Das Tessin ist eine Insel der Seligen – im Moment

Das Tessin ist eine Insel der Seligen – im Moment

Da www.nzz.ch
Das Coronavirus wütete lange Zeit am schlimmsten im Tessin. Jetzt scheint der Südkanton weniger betroffen als der Rest des Landes. Dennoch ist der Kantonsarzt besorgt, unter anderem wegen der vielen Deutschschweizer Touristen.

«Die meisten Corona-Toten hat das Tessin.» Diese Schlagzeile dominierte während der Covid-19-Krise über etliche Wochen hinweg. Erst gegen Ende der ersten Welle wurde der Südkanton bei den Todesfällen und den Ansteckungszahlen vom Waadtland, von Genf und Zürich überholt. Die Zahl der Tessiner Toten pendelte sich Mitte Juni bei 350 Personen ein und ist bisher unverändert geblieben. Angesteckt haben sich seit Beginn der Pandemie im Südkanton 3416 Personen. Schweizweit sind 1694 Todesfälle zu verzeichnen, und die Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionen beläuft sich auf 34 000.

Wie ist nun die Lage im Südkanton, was neue Ansteckungen anbelangt? Nach dem Corona-Peak von Ende März seien die Zahlen stetig gesunken, sagt der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani. Gemäss seinen Worten verlief der Juni mit wenigen isolierten Fällen extrem ruhig. Ab Juli gab es wenige endemische Herde, die man schnell unter Kontrolle brachte. In letzter Zeit allerdings träten Ansteckungen konstant auf, so Merlani. Aber es gebe fast nie mehr als 10 Fälle täglich. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Krise verzeichnete man im Tessin am schlimmsten Tag 273 Neuansteckungen.

Weniger Neuinfektionen als in anderen Kantonen
Schweizweit begann die Ansteckungskurve in den ersten Aprilwochen stark zu sinken. Gemäss den Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) war die Situation zwischen Mitte Mai und Mitte Juni sehr ruhig: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen betrug meist deutlich weniger als 40 Fälle. Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise war diese Zahl bis auf 1456 angesteckte Personen an einem einzigen Tag angestiegen. Seit Ende Juni präsentiert sich die Situation in der Schweiz insgesamt wieder schlechter: Das BAG verzeichnet zwischen 26 und 159 Neuansteckungen pro Tag, häufig über 100 täglich.

Dem Südkanton sei es gelungen, die Ansteckungskurve massiv zu senken, hält der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi fest. «Und der Anstieg der Neuinfektionen in den letzten Wochen fällt in vielen Kantonen höher aus als im Tessin.» Wie die Verlaufskurve auf der BAG-Website zeigt, schwankt zum Beispiel die Zahl der Neuansteckungen im Kanton Zürich seit Anfang Juli ungefähr zwischen 5 und 30 laborbestätigten Fällen pro Tag. Ähnlich zeigt sich die Lage auch im Kanton Genf.

Das deutliche Absinken der Tessiner Fallzahlen nach der ersten Welle führt Gobbi nicht nur auf die zum Teil harten Massnahmen der kantonalen Behörden zurück. Auch sei die Sensibilität im Tessin ziemlich hoch, so der Regierungspräsident. Zumal das von Covid-19 schwer getroffene Italien in unmittelbarer Nachbarschaft liege.

Jedoch stellt Gobbi vor allem unter den jüngeren Tessinern ein Nachlassen der Vorsicht fest. Dies hängt aus seiner Sicht eindeutig mit den Sommerferien zusammen. Dazu erklärt Mattia Lepori, medizinischer Vizedirektor der Tessiner Kantonsspitäler: Etwa die Hälfte der Neuinfizierten habe das Virus im Ausland eingefangen – und zwar nicht nur in den Risikoländern. Insgesamt hätten sich seit Anfang Juli um die 166 Personen in Quarantäne begeben, die aus anderen Ländern in den Südkanton zurückgekehrt seien.

Maskenpflicht für Kellner
Manche Tessiner steckten sich laut Lepori aber auch in anderen Kantonen mit Covid-19 an. Daher sind Lepori und der Kantonsarzt Merlani besorgt wegen der Deutschschweizer Touristen. Denn viele von ihnen verzichten heuer auf Auslandferien und sind im Tessin massiv präsent. Die zahlreichen inländischen Touristen könnten weniger pflichtbewusst sein, was die Einhaltung der Corona-Vorschriften angehe, meinen die beiden Ärzte. Zudem würden auch viele Tessiner selber im eigenen Kanton Ferien machen, was zu einer weiteren Massierung führe.

Gemäss Gobbi hat die Kantonsregierung gleich beim ersten Anstieg der Neuansteckungen gehandelt. So reduzierte sie die Höchstzahl der Gäste in öffentlichen Lokalen und Diskotheken auf 100 Personen für die Zeitspanne eines ganzen Abends. Zudem dürfen sich nur noch maximal 30 Personen draussen versammeln.

Neu müssen seit dieser Woche alle Angestellten von Restaurants und Bars eine Gesichtsmaske tragen. Das finde gerade bei den Touristen wenig Anklang, sagt Merlani. Doch er wie auch Gobbi betonen: Die Gastwirtschaft begünstige gerade im Sommer die Ansammlung von Menschen. Zudem berühre und bereite das Personal Dinge zu, welche dann in den Mund der Gäste gelangten. Also seien hier Schutzmassnahmen besonders angebracht – aber nicht weil es ein akutes Probleme gebe, sondern weil man ein solches vermeiden wolle. Die Maskenpflicht für Kellner und Barkeeper gilt vorerst bis 8. August, doch könnte die Kantonsregierung je nach Situation eine Fristverlängerung ins Auge fassen.

