Incontro con gli istruttori militari ticinesi

Incontro con gli istruttori militari ticinesi

Venerdì 25 settembre 2015 si è tenuto, nell’Aula del Gran Consiglio a Bellinzona, l’annuale incontro tra il Direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi e gli istruttori militari professionisti ticinesi o attivi in Ticino. L’appuntamento, suddiviso in una parte istituzionale e un momento conviviale, è stato organizzato nell’ottica di favorire il dialogo tra le Autorità cantonali, le Autorità militari e chi opera da professionista nel settore della formazione nell’Esercito svizzero.

Nel suo intervento, il Consigliere di Stato Norman Gobbi ha fatto il punto della situazione sugli attuali progetti militari nel nostro Cantone, fornendo un resoconto dell’incontro avuto con il Capo dell’Esercito il 21 settembre scorso. Ha inoltre ribadito l’importanza di promuovere e garantire l’italianità all’interno dell’Esercito, mantenendo almeno tre corpi di truppa ticinesi nelle principali missioni delle forze armate (aiuto in caso di catastrofe, supporto alle autorità civili in compiti di sicurezza e difesa).

All’evento è poi intervenuto il brigadiere Jean-Philippe Gaudin, Capo del Servizio informazioni militare, il quale ha illustrato il quadro dell’attuale situazione mondiale relativa ai conflitti, alle minacce tecnologiche e naturali, e ai conseguenti flussi migratori. Un momento privilegiato di informazione globale.

Führt die Balkan-Route bald ins Tessin?

Führt die Balkan-Route bald ins Tessin?

Da NZZ.CH l Flüchtlingskrise: Kosten des Asylwesens, Notfallplanung, Privatunterbringung, Adria-Route: Fakten und Mutmassungen zu den Auswirkungen der Asylkrise auf die Schweiz.

Bewirken die unterschiedlichen Sozialleistungen, dass viel weniger Asylsuchende zu uns kommen als nach Deutschland oder Schweden?

Die Sozialhilfeleistungen erklären die Flüchtlingsströme nicht. Ein Asylbewerber erhält in Deutschland ähnlich viel wie ein Hartz-IV-Bezüger, also mehrere Hundert Franken weniger als in der Schweiz. Hier erhalten Asylsuchende je nach Kanton knapp 1000 Franken.

Woran liegt es dann, dass vergleichsweise wenige Flüchtlinge von der Balkan-Route zu uns kommen?

Flüchtlinge zieht es zu ihren Landsleuten. In der Schweiz lebten per Ende 2014 nur 6500 Syrer. Die eritreische Diaspora ist fast fünfmal grösser. Ebenso wichtig ist aber der grosszügigere asylrechtliche Status, den Deutschland und vor allem Schweden den Syrern gewährt. Stockholm hat bereits vor zwei Jahren beschlossen, den syrischen Flüchtlingen eine Daueraufenthaltsbewilligung auszustellen. In Deutschland müssen Syrer auch kein Asylverfahren durchlaufen. Anders als Asylbewerber dürfen sie von Beginn weg arbeiten. In der Schweiz dürfen Asylbewerber erst nach drei Monaten eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Vergleichsweise unattraktiv ist die Schweiz auch, weil sie Dublin-Fälle konsequent bearbeitet und die Gesuchsteller wenn möglich ins Erstasylland zurückführt.

Ist es denkbar, dass plötzlich so viele Asylbewerber in Buchs ankommen wie in den letzten Wochen in München?

Der Zustrom wäre limitiert, weil einerseits die Zugverbindung durch den Arlberg viel weniger Kapazitäten hat als jene von Österreich nach München. Dasselbe gilt für den Weg auf der Strasse?

Was kostet das Asylwesen?

Es gibt keine offizielle Kostenschätzung. Der Bundesrat hat gegenüber dem Parlament mehrmals festgehalten, er könne die Aufwendungen der Kantone nicht beziffern. Die Ausgaben des Bundes schätzte er im Jahr 2011 auf rund 850 Millionen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Asylreform publizierte das Staatssekretariat für Migration aber auch Zahlen zu den kantonalen und kommunalen Ausgaben. Total belaufen sich diese unter der Annahme von 24’000 Asylgesuchen auf 1,6 Milliarden Franken. Mit der Neustrukturierung des Asylwesens sinkt der Betrag auf 1,3 Milliarden Franken. Es gibt auch andere Schätzungen.

Die SVP schätzt die Gesamtkosten auf 6 Milliarden Franken, die «Schweizerzeit» auf 7,1 Milliarden. Wie erklären sich die Unterschiede?

