha poi permesso di accedere al Gran Consiglio a soli 22 anni. A 31 ero presidente del legislativo, a 33 consigliere nazionale e a 34 facevo il mio ingresso in Consiglio di Stato. Ormai sono un vecchio giovane della politica”.

Eppure, per il suo vissuto e quello della sua famiglia, sarebbe stata più logica una carriera nel mondo della gastronomia…
“In effetti il sogno nel cassetto rimane sempre quello: riaprire un giorno il ristorante di famiglia, il Vais di Piotta, che fino a metà degli Anni Novanta è stato gestito dai miei nonni paterni Selma e Dante Gobbi. Il nonno, oltre a ristoratore, era anche panettiere e commerciante. Io sono quindi cresciuto tra padelle, fornelli, prestino e bottega. D’estate non ho mai bighellonato perché fin da bambino dovevo dare una mano alla nonna in bottega. Ritengo di non avere grandi capacità artistiche, ma penso di destreggiarmi abbastanza bene in cucina. Cerco di dare “colore ai piatti” come mi ha insegnato mio nonno, ma soprattutto sapore. Ciò che preparo deve essere buono e gustoso”.

Qual è il suo piattoforte?
“Sicuramente il risotto, declinato in tanti modi, e le carni”.

Lei sostiene di essere cresciuto in fretta, sia in altezza, sia in massa. Che rapporto ha con il cibo?
“Né maniacale, né spasmodico. Mangio quando ho fame e, difficilmente, resisto a salumi e finger food. Credo di essere cresciuto in fretta a causa degli eccessi (leggasi panini, ndr) di gioventù. In seconda media pesavo già 82 chili”.

Un’altra delle sue passioni è il tiro sportivo…
“Sì, una passione nata a 15/16 anni insieme ad alcuni amici e che riporta ai certi valori, tradizioni e spirito confederale. Cosa che ancora oggi cerco di portare avanti come presidente del Tiro storico del San Gottardo che si svolge ogni anno in ottobre ad Airolo”.

Ha già pensato a cosa farà, quando smetterà di fare il consigliere di Stato?
“No, non so cosa farò da… grande. Battuta a parte, non ho mai pianificato nulla. Tutte le opportunità mi si sono presentate strada facendo. Quindi continuerò così e mi lascerò sorprendere”.
Scheda biografica:
Nome: Norman
Cognome: Gobbi
Nato il 23 marzo 1977 a Faido
Studi: laurea in Scienze della comunicazione con indirizzo aziendale e istituzionale, ottenuta all’USI di Lugano nel 2007
Professione: Consigliere di Stato, direttore del Dipartimento delle Istituzioni
Movimento politico: Lega dei Ticinesi
Passioni: HCAP, cucina, montagna, tiro sportivo
Motto: un 4×4 della politica

SCARICAMI
Clicca qui: www.youtube.com/watch?v=Ru7JiYctABU  Immagini della festa post elettorale ad Iragna.

testo Lorenza Storni – lorenza@illustrazione.ch
foto Rémy Steinegger

Leggi dalle pagine di illustrazione ticinese: illustrazione_ticinese_06_2015

Il Consiglio di Stato incontra i rappresentanti dei partiti di Governo

Il Consiglio di Stato incontra i rappresentanti dei partiti di Governo

Il Consiglio di Stato ha ricevuto stamattina a Bellinzona i rappresentanti dei partiti di Governo per un incontro di inizio Legislatura. La seduta – che intende inaugurare una nuova fase nel dialogo istituzionale – ha permesso di discutere alcuni temi strategici, fra i quali il riequilibrio delle finanze dello Stato.

Il Governo ha anzitutto ricordato la difficile situazione delle finanze cantonali, riassumendo i risultati sin qui scaturiti dai lavori di allestimento del preventivo 2016 del Cantone. È stato ribadito che l’obiettivo concordato dal Consiglio di Stato durante la seduta extra muros organizzata nelle scorse settimane è di ridurre il deficit di gestione per raggiungere il pareggio di bilancio entro la fine della Legislatura.

È stato quindi concordato che nel corso della Legislatura il dialogo con i partiti e con il Gran Consiglio sarà consolidato e migliorato, per fare in modo che le priorità strategiche possano essere condivise e sia possibile perseguirle assicurando l’equilibrio a lungo termine nella gestione finanziaria del Cantone.
Il prossimo incontro fra il Consiglio di Stato e i rappresentanti dei partiti è previsto per il 2 settembre.