Der Tessiner Staatsrat denkt auch an weitere Vorkehrungen. Bereits hat er die Detailhändler und ihre Zulieferer ermahnt, die Schutzmassnahmen nicht zu vernachlässigen. Nun schliesst die Kantonsregierung auch für die Einkaufsläden eine Maskenpflicht nicht aus.

All diese speziellen Vorschriften liegen in der Befugnis der einzelnen Kantone. Die vom Bundesrat erweiterte Corona-Verordnung des Epidemiengesetzes erlaubt es ihnen, je nach Situation Ad-hoc-Massnahmen zu ergreifen. Zuvor hatte das von Covid-19 besonders versehrte Tessin eigenmächtig Schritte unternommen, um die Verbreitung einzudämmen – mit Erfolg.

Zweite Welle vermeiden
Genau das ist dem Tessiner Regierungspräsidenten so wichtig: Dank der vom Bund gewährten Autonomie könnten die Kantone bei der Corona-Bekämpfung gezielter vorgehen. Denn die Situation präsentiere sich je nach Landesteil und Kanton manchmal ziemlich unterschiedlich.

Im Moment stellt der Kantonsarzt Merlani keine Anzeichen für einen weiteren Anstieg der Ansteckungszahl fest. Dennoch ist er besorgt: Angesichts der Touristenmassen im Südkanton sowie der Tessiner, die sich in den Auslandsferien ansteckten, könnte es rasch deutlich mehr Infizierte geben.

Ist also das Tessin momentan noch eine Insel der Seligen im Vergleich zur Restschweiz? Merlani meint dazu: «Ich würde eher von einer Insel sprechen, deren Bewohner eine zweite

Il Ticino chiede a Berna più controlli alle frontiere

Il Ticino chiede a Berna più controlli alle frontiere

Articolo pubblicato nell’edizione di martedì 21 luglio 2020 del Corriere del Ticino

Sinora sono 166 le persone finite in quarantena dopo essere rientrate da un Paese a rischio Quante quelle che non si sono autodenunciate? Norman Gobbi: «Lottiamo con armi spuntate e occhi bendati»

«Dal 6 luglio 2020 vige l’obbligo di quarantena per chi entra in Svizzera da determinate regioni. Le autorità cantonali effettuano controlli a campione del rispetto della quarantena». Questo quanto riportato all’interno del sito dell’UFSP. Si parla di obbligo in vigore – appunto dal 6 luglio – e di compiti ben definiti a carico delle autorità cantonali. Già, ma qualcosa in questo senso non funziona. Le stesse autorità cantonali si ritrovano oggi con le mani legate, impossibilitate a dare una concreta risposta a questo problema. Il controllo delle frontiere infatti non riguarda le autorità cantonali: è tema federale. Ecco perché la scorsa settimana il Governo ticinese ha fatto richiesta scritta a Berna: vuole controlli più scrupolosi e specifici proprio lì, alle frontiere. Norman Gobbi: «I compiti di controllo alle dogane sono di competenza federale, quindi da una parte la verifica, dall’altra la messa a disposizione delle liste. Altrimenti per i Cantoni è come cercare un ago in un pagliaio. Ne va della protezione della salute pubblica».

Manca un riferimento
Il numero fatto da Gobbi è uno soltanto: 166 persone si sono annunciate – gran parte da Serbia e Macedonia del Nord – e, di conseguenza, messe in quarantena. Manca però un altro numero, fondamentale, quello delle persone realmente rientrate da un Paese considerato a rischio. Manca un riferimento chiaro. «Il problema è proprio questo: sapere quante persone si sono recate nei Paesi inseriti nella lista rossa tracciata dalla Confederazione. È quella la difficoltà che abbiamo. E ci troviamo a lottare con armi spuntate e occhi bendati, proprio perché non abbiamo l’effettivo controllo delle frontiere né la disponibilità delle liste di volo di chi rientra. Possiamo averle di chi rientra a Zurigo, ma non di chi rientra su Malpensa». Chiediamo al presidente del Consiglio di Stato se per caso non ritiene che Berna stia sottovalutando il problema, o quantomeno le difficoltà dei singoli Cantoni. «Non posso dire se Berna stia o meno sottovalutando tutto ciò, però non tiene conto di quelle che sono le nostre necessità nel poter fare dei controlli davvero efficaci. Di queste 166 persone, alcune si sono autocertificate, altre ci sono state segnalate, a volte anche da vicini di casa o colleghi, ma è chiaro che rintracciare chi non si autodenuncia è un compito difficilissimo. E poi anche a fronte delle segnalazioni che ci vengono fatte, non possiamo pensare di muovere la polizia, non sarebbe proporzionato. Tutto passa dal contact tracing». Insomma, mani legate.

I dati sono preoccupanti
Dall’Amministrazione federale delle dogane ci era stato spiegato di come fosse impossibile, in questo momento, aumentare i controlli alle frontiere. Il traffico è tornato quello «normale», pre-coronavirus, per cui rendere i controlli più scrupolosi significherebbe – al di là di un maggiore carico sui funzionari – un’ulteriore crescita del traffico, con potenziali ingorghi. Ora quindi il Cantone che tipo di risposta si aspetta? Gobbi spiega: «Eravamo stati i primi a chiedere maggiori controlli in dogana durante la prima ondata di COVID-19, ora ci ritroviamo, sempre noi, a sollevare questo problema. D’altronde sappiamo che il movimento internazionale è un grande diffusore del virus. E certi dati di quest’ultimo periodo, di chi rientra, equivalgono a un segnale di forte preoccupazione per noi». Metà dei nuovi casi positivi sono infatti legati a rientri da vacanze all’estero. Pochi gli strumenti a disposizione, al di là di questa richiesta alla Confederazione. Sensibilizzare? «Il problema è che molti non si autodenunciano per non rinunciare a dei giorni di vacanza. Chi in questo momento si reca in zone a rischio, si rende conto di comportarsi in maniera negligente. E allora ecco che l’unico invito che possiamo fare è di non recarsi in queste zone. Anche perché in molti casi chi rientra si scopre positivo». La minaccia della multa non è per ora un deterrente. «È vero che alla prima sanzione, che sarà pesante, si potrà avere anche un effetto educativo».