Die SVP hat die Kosten von Bund und Kantonen auf 3 Milliarden Franken aufgerundet und dazu die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit im von 3,24 Milliarden Franken hinzugerechnet. Die «Schweizerzeit» rechnet anders: Sie geht von 89’000 Personen «unter Asylrecht» aus und multipliziert diese Zahl mit 80’000 Franken, welche diese Personen den Staat pro Jahr kosten sollen. Wie der Betrag von 80’000 Franken zustande kommt, wird nicht erläutert. Knapp 70’000 der 89’000 Personen sind anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene.

Erhalten Asylbewerber mehr staatliche Unterstützung als Rentner?

Der grösste Teil der Leistungen für Asylsuchende sind Naturalien, in einigen Kantonen erhalten sie gar keine Barbeträge. In der Stadt Zürich sind die Leistungen sind rund 30 Prozent tiefer angesetzt als die empfohlenen Beträge der Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Im Durchschnitt wendete der Staat 1100 Franken pro Person im Asylverfahren auf. Eine AHV-Minimalrente beträgt zurzeit 1’175 Franken. Wer keine grösseren Ersparnisse oder Einkünfte hat, erhält aber – anders als Asylbewerber – Ergänzungsleistungen. Diese sollen zusammen mit einer allfällige Rente den allgemeinen Lebensbedarf von jährlich 19’290 Franken oder monatlich 1607 Franken decken.

Ist die Schweiz auf einen massiven Zustrom von Flüchtlingen wie in Deutschland vorbereitet?

Das Notfallkonzept des Bundesrats sieht in diesem Fall die Einberufung eines Sonderstabs Asyl vor. Eine definierte Schwelle gibt es nicht. Der Präsident der kantonalen Sozialdirektoren, Peter Gomm, hält 50’000 Flüchtlinge pro Jahr mit den normalen Strukturen für bewältigbar. In den Krisenmodus schalten müssten die Behörden aber auch, wenn innerhalb weniger Tage oder Wochen eine unerwartet hohe Zahl von Flüchtlingen ankäme.

Führt die Schweiz wieder systematische Grenzkontrollen ein?

Der Bundesrat hält sich ans Schengen-Recht, wonach systematische Kontrollen mit all ihren wirtschaftlich negativen Auswirkungen erst bei einer Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit temporär möglich sind. Das Grenzwachtkorps wurde aber verstärkt. Nach Aussagen von Bundesrat Ueli Maurer kann die Armee dem Grenzwachtkorps innert drei Tagen 800 Soldaten zur Verfügung stellen.

Wo würde eine grosse Anzahl von Flüchtlingen untergebracht?

Nach Angaben des Verteidigungsministers verfügt die Schweiz über 150’000 Plätze in Zivilschutzanlagen. Unterirdische Anlagen sind allerdings umstritten, vor allem bei mehrmonatigen Aufenthalten. Ueli Maurer sprach sich gegen eine Unterbringung in Kasernen aus, weil die den Ausbildungsbetrieb der Armee einschränkt.

Sollen Privatpersonen Flüchtlinge aufnehmen?

Privatunterbringungen sind bisher eher selten. Die meisten dieser Personen wohnen bei Landsleuten. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) vermittelt Gastfamilien. Ziel ist – zumindest im Moment – weniger die Entlastung der staatlichen Strukturen als eine raschere Integration. Privatunterbringungen sollten aber mit viel Realismus und für eine längere Zeit geplant werden. Das Zusammenleben einer traumatisierte Familie aus einem anderen Kulturkreis mit einer «normalen» Schweizer Familie ist nicht immer einfach, sagt SFH-Sprecher Stefan Frey. Wer Zweifel hat, ob er einen Flüchtling aufnehmen soll, kann den «Flüchtlinge privat aufnehmen»-Knigge der «TAZ» studieren.

Auf dem Balkan und in Südosteuropa werden Zäune errichtet. Kommen die Flüchtlinge bald über die Adria nach Italien und dann in die Schweiz?

Der Tessiner Sicherheitsdirektor Norman Gobbi hält eine solche Entwicklung für möglich. Die Route ist beschwerlich und auf dem Meer je nach Schiff gefährlich. Solange die Grenzen zwischen Griechenland und Nordeuropa offen sind, werden wenige diesen Weg freiwillig wählen. Anfang der neunziger Jahre setzten mehrere zehntausend Albaner über die Adria nach Apulien über. Vom Westbalkan her wäre die Schweiz auch via Slowenien und Italien zu erreichen. Solange die Flüchtlinge die österreichische Grenze zu Slowenien passieren können, ist das aber ein weiter Umweg.

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/fuehrt-die-balkan-route-ins-tessin-fragen-antworten-asylwesen-fluechtlingskrise-ld.2088

Gobbi: “Meno reati in Ticino. Bene ma vogliamo fare di più, a partire dalla sicurezza dei confini”

Gobbi: “Meno reati in Ticino. Bene ma vogliamo fare di più, a partire dalla sicurezza dei confini”

Le statistiche sulla criminalità hanno riportato una sensibile diminuzione dei reati in Ticino. Questo nonostante un momento storico particolare, dove gestire la sicurezza del Cantone può essere complicato. Il Dipartimento delle Istituzioni si è però rimboccato le maniche, adoperando una serie di riforme per rendere più efficiente il lavoro degli agenti sul territorio. Il direttore Norman Gobbi, Lega dei Ticinesi, raccoglie dunque i frutti di un lavoro cominciato quattro anni fa.

Norman Gobbi, le statistiche dicono meno criminalità in Ticino. Soddisfatto?
Nell’ambito della sicurezza non ci si può mai dire completamente soddisfatti. Come ripeto di frequente, la sicurezza è un “bene primario” che occorre garantire ogni giorno a tutti i cittadini. Per questo motivo non bisogna mai abbassare la guardia e continuare a impegnarsi per accrescere sia la sicurezza oggettiva che quella percepita dalla popolazione. Certamente sono stati compiuti dei passi in avanti, ma la strada è lunga e ci sono ancora molti obiettivi importanti da raggiungere.

Qual è stata la strategia per ottenere questo risultato?
Con il mio Dipartimento ho innanzitutto voluto rafforzare la Polizia cantonale, sia dal profilo del numero degli agenti che da quello degli strumenti a disposizione. Nel contempo, è stata implementata la regionalizzazione della Gendarmeria, che ha riportato gli agenti maggiormente sul terreno, cosa che ritengo fondamentale per accrescere la sicurezza nel nostro Cantone. Non da ultimo, è stata migliorata la collaborazione e il coordinamento con le Polizie comunali, così come con le Guardie di confine, necessari per intervenire in maniera efficace sul nostro territorio.

Il futuro sembra però impegnativo e pieno di sfide. Quali i prossimi passi?
La difesa della Porta Sud della Svizzera è indispensabile se vogliamo continuare a garantire la sicurezza dei Ticinesi. Oggi l’Europa è confrontata con l’emergenza migranti per la quale, come abbiamo potuto constatare in particolare nel mese di giugno, anche noi dobbiamo essere sempre pronti a intervenire, data anche la passività di alcuni Stati europei nella gestione di questa emergenza, per evitare che alcune persone approfittino della situazione per entrare a delinquere nel nostro Paese. Per questo motivo ho ribadito che la variante relativa a un controllo sistematico alle frontiere per i migranti rimane per me prioritaria.

Da Berna, dopo che si sono accorti del problema frontiere, ci sarà più collaborazione?
Lo spero proprio! Fintanto che il problema riguardava il solo Ticino a Berna non erano particolarmente preoccupati, ma ora che la cosa tocca anche altri Cantoni, viste le chiusure a est della Svizzera, anche la Confederazione ha dovuto aprire gli occhi su un fenomeno che è reale e che può avere delle ripercussioni negative sulla Svizzera. Spero che a Berna si siano finalmente resi conto della portata del problema, specialmente per i Cantoni di frontiera come il Ticino.

MS

http://www.mattinonline.ch/gobbi-meno-reati-in-ticino-bene-ma-vogliamo-fare-di-piu-a-partire-dalla-sicurezza-dei-confini/

“Il Ticino, partner affidabile”

“Il Ticino, partner affidabile”

Da ticinonews.ch l Così il capo dell’esercito André Blattmann durante un incontro a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito

I più alti gradi militari ticinesi, nonché i rappresentanti dell’economia e della politica si sono riuniti quest’oggi a Bellinzona per parlare della riforma dell’esercito.

A prendere la parola per primo è stato il divisionario Marco Cantieni, comandante della regione territoriale 3, che, oltre a specificare il ruolo della regione territoriale, ha spiegato le ricadute economiche dell’esercito in Ticino: 7,5, milioni è la cifra stimata nel 2014 per i corsi di ripetizione e le scuole reclute.

“L’autorità cantonale deve creare le premesse per l’attività dell’esercito” ha dal canto suo ribadito il direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi. “In Ticino lo facciamo e l’esercito è ben voluto. Peccato per il voto sui Gripen, ma questo è un altro discorso”.

Ospite d’onore alla conferenza odierna è stato il capo dell’Esercito André Blattmann: “Il Ticino è un partner affidabile dell’esercito perché la questione della sicurezza ha un valore diverso rispetto a quanto vivono nella Svizzera centrale”.

Blattmann ha poi commentato la diminuzione del budget a disposizione delle forze armate: “La decisione del Consiglio federale e del Parlamento è da rispettare, ma non dobbiamo commettere l’errore di rinunciare a investire. Ci sono conflitti in tutto il mondo ed eventi drammatici improvvisi”.

http://www.ticinonews.ch/ticino/250844/il-ticino-partner-affidabile

Kantone sind mehrheitlich für europäische Lösung

Kantone sind mehrheitlich für europäische Lösung

Da NZZ.CH l Erste Reaktionen deuten darauf hin, dass sich die Kantone hinter den Entscheid des Bundesrates stellen, die Schweiz an der Verteilung von 120 000 Flüchtlingen in der EU zu beteiligen. Einzig das Tessin und Genf kritisieren den Bundesrat.