Ticino: 166 in quarantena

Ticino: 166 in quarantena

Da www.rsi.ch/news

La maggior parte di chi si è isolato proveniva da Serbia e Macedonia. Ma per il Governo cantonale in troppi non si annuncerebbero

Dal 6 luglio, da quando Berna ha imposto l’obbligo di quarantena per chi rientra da paesi a rischio, in Ticino si sono annunciate 166 persone. La maggior parte proveniva da Serbia e Macedonia. Ancora troppo poche per il Governo cantonale convinto che in molti, troppi, non si annuncino all’apposita hotline per paura delle conseguenze sul proprio lavoro.
Il Consiglio di Stato chiede dunque a Berna misure di controllo più incisive alle frontiere. “Competente per i controlli alla frontiera, anche quella terrestre, è la Confederazione. E dovrebbe essere maggiormente attiva nei controlli”, commenta Norman Gobbi.
Come? “Chiedendo a chi rientra – aggiunge il presidente del Consiglio di Stato ticinese – di dire da quale paese sta rientrando, in modo da poterlo tracciare. Questo oggi non viene fatto. Ed è uno dei punti che abbiamo sollevato all’autorità federale”. “Questo perché, per l’autorità cantonale, che è competente per tutte le misure di controllo della quarantena, se non sappiamo chi è rientrato e nemmeno da dove, diventa difficoltoso poterlo fare”, conclude Gobbi.

https://www.rsi.ch/news/ticino-e-grigioni-e-insubria/Ticino-166-in-quarantena-13243392.html

“Berna ci dica come controllare”

“Berna ci dica come controllare”

Articolo pubblicato nell’edizione di sabato 18 luglio 2020 de La Regione
 
Il Governo all’autorità federale: “Come troviamo chi rientra in auto da zone rosse?”
Il presidente Gobbi aspetta una risposta da Berna
 
Il trend dei contagi in Svizzera tende verso l’alto, con circa 600 nuovi casi negli ultimi 7 giorni, ha detto ieri a Berna Patrick Mathys: “Abbiamo tutto sotto controllo, ma la situazione non deve peggiorare”. In tempo di vacanze, un buon 10% dei nuovi casi di Covid sono importati, “contiamo sulla responsabilità individuale”, ma si rafforzano i controlli (a campione) sul rispetto delle quarantene (introdotte due settime fa) per chi rientra da un Paese a rischio. La lista delle destinazioni viene aggiornata dalle autorità federali: l’ultima novità è la quarantena obbligatoria per chi rientra dal Lussemburgo, ha anticipato il responsabile della gestione della crisi dell’Ufficio federale della sanità pubblica.Ma come controllare chi rientra in auto, treno, bus o aereo da Paesi ‘rossi’ rischiando di portarsi pure il virus e contagiare parenti, amici, colleghi di lavoro, vicini di casa? L’Ufficio federale della sanità pubblica (Ufsp) farà controlli a campione ogni settimana spulciando le liste dei passeggeri di 20-30 voli in arrivo in Svizzera. Inoltre da lunedì partiranno verifiche anche sugli autobus che fanno trasporti internazionali. I dati raccolti saranno trasmessi ai Cantoni interessati, che dovranno, a loro volta, fare controlli a campione per verificare se questi viaggiatori si sono effettivamente registrati alle autorità cantonali e se sono in quarantena. Le sanzioni per chi non rispetta le regole possono variare da 5mila franchi (in caso di negligenza) fino a 10mila franchi (per violazione volontaria).

Gobbi sui rientri: “In Ticino mancano all’appello delle quarantene”

Berna vuole evitare un controllo completo e farà un ‘triage’, ma di fatto toccherà soprattutto ai Cantoni vigilare. Un compito non facile. “È come cercare un ago nel pagliaio”, dice alla ‘Regione’ il presidente del governo ticinese Norman Gobbi. “Il Consiglio di Stato ha appena scritto una lettera a Berna, rimarcando che i controlli alle frontiere sono soprattutto di competenza federale. Ci siamo subito attivati per avere le liste dei passeggeri, che ci riguardano, in arrivo agli aeroporti. Devono però spiegarci come facciamo a controllare chi rientra, ad esempio, in auto da zone ‘rosse’ come i Balcani. Su 9mila rientri in Svizzera da Paesi a rischio, fatte le debite proporzioni, in Ticino mancano all’appello persone in quarantena”, precisa il consigliere di Stato. Mentre il Ticino aspetta indicazioni da Berna, si è attivato una sorta di tam tam di quartiere: “Arrivano segnalazioni alla polizia di chi vede il vicino rientrare dalle ferie e l’autorità fa controlli telefonici, ma anche qui dobbiamo basarci soprattutto sul senso di responsabilità di ciascuno”, chiarisce il presidente del governo.
 
Anche Lussemburgo sulla lista
Mathys ha inoltre annunciato che l’obbligo di quarantena sarà introdotto anche per chi rientra in Svizzera dal Lussemburgo. La lista, che attualmente conta 29 Paesi (ufsp.admin.ch), sarà aggiornata con un’altra dozzina di Stati. Oltre al Lussemburgo, l’unico altro paese Ue considerato a rischio è la Svezia. La nuova versione dell’ordinanza Covid, con l’elenco dei Paesi per cui vige l’obbligo di quarantena, entrerà in vigore mercoledì prossimo, ha aggiunto Mathys.Donne incinte da proteggereEntro fine luglio, l’Ufsp deciderà se inserire le donne incinte nelle categorie di persone considerate vulnerabili e per le quali dovrà essere garantita una protezione speciale. Mathys ha ammesso che ci sono stati problemi con le donne incinte che hanno contratto il Covid-19. Infatti hanno un rischio maggiorato di sviluppare complicazioni. Problemi ben documentati dalla Società svizzera di ginecologia e ostetricia.
 
Le mascherine contaminate
Infine ecco le mascherine distribuite dalla Confederazione a enti e cantoni e poi risultate contaminate (in tracce) da un fungo (l’Aspergillus fumigatus) e per questo richiamate. Lo stock, 13,5 milioni di pezzi, era stato acquistato da Berna nel 2007 in preparazione per eventuali pandemie ed era stato distribuito durante l’emergenza coronavirus a molte autorità che avevano, in parte, provveduto a ulteriormente ridistribuirle a chi ne faceva richiesta.In Ticino ne erano giunte circa 1,4 milioni, di cui 308mila erano state distribuite gratuitamente a operatori e strutture sociosanitarie a inizio pandemia. Nell’impossibilità di testarle tutte, di fronte a segnali di contaminazione, la Confederazione ha disposto il loro ritiro, garantendo la loro sostituzione gratuita a coloro che le avevano ricevute. Nelle scorse settimane il farmacista cantonale Giovan Maria Zanini ha quindi informato gli interessati chiedendo di eliminarle. La Confederazione “non ha chiesto ai Cantoni di ritirare completamente il prodotto dalla circolazione, procedendo cioè a un richiamo fino a livello degli utilizzatori finali – scrive Zanini –. Tuttavia, considerando che allo stato attuale non vi sono più problemi di approvvigionamento, come misura di precauzione vi invitiamo a verificare i vostri stock”. In Ticino, specifica ancora il farmacista cantonale, “il ritiro concerne esclusivamente le mascherine igieniche blu con elastico, confezione da 50 pezzi, (…) recanti sul fondo della confezione il numero di lotto 0912/2007-WH-365/1-13”.
«Bern war oft zu spät»

«Bern war oft zu spät»

Während der Corona-Krise fühlte sich das Tessin vom Bund im Stich gelassen. «Es war schwierig mit Bern», sagt Regierungspräsident Norman Gobbi im BLICK-Interview. Ein Vorwurf: Der Bundesrat habe nicht immer richtig kommuniziert.
Das Tessin, eine Corona-Risiko-Region? Das liess Norman Gobbi (43) nicht auf sich sitzen. Auf Druck des Tessiner Regierungspräsidenten schickte das Aussendepartement am Donnerstag eine Protestnote nach Belgien. Der Benelux-Staat hatte den Südkanton – als einzige Region in der Schweiz – auf eine Liste von Gebieten gesetzt, bei denen eine Quarantänepflicht für Rückkehrer gilt. Völlig ungerechtfertigt, fand Gobbi. Der Protest zeigte Wirkung. Belgien liess von der Quarantänepflicht für Tessin-Reisende ab. Nicht der einzige Aufreger, den der Lega-Politiker zu verkraften hatte in letzter Zeit. Gleichwohl ist Gobbi gut gelaunt, als er die BLICK-Journalisten bei schönstem Ferienwetter am Tessiner Regierungssitz in Bellinzona empfängt. Doch: Eine schwierige Zeit für die Bewohner seines Kantons ist zwar vorüber, aber längst nicht vergessen. Zu stark war das Tessin von der ersten Welle der Pandemie betroffen.

Herr Gobbi, wie war das, als Bundesbern die Hilferufe aus dem Tessin in den Wind schlug und Ihnen verbieten wollte, strengere Massnahmen zu ergreifen als der Bund?
Wir Tessiner sind es gewohnt, von Bern nicht immer verstanden zu werden. Wenn wir etwas anders machen, sind wir gleich die Exoten. Bei Corona aber waren wir Vorreiter, schweizweit hat der Bundesrat viele unserer Massnahmen nachvollzogen. So hat die Schweiz die erste Welle besser überstanden als befürchtet.

Bern rügte – und kopierte Sie dann. Was bleibt da für ein Eindruck vom Bundesrat?
Bern war oft zu spät. Während aber in unserer direkten Nachbarschaft die Lombardei mit hohen Fallzahlen und vielen Verstorbenen zu kämpfen hatte, standen die Romandie und die Deutschschweiz unter dem Einfluss von Frankreich und Deutschland, die anfangs kaum Fälle hatten. Der Bundesrat muss die ganze Schweiz im Blick haben. Der Druck war nicht nur aus Bellinzona gross, sondern auch aus Rom, Berlin und Paris.

Mit Ignazio Cassis gibt es einen Tessiner im Bundesrat. Fühlten Sie sich von ihm zu wenig vertreten?
Cassis ist sogar Mediziner und unser ehemaliger Kantonsarzt! Ich weiss nicht, was für Diskussionen im Bundesrat geführt wurden. Ich kann nur sagen: Es war zu Beginn schwierig mit Bern. Am Schluss fanden wir aber Gehör. Und die Landesregierung hat dann viel für den Schutz der Arbeitnehmer und Arbeitgeber getan. Dank der Krisenfenster konnten wir zudem weitergehende Massnahmen ergreifen.