Für die Kantone hätten die Beschlüsse des Bundesrates keine unmittelbare Änderung der Situation zur Folge. Dieser Ansicht ist der Berner Regierungsrat und Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD), Hans-Jürg Käser (fdp.). Noch stehe eine Einigung der EU-Länder, die für eine Schweizer Beteiligung massgeblich sei, nicht bevor. Das Vorgehen des Bundesrates sei jedoch zu begrüssen: «Es braucht in der Flüchtlingsfrage eine europäische Lösung», sagte Käser.

Der Kanton Luzern habe die Offenheit für diese Zusage, meint der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf. Er erwarte aber vom Bund, dass dieser mit einem schnellen Ausbau seiner Strukturen Mitverantwortung trage und den Kantonen die nötigen Mittel zur Verfügung stelle.

«Selbstverständlich machen wir mit, sollte die Schweiz 4000 bis 5000 zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen», sagt auch der sankt-gallische Justizdirektor Fredy Fässler. Das Empfangszentrum des Bundes in Altstätten sei jedoch längst nicht mehr in der Lage, die über die Grenze bei Buchs ankommenden Flüchtlinge aufzunehmen. «Wir machen mit unseren Strukturen zurzeit den Job des Bundes», betont Fässler.

Steve Maucci, Chef der Dienststelle für Bevölkerung des Kantons Waadt, nimmt die Ankündigung des Bundes gelassen: «Diesen Anstieg der Zahl der Asylsuchenden können wir bewältigen, auch wenn die Suche nach Unterkünften jetzt schon schwierig ist.»

Kritik kommt dagegen aus den Kantonen Tessin und Genf: Es sei besorgniserregend, wie der Bundesrat weiterhin blind der EU vertraue, wenn einige ihrer Staaten die eigenen Vereinbarungen verletzten, sagt der Tessiner Polizeidirektor Norman Gobbi. Die Schweiz müsse die Situation konstant überwachen. Nötig seien systematische Grenzkontrollen. Und der Genfer Sozialdirektor Mauro Poggia wirft dem Bundesrat vor, humanitäre Zusagen auf dem Buckel der Kantone zu machen.

http://www.nzz.ch/schweiz/kantone-fuer-europaeische-loesung-1.18615609

Nervosität in den Kantonen steigt

Nervosität in den Kantonen steigt

Da NZZ.CH l Flüchtlingskrise. Die Kantone sehen sich ausserstande, einen Anstieg der Asylgesuche allein abzufedern. Sie fordern mehr Plätze in den Zentren des Bundes.

In den Kantonen laufen die Vorbereitungen für den Fall einer grösseren Flüchtlingswelle an. Der Bund hatte die Sozial- und Polizeidirektoren am Montag schriftlich darauf hingewiesen , dass der Zustrom von Flüchtlingen auch in der Schweiz stark ansteigen könne – womit den Kantonen vom Bund mehr Asylsuchende zugewiesen würden (NZZ 16. 9. 15). Für diese Personen müssen nun Unterkünfte bereitgestellt werden. Die Kantone zeigen sich allerdings nicht bereit, einen wachsenden Zustrom alleine abzufedern. Der Solothurner Regierungsrat Peter Gomm, Präsident der Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren, meint: «Sollte die Zahl der Asylsuchenden in kurzer Zeit stark ansteigen, muss primär der Bund für die notwendigen Kapazitäten sorgen.»

Mehr Geld gefordert
Die Regierung des Kantons St. Gallen schreibt ihrerseits in einer Antwort auf einen politischen Vorstoss, gefordert sei in erster Linie das Staatssekretariat für Migration (SEM). Der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf äusserte sich im Luzerner Parlament ähnlich. Graf, der den Bund wegen seiner Asylpolitik schon früher kritisiert hatte, verlangt, das SEM müsse die Kapazitäten für Notunterkünfte rasch auf 5000 Plätze erhöhen. Eine Aufstockung von 2000 auf 3000 Plätze ist in den letzten Monaten bereits erfolgt, doch diese Massnahme sei zu bescheiden, sagt auch Fiona Elze, Leiterin der Asylkoordination des Kantons Schwyz. Hans-Jürg Käser, Sicherheitsdirektor des Kantons Bern und Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren (KKJPD), hat für diese Forderung ebenfalls Verständnis.