Die Krisenfenster hat der Bundesrat doch nur eingeführt, um sein Gesicht zu wahren. Das Tessin hatte längst eigenmächtig gehandelt.
Das war die Anerkennung der Tessiner Besonderheit in der ausserordentlichen Lage.

Sie wollen das nicht ausführen?
Ich möchte nur sagen, dass die Erfahrungen aus der Krise für mich zeigen, dass das Epidemiengesetz nicht immer flächendeckend umgesetzt werden sollte. Naturkatastrophen und technische Unglücke sind selten ein landesweites Problem. Sie verursachen begrenzte Schwierigkeiten, die regional angegangen werden müssen. Das gehört zu den Lehren aus der Krise.

Was hat Sie die Krise noch gelehrt?
Dass wir alle zu wenig gut vorbereitet waren. Nicht nur der Bund und die Kantone hatten in ihrer Planung nicht genügend Schutzmaterial sichergestellt für sich selbst sowie die Spitäler, Altersheime und andere Einrichtungen. Wir alle hatten nicht die 50 Schutzmasken zu Hause, die wir laut Notfall-Vorsorgeplanung auf Lager haben sollten.

Sie auch nicht?
Nein, aber jetzt schon. Dafür hat meine Frau gesorgt.

Die Corona-Krise ist noch nicht ausgestanden. Hat der Bund die Massnahmen zu schnell gelockert? Selbst die Clubs waren ja völlig überrascht vom Tempo des Bundesrats.
Alle waren überrascht. Ja, die Öffnung der Clubs kam zu früh. Viele Kantone mussten den Entscheid korrigieren.

Sollte der Bund die Clubs wieder schliessen?
Wir haben ja geahnt, dass es schwierig wird. Die kantonalen Gesundheitsdirektoren haben darum rasch eingegriffen. Auch wegen der Superspreader-Fälle natürlich. Wir können das jetzt aber situativ machen. In Appenzell muss man nicht gleich dieselben Massnahmen ergreifen wie in Zürich.

Der Bundesrat lockert – die Konsequenzen müssen die Kantone tragen. Nervt Sie das?
Nein, das war schliesslich schon immer so. Der Bundesrat erlässt die Regeln, die Kantone setzen diese um und tragen die Folgen. In der Krise kam allerdings erschwerend hinzu, dass der Bundesrat nicht immer unverzüglich kommuniziert hat.

Was meinen Sie damit?
Lassen Sie es mich so sagen: Es gab Beschlüsse, von denen wir erst kurz vor der Medienkonferenz erfuhren. Einige Bundesräte teilten den Journalisten Informationen mit, die nicht immer mit den erläuternden Berichten übereinstimmten. Nach der Medienkonferenz läuteten bei uns die Telefone Sturm.

Hunderttausende haben auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle jede Medienkonferenz des Bundesrats verfolgt. Sie auch?
Ja, auch für uns waren diese wichtig. Ich glaube, diese Konferenzen und die Krise überhaupt führen dazu, dass wir den Wert des Staats wieder zu schätzen wissen. Die Behörden wurden plötzlich ganz anders wahrgenommen. Aber auch die Medien. So wie sie die Probleme benannten und Massnahmen hinterfragten, haben sie ihre Rolle gut wahrgenommen.

Für Schlagzeilen hat auch gesorgt, als das Tessin ein Einkaufsverbot für Senioren erlassen hat. Wegen der heftigen Kritik krebsten Sie dann etwas zurück. War es ein Fehler?
Nein. Die Absicht war, die über 65-Jährigen zu schützen! Die Regelung kam zwar bei der Bevölkerung zu Beginn sehr schlecht an. Aber später hat sich gezeigt, dass es in dieser Zeit tatsächlich zu weniger Corona-Fällen kam. Ich stehe deshalb weiterhin hinter dem Entscheid. Bestimmte Massnahmen für Risikogruppen sind sinnvoll. Ein zweiter Lockdown wäre für uns untragbar. Menschlich, wirtschaftlich und sozial.

Was tun Sie, um das zu verhindern?
Jetzt ist es wichtig, dass regional und lokal die jeweils angemessenen Massnahmen getroffen werden. Wir haben in Lugano beispielsweise das Problem, dass viele Partygänger aus der Lombardei zu uns kommen, weil es bei uns in den Clubs keine Maskenpflicht gibt. Das beobachten wir aufmerksam und auch mit Sorge.

Ihre Grossmutter wie auch Ihr Grossvater feierten im Frühling ihren 90. Geburtstag. Hatten Sie Angst um sie?
Angst hatte ich nie. Meine Grossmama lebt in einem Altersheim in Lugano. Sie hat uns an ihrem Geburtstag hinter dem Fenster gegrüsst und ein Stück Torte gegessen. Mein Grossvater wollte aber immer noch selbst einkaufen gehen. Da musste ich sagen: Basta, du bleibst jetzt zu Hause!

Sie sind Ambrì-Piotta-Fan. Es gab im Tessin schon früh keine Eishockey-Matches mit Zuschauern mehr: Da muss Ihr Herz geblutet haben.
Ambrì-Piotta hat bei den Geisterspielen zwei Matches gewonnen, darunter ein Derby gegen Lugano. Von dem her war es nicht so schlimm! (Lacht.) Aber klar, es fehlte mir, ins Stadion gehen zu können. Wir haben als erster Kanton beschlossen, dass die Spiele ohne Publikum stattfinden müssen. Das war erneut ein schwieriger Vorreiterentscheid.

In der Krise mussten Sie umsetzen, was der Bundesrat anordnete. Haben Sie es in diesen Momenten besonders bereut, 2015 nicht Bundesrat geworden zu sein?
Nein, das war für mich nie ein Gedanke. Ich war hier an der Front voll in Action. Ich sah meine Rolle als Stimme des Tessins in Bern. Und vor allem hatte ich auch meine Rolle als Präsident der Regierungskonferenz für Militär, Zivilschutz und Feuerwehr wahrzunehmen.

Vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Möglichkeit für den Sprung in die Regierung. Eine Option?
Es ist wie ein Zug, der vielleicht zwei Mal im Leben an einem vorbeifährt. Einmal ist er schon vorbeigefahren. Ob er es ein zweites Mal tut? Ich weiss es nicht. Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt. Aber ich schliesse nichts aus.

 

Der Fast-Bundesrat

Lega-Politiker Norman Gobbi (43) präsidiert seit Mai die Tessiner Regierung. Der Vorsteher des Departements für Inneres, Justiz und Polizei stieg mit 19 Jahren in die Politik ein. 2010 wurde er in den Nationalrat gewählt, verabschiedete sich aber wegen seiner Wahl in den Staatsrat bereits nach einem Jahr wieder aus Bern. 2015 nominierte ihn die SVP neben Thomas Aeschi (41) und Guy Parmelin (60) auf ihrem Dreierticket für die Bundesratswahlen. «Göb», wie Gobbi im Tessiner Dialekt genannt wird, unterlag bekanntlich gegen Parmelin. Der studierte Kommunikationswissenschaftler und Marketingspezialist Gobbi war bis zu seiner Wahl in die Kantonsregierung Verwaltungsrat des Eishockeyklubs HC Ambrì-Piotta. Er lebt mit seiner Frau Elena und den Kindern Gaia (9) und William (8) in Nante bei Airolo TI.
‘Non escludiamo un obbligo’ anche per i negozi

‘Non escludiamo un obbligo’ anche per i negozi

Da www.laregione.ch

Accolto l’obbligo introdotto dal Cantone, ma il presidente chiede coerenza negli altri commerci. Gobbi: “Non escludiamo un obbligo’ anche per i negozi”

«Lascia parecchio amaro in bocca sentirsi discriminati rispetto ad altri settori economici dove comunque si lavora a stretto contatto con la clientela, come negozi e commerci: per loro la mascherina non è obbligatoria, per il personale dei ristoranti invece sì». Il presidente di Gastroticino Massimo Suter accetta di buon animo l’imposizione della mascherina per chi lavora nella ristorazione, che in Ticino scatterà già lunedì, e promette un adeguamento immediato. Ma mette in guardia contro il rischio di utilizzare due pesi e due misure: «Il mio non vuole essere un monito, ma piuttosto un invito al mondo politico a voler prendere in considerazione l’obbligo di mascherina in modo più coerente ed organico».

Ieri il Consiglio di Stato ha annunciato il prolungamento delle disposizioni cantonali in materia di coronavirus fino al 9 agosto, introducendo in più il nuovo obbligo di mascherina per gli “addetti alla clientela del settore della ristorazione”. Una decisione seguita a un caso di contagio nei Grigioni, che aveva spinto il medico cantonale retico e quello ticinese a sottolineare come neppure le visiere di plexiglas costituiscano una protezione adeguata. Ecco allora lo sfogo di Suter: «Non vorrei che i ristoratori venissero trattati come untori, e devo ammettere che anche a livello federale le indicazioni non ci paiono molto coerenti. Noi confermiamo la nostra piena collaborazione e anche la disponibilità a fare certi sacrifici, ma non si vede perché questo non debba essere richiesto anche ad altri».

Il Presidente del Consiglio di Stato Norman Gobbi ha subito risposto alle critiche dei ristoratori: «Da una parte c’è da considerare che nella ristorazione vengono erogate bevande e vivande che in assenza di protezioni rischiano di diventare a loro volta un vettore di trasmissione. Le nuove misure mirano ad aumentare ulteriormente la qualità del servizio. Dall’altra non ci siamo dimenticati delle altre attività commerciali, tant’è vero che abbiamo scritto alle varie associazioni di settore sollecitando il pieno rispetto dei piani di protezione. Piani che prevedono anche la raccomandazione dell’uso della mascherina, qualora le condizioni di servizio la rendano necessaria per tutelare la propria salute, quella dei propri collaboratori e della clientela. Per ora si tratta di un avvertimento, ma in caso se ne riscontrasse la necessità, in futuro non escludiamo l’introduzione di un eventuale obbligo”.

In un comunicato Gastroticino – l’associazione di categoria dei ristoratori ticinesi – giudica le misure “sicuramente incisive ma ponderate” e “condivide in pieno spirito solidale” la loro adozione. Anche se, nota Suter, «con 30 gradi all’ombra e umidità al 90% non sarà sicuramente facile indossare la mascherina». In ogni caso «conosciamo la situazione epidemiologica, sappiamo che non è delle migliori e siamo disposti a fare di tutto pur di evitare un secondo lockdown. E se la mascherina è giudicata una condizione essenziale per garantire la sicurezza dei clienti e invogliarli a venire a ristorante, va bene così»

Quanto alla visiera, «la scelta mirava a permettere una maggiore leggibilità dei propri volti da parte del cliente, in modo da garantire un servizio più cordiale e confortevole. Non poter vedere il viso del cameriere rischia di infastidire il cliente. Ma ora che i medici cantonali sottolineano come la visiera non sia una protezione sufficiente, provvederemo senz’altro ad adeguarci».