«Der Bund spielt mit dem Feuer», kommentiert der Genfer Sozialdirektor Mauro Poggia das Vorgehen des SEM. Der Bund müsse den Kantonen in dieser Notsituation stärker unter die Arme greifen. Erstens fordert Poggia eine grössere finanzielle Beteiligung des SEM für seinen Kanton, in dem der Platz beschränkt und die Unterbringung folglich teurer sei als anderswo. Zweitens möchte er die Militärkaserne Vernets im Zentrum von Genf in eine Asylunterkunft umwandeln . Bis anhin ist der Kanton Genf mit diesem Anliegen jedoch bei Verteidigungsminister Ueli Maurer abgeblitzt.

Unberechenbare Lage
Wie Genf sind auch andere Kantone mit ihren Möglichkeiten bei der Unterbringung am Limit: Diese Woche trafen die ersten Flüchtlinge in der von der Armee provisorisch errichteten Zeltstadt beim Durchgangsheim in Lyss/Kappelen (BE) ein. Im Vergleich etwa zur Grenze zwischen Österreich und Ungarn, die allein am Montag von 20 000 Flüchtlingen passiert wurde , sind die Dimensionen in der Schweiz aber bescheiden. In den letzten Tagen seien zwischen 14 und 80 Asylsuchende pro Tag über die Ostgrenze eingereist, heisst es vonseiten der St. Galler Regierung. Der Tessiner Polizeidirektor Norman Gobbi beurteilt die Situation zwar als kritisch, aber nicht als alarmierend. Der Kanton Bern ist laut Käser derzeit in der Lage, wöchentlich hundert zusätzliche Plätze bereitzustellen – was etwa der Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge entspreche.

Sorgen bereitet jedoch die Unberechenbarkeit der Lage. Weil die Migrationswege über den Balkan immer schlechter funktionierten, könnten sich die Flüchtlinge dazu entschliessen, wieder zu Tausenden über das Adriatische Meer nach Italien zu gelangen, befürchtet Gobbi. Das Tessin wäre in diesem Fall das Einfallstor in die Schweiz.

von Daniel Gerny, Andrea Kucera16.9.2015

http://www.nzz.ch/schweiz/nervositaet-in-den-kantonen-steigt-1.18614388

“Fosse per me sospenderei Schengen”

“Fosse per me sospenderei Schengen”

Da Ticinonews.ch l  Germania e Austria hanno deciso di chiudere le frontiere. Cosa ne pensa il consigliere di Stato Norman Gobbi?

La chiusura delle frontiere adottata da Germania e Austria, dopo l’ondata di profughi che continua a riversarsi in Europa, non ha lasciato indifferente il direttore del Dipartimento delle istituzioni Norman Gobbi.

“La situazione che si sta sviluppando negli ultimi giorni nei Paesi europei ci sta dando ragione” afferma Gobbi, che lo scorso giugno, ricordiamo, aveva paventato la chiusura delle frontiere per far fronte all’emergenza migranti.

La proposta è ancora attuale, chiediamo noi? “Fosse per me lo farei subito, e sospenderei Schengen” ci spiega Gobbi, “ma è una decisione che spetta alla Confederazione.”

Ma in Ticino – alla frontiera sud della Svizzera – la situazione è preoccupante come nei dei due paesi? “Per ora” ci dice Gobbi “la situazione è sotto controllo. Ma non abbassiamo la guardia”.

“Certo è” continua il direttore del DI “che dopo la chiusura dei valichi sul fronte est (Germania-Austria), i migranti tenteranno la via a sud che da Milano arriva al Ticino”. “Se la situazione peggiorerà bisognerà adottare misure d’emergenza anche qui” conclude Gobbi, e la proposta della chiusura delle frontiere tornerà a bussare sempre più forte a Berna.

http://www.ticinonews.ch/ticino/249999/fosse-per-me-sospenderei-schengen

L’alcol resta negli stadi

L’alcol resta negli stadi

Da RSI.CH l Intervista a Norman Gobbi su sicurezza alle partite e utilizzo della nuova tassa

Le convenzioni anti-violenza firmate dal cantone con le principali società sportive ticinesi sono diventate pienamente operative durante questo weekend con le prime partite casalinghe di Lugano e Ambrì. Per finanziarie il sistema di sicurezza, oltre ad assumersi altri obblighi, i due club di hockey (al pari di Lugano e Chiasso nel calcio) devono versare al cantone 1 franchi per ogni spettatore.

La nuova tassa, spiega il direttore del Dipartimento delle istituzioni, servirà a finanziare lo sforzo fatto dal cantone – congiuntamente alle società e ai proprietari degli stadi – per permettere a tutti, famiglie con bambini comprese, di recarsi negli stadi in tutta sicurezza.