Belgien streicht Tessin nach Protest von Quarantäne-Liste

Belgien streicht Tessin nach Protest von Quarantäne-Liste

Da www.blick.ch

https://www.blick.ch/news/politik/regierungspraesident-gobbi-empoert-ueber-quarantaene-zwang-fuer-tessin-rueckkehrer-ein-unverstaendlicher-entscheid-von-belgien-id15995044.html

Als einziger Kanton der Schweiz wurde das Tessin von Belgien auf der Liste der Risiko-Regionen gesetzt. Regierungspräsident Norman Gobbi ist empört. Auf Druck des Bundes hin krebst Belgien nun zurück.
Der Entscheid sorgte im Tessin für Empörung: Belgien hat den Südkanton auf die Liste der Risikoregionen gesetzt. Wer aus dem Tessin nach Belgien reist, muss in Quarantäne und einen Corona-Test machen. Darüber berichtete heute Morgen die Westschweizer Zeitung «Le Matin».
Das Tessin ist die einzige Schweizer Region, die in Belgien auf der orangen Liste landete. Und das, obwohl der Kanton inzwischen im schweizweiten Vergleich längst nicht mehr aussergewöhnlich viele Corona-Fälle registriert.

«Ich habe kein Verständnis für den Entscheid»
Der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi (43) war empört. «Es gibt keine wissenschaftliche Begründung für diesen Schritt Belgiens», sagte er zu BLICK. «Der Kanton Tessin ist zurzeit einer der sichersten Kantone.» Komme hinzu: Auch im Vergleich mit Belgien stehe man deutlich besser da.

«Ich habe deshalb kein Verständnis für den Entscheid», sagte Gobbi. Seinen Angaben zufolge hat sich der Kanton umgehend dafür eingesetzt, dass das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Belgien interveniert. «Wir haben sofort Kontakt mit dem EDA aufgenommen, damit die Gründe für dieses unverständliche Verhalten diplomatisch abgeklärt werden.»
Der Bund fackelte nicht lange und beklagte sich bei den belgischen Behörden. Mit Erfolg. Wie das EDA mitteilt, haben die Belgier entschieden, das Tessin von der Quarantäne-Liste zu streichen.

Tessin verschärft Maskenpflicht
Das Tessin war der erste Kanton, der aufgrund seiner Nähe zu Italien von der Corona-Pandemie erfasst wurde. Er gehört deshalb zu den Kantonen mit den meisten Corona-Todesfällen, wobei allerdings seit Mitte Juni niemand mehr am Virus gestorben ist.
Angesichts der schweizweit wieder steigenden Zahlen registrierter Fälle verschärft das Tessin die Corona-Massnahmen nun weiter. Die Regierung verabschiedete eine vorübergehende Maskenpflicht für das Servicepersonal in Bars und Restaurants. Dies, sofern die Mitarbeiter nicht durch eine räumliche Abtrennung, zum Beispiel eine Plexiglasscheibe, geschützt sind. Die Massnahme gilt ab kommendem Montag bis vorerst 9. August.
Zudem wird nach den Sommerferien auch in Schulhäusern eine Maskenpflicht eingeführt. Ausserhalb des Schulzimmers – also zum Beispiel im Lehrerzimmer und den Gängen – müssen Lehrer neu eine Maske tragen.
Wie BLICK weiss, hat das Tessin auch eine Maskenpflicht in Geschäften geprüft, wie sie die Kantone Waadt und Jura bereits kennen. Vorerst sieht die Regierung aber davon ab.

«La Berna federale dispone e il conto lo paghiamo noi»

«La Berna federale dispone e il conto lo paghiamo noi»

Articolo pubblicato nell’edizione di giovedì 16 luglio 2020 del Corriere del Ticino

Ai Cantoni, Ticino compreso, non piace la Legge COVID-19
Vogliono più autonomia e non subire passivamente le conseguenze finanziarie delle decisioni del Consiglio federale
Si teme l’assegno in bianco
Gobbi: «Se non c’è concertazione si crea una frattura che nessuno auspica»

Non sono stati teneri i giudizi dei Cantoni e dei partiti sulla legge federale COVID-19. A giudicare dai primi resoconti di stampa, c’è un consenso di fondo sul principio che serva una maggiore preparazione in caso di una seconda ondata epidemica e che i due livelli istituzionali, Confederazione e Cantoni, suddividano meglio le competenze per gestire una crisi. Ma poi i nodi vengono subito al pettine, fra chi lamenta il rinnovo di ampie deleghe al Consiglio federale, chi parla di disposizioni troppo vaghe (a tutto vantaggio del potere centrale) e chi addirittura di assegno in bianco. Al punto che secondo la «NZZ» il progetto di legge può già dirsi fallito.

Il senso della critica è che la Confederazione invade alcuni ambiti di competenza cantonale e poi chiama alla cassa gli stessi Cantoni senza che loro abbiano la minima voce in capitolo. Anche il Ticino è molto critico, sia in termini generali sia su alcuni punti concreti, come nel caso della sanità e della cultura. Ora il Consiglio di Stato chiede, da un lato, di inserire nella legge un articolo che tenga conto delle particolarità dei Cantoni (permettendo a questi ultimi, in caso di situazioni straordinarie, di richiedere una «finestra di eccezione») e dall’altro che i Cantoni vengano coinvolti di più.