Almeno 200’000 franchi da HCL e HCAP

Il consigliere di Stato non si sbilancia sulle previsioni complessive di incasso per la stagione. Nella peggiore delle ipotesi, dai due club di hockey è però previsto il versamento di almeno 200’000 franchi: 100’000 ciascuno (calcolando 25 partite casalinghe a una media di 4’000 spettatori). E se saranno di più perché le due squadre si qualificheranno ai play-off e avranno più pubblico, rileva Norman Gobbi, tanto meglio.

Tra i cambiamenti previsti dagli accordi non figura invece la proibizione della vendita dell’alcol che in altre realtà è stata introdotta per tentare di arginare le violenze degli hooligan. In Ticino la misura, rileva Norman Gobbi alla RSI, viene invece ritenuta potenzialmente controproducente poiché rischierebbe di incrementare i problemi all’esterno degli impianti sportivi.

Ripensamento non escluso

Ma il cantone non esclude un ripensamento. “Semmai si dovesse rendere necessario si potrebbe comunque passare a una proibizione concordate con i club”, conclude il direttore del Dipartimento istituzioni.

http://www.rsi.ch/news/ticino-e-grigioni-e-insubria/L’alcol-resta-negli-stadi-6052270.html

Sport e sicurezza: firmate le convenzioni con i Club ticinesi

Sport e sicurezza: firmate le convenzioni con i Club ticinesi

Un ulteriore tassello nel mosaico delle misure contro la violenza in occasione di eventi sportivi. Nel corso dell’estate sono state sottoscritte, fra la Polizia cantonale, i club di lega nazionale di hockey e di calcio e i rispettivi gestori degli impianti sportivi, le convenzioni concernenti le misure di sicurezza nelle strutture sportive nonché nelle immediate vicinanze, nel contesto di partite considerate a rischio.

Il Dipartimento delle Istituzioni e la Polizia cantonale comunicano che, a seguito dell’adesione da parte del Canton Ticino al Concordato sulle misure contro la violenza in occasione di manifestazioni sportive (modificato il 02 febbraio 2012), sono state ratificate una convenzione con le società sportive Hockey Club Ambrì Piotta e Hockey Club Lugano, Football Club Lugano e Football Club Chiasso e con i rispettivi gestori delle strutture sportive.

Questo costituisce un ulteriore tassello nella lotta alla violenza durante le manifestazioni sportive e un miglioramento degli strumenti a disposizione delle autorità cantonali nella lotta ai disordini che possono verificarsi in occasione di eventi sportivi.

L’obiettivo dei concordati è quello di poter assicurare, grazie ad una stretta collaborazione nell’ambito della sicurezza, lo svolgimento di manifestazioni sportive in un’atmosfera piacevole e caratterizzata da sano fair play.

Nel documento sono definite le responsabilità del Club sportivo, gli aspetti pratici quali le misure preventive da intraprendere, la necessità di un continuo scambio d’informazioni e le misure puntuali d’applicare per garantire la sicurezza negli impianti sportivi, in particolar modo in occasione d’incontri a medio e alto rischio.

Inoltre, come risultato della richiesta di assunzione di maggiori responsabilità, anche finanziarie, le convenzioni definiscono in maniera chiara la partecipazione ai costi della sicurezza da parte delle società sportive. Questo contributo che si riassume nella somma di un franco per ogni spettatore presente agli incontri casalinghi sull’arco dell’intera stagione, andrà a coprire parte dei costi che Cantone e Comuni saranno chiamati a sostenere per l’impiego delle forze e dei mezzi messi in campo a margine degli incontri sportivi considerati a rischio.

Selbst ist der Tessiner

Selbst ist der Tessiner

Da Basler Zeitung l Verstopfte Strassen, Lohndumping, Flüchtlingsströme – der Südkanton hat genug und wehrt sich.

Auf dem Weg ins Stadtzentrum von Lugano bleibt der Bus in einer Einbahnstrasse stehen. Ein am Strassenrand geparktes Auto blockiert die Weiterfahrt. Der Buschauffeur hupt zweimal; sofort kommt die Besitzerin des Autos angerannt und fährt weg. «Wir sind doch hier nicht in Italien, wo man es gewohnt ist, das Auto auf der Strasse stehen zu lassen», ruft ein Fahrgast im Bus. Als ich später dem Tessiner Regierungspräsidenten Norman Gobbi davon erzähle, lacht er und fragt nach dem Kennzeichen.

Der Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements stichelt gerne gegen das südliche Nachbarland. Die Italiener seien nicht mit anderen Europäern zu vergleichen, sagt er. Nicht aus menschlicher Sicht. Sie hätten aber eine andere Mentalität, eine andere Einstellung zu Regeln und Gesetzen. Sie nähmen es nicht so genau. «Wir Tessiner sind anders. Wir sind stur und diszipliniert wie alle Schweizer, wenn auch nicht immer», erklärt Gobbi auf Italienisch und betont dabei das Adjektiv stur, indem er es auf Deutsch sagt.