Metodi mal digeriti
«Il Ticino, così come altri Cantoni, ha sempre mal digerito le modalità di coinvolgimento del Consiglio federale durante la crisi», dice il presidente Norman Gobbi. «Infatti le consultazioni fatte sono sempre state parziali oppure a ridosso di decisioni già prese o peggio ancora dando indicazioni contraddittorie nel giro di pochi giorni. Anche la consultazione sulla Legge COVID ha vissuto questa modalità insoddisfacente di coinvolgimento e di ascolto dei Cantoni che in ultima analisi portano le conseguenze operative delle decisioni federali».
Anche il Governo cantonale teme che Berna abbia troppe competenze e la legge costituisca un assegno in bianco. «È la preoccupazione di molti Cantoni e anche del Ticino. Sostanzialmente la legge è un nuovo vestito per l’ordinanza già oggi in vigore, nella quale il Consiglio federale ingerisce in ambiti di competenza dei Cantoni. Se tutto ciò non viene sufficientemente concertato, alla fine si crea una frattura che nessuno auspica».

Ci pensi la Confederazione
Secondo il Ticino la competenza per adottare restrizioni nelle attività sanitarie deve essere lasciata ai Cantoni. Il Consiglio federale deve intervenire solo in caso di situazione straordinaria. Il testo, insomma, andrebbe rivisto. Ma soprattutto, dalla norma dovrebbe trasparire che in caso di situazione straordinaria i costi dei provvedimenti saranno a carico di Berna.
«Lo abbiamo già visto durante la prima fase, quando il Consiglio federale ha proibito ai nosocomi di eseguire operazioni elettive», rileva Gobbi. «I costi derivanti ricadono sui Cantoni che hanno i mandati di prestazione; per farla breve, la Berna federale dispone e il conto lo pagano i Cantoni. Questa modalità è indigesta per i Cantoni, i quali hanno avviato una discussione (o meglio quasi un contenzioso) con il Consiglio federale poiché gli oneri finanziari rischiano di diventare insopportabili. Se poi pensiamo che in parallelo il Consiglio federale vuole ritirarsi dal sistema duale di finanziamento della sanità, la cosa diventa ancora meno sopportabile politicamente e finanziariamente».
Un altro tasto delicato è quello della cultura. Il mantenimento delle misure a favore del settore viene considerato positivamente, ma visti gli importanti impegni a carico dei Cantoni il Ticino chiede che questi ultimi possano partecipare alla procedura di valutazione dei contributi da erogare e dei requisiti di ammissibilità per poter accedere alle indennità per perdite finanziarie. In altri termini, si vuole avere voce in capitolo e non solo essere chiamati alla cassa.

La Centrale Comune d’Allarme adesso è quasi a 360 gradi

La Centrale Comune d’Allarme adesso è quasi a 360 gradi

Da www.tio.ch

Anche i pompieri, col 118, sotto lo stesso tetto della polizia. Una svolta cruciale. 
Norman Gobbi, presidente del Consiglio di Stato: «Importante unire nel medesimo luogo gli enti di primo intervento». Il “collega” Christian Vitta: «Sempre più performanti».

https://www.tio.ch/ticino/cronaca/1449243/centrale-polizia-pompieri-allarme-comune

Una svolta cruciale per la Centrale Comune d’Allarme, situata a Bellinzona. Il luogo in cui confluiscono tutti i numeri di emergenza. Oltre a organi come la Polizia cantonale o le guardie di confine, ora anche i pompieri, con il numero 118, finiscono sotto lo stesso tetto. «È importante unire nel medesimo luogo le centrali di allarme e operative degli enti di primo intervento», ha spiegato ai media Norman Gobbi, presidente del consiglio di Stato e direttore del Dipartimento delle istituzioni. Gobbi aggiunge: «Negli ultimi anni stiamo facendo ampi sforzi per dotare la Polizia cantonale delle migliori strutture e per garantire la sicurezza in Ticino».

Tempestività ed efficienza
Christian Vitta, direttore del Dipartimento delle finanze e dell’economia, rafforza questo concetto. «Dallo scorso primo di luglio, il 118 è presente presso la Centrale. Quando si parla di richiesta di soccorso, tempestività ed efficienza devono essere imperative. Anche per dare sicurezza ai cittadini. Grazie all’introduzione di questo nuovo tassello, è nata una vera e propria cittadella della sicurezza. Risponde anche a una precisa volontà del Consiglio di Stato. I tempi di intervento saranno compressi. Anche per i pompieri, la gestione quotidiana degli allarmi sarà ulteriormente migliorata. Saranno quindi ancora più performanti».

Miglioramento della qualità
Corrado Tettamanti, presidente della Federazione pompieri Ticino, sottolinea: «Questo è un passo verso un miglioramento della qualità delle prestazioni fornite al cittadino e al territorio. Si tratta di avere un coordinamento immediato con uno dei maggiori partner nell’ambito della protezione della popolazione. Ci sono stati messi a disposizione strumenti innovativi». 

Oltre 400.000 chiamate all’anno
Interviene anche Matteo Cocchi, comandante della Polizia cantonale. «Festeggiamo l’arrivo di un nuovo membro all’interno della nostra Centrale. Un luogo che, nell’ultimo periodo, a causa del Covid-19, ci ha messi a dura prova. L’attività della Centrale è comunque aumentata col tempo, gestiamo circa 400.000 chiamate all’anno. Con l’arrivo del 118, avremo circa 35.000 chiamate annue in più. Ecco perché sono stati assunti tre nuovi collaboratori. Da qualche mese abbiamo anche assunto un nuovo tecnico che ci supporta dal profilo informatico». 

In arrivo pure il 144
In futuro presso la Centrale di Bellinzona dovrebbe arrivare anche il 144. Vale a dire l’ambulanza, attualmente ancora a Breganzona. Gobbi conclude: «Quando una persona chiama i pompieri, compone il 118. Ma poi spesso deve intervenire anche la polizia. In seguito, forse, pure l’ambulanza. Un sistema come quello che stiamo mettendo in atto, permette un coordinamento ottimale tra i vari enti».