Anders als die Italiener zu sein, darauf legen die Tessiner grossen Wert. Doch so sehr sie sich bemühen, ihre Ähnlichkeiten zu den Deutschschweizern und die Unterschiede zu den Italienern hervorzuheben, gibt es ausser der Sprache dennoch einiges, was an den südlichen Nachbarn erinnert. In der Sache mögen die Tessiner zwar genauso pingelig und korrekt sein wie die Deutschschweizer, nicht aber in ihrem Auftritt und im Umgang. Alles ist weniger offiziell, ungezwungener.

Bei meiner Ankunft in der Residenza Governativa, dem Vewaltungs­gebäude auf der Piazza Governo in Bellinzona, fragt mich Norman Gobbis Sekretärin, ob ich etwas trinken möchte. Wenig später serviert sie mir mein Wasser – in einem weissen Plastikbecher. Die schwarzen Tische im Sitzungszimmer, auf denen eine feine Staubschicht liegt, sind leer. Keine Kaffeetassen, keine Gläser, kein Mineralwasser. Gobbis Assistentin setzt sich zu mir und stützt das Knie in die Hände. Wir unterhalten uns wie alte Bekannte. Sie ist beim Gespräch mit Gobbi dabei. Schreibt nicht mit, hört nur zu.

Unbeliebte «Frontalieri»

Über 60 000 Italiener arbeiten im Tessin. Die «Frontalieri», Grenzgänger, sind nicht sonderlich beliebt. Sie verstopften die Strassen, nähmen den Einheimischen die Arbeitsplätze weg und «benehmen sich, als wären sie hier zu Hause», heisst es. Dass die Tessiner diese Situation nicht länger dulden wollen, zeigten sie mit ihrer deutlichen Zustimmung zur Zuwanderungs-Initiative der SVP – fast 70 Prozent sagten im Februar vor einem Jahr Ja.

In einem Café auf der Piazza Collegiata in Bellinzona komme ich mit Michela ins Gespräch. Sie ist 31 Jahre alt und arbeitet als Kommunikations­beauftragte in Bellinzona. «Mich stört vor allem der ewige Stau», sagt sie. Sie sei jeden Tag von Coldrerio, das nahe bei der Grenze zu Italien liegt, mit dem Auto zur Arbeit gefahren: «Das war schrecklich, ich musste eine zusätzliche Stunde Arbeits- und Heimweg einkalkulieren.» Sie sei deshalb nach Lugano gezogen. Von der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt merke sie hingegen nichts. Sie habe nach dem Studium sofort eine Stelle gefunden. Einige Bekannte von ihr, ebenfalls Hochschulabsolventen, hätten aber das Tessin verlassen müssen und in Zug oder Zürich eine Anstellung gefunden.

Die Tessiner beschweren sich darüber, dass ihre Anliegen in Bundesbern kein Gehör finden. Mit Lega-Politiker Gobbi ist nun aber jemand an der Spitze, der weder überhört noch übersehen werden kann. Der 38-Jährige steht im Türrahmen, den er nahezu ausfüllt – sowohl in der Breite als auch in der Höhe. Den Rücken zum Sitzungszimmer gewandt, ruft er einer seiner Mitarbeiterinnen in Tessiner Dialekt noch etwas zu und betritt dann den Raum. «Ben arrivata», begrüsst er mich mit tiefer Stimme.

«Manchmal muss man den Leuten auf die Nerven gehen, um etwas zu erreichen», sagt Gobbi. Das tut er: Im April beschloss er, dass alle Ausländer, die im Tessin eine Aufenthaltsbewilligung B (befristet) oder G (Grenzgänger) wollen, einen Auszug aus dem Strafregister ihres Landes samt Beleg über laufende Verfahren vorlegen müssen. Diese Massnahme folgt auf die Erhöhung der Quellensteuer, die der Tessiner Grosse Rat bereits 2014 verabschiedet hatte. Neu wird der betreffende Steuerfuss auf Gemeindeebene von 78 auf 100 Prozent erhöht.

Damit verärgert Gobbi in erster Linie die Politiker in Rom, aber auch Bundesbern, das kein Interesse daran hat, die ohnehin schon schwierige Beziehung zwischen der Schweiz und Italien weiter zu strapazieren. Schon gar nicht jetzt, wo das bereits unterzeichnete Doppelbesteuerungsabkommen mit Italien auf der Zielgeraden ist.

Diskussion über Schutzklausel

Dies war wohl auch der Hauptgrund, dass Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (BDP), begleitet von EU- Chefunterhändler Jacques de Watteville und Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration, letzte Woche der Tessiner Regierung einen Besuch abstattete. Als offiziellen Grund für das Treffen nannte der Bundesrat «Klärungen vor der Schlussphase der Verhandlungen zum Grenzgängerabkommen mit Italien». Im Klartext: die Tessiner Regierung, aber vor allem Norman Gobbi zur Räson zu zwingen.

Dieser lässt sich aber nicht einschüchtern. Die Massnahmen seien gut überlegt gewesen, sagt Gobbi, eine logische Reaktion auf die damalige und die aktuelle Situation. «Es ist nicht so, dass wir Tessiner morgens mit einer Idee aufstehen und diese dann gleich umsetzen.» Mit der Erhöhung des Steuerfusses auf Gemeindeebene soll der Tessiner Arbeitsmarkt für die einheimischen Arbeitskräfte gestärkt werden.

Aktuell ist jeder vierte Arbeitnehmer im Tessin Grenzgänger und jeder zweite Ausländer. Zudem siedeln sich in den letzten Jahren immer mehr italienische Firmen an. Sie profitieren vom unbürokratischen Umgang mit den Schweizer Behörden, von tiefen Steuern und schnellen Bewilligungen. Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Zuwanderungs-Initiative diskutiert der Südkanton deshalb über eine Arbeitsmarkt-Schutzklausel. Diese erlaubt es, die Personenfreizügigkeit im Grundsatz zu erhalten, gleichzeitig jedoch gezielte und begrenzte Interventionen in Ausnahmesituationen zu ermöglichen.

Es gehe auch darum, so Gobbi, die Region und somit auch den Rest der Schweiz vor kriminellen Organisationen zu schützen. Vor der Einführung des freien Personenverkehrs sei es völlig normal gewesen, dass Grenzgänger einen Strafregisterauszug vorlegen mussten. «Ich verstehe die Aufregung nicht», sagt Gobbi und lehnt sich gemächlich im Stuhl zurück. Die direkt Betroffenen, also die Grenzgänger, hätten sich bisher nicht dagegen gewehrt. Und die Tessiner Bevölkerung sei auch damit einverstanden. Offensichtlich störe es nur die Politiker in Bern und in Rom. «Doch die Probleme werden weder in Bern noch in Rom gelöst. Die lösen wir hier vor Ort.»

Selbst ist der Tessiner. Nach diesem Motto handelt auch Mauro Antonini: «Wir können nicht in jedem Fall warten, bis uns jemand eine Lösung präsentiert. Zusammen mit dem Kommando in Bern suchen wir selber nach Lösungen und handeln danach.» Der Kommandant des Grenzwachtkorps der Region IV steht in seinem Büro in Lugano-Paradiso vor einer Skizzentafel. «Sehen Sie, hier sind noch die Schritte der letzten Aktion im Kampf gegen die Schlepper aufgeführt.» Die vielen Grenzgänger sind nicht das einzige Problem des Südkantons. Zurzeit reisen jeden Monat zwischen 1200 und 1800 Flüchtlinge über Italien in die Schweiz ein. An den Wochenenden müssen die Zollbeamten am Bahnhof Chiasso täglich zwischen 60 und 80 Fälle behandeln; die meisten kommen mit dem Zug an.

«Gib nicht auf»

In Zusammenarbeit mit dem Grenzwachtkorps hat die Tessiner Kantonspolizei nun eine Taskforce gegründet mit dem Ziel, Schleppernetzwerke zu zerschlagen. Dabei werden suspekte Bewegungen an der Grenze analysiert. Es konnten bereits einige Leute verhaftet werden. Antonini ist überzeugt: «Das ist der richtige Ansatzpunkt. Wir müssen diesen Banden klarmachen, dass man bei uns nicht durchkommt.»

80 Prozent der Flüchtlinge, die meisten sind Eritreer, stellen ein Asyl­gesuch und werden nach der Erstkontrolle an das Empfangs- und Verfahrenszentrum des Staatssekretariats für Migration weitergeleitet. Die übrigen werden gemeinsam mit den italienischen Behörden nach Italien zurückgeschafft. Um die Situation bewältigen zu können, bekommt das Grenzwachtkorps wöchentlich Verstärkung von zehn bis zwanzig Personen aus anderen Regionen. Von einer Krisen­situation will der Kommandant dennoch nicht sprechen. «Dank motivierten Leuten, Besonnenheit und entsprechender Infrastruktur haben wir die Lage unter Kontrolle», sagt er.

Politisch mag sich Antonini nicht äussern. Auch nicht zu den Grenzgängern. Das solle Norman Gobbi tun. Übrigens ein guter Kumpel von ihm. Ich solle ihn doch bitte grüssen und ihm dies überreichen: Er greift zu einer kleinen, weissen Schachtel, die einen bedruckten Caran-d’Ache-Kugelschreiber enthält. Darauf schreibt er in Tessiner Dialekt: «Gib nicht auf.»

Von Alessandra Paone, Basler Zeitung ePaper